Archiv für den Monat April 2011

Sharktopus

Ok, ein überdimensionales Hai-Kraken-Zwitterwesen das der US Army entwischt und an einem Badestrand in Mexiko auf Menschenjagt geht, wer jetzt noch einen guten Film erwartet dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. Sharktopus gehört zum gerade recht populären Genre der CGI-Trasher, in dem billig animierte Computer Monster die Hauptrolle spielen. Zwar kommt Sharktopus nicht an die wahnwitzige Idiotie eine Mega Piranhas heran, ist ihm aber dicht auf den Fersen. Das die Schauspieler und Story extrem grottig sind muss man wohl nicht mehr erwähnen, aber macht das nicht gerade den Reiz dieser Filme aus?! Da wäre z.B. Bösewicht Eric Roberts, der die ganzen Film über das Scotch-Glas am Hals hat und natürlich in seinen letzten Sekunden eine Kehrtwendung zum Guten macht; seine Computer-Nerd Tochter die in der Mitte des Films Brille und Haarband abnimmt und plötzlich ziemlich heiß ist; und natürlich der Held der in jeder Situation total cool ist! Leider fehlt es Sharktopus ein wenig an Gore! Die Opfer werden größtenteils einfach nur mit den Fangarmen geschnappt und dann weggehapst, viel Blut oder herumfliegende Körperteile gibt es leider nicht zu sehen. Dafür weiß man oft nicht ob die armen Häppchen vor Schmerz schreien oder irrsinnig lachen 😉 Wer den Trailer gesehen hat kennt im Großen und Ganzen schon die besten Szenen, trotzdem kann man sich den Film auf Grund seiner Blödheit ruhig mit in die Sammlung stellen.

Punkte: 5 von 10

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Der Wochenrückblick… There was a lot of blood!

Der Frühling wurde gekonnt übersprungen und es ist direkt der Sommer bei uns eingezogen. Bei dem schönen Wetter hing ich lieber draußen rumm als mich stundenlang vor die Glotze zu kleben. So kommt es das meine Gamingerlebnisse letzte Woche sich komplett auf das neue Mortal Kombat beziehen, etwas anderes rotierte nicht in meiner XBox! Alles relevante habe ich in den vorherigen Mortal Kombat Posts (siehe weiter unten) eigentlich schon geschrieben, wie gesagt, viel Zeit habe ich letzte Woche nicht mit spielen verbracht. Erwähnen möchte ich noch das der Online Modus verdammt schlecht bei mir läuft und ich mit derben Lags zu kämpfen habe. Das liegt wohl hauptsächlich an meiner Landei-DSL Leitung die ich hier habe, aber ich hatte das Gefühl Street Fighter 4 würde flüssiger laufen. Gerade bei einem Beat em Up sind Lags natürlich tödlich und trüben den Spielspaß ungemein. Wenn mein Kick erst ein halbe Sekunde später ausgeführt wird ist an einen Sieg schon gar nicht mehr zu denken. Aber auch wenn ich mal in einer halbwegs flüssigen Verbindung gelandet bin, habe ich von den Cracks dort so derbe auf die Fresse bekommen das ich mich reumütig in den Arcade-Mode zurück gezogen habe um dort noch ein wenig zu üben.

 Dann bin ich derweil stark am überlegen mir doch noch ein IPad anzulegen. War ich am Anfang von dem Konzept der Tablets so gar nicht überzeugt, erwische ich mich mittlerweile immer wieder den Laptop stehen zu lassen und lieber mit meinem Handy zu surfen. Dazu kommt das es auf IOs ein großen Zahl interessanter Spiele gibt die ich doch zu gerne einmal ausprobieren würde!

