Archiv für den Monat Januar 2012

Love, The Prodigies und Theatre Bizarre auf den FFF-Nights 2012!

 

Und weiter geht’s, 3 Neuankündigungen für die Nights gab es heute! 3 Neuankündigungen die mich, nun ja, nicht wirklich so richtig vom Hocker hauen! Love z.B. interessiert mich gar nicht, den Trailer fand ich doch recht abschreckend und langweilig. Von The Prodigies meine ich zwar schon einiges gutes gelesen zu haben, aber irgendwie muss ich den auch nicht unbedingt auf dem Festival sehen. Wenn er zwischen 2 Pflichtfilmen läuft werde ich ihn mir aber anschauen. Am vielversprechendsten sieht da noch Theatre Bizarre aus, eine Horrorfilm Anthologie an der u.a. Tom Savini (bedarf keiner weiteren Worte), Karim Hussain (Subconcious Cruelty) und Buddy Giovinazzo (Combat Shock) mitgearbeitet haben. Ich mag ja solche Sammlungen a lá Creepshow & Tales from the Crypt und Theatre Bizarre scheint für jeden Geschmack etwas dabei zu haben. Trotzdem hoffe ich das noch 1-2 richtige Knallerankündigungen für die Nights folgen werden, bis jetzt empfinde ich das Programm eher als durchwachsen (nur von den Trailern ausgehend!).

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Poolboy

B-Actionstar Jan van Hammer spielt Sal Brando, einen Vietnamveteranen, der seinen besten Freund im Gefecht verlor. Nun kehrt er zurück nach Los Angeles, um den Traum seines Freundes zu verwirklichen, und eine Reinigungsfirma für Swimmingpools zu gründen. Doch alles kommt anders als er denkt! Die Mexikaner haben das Reinigungsgewerbe fest in Ihrer Hand und auch Brandos Frau hat in den 13 Jahren seiner Abwesenheit nicht sonderlich enthaltsam gelebt! Gut das Brando noch immer die Erfahrungen eines Soldaten in sich hat!

 Poolboy ist einer jener Filme die geradezu schreien

 „Juhu, bitte schau mich an! Guck doch mal wie trashig ich bin! Bitte liebe Genre-Fans, gebt mir eine Chance!“

 Eigentlich bin ich ja nicht unbedingt Fan solcher offensichtlicher Anbiederungsversuche, aber ich muss zugeben das ich Poolboy doch recht unterhaltsam fand! Die Film im Film Idee ist natürlich nicht neu, bietet aber genug Möglichkeiten für allerlei Blödsinnigkeiten wie plötzlich wechselnde Schauspieler, ins Bild hängende Mikros, Szenen in denen der Text vergessen wird usw. nur um sich dann vom Regisseur erklären zu lassen warum er gerade diese Sequenzen im Film gelassen hat. Neben aufwendig schlecht choreographierten Kampfsequenzen gibt es auch willkürlich eingebaute Sexszenen und natürlich übertriebenes Overacting. Halt ganz so wie in den 80er Jahre Aktionern, die Poolboy hier doch oft recht gekonnt auf die Schippe nimmt. Selbstverständlich kommen  die Gags hier mit dem Holzhammer und sind oft sexistisch, rassistisch und gewaltverherrlichend! Sämtliche Political Correctness wird mal eben über Bord geworfen, so dass Poolboy sich oft anfühlt wie eine Mischung aus Troma, South Park und Rambo garniert mit fetziger 80er Jahre Mucke! Aber man muss sich schon darauf einlassen und auch mal den ein oder anderen schlechten Gag verzeihen können! Ein großes Kompliment von mir auch noch mal an Kevin Sorbo (Hercules) der nach Julia X nun in seiner zweiten Genre-Produktion erneut glänzen kann! Der Mann nimmt sich zu keiner Minute ernst und scheint dabei sogar noch Spaß zu haben, sehr sympathisch!

 Poolboy ist ein ordentlicher Partykracher geworden den man an besten in geselliger Runde mit dem ein oder anderem Bierchen anschaut! 1 ½ Stunden gute Laune sind garantiert!

 Punkte: 7 von 10

The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore

Ok, passt vielleicht nicht unbeding zur Horrorthematik meines Blogs, für diesen wunderschönen Kurzfilm mache ich aber gerne mal eine Ausnahme! „The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore“ ist eine wunderbare Ode an das Buch und das Lesen! In einer Zeit in der Kindle und eBooks immer beliebter werden sollten wir uns alle auf den Wert eines richtigen Buches besinnen. Also, „Save the Book!“ und Daumen drücken  das The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore den Oscar für den besten Kurzfilm abräumen wird.

