Archiv für den Monat April 2012

Wild Beasts

Durch ungeklärte Vorkommnisse gelangt die Droge PCP (Angel Dust) in das Frankfurter Trinkwasser-System. Besonders Tiere scheinen anfällig für das Halluzinogen zu sein und entwickeln eine extreme Agressivität. Die Tiere im Zoo beginnen verrückt zu spielen und es gelingt ihnen der Ausbruch. Von nun an bevölkern Löwen, Tiger und Elefanten die Straßen der Großstadt, die Rache der Natur hat begonnen.

Ein Tierhorrorfilm der im Frankfurt der frühen 80er spielt?! Count me in! Direkt zu Anfang wird dem geneigten Zuschauer auch gleich klargemacht das es sich hier um keine schöne Stadt handelt. Dreck auf den Straßen, das Stadtbild grau und wenn man in die U-Bahn runter geht stapeln sich dort schon die Fixer-Spritzen. Das muss man Wild Beasts lassen, die sleazige Atmosphäre ist schon mal super. Der Schmier-Faktor ist auch bei unseren Protagonisten hoch 😉 Held und Tierarzt Rupert Berner rennt die ganze Zeit mit halboffenem Hemd und Schenkelbürste durch die Botanik. Das er auch in den schlimmsten Situationen einen coolen Spruch auf den Lippen hat gehörte wohl in diese Zeit, seinen Job nimmt man ihm aber nicht wirklich ab so grob wie er mit den Tieren umgeht. Ihm zur Seite steht die zugeknöpfte Laura Schwarz, der insbesondere ihre Tochter (die mit ihrer Klugscheißerei aber auch wirkliche extrem nervig ist) scheißegal zu sein scheint und nur an ihren Job denkt. Während die Stadt im Chaos versinkt geht sie lieber im Labor ihren Nachforschungen nach, als mal nach ihrer Kleinen zu sehen. Aber was soll man von einer Frau halten die selbst Porno-Rupert abblitzen lässt. Einzige halbwegs sympathische Person ist der ermittelnde Kommissar, der zwar keinen richtigen Plan zu haben scheint, die ganzen Zeit aber eine Chipstüte in der Hand hat.

But so what?! Wie haben es hier ja auch mit einem Tierhorrorfilm zu tun und da sind randalierende Viecher eh viel wichtiger. Hier kann Wild Beasts besonders durch die ungewöhnlichen Bilder punkten. Exotische Tiere wie Tiger, Löwen und Elefanten werden hier in einer urbanen Umgebung gezeigt was einige wirklich ungewöhnliche Szenen ergibt. Da hier mit echten Tieren gearbeitet wurde (dazu später mehr) bleiben wir von plumpen CGIs oder Puppen verschont. Highlight ist wohl die Szene in der ein Leopard einen VW-Käfer durch die Frankfurter Innenstadt jagt. Letztendlich natürlich total an den Haaren herbei gezogen, aber imposant gefilmt und in Szene gesetzt. Ziemlich doof dagegen ist der Elefanten-Angriff auf einen Kleinwagen bei dem einer der Insassen von Gummirüsseln erwürgt wird. Die Gore-Effekte gehen dabei (unter anbetracht des Alters) mehr als in Ordnung. Leider fehlt es Wild Beasts oft an wirklicher Spannung. Nach dem Ausbruch der Tiere werden einfach Setpieces abgehandelt und die Story dümpelt nur noch so dahin. Der Twist am Ende ist dann aber noch mal ganz nett.

Bis jetzt wäre Wild Beasts ein netter Horrorfilm im 6/10-Bereich, doch nun kommt das große Aber! Obwohl der Film den rücksichtslosen Umgang mit der Natur anprangert, wird hier Tierquälerei der übelsten Sorte verübt. Das hier Lebewesen denen man die Angst regelrecht ansieht durch für sie ungewohnte Umgebungen getrieben werden (Eisbär in der Schule, Löwen in der Stadt ect.) ist wohl noch das kleinste Übel! Viel schlimmer sind die nahezu unerträgliche Tiersnuff-Szenen die sogar Cannibal Holocaust und Co. alt aussehen lassen. Eine Katze wird von Ratten zerfleischt, diese dann anschließend vom Flammenwerfer verbrannt. Löwen werden auf engsten Raum auf Kühe und Pferde gehetzt und eine komplette Rinderherde wird durch eine Einkaufstraße über Tische und Stühle getrieben wobei ganz offensichtlich Tiere zu Schaden kommen. Leider war das in den italienischen Exploitation-Filmen dieser Zeit gang und gebe, mir versaut es dabei aber den Spaß am Film so dass ich diesen Dreck einfach nicht weiter empfehlen kann.