I Saw the Devil

Die schwangere Frau eines südkoreanischen Polizeiagenten ist nachgerade geschlachtet worden von einem offenbar seriell operierenden Frauenmörder. Frisch beurlaubt wegen der verwandtschaftlichen Nähe zum Opfer macht sich der Witwer daran, den Täter auf eigene Faust zu ermitteln, ohne ihn jedoch, als er ihn findet, sogleich umzubringen. Vielmehr verwickelt er seinen Gegner in ein perfides Katz- und Mausspiel, um ihm immer wieder schmerzhaft zuzusetzen. Der Unhold aber nimmt die Herausforderung an und dreht den Spieß um.

I Saw the Devil habe ich mir selber ja fast in unerreichbare Höhen gehyped, nicht nur die Story hat sich interessant angehört, auch die ersten Reviews von diversen Festivals sparten nicht mit Lob. Generell bin ich ja auch riesen Fan des Koreanischen Kinos, nirgends sonst hat man eine so ausgewogene Mischung aus bombastischen Bildern und wirklicher Tiefe innerhalb der Story. Als gestern dann auch endlich meine deutsche Uncut BR aus der Black Edition eintraf, wanderte die Scheibe natürlich Abends direkt in den Player.

Um es vorweg zu nehmen hat I Saw the Devil meine (zugegeben hohen) Erwartungen nicht ganz erfüllt. Ok, die Story war spannend und besonders die beiden Hauptdarsteller hätten eigentlich den scheiß Oscar verdient, aber irgendwie hat mich das ganze nicht so recht mitgerissen. Wahrscheinlich weil mir einfach die Identifikationsfigur fehlte und ich deshalb mit keinem so richtig mitleiden könnte. Der Serienkiller ist sowieso hassenswert, aber auch der Witwer auf Rachefeldzug schlägt irgendwann so sehr aus der Linie das ich keine Sympathien für ihn empfinden konnte. Leider fehlte mir auch das gewisse Eye-Candy das viele koreanische Filme ausmacht. Sympathy for Lady Vengeance (der die Thematik ganz ähnlich angeht) hatte da z.B. um einiges mehr zu bieten. Schade, besonders in diesem Bezug war ich geradezu ein wenig enttäuscht! Die gezeigte Gewalt ist roh und realistisch! Ein Kopf der von einer Eisenstange getroffen wird zerplatzt halt nicht direkt, nein die Stange trifft mit einem stumpfen Geräusch auf den Schädel! Das die deutschen Verkaufsversion um 11 Minuten geschnitten ist, halte ich aber mal wieder für maßlos übertrieben. Das Ende hat mich dann ein wenig ratlos zurück gelassen, ich würde mich über PNs freuen wie ihr das interpretieren würdet!

Letztendlich ist I Saw the Devil für mich einfach „nur“ ein guter Thriller geworden, der bestimmt über kurz oder lang auch durch die amerikanische Remake-Mangel genommen wird. Zu wünschen ist es ihm nicht!

Punkte: 7/10

Immer mitten in die Fresse…

Ok ok, Online-Pass und Scorpion-DLC konnten beide über einen Ösi-Account runtergeladen werden, die IP-Sperre greift (noch?) nicht. Trotzdem ist es meiner Meinung weiterhin ein Grund sich aufzuregen. Ich darf noch gar nicht an die nächste oder übernächste Konsolengeneration denken, wenn man sich Spiele nur noch digital über die entsprechende Plattform kaufen kann. Gute Nacht, schönes Gamer-Hobby 😦

Generell hätte ich mir von Mortal Kombat ein wenig mehr Zugänglichkeit gewünscht. Im Turtorial wäre ich beinahe schon an der ersten Kombo gescheitert und nur durch stumpfes Button-Mashing bin ich weitergekommen (und ja, ich spiele mit dem SF-Fightpad!). Der Story-Modus ist erwartungsgemäß stumpf, trashig und witzig, man sollte allerdings unbedingt die Konsole auf Englisch umstellen da die deutsche Synchro eine Qual ist. Den Arcade Modus habe ich einmal mit Sonja  durchgezockt, wobei besonders die beiden letzten Gegner schon recht fordernd waren (Schwierigkeitsgrad Medium), ohne jedoch in die Frustgefilden eines Street Fighter 4 abzudriften.

