Archiv für den Monat Februar 2011

The Expendables

The Expendables ist eine Truppe bestens ausgebildeter Söldner, der von dem mit allen Wassern gewaschenen Barney Ross geleitet wird. Von dem undurchsichtigen Church, der den Mord an seinem Sohn rächen lassen will, erhalten sie den Auftrag, den Diktator Garza in seiner Bananenrepublik zu töten und den alten, demokratisch gewählten Präsidenten wieder zu installieren. Schnell stellen Ross und Co. fest, dass Garza zum einen von der CIA versteckt wird, ihr Auftraggeber zum anderen mit falschen Karten spielt. Und dann heftet sich mit dem durchgeknallten Gunnar Jenssen auch noch ein unehrenhaft aus der Gruppe ausgeschiedener Killer an die Fersen der Expendables.

The Expendables ist DER Film auf den Aktionfans seit Jahren gewartet haben. Nachdem der gute alte Stallone sich mit Rocky Balboa und John Rambo wieder aus der Versenkung gespielt hatte, rief er zum großen Klassentreffen gealterter Muskelprotze. Dolph Lundgren, Eric Roberts, und Mickey Rourke ließen sich nicht lange bitten, und sogar Arni und Bruce Willis standen für einen Kurzauftritt zur Verfügung. Damit die Kiddie-Crowd nicht leer ausgeht wurden kurzerhand Jet Li und natürlich Jason Statham verpflichtet! Das bei so einem Staraufgebot nicht jedem die gleiche Screentime zur Verfügung gestellt wird ist klar und so liegt das Hauptaugenmerk ganz klar auf Sly und Statham. Letztendlich ist The Expendables ein verdammt unterhaltsames Stück Akionkino geworden, bei dem man getrost das Hirn ausschalten und mal mehr mal weniger markigen One-Linern lauschen darf. Stallone stellt mal wieder sein Können als Regisseur unter Beweis und der geneigte Zuschauer langweilt sich zu keiner Sekunde. Logik und Tiefsinn bleiben dabei natürlich auf der Stecke, aber da fragt sowieso keiner mehr nach wenn die Expendables im Alleingang eine komplette Insel ausradieren. Die Effekte sind dabei schön blutig, aber leider oftmals aus dem Rechner! Sehr lobenswert ist auch das auf eine allzu kitschige Lovestory verzichtet wurde, Sly weiß halt wie man das männliche Publikum zufrieden stellen kann! Leider erreicht der Film nicht den Charme alter 80er Aktioner, dafür ist er einfach zu bombastisch und glatt poliert!

Punkte: 7 von 10

Advertisements

Rotze zockt… Fable 2+3

Fable 2: Habe ich nach 3-4 Stunden Spielzeit erstmal für 1 ½ Jahre liegen lassen und erst vor ein paar Wochen wieder raußgeholt! Und da hat mich das Spiel dann auch erst gepackt. Klar, es gibt einige Designfehler und vieles ist einfach unkonfortabel (das Menü ist einfach der Horror), aber Fable versprüht einfach eine Märchenhafte Atmosphäre. Mit seinem Hund durch dunkle Sümpfe und dichte Wälder zu ziehen macht einfach Spaß. Und wenn man zum Ende hin in den Städten von den Anwohnern als Held geradezu vergöttert wird ist das schon klasse umgesetzt und motiviert ungemein. Das die Quests letztendlich nur auf stupides Monsterkloppen hinaus laufen langweilt zwar mit der Zeit, dafür gibt es viele verschiedene Gegnertypen. Das Ende hätte ich mir ein wenig spektakulärer und epischer gewünscht, führt aber die Idee „Spiel der Entscheidungen“ konsequent zu Ende! Und wenn ich ehrlich bin fiel mir die „Auswahl“ wirklich schwer 😉

Fable 3: Wo Teil 2 aufhört, fängt Teil 3 direkt wieder an: mit schwerwiegenden Entscheidungen. Ob man nun das unschuldigen Volk oder seine Geliebte opfert bringt den Spieler in einen richtigen Gewissenskonflikt. Ob die Wahl Auswirkungen auf das spätere Spiel hat, wird sich noch heraußstellen. Das neue Menü (eine Art Kommandozentrale dessen Räume wie Ankleidezimmer, Schatzkammer ect. als Menüpunkte dienen) gefällt mir an sich recht gut, trotzdem dauert es immer noch zu lange bis man Änderungen vorgenommen hat. Das Interaktionsfeature ist mit den anderen NPCs ist zwar nett, ich hoffe aber das man jetzt nicht jeden Bürger anlabern muss um genug Punkte für neue Eigenschaften zu bekommen. Ich freue jedenfalls schon darauf das Königreich nach und nach zurück zu erobern!

