Archiv für den Monat Januar 2013

Tulpa Trailer

Gerade beim surfen bin ich auf diesen kleinen aber feinen Trailer zum Neo-Giallo Tulpa gestoßen. Viel Sex, viel Gewalt und ein maskierter Killer mit Lederhandschuhen; eigentlich alles was man zur Wiedererweckung des Gelben-Genres braucht. Sollte man im Auge behalten, auch wenn ich (mal wieder) eine deutsche uncut VÖ bei dieser brisanten Mischung bezweifle.

S-VHS Trailer

Puh, da war ich gestern doch tatsächlich so beschäftigt das glatt der erste Trailer zu S-VHS an mit vorbei gegangen ist. Aber ein hoch auf die Gleitzeit, also sitze ich hier um 06:33 vor dem Laptop und die 49 Sekunden auf Youtube treiben mir fast die Freudentränen in die Augen. VHS war ja so ziemlich mein HomeVideo-Highlight 2012, dementsprechend groß ist jetzt schon die Vorfreude auf den Nachfolger. Der Trailer verspricht die gleiche Mischung aus Monstern, Geistern und Morden die schon Teil 1 so spannend gemacht hat, hoffen wir also auf einen baldigen Release!

Cockneys VS Zombies

Die beiden Brüder Terry und Andy sind zwei ziemliche Nichtsnutze die sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten. Als jedoch ihr Großvater mit dem Rest der Rentner-Crew aus dem Altenheim vertrieben werden sollen, fassen die beiden sich ein Herz und beschließen zu Handeln. Doch statt sich direkt auf den Weg zum Arbeitsamt zu machen wollen die Brüder mit Hilfe einiger ebenfalls nicht sonderlich cleveren Komplizen eine Bank überfallen. Das gelingt auch so halbwegs, doch als man mit vollen Taschen die Bank verlässt haben Zombies ganz London überrannt. Statt zu fliehen macht man sich nun auf den Weg den alten Menschen zur Hilfe zu eilen, diese haben mittlerweile allerdings selber zu den Waffen gegriffen…

Könnt Ihr Euch an die Zeit erinnern als man sich über die neue Zombie-Welle noch gefreut hat? Irgendwann kurz nach 28 Days Later und dem Dawn of the Dead Remake erlebten die untoten Schlurfer einen neuen Boom der bis heute anhält. Nahezu wöchentlich werden die Kaufhäuser und Videotheken mit neuen Zombie-Streifen überschwemmt, leider seit einigen Jahren mit zunehmend schlechter werdender Qualität. Doch da ist er, der Silberstreif am Horizonz, auf Cockneys VS Zombies kann man sich endlich mal wieder freuen.

Cockneys VS Zombies erinnert an eine wilde Mischung aus Shaun of the Dead und Snatch. Besonders die erste Hälfte erinnert stark an Guy Ritchies Gangsterfilm. Die Planung des Überfalls, die Einführung der Figuren, die Rückblenden, der Coup an sich, das Vorbild ist recht eindeutig und macht auch ohne viel Undead-Action Spaß. Das liegt vor allem an den sympathischen und leicht überzogenen Loosercharakteren. Ohne wirklichen Plan stürmt man in die Bank in der natürlich so einiges schief geht. Generell zündet nicht jeder Gag, alles in allem ist die Trefferqoute aber doch relativ hoch.

Sobald man die Bank verlässt sieht man sich mit der Zombieapokalypse konfrontiert (wie auch immer die so schnell um sich greifen konnte). Nun kann auch das Gesplatter beginnen das überraschenderweise in Teilen doch recht explizit ausgefallen ist. Neben diversen weggeschossenen Köpfen und Gliedmaßen gibt es noch den ein oder andern originellen Einfall zu bewundern (Hooligen-Zombies) und auch vor Babys wird nicht halt gemacht. Dieses passiert jedoch immer mit einem Augenzwinkern, schade dass einige Effekte durch den Einsatz von CGI umgesetzt wurden. Egal, Cockneys VS Zombies ist einfach herrlich britisch, ein regelrechtes FeelGood-Movie für Horrorfans. Toll auch wie der Film mit den alten Leuten umgeht. Wo in anderen Produktionen die Gags auf Kosten der rüstigen Rentner gehen würden, werden diese hier richtig cool dargestellt. Die Truppe weiß sich ihrer Haut schon zu erwehren und heizt den Zombies ordentlich ein.

Mein größter Kritikpunkt ist das etwas konventionelle Finale in dem den Ganzen etwas die Luft ausgeht. Schade das man es nicht schafft das hohe Tempo beizubehalten. Auch der Soundtrack dudelt etwas uninspiriert dahin. Selten hätte alter englischer Punkrock und SKA in einen Film besser gepasst als hier. Immerhin wird man im Abspann noch mit einem richtig fetzigen SKA-Stück belohnt. Außerdem sollte man sich den Cockneys VS Zombies unbedingt im O-Ton anschauen da der heftige Londoner-Slang irgendwie zur Atmosphäre dazu gehört.