Mortal Kombat macht einfach durch seine vielen abgedrehten Charaktere und natürlich der übertriebenen Brutalität Spaß!  Die Fatalaties sind einfach zu geil und herrlich überzogen. Schön ist auch das es für Solo-Spieler viel zum frei spielen gibt, das wird bestimmt auch auf längere Zeit motivieren. Ich bin gespannt ob mir diese ganzen Moves irgendwann mal in Fleisch und Blut übergehen werden, bis jetzt ist es recht unkoordiniert was ich da zu Stande bringe. Und daran das es eine extra Taste für’s Blocken gibt kann ich mich auch noch nicht so recht gewöhnen.

Der deutsche Zocker hat’s nicht leicht…

Wenn alles gut geht werde ich heute Abend das neue Mortal Kombat in der Xbox rotieren lassen, doch nach ersten Internet Berichten vergeht mir schon wieder die Vorfreude. Nicht das das Spiel schlecht ist, nein der Online-Pass ist mal wieder Stein des Anstoßes! Generell finde ich es eine Unverschämtheit für den Multiplayer noch mal Geld zu verlangen (ja ja, betrifft ja „nur“ die die sich ein Spiel gebraucht kaufen!), aber scheinbar hat es die Spieleindustrie geschafft den Online-Pass mittlerweile zu etablieren. Ok, muss man sich als Gamer wohl oder übel mit abfinden. Nun geht es aber los das einem die Zensurpolitik von Microsoft einen Strich durch die Rechnung macht. Da z.B. Mortal Kombat nicht offiziell in Deutschland erscheint ist es angeblich nicht möglich den Online-Pass oder die Bonus-Outfits mit seinem normalen deutschen Account herunter zu laden. Bleibt einem also nichts anderes übrig als sich einen gefakten Auslands-Account anzulegen. Unter Umständen ist damit der Casual-User schon mit überfordert, richtig haarig wird es aber wenn die scheiß IP-Sperre von Microsoft eingeschaltet wird. Dann kommt man nicht darum herum diverse Umstellungen an seiner Internetleitung vorzunehmen (VPN) die selbst mich als halbwegs versierten Gamer und PC-User überfordern. Laut  diversen Foren greift auf die Bonus-Outfits mittlerweile wohl schon die IP-Sperre, immerhin ist der Online-Pass noch aktivierbar. Damit geht Big M definitiv mit seiner Zensur-Politik einen riesen Schritt zu weit. Ich kann nicht an der Gears of War 3 Beta teilnehmen oder mir Duke Nukem 3D aus dem Arcade Store runterladen?! Scheiße, das nervt, aber damit kann ich mich arrangieren. Wenn ich jetzt aber meine zum Vollpreis gekauften Spiele nicht mehr voll und ganz nutzen kann kommt mir langsam das kalte kotzen! Microsoft muss dringend seine Art und Weise überdenken wie sie mit deutschen Gamern umgehen. Jugendschutz muss sein, aber Volljährigen Spielern Content vorzuenthalten kann ja wohl nicht angehen. Warum nicht einfach einer Alterscheck ins Dashboard mit einbinden. Kann doch eigentlich nicht so schwer sein, oder?!

Na ja, vielleicht rege ich mich auch mal wieder umsonst auf und das Internet hat Scheiße erzählt (kommt ja sonst nie vor…). Ich sehe mich heute Abend schon vor der Xbox sitzen und alles läuft mit meinem regulären deutschen Account. Schön wäre es ja…

Der Wochenrückblick… Stumpfsinn und cineastische Momente im All!