Punkte: 2 von 10

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Supershark Trailer

„Ein laufender Panzer für einen laufenden Hai!“

Muss ich denn wirklich noch mehr schreiben 😉 Ausnahmsweise mal nicht aus der Trash-Schmiede The Asylum erwartet uns am 10.05 der nächste auf DVD gepresste Mega-Schrott. Also ich bin dabei.

Nazis at the Center of the Earth Trailer

Während Iron Sky noch die Herzen der Kinobesucher erobert, lässt The Asylum natürlich nicht lange auf sich warten und schiebt direkt Ihre eigene „Interpretation“ des Stoffes hinterher! Statt im Weltraum sind die Nazis nun halt unter der Erde, spaßig könnte es trotzdem werden.

Bellflower

Woodrow und Aiden sind dicke Kumpels die einen gemeinsamen Traum haben: Nach der globalen Apokalypse mit Ihrer eigenen Gang „Mother Medusa“ durch die endlosen weiten des Ödlandes zu fahren! Um auch vorbereitet zu sein, schrauben die beiden am Endzeit-MuscleCar und dem HomeMade-Flammenwerfer. Dieses Hobby kommt allerdings zum erliegen als Woodrow die quirlige Milly kennen lernt und sich in sie verliebt. Wie es immer so ist haben dann plötzlich andere Sachen Priorität und für Woodrow beginnt eine Zeit der Entscheidungen.

Nachdem die KinoKontrovers-Reihe von Legend eingestellt wurde (ist ja mittlerweile wieder da), haben die Störkanal-Editions von I-On für mich deren Platz eingenommen. Zwar gibt es auch hier einige Gurken, wie den Saw-Abklatsch Hunger, aber solche unangenehmen Perlen wie Dogtooth oder Savage garantieren doch im Normalfall ein recht besonderes Seherlebnis.

Mit seinem wilden Genre-Mix fügt sich Bellflower ganz wunderbar in die Störkanal-Reihe mit ein! RoadMovie, Drama, Liebesilm und das alles mit einer Prise Apokalypse. Bellflower ist roh, ungezähmt und kommt einfach frisch rüber, wobei besonders die tollen Bilder im Gedächtnis bleiben. Egal ob der Strahl eines Flammenwerfers der dem Nachthimmel empor steigt oder die von Bildfiltern überzeichnete Weite Texas, es gibt einiges zu sehen. Durch bewusst auf der Kameralinse angebrachte Schmutzflecken fühlt man sich dem Geschehen sogar noch näher und man meint den Staub der Straße geradezu schmecken zu können. Die verrückten Charaktere tragen zusätzlich zu der (zumindest in der ersten Hälfte) guten Atmosphäre bei! Sympathische Typen, die man zwar nicht so richtig einschätzen kann, mit denen man aber gerne mal ein Bier trinken würde. Langweilig wird einem hier wohl garantiert nicht 😉 Im Laufe der Spielzeit ändert sich aber die Stimmung, man fühlt geradezu etwas Unheilvolles heraufziehen, ohne jedoch wirklich einschätzen zu können aus welcher Richtung es kommt. Und dann ist es auch schon da, das schlechte Gefühl im Magen! Wessen Herz wird gebrochen und wer wird damit letztendlich nicht klarkommen? Kommen Flammenwerfer und getuntes MuscleCar noch zum Einsatz oder bekommen die Protagonisten doch noch die Kurve? Ich weiß es und Ihr solltet es auch schnellstmöglich herauß finden.

Punkte: 8 von 10

Battleship

Das musste ja so kommen! Jahrelang haben wir Botschaften ins All gefeuert und nun bekommen wir die Antwort in Form einer handfesten Invasion. Mehrere Alienschiffe stürzen ins Meer und errichten eine riesige, undurchdringbare Energiekuppel um sich herum! Blöd nur das zeitgleich dort auch eine Übung der Navy stattfindet und so einige Kriegsschiffe mit eingesperrt wurden. Ein (nur zunächst) ungleicher Kampf um das Überleben der Menschheit beginnt.

Autsch! Ein Film das auf dem Brettspiel „Schiffe versenken“ basiert! Nachdem vor einigen Monaten die Ankündigung und dann auch schon der erste Teaser zu Battleship im Netz rumschwirrten war ich ja alles andere als angetan. Als ich dann letztens im Kino den ersten richtigen Trailer sah, wirkte das alles schon gar nicht mehr so schlimm und da ich heute nichts zu tun hatte bin ich tatsächlich ins Kino gedackelt und habe mir den Film in der 15 Uhr Vorstellung angeschaut!

