Archiv für den Monat Juli 2013

Witching And Bitching Trailer

Endlich gibt es mal wieder ein Lebenszeichen vom spanischen Kultregisseur Alex de la Iglesia und zwar in Form des finalen Trailers zu Witching And Bitching! Der Trailer sieht einfach nur super aus und verspricht die bekannte Mischung aus Gewalt, Komik, Horror und skurril überdrehten Situationen. Splendid hat sich bereits die Rechte für Deutschland gesichert, hoffentlich können wir noch in diesem Jahr mit einer Veröffentlichung rechnen.

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FFF – Das würde ich schauen…

Yay, mein Blog, also kann ich auch Kram posten den wahrscheinlich eh keiner interessiert 😀 Das Fantasyfilm Fest LineUp ist komplett, also habe ich mir mal einen Abend Zeit genommen und mich durch die Trailer geschaut. War ich in den letzten Tagen ja etwas skeptisch was das diesjährige FFF angeht habe ich nun doch noch eine ganze Menge interessanter Titel finden können. Ob sich die lange Fahrt nach Hamburg denn nun lohnen wird (Hotel, Sprit und Verpflegung sind ja nicht billig), zeigt sich wenn die Timetabels stehen. Geplant sind 2-3 Tage und da müssen täglich schon 3-5 Titel zusammen kommen…

Want! (würde ich auf jeden Fall mitnehmen)

100 Bloody Acres
Aftershock
Big Ass Spider
Big Bad Wolves
Blancanieves
Drug War
Cheap Thrills
Get Shorty
Hatchet 3
In the Name of the Son
Pawn Shop Chronicles
The Philospohers
Tulpa
Wrong
The Banchee Chapter
You’re Next
Zombie Hunter

Och ja, vielleicht (würde ich schauen, aber dafür gurke ich nicht extra zum FFF)

A Field in England
Animals
The Battery
The Congress
Devil’s Pass
Europa Report
Frankenstein’s Army
Fresh Meat
I Declare War
The Last Days
Odd Thomas
Raze
Revenge for Jolly
VHS 2
Sweetwater
Welcome to the Jungle

Ich weiß nicht recht… (nur wenn ich einen Slot zwischen den beiden oberen Kategorien füllen muss)

App
The Body
Cold Blooded
Come out and Play
The Complex
Dirty Weekend
The Grief Tourist
House of Last Things
Jug Face
The Lords of Salem
Miserere
Siberirian Education
Scenic Route
Taped

Nee, muss nicht sein (sagt ja wohl alles)

Blue Exorcist
Byzantium
Love Eternal
Makkhi
New World
Northwest
The Numbers Station
Saving General Yang
Son of Cain
Three 60
Upstream Colour
UWANTME2KILLHIM?
Vanishing Waves

Ferals

Lange waren Werwölfe tot oder nur noch als zahme CGI-Schmuseviecher in den Twighlight Filmen zu sehen. Doch Ferals macht sich auf das blutbefleckte Zepter wieder an sich zu reißen und das Weicheiimage dieses klassischen Monsters endlich wieder hinter sich zu lassen. Allerdings nicht auf der Leiwand sondern vorerst nur im Comicformat. Und was soll ich sagen, Ferals bringt endlich wieder Blut und Gedärm zurück in die Werwolf-Mythologie. Besser noch, der Comic erzählt eine richtig spannende Story, was bei Horrorcomics ja leider oft eher eine Ausnahme ist. Nebenbei gibt es noch eine ganze Menge Sex und Verschwörungs-HinUndHer so dass man nur hoffen kann das Panini möglichst schnell den zweiten Band dieser äußerst vielversprechenden Serie auf den Markt bringt. Ferals macht keine Gefangenen, ist spannend geschrieben und äußerst detailliert und blutig gezeichnet. Die Werwölfe sind hier näher dem Tier als dem Menschen und versprühen auf den einzelnen Panels eine animalische Kraft und Wildheit das einem Angst und Bange wird.

Sehr cool, mehr davon!

Antiviral

Eine Welt in einer scheinbar nicht all zu weit entfernten Zukunft… Der Starkult hat ein neues hoch erreicht, neben künstlich hergestellten Steaks die auf der DNA der Promis beruhen sind die Krankheiten der Medien-Idole der neuste Schrei. Das neuste Popsternchen hat eine agressive Grippe, kein Problem, um sich sich seinen Star näher zu fühlen kann man sich nun auch damit infizieren lassen. Syd arbeite für so einen Konzern und schwatzt seinen Kunden wie ein Versicherungsmakler die neusten Krankheiten auf. Doch zufällig wird Syd dann in eine Verschwörung verwickelt die ihn an seine körperlichen und geistigen Grenzen bringt.