In Sachen Zocken war meine letzte Woche stark vom Thema Weltraum beeinflusst. Da war auf der einen Seite das herrlich stumpfe Bulletstorm, das endlich mal wieder puren Fun in das sonst so ernste FPS-Genre gebracht hat. Die (auf Englisch) genial übertriebenen Sprüche der Hauptcharaktere lockern das brutale comichafte Spielgeschehen immer wieder auf. Aber auch ansonsten kann sch Bulletstorm verdammt noch mal sehen lassen. Schnelle Aktion, geniale Grafik und massig Abwechslung laden mich immer wieder auf ein schnelles Ründchen ein. Ich bin mittlerweile irgendwo in Kapitel 4 angelangt, auf Very Hard spiet sich das ganze angenehm knackig ohne all zu oft zu frustrieren.

Das zweite Game in dem ich z.Zt. regelmäßig im All herum cruise ist Mass Effect 2! Lange habe ich mich gegen das Spiel gesträubt da mir diese ganze Si-Fi Atmosphäre in einem RPG so gar nicht zu gesagt hatte. Nachdem Amazon MS2 aber für mickrige 20€ raußgehauen hatte konnte ich nicht wiederstehen. Und was soll ich sagen, selten wurde ich von einem Spiel so geflasht. Das ganze ist nahezu Kinoreif insziniert und immer wieder ertappe ich mich nur schnell noch eine Mission anspielen zu wollen und dann doch noch 2 Stunden vor der Glotze zu hängen. Gerade stelle ich noch meine Crew zusammen, bin aber schon gespannt ob es so furios endet wie ich mir das vorstelle. Zusätzlich grinsen mich ja auch noch diverse DLCs auf dem Marktplatz an, wobei ich generell aber eigentlich keinen Bock habe für so etwas noch mal Geld ausgeben zu müssen. Aber die Mass Effect DLCs sollen laut der Community ja sooooo gut sein…

Auf dem Handheld-Sektor ist gerade eher Funkstille angesagt. Ab und an hole ich mal meinen 3DS rauß um in Ghost Recon den bösen Russen in den Arsch zu treten, Pilot Wings hatte ich jetzt aber schon seit längere Zeit nicht mehr im Gerät. Ein Fall für Ebay!? Ansonsten hat mich Dragon Quest 9 mal wieder gepackt, in dem ich fleissig mein Gruppe hochlevel und auch schon die ein oder andere Fygge wieder einsacken konnte (allerdings immer nur in der Mittagspause).

 Morgen wird wohl das neue Mortal Kombat bei mir eintreffen. Obwohl ich ja eigentlich nicht so der Beat em’ Up Fan bin freue ich mich schon tierisch auf die Splatter Granate. Gore sells!

Frozen

Ein spaßiger Ausflug auf die Piste, entwickelt sich für drei Studenten zum Alptraum ihres Lebens, als sie vor der letzten Abfahrt im Skilift stecken bleiben Als die Pistenpatrouille die Nachtbeleuchtung abschaltet, erkennen Dan, Joe und Parker mit zunehmender Panik, dass man sie im Skilift weit über dem Erdboden hängend vergessen hat. Ohne Aussicht auf Rettung ist das Trio fest entschlossen, verzweifelte Maßnahmen zu ergreifen, um dem eisigen Tod zu entkommen. Doch bald müssen die Drei feststellen, dass sie weitaus mehr zu fürchten haben als nur den eisigen Tod. Im Kampf ums Überleben müssen sie sich fortan der Frage stellen, ob ihr Überlebenswille stark genug ist, um einem grausamen Tod zu entkommen…

