FPS – First Person Shooter

Ein namenloser Mann kämpft sich schwer gepanzert und bewaffnet durch eine von Zombies verseuchte Klinik auf der Suche nach seiner schwangeren Frau. Er muss sich beeilen, denn in wenigen Stunden will die Regierung das Gebiet weiträumig bombardieren.

Das war es eigentlich auch schon mit der Story, ziemlich mager, oder? Macht aber gar nichts, denn FPS ist eine Hommage an die alten 90er Jahre Shooter wie Doom, Blood und Shadow Warrior, und wie die meisten wissen ging es dort auch nicht um die Geschichte sondern ums ballern. FPS beginnt stilecht auf einem MS-DOS Schirm auf dem das „Spiel“ gestartet wird. Anschließend wird der Shwierigkeitsgrad und die Farbe des Blutes ausgewählt und schon geht es los. Das Intro gestaltet sich zwar noch als 8Bit-Adventure, das Ganze wechselt aber schnell in eine reale FirstPerson-Sicht inkl. Lebens- und Munitionsanzeige. Die Kamera imitiert dabei perfekt die Bewegungen eines Spielers (vorsichtiges um die Ecke schauen / schnelle 180 Grad Drehungen um zu sehen was hinter einem passiert) sodass teilweise der Eindruck entsteht man verfolge ein LetsPlay. Auch an die Waffenanimationen hat man gedacht, diese sind immer im Bild zu sehen und der Charakter dreht sie oder führt damit andere kleine Bewegungen aus. Generell gibt es viele kleine Verneigungen vor dem Shooter Genre, die ich hier aber nicht weiter Spoilern werde um Euch den Spaß nicht zu nehmen.

Die Geschichte wird anhand von Notizblättern oder Dokumenten erzählt die von den entsprechenden Verfassern vorgelesen werden. Das erinnert immer wieder an die Trash-Dialoge aus Resident Evil 1 und ist in etwa auch so aufgebaut. Der Clou ist aber das die Macher den Sprecher von Caleb aus Blood für die Hauptfigur verpflichten konnten der die Geschehnisse immer wieder zynisch kommentiert. Deswegen empfehle ich auch dringend FPS auf englisch anzuschauen (es handelt sich eigentlich um eine deutsche Produktion) da ansonsten viel Charme verloren geht. Die Masken der Monster sind nett gemacht, man sieht aber schon ziemlich deutlich das es sich hier um Gummiprothesen handelt. Dazu kommt noch ein übertriebener Einsatz von Pixelblut, das auch gerne mal den ganzen Bildschirm verdeckt aber perfekt zum Konzept passt. Die Location sind schön düster und versifft, es ist aber schon relativ offensichtlich das es sich hier um ein verlassenes (typisch deutsches) Bürogebäude oder ähnlichem handelt.

Generell bin ich ja immer recht skeptisch was deutsche LowBudget Filme anbelangt, FPS hat mich aber komplett abgeholt. Der Film steckt voller liebevoller Details, ist mit viel Herzblut umgesetzt und mit 80 Minuten auch knackig kurz geraten. Eine dicke Empfehlung für alle Shooter- und Horrorfans da draußen, wer mit der Thematik allerdings nicht viel anfangen kann könnte schnell gelangweilt sein da FPS nicht sonderlich viel mehr zu bieten hat.

Punkte: 8 von 10

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Veröffentlicht am 13. September 2015 in Film-Reviews und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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