„Der Sohn von David Cronenberg dreht seinen eigenen ersten Film!“… Eine Meldung die das Internet jetzt noch nicht unbedingt in kollektive Ekstase versetzt hatte. Als dann allerdings der erste Trailer zu Antiviral auf YouTube auftauchte war die Aufmerksamkeit der meisten Genrefans geweckt. Nachdem die UK-DVD (eine BD gibt es leider noch nicht) nun schon seit längerer Zeit im Regal lag, habe ich mir dann doch endlich mal ein Herz gefasst und die Scheibe in den Player geschoben.

Tja, wo soll ich nur anfangen? Es ist beängstigend wie gut Brandon Cronenberg das Erbe seines Vaters antritt! Antiviral ist der beste Bodyhorror der seit zig Jahren über meinen Bildschrim geflimmert ist. Großaufnahmen von Kanülen die in Venen eingeführt werden, blutiger Auswurf auf den Lippen schöner Frauen und die Faszination eines agressiven Herpes. Das alles eingefangen in Bildern in der die Farbe Weiß fast schon schmerzhaft dominant ist. Aber was gibt es schöneres als dunkelrotes Blut auf hellem Grund? So erzeugt Antiviral zwischen all dem Ekel nahezu poetische Bilder in klinisch steriler Atmosphäre! Und wo wir gerade bei Atmosphäre sind, die ist bei Brandon ähnlich kühl wie bei den frühen Filmen seines Vaters. Wirkliche Sympathieträger gibt es in Antiviral nicht, Hauptdarsteller Syd ist ein Ekel der Krankheiten gewissenlos an seine Kunden verkauft und sich die Bakterien sogar selber spritzt um sie auf dem Schwarzmarkt zu verhökern. Syd durchlebt trotz seiner alptraumhaften Odyssee keine Läuterung, was eine Identifikation mit ihm doch ziemlich erschwert.

Generell hatte ich so meine Bedenken ob die Story von Antiviral überhaupt funktionieren könnte. Eine Welt in der der Fankult so groß geworden ist das sich die Groupies sogar mit deren Krankheiten anstecken lassen um sich ihnen näher zu fühlen… Doch Cronenberg schafft es ein Universum zu kreieren das scheinbar gar nichtmal so weit weg von unserem ist und dadurch bedrückend realistisch rüberkommt. Wenn man bedenkt wie Stars heutzutage schon vergöttert werden ist der kranke (im wahrsten Sinne des Wortes) Kult um die Promis aus Antiviral schon fast nachvollziehbar. Die Darstellung dieser Welt ist für mich die größte Stärke des Films, der Thriller der nach 20 Minuten einsetzt ist da schon fast nebensächlich, wenn auch nicht wirklich unspannend.

Antiviral
ist bestimmt kein einfacher Film und recht weit ab vom Mainstream. Teilweise fühlt man sich als Zuschauber nahezu selber körperlich krank während man den Geschehnissen auf dem Bildschirm folg. Eine krude Mischung aus Bodyhorror, Thriller und einer Prise Arthouse die bestimmt nicht jedem gefallen wird aber ein äußerst originelles Filmerlebniss bietet.

Bravo, Brandon Cronenberg, ich kann es kaum erwarten mehr von Ihnen zu sehen.

Punkte: 8 von 10

Zuletzt gesehen…

Kiss Kiss Bang Bang 10/10

Einer der wenigen Filme den ich wirklich schon öfter gesehen habe und der nichts von seinem Charme eingebüsst hat! Kiss Kiss Bang Bang ist verdammt clever, spannend, sexy und einfach unheimlich komisch. Ich musste immer wieder laut auflachen was mir bei einem Film sonst nicht oft passiert. Robert Downey Jr. spielt den sympathischen Looser einfach wunderbar und stolpert von einem Unglück ins nächste. Dabei wird immer wieder die Barriere zum Zuschauer gebrochen, was aber auf ganz vorzüglich funktioniert. Ich verstehe wirklich nicht warum Kiss Kiss Bang Bang nicht allumfassender Kultstatus zugesprochen wird und er immer noch eher als „Geheimtip“ gilt.