Gleich vorweg, Battleship ist bei weitem nicht so schlimm wie man jetzt vielleicht denken mag. Besonders die Charaktere heben sich ein wenig vom Michael Bay Patrioten-Einheitsbrei ab. Ja klar, hier lieben natürlich auch alle ihr Land, aber es weht nicht alle 10 Minuten in Zeitlupe eine Ami-Flagge durchs Bild. Hauptdarsteller Taylor Kitsch als Alex Hopper macht zwar ebenfalls die typische Metamorphose vom Draufgänger zum Helden durch, bleibt dabei aber halbwegs glaubwürdig. Auch das untypische Charaktere wir ein Soldat dem beide Beine amputiert wurden oder eine Gruppe alter Navy-Veteranen eine wichtige Rolle spielen lässt Battleship ein bisschen eigenständiger wirken. Gut das Liam Neeson nur verhältnismäßig wenig Screentime hatte, irgendwie will ich den in solchen Trashern nicht sehen. Ach ja, sogar Rihanna ist mehr oder weniger ansehbar und macht ihren Job als toughe Navy-Soldatin recht gut. Beyonce hätte ich aber lieber in knapper Uniform gesehen 😉 Alles in allem also durchweg nette Charaktere die einem wenigstens nicht auf die Nerven gehen (höre ich da jemanden Megan Fox schreien?).

Viel wichtiger ist aber natürlich die Aktion und hier stinkt Battleship leider ein wenig gegen den großen Konkurrenten Transformers ab. Die Raumschiffe sind schon ganz cool gemacht, aber leider handelt es sich bei den Außerirdischen um menschenähnliche Lebenwesen und das fand ich doch recht langweilig. Entweder will ich richtige Aliens/Monster sehen oder haushohe Maschienen-Dinger wie eben in Transformers. Da die meiste Aktion innerhalb der Energie-Glocke abgeht, ist das Kriegsgebiet auch noch recht beschränkt. Neben 2 kleineren Intermezzos in Städten, laufen die meisten Scharmüzel auf hoher See zwischen den Kriegsschiffen der Aliens und der der Menschen ab. Zu Anfang noch ganz nett, verlor das für mich schnell an Reiz. Allerdings wurde hier die Hommage an das Brettspiel recht nett eingebaut, als die Crew auf der Radarkarte erraten muss wo das gegnerische Schiff als nächstes auftaucht. Die Aliens waren im übrigen auch nicht abgrundtief Böse und reagieren im Endeffekt nur auf Angriffe, das hätte der olle Bay wohl auch nicht so umgesetzt. Unschuldige oder unbewaffnete werden auch mal verschont bzw. nur beseitigt wenn man sich den Außerirdischen in den Weg stellt. Gegner mit Ethik, wer hätte mit so etwas im modernen Kino noch gerechnet?

Ich tue mich schwer Battleship eine Empfehlung auszusprechen. Ich habe den Besuch im Kino zwar nicht bereut, trotzdem glaube ich dass der auch zu Hause auf BD reichen würde. Besonders die lange Laufzeit von über 2 Stunden tut Battleship einfach nicht gut und lässt ihn in der Mitte ein wenig zäh wirken!

Punkte 6 von 10

Villa Captive

Lucy Lust (Real Life Porno-Mieze Liza del Sierra) ist eine erfolgreiche Pornodarstellerin aus Frankreich, die sich nun aber aus dem Geschäft zurück ziehen will. Sie kauft sich eine schicke Villa in Miami und möchte dort erstmal zur Ruhe kommen. Doch das erregt natürlich Aufmerksamkeit und so bricht eine kleine Gruppe Dumpfspacken in das Haus ein während Lucy und der junge Hausmeister Jeremia aus zum Essen sind. Die beiden überraschen die Einbrecher allerdings und so beginnt für den Zuschauer ein Tortour der puren Langeweile!

„…verweist damit den ähnlich gelagerten I Spit on your Grave in die zweite Liga der Rape’n’Revenge Filme!“ „Mit seiner abgebrühten Machart erinnert Villa Captive zusätzlich an den artverwandten Martyrs.“

Oh man, große Worte springen einem da vom Backcover entgegen. Klar, die Marketing-Abteilungen der Publisher überschlagen sich gerne mal mit Versprechungen und Anpreisungen, nach dem anschauen von Villa Captive stellt sich aber schon die Frage ob die Schreiberlinge auch nur ansatzweise einen Blick auf dieses Machwerk geworfen haben.