Red State

Auf der Suche nach schnellem Sex tappen 3 Jugendliche in die Falle des erzreaktionären Bibelkults um Abin Cooper! Neben schon zuvor hingerichteten Homosexuellen will Cooper nun auch an der verkommenden Jungend ein Exempel statuieren und die Sünder zur Hölle schicken. Während innerhalb der Kirche der Tod unaufhaltsam näher rückt, geht draußen die Polizei in Stellung um das Gotteshaus zu stürmen! Als der leitende Beamte Joseph Keenan die Verhandlungen aufnehmen will eskaliert die Situation.

Nachdem ich Red State auf dem Fantasy Film Fest letztes Jahr bewundern durfte war ich ja alles andere als angetan: Zu unentschlossen, weder Fisch noch Fleisch, mit einem viel zu langem Shootout und einem unbefriedigendem Ende! Nein, Kevin Smiths erster Ausflug ins Horror-Genre konnte mich wirklich nicht begeistern! Aber wahrscheinlich bin ich einfach mit den falschen Erwartungen an Film heran gegangen, denn konnte man wirklich einen konventionellen Horrorstreifen von Smith erwarten?! Wohl, eher nicht und so schweiften meine Gedanken in den nachfolgenden Monaten immer mal wieder zu Red State ab und ich bekam Lust ihn mir doch noch einmal anzuschauen!

So freute ich mich also das Ascot Elite ihn auch bei uns ungeschnitten brachte und griff kurz nach Release direkt zur BluRay. Und nun, nachdem ich in etwa wusste was auf mich zukommt gefiel er mir auch gleich viel besser! Die ersten 15 Minuten kommen da noch am ehesten einem typischen Genre-Film gleich nur um dann in einen in einen doch recht dialoglastigen Thriller abzudriften. Besonders hervorzuheben sind Michael Parks und John Goodman die ihre Rollen wirklich großartig spielen. Parks verkörpert den Sekten-Führer Abin Cooper mit einer Intensität das es einem Kalt den Rücken runter läuft! Großes Highlight des Films ist eine 20 minütige Predigt, in der Cooper auf eine seltsam warmherzige Art gegen Schwule, Jugend, Musik und die Welt im allgemeinen hetzt und nebenher mit den kleinsten der Gemeinde herumalbert! Sehr bedrückend wenn man bedenkt das es sich hier leider nicht um reine Fiktion sondern um traurige Realität handelt! Smiths Abneigung gegen solche christliche Fundamentalisten ist regelecht spürbar, allerdings begeht er nicht den Fehler sie als stumpfe Hetzer dazustellen! Aber nicht nur die christlichen Sekten bekommen in Red State ihr Fett weg, auch die Amerikanische Post9/11-Regierung und ihr Umgang mit den Rechten der Bürger wird an den Pranger gestellt! Hier brilliert John Goodman als zwischen Befehl und Moral hin und her gerissener Einsatzleiter! Das Ende finde ich immer noch recht komisch, passt aber irgendwie zum Rest des Films! Trotzdem, wirklich glücklich bin ich damit nicht…

Red State lässt sich auch nach der zweiten Sichtung nicht wirklich einem Genre zuordnen. Größtenteils lebt der Film für mich von der tollen Leistung von Parks und Goodman und dem netten Twist in der zweiten Hälfte! Das fehlen einer wirklichen Identifikationsfigur ist überraschend unwichtig, trotzdem würde ich empfehlen sich den Film erst einmal auszuleihen bevor man einen Blindkauf tätigt 😉

Punkte: 7 von 10

Resident Evil 6 Trailer

Wow, der Trailer macht echt ordentlich was her! Ja ja, es ist kein Survival-Horor mehr, aber die Aktion-Schraube scheint nochmal ordentlich nach oben gedreht worden zu sein. Cool auch das Leon Kennedy und Chris Redfield endlich mal gemeinsam in einem Spiel auftreten! Das das Setting wieder in eine urbane Stadt verlegt wurde kommt mir auch sehr entgegen, ich habe nach Teil 4 und 5 die Nase erstmal voll von irgendwelchen abgelegenen Dörfern.

Rosewood Lane und Juan of the Dead auf den FFF-Nights 2012

Nachdem gestern über www.blairwitch.de die ersten beiden Filme für die FFF-Nights 2012 geteasert wurden ging es heute direkt mit zwei weiteren Titeln weiter. Juan of the Dead scheint netter Trash zu sein, perfekt für ein Genre-Festival! Sieht nett aus, haut mich aber nicht wirklich vom Hocker! Rosewood Lane sieht aber geradezu langweilig aus! Ein Home-Invasion Film mit Mystery-Einschlag? Gähn! Und Rose McGowan rockt ohne Maschinengewehrprothese auch nicht wirklich. Ein Film den ich nicht wirklich sehen muss und wohl auslassen werde, wenn nicht ein paar wirklich überzeugende Reviews im Vorfeld zu lesen sind.