Cockneys VS Zombies ist eine richtig schöne Untoten-Comedy geworden die natürlich zwangsläufig an den Klassiker Shaun of the Dead erinnert. Wer diesen schon nicht mochte wird wahrscheinlich auch mit den Cockneys keinen Spaß haben.

Punkte: 8/10

The Innkeepers

Ein letztes Wochenende noch, dann wird das Yankee Pedlar Inn für immer geschlossen. Die oberste Etage des Hotels ist bereits so gut wie geräumt, wenige Gäste sind noch anwesend und Luke und Claire halten als letzte Angestellte die Stellung. Um die Langeweile totzuschlagen vertreiben die beiden sich die Zeit mit paranormalen Experimenten. Angeblich spukt es im Yankee Pedlar Inn und Luke möchte dies für seinen Geisterblog dokumentieren. Zu später Stunde häufen sich die unerklärlichen Ereignisse und aus Spaß wird schnell grausiger Ernst.

Ti West gehört für den unsäglich schlechten Cabin Fever 2 eigentlich die Dreherlaubnis entzogen! Aber Ti West ist auch ein Genrefan, mit The House of the Devil hat er den Satanistenhorror der 70er Jahre gekonnt und liebevoll aufgegriffen, mit The Innkeepers sind nun die Geisterfilme der 80er dran. Ob ihm damit nun die endgültige Rehabilitierung gelingt?

The Innkeepers ist ein extrem ruhiger Film, der sich viel Zeit nimmt seine Charaktere und besonders die Location einzuführen. Das erste übersinnliche Ereignis gibt es erst nach 35 Minuten, richtig gruselig wird es dann nach einer Stunde. Bis dahin lernt man Claire und Luke besser kennen, erfährt etwas über die Vergangenheit des Hotels und begrüßt die letzten Gäste vor der endgültigen Schließung. Besonders dank Sara Paxton und Pat Healy als nerdige Hauptdarsteller vergeht die Zeit aber wie im Flug. Gerade Claire hat etwas naiv trottelig niedliches, so dass es einfach Spaß mach sie bei der zu Anfang erfolglosen Kontaktaufnahme mit den Geistern zu beobachten. Generell haben alle Charaktere ihre Eigenheiten, was sie angenehm von den typischen Klischeefiguren der großen Hollywood-Produktionenen abhebt. Überhaupt ist The Innkeepers wunderbar humorvoll, ohne auch nur ansatzweise blödelig zu wirken. Schon allein das muss man den Film hoch anrechnen, funktioniert Humor im Horrorfilm sonst doch eher mit dem Holzhammer.

Nach einer Stunde geht es dann aber doch los und die Geister treten in Aktion. Auch das passiert eher ruhig, wirkliche Schockeffekte kann man sich im Endeffekt an einer Hand abzählen. Allein durch den Einsatz von Musik und Soundeffekten wird eine richtig schön düstere Atmosphäre aufgebaut. Und spätestens seit Shining weiß wohl auch jeder das ein (nahezu) verlassenes Hotel verdammt gruselig sein kann. Bei Kubricks Meisterwerk hat man sich wohl auch die langen Kamerafahrten durch die leeren Flure abgeschaut. Die zum Ende hin vermehrt auftretenden Geistererscheinungen sind zwar konventionell, dafür aber recht effektiv umgesetzt. Bleiche Frauen die plötzlich hinter den Protagonisten stehen hat man so schon öfter gesehen, jagen in The Innkeepers dem Zuschauer allerdings immer noch einen wohligen Schauer über den Rücken.

Hatte ich zu Anfang so meine Zweifel ob The Innkeepers gegen derzeitige Kinogrößen wie Sinister und Insidious bestehen könnte, war ich doch positiv überrascht. Wenn man sich ein wenig auf den Film einlässt erwartet einen ein überraschend humorvolles und ruhiges Gruselspektakel mit Oldschool-Charme. Es gibt wohl auch eine 3D-Version des Films, nur würde sich mir der Mehrwert von 3D nicht wirklich erschließen.

Punkte: 7/10

The Innkeepers erscheint am 17.01 auf DVD, BD und 3D BD.

Vielen Dank an Sunfilm für das freundliche Bereitstellen der Rezensions-DVD!

Evil Dead RedBand-Trailer

Da wühlt man sich Freitagmorgens durch die (mehr als mäßigen) Texas Chainsaw 3D Reviews und stößt dann eher zufällig auf den neuen Trailer zum Evil Dead Remake! Zack, der Tag ist gerettet. Wenn der Film auch nur ansatzweise halten kann was uns der Trailer verspricht steht hier eine Horror-Granate erster Güte vor der Tür. Gore, Score, Bildgestaltung, Atmosphäre… Der Trailer ist einfach nur der der Hammer! Für einen ungeschnittenen deutschen Kinorelease sehe ich aber schwarz, Rosebud bitte übernehmen sie 😉