Archiv für den Monat Juli 2012

Tesis – Der Snuff Film

Durch einen Zufall kommt die Filmstudentin Angela in den Besitz eines Snuff-Videos und zusammen mit Ihrem Kommilitonen und Horrofreak Chema beginnt sie Nachforschungen anzustellen. Das Mädchen aus dem Video scheint eine vor 2 Jahren verschwundene Studentin der Uni zu sein, dementsprechend müsste sich auch der Mörder in diesem Umfeld aufhalten. Die Luft für Chema und Angela wird von Tag zu Tag dünner, nicht wissend das die Kameras der Killer schon auf sie gerichtet sind.

What?! Tesis ist von 1996?! Den hätte ich aber für älter gehalten, vom Gefühl und auch vom Look her. Na ja, Spanien hinkt wohl immer etwas hinterher 😉 So oder so ist Tesis einer dieser Thriller die ich mir immer wieder gerne anschaue, auch wenn ich die Auflösung schon kenne. Besonders die Ansiedelung im Film-/Horror-Milieu macht den Film zu etwas besonderem und erinnert ab und an an Scream (nur ohne den Humor). Klar, manche Dinge wie der langhaarige, sozial unbeholfene Horrorfreak sind zwar etwas klischeehaft, so wirklich stören tut dies aber nicht. Tesis kommt einfach verhältnismäßig authentisch rüber. So gibt es statt „Faces of Death“ zwar die nicht existierende Mockumentary „Fresh Blood“ zu sehen, dafür findet man immer wieder verweise auf das Genre in den Dialogen oder in Posterform an den Wänden der Nerdbude. Je mehr sich Angela und Chema in den in den Machenschaften der Snuff-Filmer verwickeln, desto weiter steigt die Spannung an. Dabei agieren die beiden immer recht nachvollziehbar, nur die Polizei hätte man vielleicht ein klein wenig früher einschalten sollen. Dafür das Tesis sich zentral um das Thema Snuff dreht bekommt man recht wenig an direkter Gewalt zu sehen. Die Kamera blendet immer früh genug ab und auch von den eigentlichen Snuff-Videos bekommt man nur die Tonspur zu hören. Nur der finale Kill wird schnell und erbarmungslos präsentiert, gezeigt durch das statische Objektiv einer Videokamera. Der Zuschauer wird zum Voyeur degradiert, nicht besser als das Klientel der Snuff-Filmer. Die letzten Einstellungen mögen vielleicht ein wenig überzogen daherkommen, verdeutlichen aber recht gut welchen Stellenwert die Gewalt mittlerweile in unserer Gesellschaft angenommen hat. Und so schafft es Tesis nicht nur bestens zu unterhalten sondern gleichzeitig noch zum nachdenken anzuregen.

Punkte: 7 von 10

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Zuletzt gesehen…

4 Fliegen auf Grauem Samt 5/10

In Argentos dritten eigenem Film blitzt schon ab und an die Genialität seiner späteren Werke auf, größtenteils ist mir 4 Fliegen aber zu roh und unzusammenhängend. Mal abgesehen von den schlechten Schauspielern wirken viele Szene zwar atmosphärsich dicht, sind an sich aber oftmals einfach dämlich (Stichwort Mord im Park/Zoo). Das plötzliche Ende serviert dann nochmal eine schnelle Erklärung der Vorfälle die aber nicht so wirklich passen mag. Natürlich war die Story in Argentos Filmen schon immer eher zweitrangig, hier waren diese Defizite aber wirklich arg offensichtlich.

Fear X 3/10

Was ein Langweiler, selten haben sich 90 Minuten mehr gezogen! Der Anfang ist ja noch recht spannend, leider verläuft sich der Paranoia Aspekt viel zu schnell. Unterbrochen wird das ganze immer wieder von Traum-Sequenzen, die irgendwie nicht zum Rest des Filmes passen wollen. Die Auflösung kommt viel zu früh und das Ende ließ mich dann nur noch unzufrieden im Sessel zurück. Trotz John Turturro nicht einmal ansatzweise eine Empfehlung.