Die ersten beiden Filme für die FFF-Nights 2012 bekannt gegeben!

Jaaa, nach langem warten wurden nun die ersten beiden Filme für die diesjährigen FFF-Nights bekannt geben! Wie erwartet ist der französische Livid (von den Inside Machern) dabei dessen Trailer mir schon richtig gut gefallen hat! Den zweiten Film Sleep Tight kann ich noch nicht so richtig einordnen! Slasher, Thriller, Groteske, Horror? Keine Ahnung, der spanische Genre Film hat mich allerdings noch nie wirklich enttäuscht und solche Überraschungen machen das FFF ja auch erst richtig spannend 😀 Mal schauen welche potentielle Knaller wir noch erwarten dürfen!

www.fantasyfilmfest.com

Hit, autsch und rauß! Ein Kriegsdiensverweigerer ballert sich durch!

Nach diversen Anläufen war es letztes Wochenende endlich so weit, mit 3 Kumpels ging es in die Paintball Halle! Eigentlich hatten wir gehofft das mehr sich dazu aufraffen könnten, aber wie es immer so ist sagen die meisten in der letzten Sekunde ab! Egal, sollte es eben ein paar knackige 2V2 Matches geben 😉

Im Eingangsbereich dann der erste kleine Schock: Alles sieht ein wenig heruntergekommen aus, der Typ hinter dem Tresen macht den Eindruck als ob er gerade aus einer RTL2-Soap entsprungen sei und in einer Ecke daddelt ein ca 9 jähriger Junge fröhlich Modern Warfare 3! „Ich bin der größte Killer!“ brüllt das Kind den Fernseher an und das ist leider kein Witz! Nachdem jeder 40€ für Knarre, 1000 Schuss, Helm und Halsschutz geblecht hat geht es in die unbeheizten Umkleidekabinen! Ein paar Spinde in der Ecke, 2 Bänke und ein leicht siffiger Boden, so stelle ich es mir auch bei der Bundeswehr vor. Pfiffig wie ich bin habe ich extra die doppelten Lagen Klamotten mitgebracht (2 Hosen / 2 Pullies), dazu noch Lederhandschuhe in der Hoffnung die Wucht der Paintballs wenigstens ein wenig abmildern zu können! Ja ja, Lusche, ich weiß, aber sicher ist sicher! Nach einer kurzen Einweisung ging es dann das erste mal auf’s Feld das mit diversen Luftkissen-Deckungen gespickt war! Ich muss ja sagen das wir in voller Kampfmontur schon irgendwie cool aussahen, aber dieser (für uns) nicht ganz ernst zu nehmender Prollfaktor macht halt auch auch einen großen Reiz des Spiels aus.

Nach den ersten Probeschüssen auf die Hindernisse wird mir schon ein wenig mulmig, da sitzt ganz schön Power hinter, aber Schwäche zeigen ist nicht! Wir teilen uns in 2 Teams, stellen uns auf den entgegengesetzten Seiten der Halle auf, 3-2-1 Los! Ich stürme nach Links, will die erste Deckung erreichen und lege mich mit meinen DocMartens erstmal schön auf die Fresse weil der Boden komplett rutschig von der Paintball-Farbe ist! Gut das es den anderen nicht anders geht und später wird man den Boden für spektakuläre Rutsch/Schieß-Aktionen im besten John Woo Style nutzen können. Ich krieche also hinter die erste Deckung, rappel mich auf, luge vorsichtig hinter dem Kissen hervor und bekomme ganz klassisch direkt einen Ball mitten vor’s Visier! Orangene Farbe nimmt mein halbes Sichtfeld ein, „HIT“, runter vom Feld!

So geht es munter weiter, ein Match dauert zwischen 2-6 Minuten und nach 3-4 Runden geht man vom Feld um die andere Teams drauf zu lassen! Die vielen Pausen braucht man aber auch, Paintball ist anstrengend wie Sau! Von Match zu Match traut man sich mehr, man kauert nicht mehr nur hinter der ersten Deckung, nein man hechtet über das Spielfeld oder versucht sich von hinten anzuschleichen während sein Teamkamerad das Feuer auf sich zieht! Und ja, wenn man einen Ball abbekommt tut es weh, besonders wenn man am Rücken oder in die Seite getroffen wird merkt man das doch ziemlich deutlich 😀 So ist man aber die gesamte Zeit mit Adreanalin vollgepumpt und angespannt, wäre doch sonst auch eher langweilig! Ab und an haben wir auch mal gegen andere Teams 4V4 gespielt was nochmal deutlich spaßiger war! Eine Runde haben haben wir zu 8 gegen 3 Profis gespielt! Wie zu erwarten hatten wir keine Chance und die Pros gingen ohne einen Hit zu kassieren als Sieger vom Feld!