Der Augensammler

Er spielt das älteste Spiel der Welt: Verstecken. Er spielt es mit deinen Kindern. Er gibt dir 45 Stunden, sie zu finden. Doch deine Suche wird ewig dauern. Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist stirbt das Opfer in seinem Versteck. Doch damit ist das Grauen nicht vorbei: Den aufgefundenen Kinderleichen fehlt jeweils das linke Auge. Bislang hat der „Augensammler“ keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine mysteriöse Zeugin: Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, durch bloße Körperberührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt …

Gähn, mal wieder ein Serienmörder mit einer makaberen Vorgehensweise, mal wieder ein halbgebrochener Ex-Cop der mehr oder weniger unfreiwillig dem Killer auf die Spur kommt! Wenn man den Klappentext von Der Augensammler so liest, ist die Versuchung groß das Buch im Geschäft liegen zu lassen. Hätte ich das Buch nicht zu Weihnachten bekommen, wäre der Roman wohl auch komplett an mir vorbeigegangen, doch Gott sei Dank war dem nicht so! Ok, die Story an sich ist verhältnismäßig konventionell und ab der Mitte kann der Genre-Kenner wohl auch absehen was der Final-Twist sein wird, dafür ist Der Augensammler ungemein spannend geschrieben. Die Charaktere sind sympathisch und interessant und man will einfach wissen wie es weitergeht! Das die Kapitel und Seitenzahlen rückwärts runter laufen mag einem am Anfang unwichtig und irgendwie blöd vorkommen, zum Ende hin verwandeln sich die Seitenzahlen in einen regelrechten Countdown der den Leser mitreißt. Sogar das nicht gerade kurze Nachwort des Autors habe ich mir komplett durchgelesen weil es so gut geschrieben war!

Punkte: 7 von 10

Dead Island Trailer

Wow, der Trailer zum irgendwann im laufe des Jahres erscheinenden Horror-Spiel Dead Island sieht wirklich erste Sahne aus und könnte auch für einen Hollywood Blockbuser sein. Leider lässt das ganze noch nicht wirklich auf das eigentliche Gameplay schließen, macht aber trotzdem verdammt neugierig!

Frontier(s)

Vier junge Leute aus der Pariser Trabantenvorstadt haben die traditionellen Unruhen für einen Raubzug genutzt und dabei auf Polizisten geschossen. Jetzt fliehen sie aus der Hauptstadt, wo der Boden für sie zu heiß geworden ist, Richtung Holland und steigen für die Nacht in einer wenig vertrauenerweckenden Spelunke nahe der Grenze ab. Dort führt eine degenerierte Nazisippe ein Schreckensregiment. Gäste aber sind willkommen – im Falle der Herren zum Verzehr, im Falle der Damen zur Auffrischung des Blutes.

Nun habe ich ihn auch endlich gesehen, den letzten der 4 bösen Franzosen (neben Martyrs, Inside und High Tension) und wieder konnten mich unsere Nachbarn überzeugen. Ok, im Endeffekt ist Frontier(s) nur ein recht dreistes TCM Rip-Off inkl. herrischem Familienoberhaupt, dem Muskelmonster für’s Grobe, einer Dinnerszene und vielem mehr! Was Frontier(s) aber von der unüberschaubaren Masse an Terror-Filmen abhebt ist die rohe und dreckige Machart. Die Gewalt ist nicht witzig oder zum abfeiern sondern ein regelrechter schlag in den Magen! Die Kamera hält konsequent drauf und bis auf eine Ausnahme sind alle Effekte handgemacht und technisch top! Es gibt kein Augenzwinkern oder Comic-Relief, aber das kennen wir ja von den Franzosen! Auch die Schauspieler machen ihre Sache großartig!! Sei es die abgefuckte Nazifamilie die zur Abwechslung mal wirklich bedrohlich rüber kommt oder unsere Kleingangster mit denen man trotz fehlender Sympathien irgendwie mit leidet. Besonders Yasmine kommt authentischer rüber als die Konkurrenz aus Hollywood rüber. Wo die Heldinnen aus Übersee sich zum Ende hin zur Kampfamazone wieder Willen entwickeln, bleibt von Yasmine ein zitterndes Wrack übrig, die nur noch auf Ihre Instinkte hört um zu überleben! Großartig!