Class of Nuke’Em High 6/10

Einer der frühen Troma-Filme, der noch ein wenig die Derbheit der späteren Werke vermissen lässt. Trotzdem ein mehr als spaßiges Trash-Filmchen mit coolen Ideen, fetziger Mucke und naiven partygeilen Collegekids. Man merkt allen beteiligten den Spaß regelrecht an den sie beim drehen hatten und das überträgt sich auch auf den Zuschauer.

Class of Nuke’Em High 2 7/10

Als Troma-Fan muss ich diesen Film einfach lieben. Zu 60% scheint der Streifen aus CloseUps auf Bikinihintern zu bestehen, die restlichen 40% stolpern die Akteure durch knallbunte Szenarien und haben sichtlich Spaß dabei! Sinnlos, bescheuert, mit cooler Musik und viel liebe zum Detail ist Class of Nuke’Em High 2 ein absolutes Muss für alle Fans von „real Independent Cinema“!

Batman Begins 7/10

Schnell vor dem großen Double den ersten Teil der Nolan Trilogie noch einmal angeschaut! Batman Begins kann auch nach 7 Jahren nahezu komplett überzeugen. Besonders der Anfang mit Batmans Origin Geschichte gefällt mir immer wieder gut. Die zweite Hälfte lässt dann leider ein wenig nach, was besonders an dem fehlen eines richtig fiesen Bösewichts liegt. Scarecrow ist viel zu schnell ausgeschaltet und Ras Al Gul hat ja eigentlich auch nur „gutes“ im Sinn 😉 Mittlerweile wirkt der ein oder andere Effekt ein wenig Cheesy und die gewollt flapsigen One-Liner fand ich auch nicht immer passend. Trotzdem immer noch ein Highlight unter den Superhelden Filmen.

The Dark Knight 10/10

Grossartig! Immer wieder! Zum dritten mal jetzt auf der großen Leinwand gesehen und ich bin immer noch geflasht!

Der Soldat James Ryan 6/10

Saving Private Ryan war doch um einiges zäher als ich in Erinnerung hatte. Es gibt zwar viele wirkliche eindringliche Szenen und der Schrecken des Krieges kommt darin gut rüber, vieles fühlt sich aber auch arg in die Länge gezogen an. Dazu kommt eine gehörige Portion Kitsch (Betender Sniper, die letzte Szene) und Übertreibungen (der Twist mit dem freigelassenen Deutschen)!

Tucker & Dale VS Evil 8/10

Ich hatte den damals auf dem Fantasyfilm Fest gesehen und schon wieder ganz vergessen wie extrem lustig der doch ist! Tucker&Dale ist eine wunderbare Hommage an das Backwoodslasher-Genre die die typischen immer wieder auftauchenden Mechanismen gekonnt aufs Korn nimmt. Selten hat man 2 so symphatische Hillbillies gesehen und es ist eine wahre Freude dabei zuzuschauen wie sie von ein Missverständnis ins nächste stolpern.

Pick Me Up 4/10

Selbst unter Berücksichtigung das Pick Me Up gerade mal 60 Minuten geht weißt der Film noch zu viele Längen auf. Aus der an sich netten Grundidee von 2 rivalisierenden Serienkillern wird einfach zu wenig gemacht und das ganze gipfelt dazu noch in einem ziemlich doofen Schlusstwist. Eine der schwächsten Folgen der ersten Masters of Horror Season.