Paranormal Activity 4 5/10

Ich mag die Paranormal Activity Reihe trotz der dauernden (teilweise berechtigten) Kritik ja sehr gerne. Teil 3 endete mit einer netten neuen Erkenntniss, leider wird davon in Teil 4 nicht soderlich viel aufgegriffen. Ok, die Story geht mit teilweise bekannten Charakteren weiter, trotzdem dümpelt die Geschichte etwas vor sich hin und kann nichts wirklich neues zur Serie beitragen. Schade, dabei ist das Teenager-Pärchen halbwegs sympathisch und man bekommt endlich einen Anschaffungsgrund für Microsofts Kinect geboten. Ansonsten gibt es keine wirklichen Neuerungen, der Ablauf und die Schockeffekte sind nahezu identisch mit den Vorgängern. Das ist teilweise zwar immer noch richtig gruselig, trotzdem tauchen mittlerweile massive Abnutzungserscheinungen auf.

The Terminator 5/10

Schade, wirklich gut ist der für mich nicht gealtert. Ok, es gibt 1-2 nette Aktionszenen (Polizeiwache / Jagd mit dem LKW) und auch die Zukunftssequenzen sind nett gemacht, große Teile von Terminator ziehen sich aber ganz schön. Selbst Arni kommt irgendwie doof rüber… Mal schauen ob Teil 2 auch so abgebaut hat.

Looper 7/10

Sehr coole Schauspieler, ein toller Look und eine spannenden Story machen Looper zu einem der besten SiFi-Filme den ich in den letzten Jahren gesehen habe. Wenn es um Zeitreisen geht bleiben Logikfehler leider nicht aus und auch das Ende war mir etwas zu vorhersehbar, trotzdem ist der Film definitiv einen Blick wert. Außerdem ist Bruce Willis hier endlich mal wieder in Hochform zu sehen.

John Dies at the End 3/10

Das Buch hatte ich nach der Hälfte abgebrochen weil es mir zu blöd wurde, trotzdem hatte ich einiges an Hoffnung in den Film gesetzt, nicht zuletzt wegen Regisseure Don Coscarreli… Na ja, leider wurde ich erneut enttäuscht, Geschichte und Film sind einfach zu konfus und unzusammenhängend! Das ergibt alles keinen Sinn und leider hat man immer wieder das Gefühl das die Macher selber nicht genau wussten was sie denn hier gerade fabrizieren. Nicht einmal die wenigen witzigen Stellen des Buches haben es in den Film geschafft. Absolute Zeitverschwendung, die weder unterhaltsam noch intelligent ist.

Bronson 9/10

Wow, was ein wuchtiger Film! Visuell und soundtechnisch schon grandios insziniert, liefert dazu noch Hauptdarsteller Tom Hardy eine Performance zum niederknien ab. Was eine Schande das ich Bronson so lange nicht auf dem Schirm hatte!

Texas Chainsaw 3D 4/10

Ja ja, der olle Leatherface ist einfach nicht totzukriegen. Leider muss man schon fast sagen, denn der neuste Spross der TCM-Familie ist ein ziemlicher Griff ins Klo! Eine Story voll mit Logiklöcher die dämlicher kaum sein könnten, unsympathische strunzdoofe Charaktere und ein viel zu lahmer Leatherface stellen nun leider einen neuen Tiefpunkt der Serie dar! Immerhin ist der ganze Schwachsinn unfreiwillig komisch so das man in geselliger Runde wenigstens was zu lachen hat.

V/H/S 2

VHS2

Wer ein wenig meinen Blog oder Twitter-Account verfolgt weiß wie sehr ich letztes Jahr V/H/S abgefeiert hatte. Das war einer jener Filme der mich direkt mit dem ersten Trailer gepackt hatte, auf den ich mich wochenlang freute und der dann letztendlich die hohen Erwartungen sogar erfüllen konnte (das könnt Ihr hier alles noch mal nachlesen). Trotzdem war ich doch etwas erstaunt das Anfang des Jahres bereits der Trailer zur Fortsetzung die Runde machte, damals noch unter dem (meiner Meinung cooleren Namen) S-VHS. Ein so schnell nachgeschusterter Nachfolger bedeutet ja besonders im Horrorgenre meistens nichts gutes. Trotzdem konnte ich es nicht verhindern das der Hype mich erneut packte, besonders nachdem erste Festival-Reviews mehr als begeistert ausfielen und die Teilnahme von Jason Eisener (Hobo with a Shotgun), Gareth Evans (The Raid) und Adam Wingard (You’re Next) bestätigt wurden.