Das Subgenre des Rape’n’Revenge Films ist an sich schon ein heikle Angelegenheit. Wo überschreitet man die Grenze des Zeigbaren? Muss man wirklich eine 10 minütige Vergewaltigung in seinen Film einbauen? Ist die zum Ende waltende Selbstjustiz gerechtfertigt? Neben viel Schund gibt es aber auch einige wirkliche Terrorperlen die geradezu ein Schlag in den Magen sind. Der bereits oben erwähnte I Spit on your Grave (Remake & Original) und The Last House on the Left (nur das Remake ;)) würde ich zum Beispiel hierzu zählen. Villa Captive spielt zwar die typischen Genre-Konventionen ab und kopiert dabei gnadenlos bei den „Großen“, bleibt aber so emotionslos das über die eh kurze Laufzeit von 79 Minuten die pure Langeweile regiert!

An den billigen Look könnte man sich ja vielleicht gewöhnen, aber spätestens bei den Schauspielern ist Hopfen und Malz verloren. Lange habe ich ein komplettes Ensemble schon nicht mehr so schlecht spielen sehen. Hölzern, aufgesetzt und ohne Leben werden die Figuren aus dem Klischee-ABC dargestellt. Die Rape-Gang besteht natürlich auch wieder aus den typischen Versatzstücken wie dem Anführer, dem Verrückten der durchdreht und dem Mitläufer der die Taten ein wenig in Frage stellt. Die Krone setzt dem ganzen aber der behinderte Bruder des Maniac auf (ach, daher der Verweis auf I Spit on your Grave ;))! Nicht nur das diese Darstellung eines geistig behinderten Menschen mehr als Fragwürdig ist da dieser hier schon als nahezu bösartig hingestellt wird, nein, der Typ ist so was von nervig das der ohnehin schon miese Film noch schwerer zu ertragen ist! Liza del Sierra hätte ebenfalls lieber im Porno-Biz bleiben sollen. Ein Rape’n’Revenge Film in der man der Protagonisten Ihr Leiden nicht ab nimmt MUSS einfach zum scheitern verurteilt sein! Lizas Charakter bleibt über die komplette Spielzeit viel zu tough, man glaubt immer wieder ein Lächeln auf Ihren Lippen zu sehen.

Mit schlechten Schauspielern haben wir Horror-Fans ja immer wieder mal zu kämpfen, leider bietet Villa Captive auch ansonsten überhaupt nichts was an den Bildschirm fesseln könnte. Die Handlung ist genrebedingt vorhersehbar, wirkliche Gore-FX sind nicht vorhanden und sogar die große Rache am Ende ist so stümperhaft insziniert das man beinahe auflachen möchte. Die Vergewaltigung, normalerweise eine Kernszene, wird hier mal eben innerhalb weniger Sekunden abgespielt. Ich bin kein Freund dieser Sequenzen und mir schlagen die immer ziemlich auf den Magen, trotzdem sind sie wichtig um Emotionen und Abscheu aufzubauen. Man muss ja auch nicht stumpf draufhalten, auch ein Abblenden und den psychologischen Impact im nachhinein darstellen ist mehr als legitim, aber das bekommt Villa Captive auch nicht hin. Es scheint beinahe so, als wäre nichts passiert! Ein mal kurz ins Kissen geheult und weiter geht’s. Seltsam auch das auf den scheinbar belebten Straßen niemand etwas von der ganzen Geschichten mitbekommt, obwohl verschiedene Personen gerne mal durch den Garten gejagt oder auf offener Straße in ein Auto gezerrt werden.

Villa Captive hat leider keinerlei Daseinsberechtigung! Der Film ist langweilig, schlecht gemacht und wird eher früher als später in Vergessenheit geraten. Tut Euch den Gefallen und spart Euch diese 80 Minuten purer Zeitverschwendung.

Punkte: 1 von 10

Noch etwas zur BD/DVD: Die deutsche Synchro ist nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, gut das man auf den englischen O-Ton umswitchen kann. Das es weder englische noch deutsche UTs gibt wirkt zwar nicht mehr Zeitgemäß, ist aber verschmerzbar, ein wahres NoGo ist aber das die ab und an auftauchende französischen Sequenzen nicht untertitelt wurden!

Trotzdem: Vielen Dank an I-On New Media für die freundlich Bereitstellung der BD.