The Hole 4/10

Teenyhorror war ja in den 80ern ziemlich beliebt und weiß auch heute noch mit Klassikern wie The Lost Boys und Monster Squad zu überzeugen. Leider schafft es Joe Dante nicht an die alten Tugenden anzuknüpfen. Nicht nur das die Grundidee (Teens müssen sich ihren Ängsten stellen) recht ausgelutscht ist, leider gibt es zwischen den Gruselattacken auch zu viele Längen. Dazu verhalten sich die Kids absolute bescheuert z.B. wird der jüngste Sproß auf dem Höhepunkt der Geschehnisse komplett alleine mitten in der Nacht im Garten zurück gelassen. Da darf man sich auch nicht wundern wenn das schief geht.

The Mist 8/10

Ganz großartig! Heute zum ersten mal in der Schwarz/Weiss Version gesehen und hier funktioniert der Nebel wirklich klasse als Hommage an die 50er Jahre Monstermovies! Großer Pluspunkt des Films ist das es direkt losgeht und nicht erst über 30 Minuten Charaktere eingeführt werden. Die CreatureFX sind wirklich nett anzusehen, auch hier überzeugt eher die BK/WH Version da die CGI nicht ganz so offensichtlich sind. Das oft erwähnte Ende ist so mit das heftigste was ich in einer Hollywood-Produktion je gesehen habe. Wahnsinn und ein schöner Schlag in den Magen.

The Dark Knight Rises

Nachdem Batman sämtliche Schuld der von Harvey Dent verübten Morde auf sich genommen hat, verschwindet der Dunkle Ritter und Bruce Wayne zieht sich in die völlige Isolation seines Anwesens zurück. Die Jahre vergehen und durch die gesunkene Kriminalitätsrate scheint es auch keine Verwendung mehr für den Batman zu geben. Doch plötzlich taucht der Söldner Bane mit einer ganzen Armee auf, gut ausgerüßtet und bestens über Bruce Wayne informiert. Um Gotham City zu retten muss Batman sich noch einmal erheben und sich seinem schwersten Kampf stellen.

Die Erwartungen waren hoch, The Dark Knight gehört zu meinen Lieblingsfilmen und ist meiner Meinung nach nahezu perfekt. Das sehen wohl viele so und deshalb ist das Erbe das The Dark Knight Rises antreten muss ein schwieriges, eines das eigentlich kaum zu bewältigen ist.

Nach einer furiosen Einleitungssequenz legt Rises dann auch erstmal merklich einen Gang zurück. Figuren werden eingeführt (neue wie alte) und Bruce Wayne muss erst einmal seine Lethargie bekämpfen und sich wieder aufraffen. Natürlich wird das ganze immer wieder durch kleinere Action-Sequenzen aufgelockert, aber es dauert gefühlten 1 ½ Stunden bis der Film denn wirklich mal anfängt. Dann geht es aber richtig zur Sache und Rises punktet mit einem wirklich ikonischen Aufeinandertreffen von Batman und Bane und einer tollen Zerstörungssequenz. Was bei anderen Filmen das große Finale wäre ist bei Rises nur die Einleitung zur weitaus packenderen 2 Hälfte die Nolans Trilogie letztendlich zu Ende führen wird.

Leider ist Rises nicht das alles wegblasende furiose Megafinale geworden das ich mir gewünscht hatte. Teilweise hat man das Gefühl das Batman auf eine Stufe mit seinen Mitstreitern gestellt wird, so viel Screentime wie diese bekommen. Natürlich sind diese kleinen Episoden spannend insziniert und letztendlich führt Nolan alle Fäden zu einem großen Ganzen zusammen, aber ich sitze hier in einem Batman Film möchte dann auch die volle Ladung Fledermaus-Action. Leicht nervig empfand ich die moralischen und schmalzigen Ansprachen einiger Charaktere, aber das ist wohl ein Zugeständnis an das Mainstreampublikum das hier die ein oder andere Träne der Rührung wegrücken darf. Die Schauspieler machen Ihre Sache erwartungsgemäß klasse und geben Ihren Figuren die nötige Tiefe. Selina Kyle (Anne Hathaway) und John Blake (Joseph Gordon-Levitt) sind wirkliche Bereicherungen für das Batman Universum, wobei Catwoman in ihrem engen Latex-Anzug auch noch verdammt gut aussieht. Leider bekommt Tom Hardy als Bane nicht wirklich die Gelegenheit dazu sein Können unter Beweis zu stellen da sein komplettes Gesicht von einer Maske bedeckt ist und keine Mimik zu erkennen ist. Bane ist auch einer meiner großen Kritikpunkte zu Rises. Zu blass bleibt er als Gegenspieler, ja teilweise sogar ein wenig langweilig was seine Hinter- und Beweggründe betrifft. Vielleicht war man aber auch zu verwöhnt durch den Joker, der einen der coolsten Bösewichte der Filmgeschichte darstellt. Ich weiß nicht wie es im O-Ton ist, aber in der deutschen Synchro wurden die Dialoge von Bane noch ganz seltsam betont, was zu einer unfreiwilligen Komik führte.