Ich hatte mir überlegt eine kurze Inhaltsangabe zu den einzelnen Segmenten zu schreiben, habe diese dann aber doch lieber verworfen da die Überraschungen eine großen Reiz des Filmes ausmachen. Klar, wer die Trailer gesehen hat weiß in etwa schon was auf ihn zukommt, trotzdem ist es immer wieder Spannend was die nächste Kassette für einen bereit hält.

Generell sollte man schon mal jeden warnen der eine Abneigung gegen den FoundFootage-Stil hat da dieser in V/H/S 2 wahrlich auf die Spitze getrieben wird. Es wird gewackelt was das Zeug hält, gefühlte alle 2 Sekunden verzerren Bildfehler die Sicht so dass es teilweise schwer fällt die Übersicht zu bewahren. Daraus zieht der Film aber seine Authentizität, wenn Geschehnisse wie diese durch Zufall aufgezeichnet werden würden, genau so sähen sie aus! Außerdem wird dem Zuschauer immer eine verhältnismäßig logische Erklärung geboten warum denn nun die ganze Zeit mitgefilmt wird. U.a. bekommt man ein Segment aus dem künstlichen Auge des Protagonisten gezeigt (inkl. Blinzeln!) und in einer weiteren Folge wird einem Hund die Kamera auf den Rücken geschnallt so dass der untere Teil des Bildes durch Fell verdeckt wird 😀 Überhaupt muss man den Machern zugestehen das sie mit dem FoundFootage-Stil einige bis heute noch nicht dagewesene Perspektiven präsentieren. Zuschauern die schnell unter Motion Sickness leiden ist V/H/S 2 daher eindringlich abzuraten!

Leider muss ich sagen das V/H/S 2 nicht mehr so creepy und gruselig ist wie der Vorgänger. Besonders die Rahmenhandlung erinnert mich viel zu sehr an den ersten Teil, ohne der Geschichte wirklich neue Aspekte abgewinnen zu können. Die einzelnen Segmente sind dafür angenehm abwechslungsreich, extrem blutig, teilweise richtig humorvoll und herrlich abgedreht. Über vermeintliche Geister, Zombies, Killer-Sekten bis hin zu Besuchern der etwas anderen Art wird so einiges geboten damit keine Langeweile aufkommt.

Die einzelnen Segmente unterscheiden sich voneinander angenehm durch Drive, Aufbau und Look. Besonders Jason Eiseners Film überzeugt durch tolle Lichteffekte und Sounddesign. Leider wirken in „A Ride in the Park“ die Gore-Effekte teilweise etwas billig was einem aus der Illusion des vermeintlich reellen doch etwas raußholt. Das passiert aber wirklich nur in wenigen Szenen, meckern auf hohem Niveau also.

V/H/S 2 ist eine wilde Geisterbahnfahrt in der hinter jeder Ecke neue Überraschungen lauern. Ich hoffe das sich das ganze zu einer langlebigen Serie entwickelt und das ganze natürlich auf einem so hohem Niveau bleibt. V/H/S 2 wird dieses Jahr auf dem Fantasyfilm Fest zu sehen sein, die DVD/BD-Auswertung wird wohl im November erfolgen. Wer es denn gar nicht erwarten kann (so wie ich), im amerikanischen ITunes-Store ist der Film bereits als VOD erhältlich.

Punkte: 8 von 10

VHS 2… Die ultragute Credit-Sequenz

Ok, eine Ending- oder Creditsequenz habe ich hier noch nie veröffentlicht, aber die von VHS 2 ist einfach zu gut. Wild zusammengeschnittene Szenen aus dem Film mit dem herrlich treibenden Song 6 Different Ways to Die von The Death Set machend den Clip gerade zu einem Dauerbrenner auf meinem Laptop. Funktioniert auch gut als Trailer, man erkennt eh fast zu wenig um wirklich gespoilert zu werden.

Son of Cain auf dem Fantasyfilm Fest

Obwohl ich ja eigentlich ein großer Fan des spanischen Genre-Kinos bin lässt mich der Trailer zu Son of Cain doch relativ kalt. Zu beliebig wirkt die Story um den psychopathischen Sohn, zu generisch die restlichen  Charaktere. Ok, ich habe den Film noch nicht gesehen, aber ich würde darauf wetten das der cholerische (Stief-??) Vater Dreck am Stecken hat. Sieht meiner Meinung wenn überhaupt eher nach einem Heimkino Kandidaten aus.