 Tja, also 3 Leute die in einem Skilift  stecken bleiben und dann bei Eiseskälte vergessen werden. Viel mehr gibt es zu Frozen eigentlich nicht zu sagen und trotzdem hat er es geschafft mich zu fesseln wie kein anderer Genre-Film seit langem. Der Überlebenskampf ist der drei ist einfach ungemein spannend insziniert, was vor allem daran liegt das einem die Personen wirklich ans Herz wachsen. Endlich mal keinen nervigen Arschloch-Teens dessen Ableben gar nicht schnell genug kommen kann! Natürlich verhalten sie sich in manchen Situationen nicht gerade clever, was aber fast schon Genre bedingt wohl zum Standart gehört. Dazu wird teilweise mit ein wenig unrealistischen Gegebenheiten gespielt, die dafür aber für Spannung sorgen. Sogar den ein oder anderen Gore-Effekt gibt es zu bestaunen, die auf Grund ihrer geringen Anzahl dafür umso schmerzhafter herüber kommen. Abgerundet wird Frozen durch einen wirklich schönen Score, der jede Szene nahezu perfekt untermalt. Adam Green hat mit seinem Skilift-Thriller eindrucksvoll bewiesen, das er mehr drauf hat als witziges gesplatter a lá Hatchet!

 Punkte: 8 von 10

The Horribly Slow Murderer with the Extremely Inefficient Weapon

Auf dem FantasyFilmFestival letztes Jahr war dieser Kurzfilm eines der absoluten Festival-Highlights! Kein Wunder, Idee und Umsetzung sind auch einfach zu witzig! Das ist das schöne an Kurzfilmen, das man darin auch solche verrückten Ideen verbraten kann. Leider gibt es viel zu wenig DVD-Sammlungen die sich Kurzfilmen annehmen. So bleibt wohl nur Youtube oder ab und an bei diesem Blog vorbei zu surfen 😉

Dream Home

Eigenes Wohneigentum zu haben ist der Traum vieler Menschen. Gerade in einer urbanen Metropole wie Hongkong verspricht eine eigene Wohnung, ein Ort des Friedens und der Ruhe zu sein. Diesen Wunsch hegt auch die umtriebige Cheng Li-sheung, die sich nach langen finanziellen Entbehrungen endlich eine eigene Wohnung kaufen möchte. Eine unbeschwerte Zukunft scheint zum Greifen nahe. Als jedoch der Verkaufsdeal platzt, schwindet der Traum von Cheng Li-sheung und sie sieht nur noch eine Möglichkeit, um sich eine Zukunft in ihrer Traumwohnung zu sichern. Alle potenziellen Hindernisse müssen aus dem Weg geräumt werden und sei es unter Anwendung brutalster Gewalt.

Dream Home hatte ja schon im Vorfeld große Wellen in der Internet Gemeinde geschlagen, vom legitimen Nachfolger der großen CATIII Streifen war da sogar die Rede. Obwohl ich nicht unbedingt der größte Fan des Asiatischen Extrem-Horror bin muss ich doch sagen das Dream Home mir gut gefallen hat. Größte Überraschung ist das der Film nicht das Stumpfe Gemetzel war das ich im Vorfeld erwartet hatte. Eigentlich splittet sich der Streifen ein zwei Hälften auf! Einerseits ein Drama das in Rückblenden erzählt wird und die Obsession der Hauptdarstellerin erklärt, warum sie unbedingt diese spezielle Eigentumswohnung besitzen will. Und Anderseits ist da die Gegenwart, in der sich die zierliche Frau mit extremer Brutalität durch die Wohnungen schlachtet. Die Gewaltdarstellung ist dabei wirklich derbe geraten und hält immer voll drauf, ohne dabei jedoch in aufgesetzte Foltergefilden abzudriften. Das ist schon mal sehr löblich das man nicht auf den derzeit so beliebten TorturePorn-Zug aufgesprungen ist. Die Ermordung einer Hochschwangeren Frau war mir dabei schon fast ein wenig zu viel des guten, aber so sind die Asiaten nun mal. Das die Story dabei nicht wirklich spannend ist kann der geneigte Genre-Fan dabei wohl gerne verzeihen. Was mich allerdings ein wenig störte, waren die Ab und An ein wenig konfusen Rückblenden, die manchmal eher verwirrten als die Geschichte weiter zu bringen. Die deutsche DVD sollte man mal wieder im Regal stehen lassen da derbe geschnitten. Außerdem verspricht das martialische Cover einen stumpfen Slasher, der Dream Home definitiv nicht ist.