Nach der etwas zähen ersten Hälfte dreht Rises dann noch mal richtig auf und überzeugt mit Bürgerkriegsähnlichen Szenen mitten in Gotham City. Hier wird Blockbusterkino der allerfeinsten Sorte geboten, wie immer treibend unterlegt mit dem tollen Score von Hans Zimmer. Im Finale werden dann noch einmal alle Register gezogen, auch wenn ich mir den Showdown mit Bane ein Stück spektakulärer gewünscht hätte. Das Ende ist dann leider nicht so konsequent wie es hätte sein müssen! Natürlich behielt man sich ein Hintertürchen offen und ich bin mir nicht sicher ob ich die (vorhersehbarer) Entwicklung von Blake nun cool oder aufgesetzt finden soll.

Das hört sich jetzt vielleicht alles recht negativ an, The Dark Knight Rises ist aber immer noch ein toller Film, größtenteils spannend und mitreißend erzählt. Massig Eyecandy, Action, tolle Schauspieler und viele Locations machen den Kinobesuch zu einem Muss für jeden Actionfan. Im direkten Vergleich zu The Dark Knight (und ja, dem muss er sich nun mal stellen) bin ich allerdings ein wenig enttäuscht. Zu konventionell und vorhersehbar kommt Rises einfach daher. Legte The Dark Knight immer noch einen drauf spult Rises letztendlich (fast) nur Standards ab.

Punkte: 7 von 10

Grabbers Trailer

Bis jetzt gab es ja nur eine nichts sagende Szene auf YouTube zu bewundern, hier nun der erste richtige Trailer zu Grabbers. Die kleinen CGI-Schleimer werden auch auf dem Fantasyfilm Fest vorbeischauen und dort hoffentlich für gute Laune sorgen.

The Raid

Eine Spezialeinheit der Polizei! Ein Hochhaus voller Verbrecher! Diverse MGs, Pistolen, Macheten, Äxte, Stuhlbeine und was sich sonst noch als Mordinstrument zweckentfremden lässt. Und wenn alles nicht mehr hilft wird einfach mit der blanken Faust brachial das Gesicht des Gegners bearbeitet. 3 – 2 – 1 – GO!

Vor einigen Monaten sorgte der furiose Trailer für Aufsehen im Internet, kurz darauf folgten die ersten überschwänglichen Festival-Reviews. Als deutscher Filmfan war da an einen Kino-Release nicht einmal ansatzweise zu denken. Vor wenigen Wochen wurde dann bekannt gegeben das Koch Media The Raid auch in Deutschland in die Kinos bringen wird und das sogar uncut! Gestern war es dann endlich so weit, zusammen mit meiner Action-Kumpeline betraten wir die überteuerten Hallen des örtlichen Cinemaxx um uns die indonesische Revolution des Action-Kinos anzusehen. Konnten die hohen Erwartungen erfüllt werden?