Hellblazer – Gefährliche Laster

Oh ha, Garth Ennis’ Hellblazer im schicken Hardcover a lá Preacher, da konnte ich nicht nein sagen. Ennis erste richtig große Serie (so weit ich weiß) lässt schon teilweise die typischen Merkmale durchschimmern, die spätere Werke wie Preacher & The Boys so großartig gemacht haben. Die Charaktere sind schön kauzig und eher Antihelden, der Humor ist herrlich schwarz und Constantine hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen! Alles ist nur noch eine Spur zahmer und zurückhaltender, wahrscheinlich wollte/konnte Garth Marvel nicht direkt mit seinen schrägen Ideen schocken 😉 Besonders die Hauptgeschichte „Gefährliche Laster“ ist spannend und gut geschrieben! Großes Highlight ist Constantines Treffen mit den 3 Oberdämonen das ganz schön brenzlig für den Zigaretten-Liebhaber wird. Die beiden kleineren Storys bauen danach leider ziemlich ab, besonders Lord of the Dance, in der Constantine einen weihnachtlichen Geist trifft… Na ja! Mit den Zeichnungen konnte ich mich leider auch nicht so richtig anfreunden da mir diese einfach oft nicht detailliert genug sind. Nervend finde ich auch das die Charaktere ab und ab ihr Aussehen ändern. Die Preacher Comics hatten bei mir mit einem ähnlichen Problem zu kämpfen. Die wirklich spannende Geschichte holt aber alles wieder rauß, so dass ich Hellblazer – Gefährliche Laster jeden Comic Fan ans Herz legen kann. 4 weitere Bände unter der „Garth Ennis Edition“ werden noch folgen, ich freue mich drauf.

The Thing

Der Südpol, unendliche weiße Weiten… Hier entdeckt ein norwegisches Forscherteam im ewigen Eis ein Raumschiff das vor vielen Jahren abgestürzt zu sein scheint. Nicht weit davon entfernt kann dann auch in einem massiven Eisblock das dazugehörige Alien geborgen werden, das man natürlich sofort zur Station bringt! Schon von Ruhm und Ehre träumend wähnt man sich in Sicherheit, doch es kommt wie es kommen muss und das Alien erwacht zum Leben. Kann das Monster nach kleineren Verlusten besiegt werden, wird schnell klar das es sich um einen Parasiten gehandelt hat, der von nun an in jedem stecken könnte. Der Kampf ums Überleben kann beginnen.

Bei The Thing von 2011 handelt es sich um ein Prequel, das die direkten Ereignisse vor den Geschehnissen des Carpenter Films schildert. Letztendlich ist der Aufbau nahezu identisch zu eben diesem, so dass man schon von einem direkten Remake sprechen kann. Alien wird gefunden, auf die Station gebracht, Alien bricht aus, wird angeblich getötet lebt dann aber doch in den Forschern weiter und keiner weiß wer wer ist. Klingt bekannt, oder!? Obwohl man als Kenner des Origninals ja schon fast weiß wie die Geschichte ausgeht, schafft es The Thing besonders in der Mitte des Films angenehme Paranoia-Atmosphäre aufzubauen. Schön auch das hier nicht die die typischen Hollywood-Schönlinge aufspielen sondern die Männer und Frauen auf der Forschungsstation mit Ecken und Kanten dargestellt werden. Highlight sind natürlich mal wieder die Creature-FX die vollends überzeugen können. Neben vielen handgemachten Effekten kommt auch einiges an CGI zur Anwendung, das aber niemals billig oder all zu unecht wirkt. Trotzdem sind die Effekte aus dem Original ein ganzes Stück charmanter und ein Highlight wie den sich in ein Maul verwandelnden Brustkorb sucht man vergebens.

Wer den Carpenter Film noch nicht kennen sollte wird über die komplette Laufzeit gut unterhalten! Die Handlung ist wirklich spannend und besonders wenn das rätseln losgeht in wem das Alien gerade steckt ist mitfiebern angesagt! Leider ist das alles nahezu identisch zum 80er The Thing, so dass sich „erfahrene“ Filmfans eigentlich nur an den Monster-FX erfreuen können. Schade, ein wenig mehr Mut zu neuen Ideen wäre wünschenswert gewesen. Warum sieht man das Ding z.B. nur so kurz in seiner ursprünglichen (ok, wird wohl auch nur ein anderes infiziertes Alien sein) Form und wird dann direkt abgefackelt. Hier hätte man sich in Sachen kreativem Design ordentlich austoben und vor dem Thriller-Part noch ein wenig Monster-Action bieten können.

Ein netter Happen für zwischendurch, leicht bekömmlich und schnell verdaut.

Punkte: 7 von 10

PS: Ja, ich weiß das der Carpenter Film nur ein Remake ist, trotzdem spreche ich in meinem Review von „dem Original“ da sich das Prequel direkt darauf bezieht. Also spart Euch Eure Klugscheißer-Kommentare 😉