Allerdings gibt es muss ich auch noch ein wenig Kritik loswerden! So wirken z.B. die am Anfang eingespielten Szenen der Pariser-Jugendkrawallen ein wenig aufgesetzt und deplatziert! Schlimmer aber noch ist das Oberhaupt der Nazifamilie, das immer wieder im gebrochenen Deutsch Fascho-Parolen a lá „Arbeit macht Frei“, „Meine Ehre heißt Treue“ usw. von sich gibt. Das kommt irgendwie blöd rüber, da man das Deutsch kaum versteht (es soll sich hier um einen Altnazi handeln, da kann man das ja wohl erwarten ;-)) und die Sätze zusätzlich total aus dem Zusammenhang sind. Aber vielleicht fällt das auch nur uns Mutterspachlern auf, so oder so, es nagt ein wenig an der dichten Atmosphäre!

Letztendlich ist Frontier(s) aber ein astreiner Terrorfilm mit allem was der Horrorfan sich wünscht! Dazu kommt das gewisse Flair Europäischer Produktionen, den die ganzen Ami-Flicks einfach nicht haben!

Punkte: 8 von 10

Volkswagen Star Wars Werbung

Eigentlich bin ich ja nicht so der Werbeclip-Fan, ab und an gelingt den Marketing-Schergen aber ein wahres Meisterstück! Folgender Werbespot ist so mit das beste was ich seit langer Zeit gesehe  habe 🙂

Collector’s Corner: The Expendables, Enter the Void und Frontier(s)

Ach ja, was gibt es schöneres als nach Hause zu kommen und ein dickes Päckchen vor der Tür zu finden (besonders wenn man sich einige Tage vorher so über DPD geärgert hat, siehe 2 Beiträge weiter unten ;-)). Und diesmal waren 3 richtig feine Editions dabei, die mein Sammlerherz seit langem mal wieder höher schlagen ließen. Das Cover des The Expendables Steelbook ist aber auch zu geil! Leider wurde zu viel Schrift mit auf die Hülle gequetscht, nur das Schädellogo vor weißem Hintergrund wäre noch mal um einiges stylischer gewesen.  Zu den Mediabooks von Frontier(s) und Entert the Void brauche ich wohl nicht mehr viel zu sagen, super schick, limitiert, mit dickem Booklett und massig Bonus-Material (das ich mir wohl sowieso nie anschauen werde). Bei den Mediabooks bin ich allerdings ein wenig zwiegespalten! Ich habe die Dinger total gerne in meiner Sammlung stehen, sehe aber nicht den Sinn einer zusätzlichen DVD! Ich meine wer schiebt eine DVD in den Player wenn er die BR sehen kann. Und das Argument dass man den Film dann auch auf einen portablen oder anderen Player schauen kann zieht bei mir auch irgendwie nicht. Letztendlich soll doch nur der Preis hochgepusht werden, der besonders bei Frontier(s) doch recht happig war: Stolze 40€ durfte ich dafür hinblättern! Ja ja, ich weiß, in 2-3 Monaten kommt der Film auch als Single-BR VÖ, aber man muss sich doch auch mal zwischendurch etwas gönnen 😉

Heartless

Die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, streift der schüchterne Jamie mit seiner Kamera bewaffnet durch die heruntergekommenen Straßen des Londoner East Ends. Er führt ein Außenseiterdasein, denn sein Gesicht ist durch ein riesiges herzförmiges Muttermal entstellt. Auf einem seiner nächtlichen Streifzüge beobachtet Jamie einen bestialischen Mord – verübt von einer Gang, deren Mitglieder ihre Gesichter hinter dämonischen Masken verbergen. Doch Jamie lässt sich nicht täuschen; er kennt ihr Geheimnis: Diese Dämonen sind echt! Als seine Mutter einem ihrer Anschläge zum Opfer fällt, nimmt Jamies Leben eine dramatische Wendung: Gezeichnet von Trauer und Depressionen, trifft er auf den teuflischen Papa B, welcher ihm die Erlösung in Aussicht stellt. Dafür muss Jamie einen Pakt eingehen, der ihn geradewegs in den „Vorhof der Hölle“ führt …