Ja, sie konnten! The Raid ist pures Adrenalin-Kino mit nur wenigen Verschnaufpausen. Wahnsinn, hier wird ein Feuerwerk an Action sondergleichen abgefeuert und das größtenteils ohne Wackelkamera mit der Hollywood seine Unzulänglichkeiten überspielen will. Die Kamera hält gnadenlos drauf, egal ob ein Polizist von Kugeln durchsiebt wird oder unser Held sich durch Massen an Gegnern prügelt. Wird zu Anfang noch wild durch die Gegend geballert, gehen nach 30 Minuten langsam aber sicher die Kugeln aus und man besinnt sich auf handfestere Tugenden des Tötens. Die Kampfsequenzen sind einfach nur genial, hier steht nicht Akrobatik sondern Effizienz im Vordergrund. Fäuste fliegen, Blut spritz, Knochen brechen. Schnell und ohne Mitleid, geht ein Gegner zu Boden wird der nächste Feind in die Mangel genommen. Das ganze kommt außerordentlich Brutal rüber was auch an der herrlich dreckigen Location liegt. Das heruntergekommene Hochhaus trieft geradezu vor Schlechtigkeit. Doch es gibt auch kleine Punkte zu bemängeln! So ist es z.B. ein wenig arg an den Haaren herbeigezogen das bereits zu Anfang ein Grossteil der Polizeieinheit das Zeitliche segnet und dann eine Handvoll Überlebender den kompletten Laden aufräumt. Es kommt einem beinahe so vor als ob die Polizisten nicht mit dieser massiven Gegenwehr gerechnet hätten. Auch wirkt der Twist am Ende ein wenig konstruiert, ja beinahe überflüssig. Hey, das ist hier ein Actionkracher vor dem Herrn, da brauche ich doch nicht noch ein paar halbgar eingeworfene Storyschnipsel.

Das ist aber Meckern auf allerhöchstem Niveau, wer sich mal wieder ordentlich in den Kinosessel drücken lassen möchte ist bei The Raid bestens aufgehoben. Fernab jeglicher Hollywood Konventionen ist es schön zu sehen, mit welch einfachen Mitteln man doch einen so mitreißenden Film auf die Leinwand zaubern kann. Wer The Raid im Kino verpasst ist wirklich selber Schuld!

Punkte: 8 von 10

Das Fantasyfilm Fest und kein Ende…

Wrath: Cowboys die Jagd auf eine Gruppe junger Erwachsener machen. Ok, dieses mal sind es immerhin keine Hinterwäldler, die Situation bleibt aber fast die selbe 😉

Killer Joe: Der neue Film von William Friedkin mit Matthew McConaughey in einer ungewöhnlich ernsthaften Rolle wurde im Vorfeld ja schon mit überschwänglichen Kritiken überhäuft. Tatsächlich verspricht der Trailer einen außergewöhnlich intelligenten Genre-Film mit einer feiner Prise schwarzem Humor. Ich bin gespannt, wobei Killer Joe nicht unbedingt ganz oben mit auf meiner Liste steht da ich auch noch von einem regulären Kino-Release ausgehen.

The Day: Mal wieder das Leben nach der Apokalypse, mal wieder eine kleine Gruppe Überlebender die sich durchschlägt. An sich nichts neues, doch sehen die in Grau gehaltenen Bilder des Trailers wirklich verdammt Atmosphärisch aus. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, werde The Day aber erstmal vorsichtig im Auge behalten.

Violet & Daisy: Ein Film über 2 jugendliche Killerinnen bei denen ein Auftrag gründlich schief läuft. Mehr habe ich dazu leider nicht gefunden 😉

The Cat: Och, ich dachte die Zeit der Asiatischen Geistermädchen wäre so langsam mal vorbei. Na ja, scheinbar nicht, trotzdem habe ich von dem Genre mittlerweile mehr als genug, besonders da über die Jahre einfach keine frischen Aspekte mehr dazu gekommen sind.