 Punkte: 7 von 10

Sucker Punch

Ich mag die Filme von Zack Snyder, wirklich! Angefangen beim rasanten Dawn of the Dead Remake bis hin zu seinen beiden Comic Verfilmungen 300 und Watchmen wurde ich immer hirnlos aber bestens unterhalten! Der Trailer zu Sucker Punch versprach all das was die Filme des Regisseurs bis jetzt ausmachten: Wuchtige Aktion, monumentale Bilder vor CGI-Hintergründen und massig Zeitlupensequenzen! Sucker Punch beinhaltet auch all jenes, doch man wird das Gefühl nicht los das irgendetwas fehlt. Style over Substance, nur eben ganz ohne Substance! Die Story ist einfach nur wirr und an den Haaren herbei gezogen. Unsere Hauptdarstellerin Babydoll (übrigens tragen alle Charaktere solche bescheuerten Namen) wird von Ihrem Stiefvater in ein Sanatorium eingeliefert damit er an das Erbe der verstorbenen Mutter kommt. Da Daddy ja nicht doof ist besticht er einen der Pfleger um eine Lobotomie vornehmen zu lassen. 5 Tage hat Babydoll nun noch Zeit um Ihrem Schicksal zu entrinnen. Sie flüchtet sich in eine Fantasiewelt, in der das Sanatorium ein Bordell ist und in dem sie 5 Gegenstände für Ihre Flucht sammeln muss. Während Sie die Wärter und Bösewichte durch ihren scheinbar Hypnotischen Tanz ablenkt, versuchen ihre neuen Freundinnen die Gegenstände zu stibitzen. Die Tanzeinlagen bekommt man dabei nie zu sehen, stattdessen wechselt Sucher Punch hier in die Aktion-Szenen, in denen die Girls gegen Nazi-Soldaten, Roboter und Orks antreten. Wenn die Mädels z.B. ein Feuerzeug stehlen wollen, kämpf man stellvertretend gegen einen feuerspuckenden Drachen usw. Diese Aktion-Sequenzen sind wirklich toll insziniert und leider das einzigst sehenswerte an Sucker Punch! Wenn die Mädels in Zeitlupe ganze Legionen von Gegnern plätten sitzt man ab und an schon mit offenem Mund im Kinosessel. Den Rest des Films kann man dafür leider vergessen! Die erste Traumebene ist meiner Meinung vollkommen unnötig und wohl nur dafür da die Mädchen andauernd in sexy knappen Fummeln durchs Bild rennen zu lassen. Das ist generell so eine Sache die mich bei Sucker Punch gestört hat, selbst in den Kampfsequenzen wird verdammt viel Haut gezeigt, was manchmal irgendwie arg sexistisch wirkte! Dazu kommt das gar nicht so recht nachzuvollziehen ist, wie die ganze Planerei und Klauerei denn überhaupt in der realen Welt von statten gegangen sein soll. Das ganze gipfelt dann in einem total bescheuertem Ende, das ich mir auch im Nachhinein nicht so recht erklären kann. Mit Emely Browning als Babydoll wurde leider eine recht blasse Hauptdarstellerin gecastet die mit ihrem andauernd leidenen Blick eher nervt als Sympathien erweckt. Spannend hingegen ist zu Raten welches Videospiel Synder in den letzten Wochen gespielt hat! Die Kriegssequenz erinnert z.B. extrem an Killzone, das Mittelalter-Setting an Dragon Age und das Zukunftszenario an Final Fantasy 13.

Alles in allem ist Sucker Punch ein leider nur durchschnittlicher Film geworden, der zwar massig Eye Candy zu bieten hat, aber sogar mich der auch gar nicht so viel mehr erwartet hat unbefriedigt zurück lässt.

Punkte: 5 von 10