Fangen wir mit den positiven (und dominierenden) Aspekten von Heartless an: In den ersten 40 Minuten ist Heartless für mich die neue Referenz in Sachen Atmosphäre! Die Stimmung ist so ungemein dicht, düster und teilweise sogar irgendwie märchenhaft das man geradezu in den Film hereingesogen wird. Die runtergekommene Großstadt wird in grandiosen Bildern eingefangen in der die melancholische Figur des Hauptdarstellers irgendwie versucht zu Recht zu kommen. Das Auftreten der Gang/Dämonen ist genauso brachial und beklemmend in Szene gesetzt wie die Gewaltszenen, welche zwar nur sporadisch auftreten, dafür aber um so wirkungsvoller sind! Nun ja, nach etwa der Hälfte des Films erfolgt ein Bruch und Heartless rutscht in einen konventionellen und halbwegs vorhersehbaren Horrorfilm ab, der dadurch viel von seiner Magie einbüßt. Versteht mich nicht falsch, selbst hier ist Heartless noch gehobenes Niveau, aber das gewisse Etwas fehlt einfach. Wirklich schade, hier hätte ein neuer Kultfilm entstehen können der frischen Wind in das Genre bringt. Leider hat man auch das Ende in dieser Form schon öfters gesehen, so dass ein fader Beigeschmack nach dem Abspann bleibt.

So oder so, Heartless kann jedem „offenen“ Horror-Fan nur ans Herz gelegt werden.

Punkte: 7 von 10

Rotze wartet auf die Post…

Argh, eigentlich hätte gestern schon mein Päckchen von DTM ankommen sollen (mit den fetten Frontier(s)- und Entert the Void-Mediabooks + der The Expendables Steel), leider wurde da mal wieder nichts draus. Statt neuen BluRays hing nur ein oller Zettel am Briefkasten das der DPD-Mensch um 08.50h bei mir geklingelt hat aber leider niemanden angetroffen hat. Morgen (also heute) wolle man es nochmal um die gleiche Zeit probieren! Hallo?! Leute, ich muss arbeiten. Denken diese Speditionsleute ernsthaft man trifft um diese Uhrzeit jemanden an?! Na ja, bei der Masse an Paketen kann man das natürlich nicht anders einrichten, trotzdem ärgert es mich immer wieder. Mit meinem normalen Postboten habe ich schon einen Deal gemacht, der legt die Päckchen einfach an einen abgestimmten Ort. Das erspart einem die lästigen Fahrten zum Postamt, was sich in der letzter Zeit doch arg gehäuft hatte (die Damen dort kennen mich mittlerweile schon mit Namen ;-)).

Rotze zockt… Fable 2 & Dead Space 2

Nachdem ich das sterbenslangweilige Die Sims 3 gegen Fable 3 tauschen konnte, habe ich mich am Wochenende seit langer langer Zeit noch mal mit dem Zweiten beschäftigt, mit dem Ziel diesen endlich durchzuspielen. Vor knapp einem ¾ Jahr hatte ich damit aufgehört, da irgendein anderes Spiel meine Aufmerksamkeit brauchte. Keine Ahnung wie weit ich mittlerweile bin, ich hab mich jetzt gerade durch den Hexenkessel gekämpft und soll jetzt zu so einem komischen Turm rüber segeln. Da ich gefragt werde ob ich das wirklich schon machen möchte oder doch nicht erst meine offenen Quests beenden will, habe ich fast das Gefühl als ob ich schon kurz vor Ende des Spiels wäre.

Na ja, schlimm wäre es nicht, irgendwie spielt sich Fable 2 doch arg krampfig! Seien es die hektischen Kämpfe, die fürchterlich unübersichtliche Menüstruktur oder aber die dauernden Framrate-Einbrüche! Dafür bietet das Spiel eine herrlich stimmige Märchenwelt in der man wunderbar abtauchen kann. Außerdem ist Fable gerade eine Willkommende Abwechslung zum düsteren Dead Space 2 gesplatter!

Da komme ich irgendwie auch nicht so richtig weiter, was wohl hauptsächlich daran liegt das ich Dead Space 2 nur Nachts spiele! Wenn von draußen noch ein wenig Tageslicht ins Wohnzimmer scheint kommt der Terror nur halb so schön rüber. Als letztes hatte ich mich durch die Kinderstation in Level 6 geschlachtet. Der Abschnitt gehört definitiv zu meinen Videospielhighlights der letzten Jahre, selten so etwas Atmosphärisches gespielt… Schon verdammt morbide wenn man durch zerstörte Grundschulen und Kindergärten schleicht und dann von explodierenden Mutanten-Säuglingen attackiert wird. Harter Stoff, der so manchen Jugendschützer wohl schlaflose Nächte bescheren würde 😉