Beasts of the Southern Wild: Ganz ehrlich, ich bin ja eher so der Typ der auf das FFF gurkt um sich den “harten” Horrorkram anzuschauen, aber das diesjährige Centerpiece sieht ganz ohne Blut, Zynismus und blanker Haut einfach wunderbar aus! Eine phantastisches Märchen mit realen Hintergründen und tollen Bildern. Ja, da kann ich auf dem FFF auch mal meine weiche Seite zeigen 😉

Laut Deadline wird angebtlich auch The Dinosaur Project laufen, ein Film in dem die ollen Urzeitechsen endlich mal wieder die große Leinwand unsicher machen. Leider wurde das von Rosebud noch nicht bestätigt, außerdem finden sich im Netz überraschend wenig Infos zu dem Streifen.

Außerdem haben sich mittlerweile die ersten Gäste angekündigt: Alice Lowe und Steve Oram, Hauptdarsteller und Drehbuchautoren von Sightseers, geben sich die Ehre zur Opening Night in Berlin und Hamburg.

9 Neuvorstellungen für das Fantasyfilm Fest 2012

Nur noch knapp 1 ½ Monate bis es in Hamburg bzw. Berlin endlich losgeht und beinahe täglich trudeln neue Filmtitel ein. Ich muss ja sagen das ich schon jetzt mehr als begeistert bin und die Filmauswahl als eine der stärksten seitdem ich dabei bin (ich glaube 2004 oder so) ansehen. Dann also mal los:

The Suicide Shop: Ahhh, ein Animationsfilm, und dazu auch noch schön morbide und mit scheinbar viel schwarzem Humor. Die Idee eines kleinen Ladens der Selbstmordutensilien verkauft ist jedenfalls schon mal klasse. Könnte nett werden.

Brake: Schau an, Steven Dorff lebt auch noch, das letzte mal ist er mir bei Botched (auch auf dem FFF) aufgefallen. Na ja, Brake sieht jedenfalls wie eine Mischung aus Buried, 24 und einer Prise SAW aus. Der aufrechte und tapfere Secret Service Agent geht mir aber schon im Trailer auf die Nerven. Ich warte erstmal die ersten Reviews ab 😉

The Awakening: Gähn, mal wieder Geister, mal wieder eine alte Schule/Internat! Schon allein der Trailer wirkt so uninspiriert das ich nicht einmal ansatzweise Lust auf den Film bekomme.

Tall Man: Klar das der neue Film von Pascal Laugier (Martyrs) schon im Vorfeld von sich Reden macht und mit Spannung erwartet wird. Bei diesen Hypes sollte man zwar immer vorsichtig sein, doch Tall Man konnte schon einige gute Reviews einfahren und auch der Trailer verspricht einen spannenden, düsteren Film. Wird falls möglich garantiert geschaut.

After: 2 Menschen überleben als einzige ein Busunglück und finden sich nach dem Aufwachen in einer vollkommen menschenleeren Stadt wieder. Sieht an sich recht fantasievoll aus, ich hoffe nur dass das Ganze nicht auf den typischen „Entkomme der Stadt = Entkomme dem Tod“-Twist hinaus läuft.

A Gang Story: Kann ich auf Grund fehlender Französisch Kenntnisse leider nicht all zu viel zu sagen 😉 Sieht OK aus, muss ich aber auch nicht unbedingt auf dem Festival sehen. Und wie ich mich kenne werde ich den bei einer DVD Auswertung wohl auch eher liegen lassen weil ich immer anderen Scheiben den Vorzug gebe…

A Chinise Ghost Story: Ich liebe die alten Filme (zumindest Teil 1 und 2)! Ich weiß noch wie ich als junger Bengel Nachts auf einem der öffentlich rechtlichen mit meinem kleinen Schwarz/Weiß-TV in A Chinise Ghost Story reingezappt habe und danach den kompletten Tag total geflasht war 😀 Ein Remake brauche ich nicht wirklich, wobei die Bilder aus dem Trailer schon nach einer recht hochwertigen Produktion aussehen. Trotzdem, die Neuauflage kann mich eigentlich nur enttäuschen!