Nach 4 Stunden reichte es dann und total erschöpft machten wir uns auf den Weg nach Hause (der Junge hatte mittlerweile von MW3 zu Bad Company 2 gewechselt)! Die Hits der Balls hatten deutliche Spuren hinterlassen und entwickelten sich zu ersten blauen Flecken, viel schlimmer sollte aber der Muskelkater in den Oberschenkeln sein der mich die nächsten 4 Tage quälen würde! Trotz alle dem hat Paintball wirklich tierisch Spaß gemacht und wir sind schon am überlegen wann wir uns das nächste mal treffen! Ok, diesen ganzen martialischen Klimbim muss man schon mit einem Lächeln betrachten, aber dann ist Paintball eine super Gelegenheit sich mal richtig auszupowern!

Game of Werewolves Trailer

Gerade auf www.blairwitch.de entdeckt! Der Trailer zu Game of Werewolves (Lobos de Arga) sieht wirklich verdammt kurzweilig aus und könnte ähnlich nette und verhältnismäßig unblutige Unterhaltung wie schon der britische Lesbian Vampire Killers werden! Die Werwölfe sehen jedenfalls eher nach Zottel-Yeti als nach bedrohlichem Monster aus! Ich mag aber generell diese europäischen Produktionen, schon allein die 3 Helden sehen im  Trailer sympathischer aus als alle Hollywood-Schönlinge der letzten 10 Jahre zusammen!

Vielleicht ein Kandidat für das FFF im Sommer?

Mega Shark VS Crocosaurus

Bohrarbeiten in einer Diamantenmine im Kongo befreien unabsichtlich den Crocosaurus! Dieses haushohe Riesen-Krokodil hat einen unstillbaren Hunger auf Menschenfleisch und frisst sich auf dem Weg in die Zivilisation. Gleichzeitig macht ein prähistorischer Riesen-Hai, der Mega Shark, die Weltmeere unsicher. Die Navy scheint machtlos gegen die beiden Über-Monster! Aber als der Mega Shark Hunger auf die leckeren Krokodilseier entwickelt, scheint eine Konfrontation der beiden Mega-Monster unausweichlich!

Klar, wirklich viel erwarte ich nicht von einem Film mit dem Namen Mega Shark VS Crocosaurus, trotzdem hat es der neuste Output aus der Trashschmiede The Asylum geschafft mich ein wenig zu enttäuschen. Natürlich gibt es wieder denkwürdige Szenen wie das komplette Verschlingen eines Atom-U-Bootes und die dazugehörigen One-Liner a la „Jetzt hat er nukleare Power!“, doch irgendwie wollte der Funken nicht so recht überspringen! Überraschenderweise liegt es diesmal allerdings nicht an den Schauspiel-Sequenzen, denn unser Heldentrio (Hai-Typ, Crocodile-Dundee-Verschnitt und toughe Agentin-Schnitte) besticht durch extremes Overacting und weiß durch die ein oder andere unsinnige Aktion zu unterhalten. Wirklich knuffig wie die 3 gefühlte 60% des Films in einem Heli verbringen um den Monstern hinterher zu gurken… Deppen! Nein, irgendwie weiß die CGI-Aktion nicht so recht zu gefallen da man einfach zu wenig sieht! Richtig schlecht sind die Unterwasser-Sequenzen in denen die Viecher nur als dunkle Schemen vor einem viel zu dunklem Hintergrund zu erkennen sind! Einziges richtiges Highlight ist der Fight zwischen Hai und Krokodil am Rande des Panama-Kanals, wo die beiden sich ringend über die Landmassen wälzen! Natürlich gibt es auch wieder die Asylum-typischen Größenunterschiede zwischen den Szenen! Mal ist der Hai einfach nur riesig, mal übertrumpf schon seine Finne einen kompletten Kriegskreuzer um das 3-fache! Aber man erwartet einfach noch eine Steigerung zu den Vorgängerfilmen, irgendwas das dem ganzen noch mal einen drauf setzt! Das schafft The Asylum mit Mega Shark VS Crocosaurus dieses mal leider nicht, so das sich doch langsam eine gewisse Langeweile breit macht.

Trotzdem, es ist schön das The Asylum mittlerweile wohl wirklich jeden Anspruch auf Ernsthaftigkeit abgelegt hat und dem Zuschauer eine Unsinnigkeit nach der andere an den Latz knallt! Wie die finale Explosion denn nun überhaupt verursacht wurde ist mir immer noch ein Rätsel, na egal, hauptsache es wummst und kracht! Mir ist der quasi Vorgänger Mega Pyton VS Gatoroid allerdings einen ganzen tick lieber da dieser einfach noch bescheuerter ist!

 Punkte: 4 von 10