96 Minutes: 4 Schicksale die unaufhaltsam aufeinander zusteuern! Viel Drama, viel Leid, viel soziale Ungerechtigkeit. Hat man doch auch alles schon x-mal gesehen, oder? Vielleicht tue ich 96 Minutes auch unrecht, aber der Trailer konnte mich so gar nicht mitreißen.

The Baytown Outlaws: Yeah, da hat man sich für die Closing Night ja wieder einen richtigen Kracher raußgesucht. Die Action-Groteske um eine Gruppe White-Trash Kumpels die ein Kind entführen und sich dabei mit dem falschen anlegen könnte ein großer Spaß zu werden. Action und Humor scheinen zu passen, das alles angesiedelt in einer herrliche klebrigen Südstaaten-Atmosphäre. Werde ich mir leider nicht mehr anschauen können da ich vorher schon abreisen werde 😦

News zum Fantasyfilm Fest 2012

Oh oh, da habe ich in den letzten Tagen aber einige Neuankündigungen für das Fantasyfilm Fest verpasst, Trailer-Galore let’s go:

Starship Troopers Invasion: Der erste Starship Troopers ist über jeden Zweifel erhaben, da müssen wir hier wohl nicht drüber diskutieren! Über die Direct to DVD Fortsetzungen hüllen wir dafür aber wohl lieber den Mantel des Schweigens. Den Animationsfilm werde ich auf dem Festival wohl eher skippen.

Crawl: Holy Shit, ich habe zwar noch keine richtige Ahnung worum es in dem Film geht, aber schon allein der Trailer flasht mich so derbe das Crawl mit nach ganz oben auf meine MustSee-Liste rutscht. Wow!

Excision: Hui, nach Crawl geht es ja direkte munter mit einer ziemlich abgedrehten und grotesken ComingOfAge-Geschichte weiter. Excision sieht definitiv interessant aus und könnte genau der richtige Magenschwinger nach Piranha3DD sein.

Portrait of a Zombie: Mittlerweile habe ich eigentlich erstmal genug von Zombies. Zwar gehört ein ordentlich Untoten-Reißer zum FFF dazu, Potrait of a Zombie sieht mir ein wenig zu Low Budget aus. Abwarten…

Nightfall: Sieht nach einem richtig schönen Asia-Thriller aus! Stylisch, düster, brutal.

Blind Spot: Hm, keine Ahnung was das für ein Film wird, Action, Thriller, Horror oder doch ein wenig von allem? Es geht wohl um ein junges Pärchen das an einen Serienkiller gerät. Mal wieder 😉

Doomsday Book: Eine tödliche Epidemie, ein Komet der auf die Erde zurast und ein gläubiger Roboter. Hört sich nach Trash an, sieht aber verdammt hochwertig produziert aus.

Storage 24: Eine bunt zusammen gewürfelte Gruppe, ein isolierter Ort und ein schleimiges Monster. Klassische Genrekost, aber genau mein Ding. Auch wenn man die gleiche Story wohl schon 100 mal gesehen hat, werde ich mir Storage 24 falls möglich garantiert auf dem Fantasyfilm Fest anschauen.

V/H/S: Die Berichte zur Horror-Complitation V/H/S geistern ja schon länger durch das Internet, klasse das Rosebud den auf das Festival holt. Der FoundFootage-Style scheint sich perfekt für die kurzen Episoden zu eignen und der Trailer sieht verdammt gruselig aus. Super!

Ich muss zugeben, noch nie habe ich mich so auf das Fantasyfilm Fest gefreut, selten sahen die Filme so vielversprechend aus wie dieses Jahr. Klar, nicht hinter jedem tollen Trailer steckt auch der nächste Überfilm, aber im Großen und Ganzen werden wir wohl nicht enttäuscht werden. Ich bin gespannt was die nächsten Tage noch alles bestätigt wird.