Archiv für den Monat Januar 2011

Erste Filme für die FFF-Nights bestätigt!

Die FFF-Nights dienen dem geneigten Filmfan das lange Jahr bis zum nächsten „großen“ FantasyFilmFest irgendwie zu überbrücken und sich auch zwischendurch mit großartiger Genrekost in netter Atmosphäre zu versorgen. Nun wurden endlich auf www.fantasyfilmfest.com die ersten Filme für das im Mai stattfindene Mini-Festival bekannt geben:

Burke&Hare

Mother’s Day

The Hole 3D

Inoffiziell wurden auch schon die Revenge-Reißer I saw the Devil und I Spit On Your Grave bestätigt! Besonders auf ersteren freue ich mich schon tierisch da hier wohl wieder was richtiges nettes aus Asien geboten wird! Die Trailer der 3 o.g. Filme haben mich allerdings nicht gerade vom Hocker gehauen. Sehr schade aber abzusehen ist das Hannover leider bei den Festivalstädten wieder raußgeflogen ist! Tja, dann muss ich wohl oder übel wieder 300 Km Anfahrt auf mich nehme.

Hier noch die entsprechenden Termine:

Berlin: 19+20.03

Hamburg: 19+20.03

Frankfurt: 25+26.03

Köln: 26+27.03

Nürnberg: 26+27.03

München: 02+03.04

Stuttgart: 02+03.04

Trollhunter Trailer

In der neuen Virus gabs zu Trollhunter ein nettes Teaserplakat, darüber bin ich überhaupt erst auf den Film aufmerksam geworden. Ich stehe ja total auf diese Fake-Dokus a lá [REC], Cloverfield und Co. Aber Trollhunter sieht wirklich richtig genial aus! Die Trolle wirken zwar teilweise ein wenig billig, aber im Großen und Ganzen hat der Trailer mir echt tierisch Lust auf den Film gemacht. Eine Kinoauswertung werden wir hier wohl vergessen dürfen, aber ich glaube das wäre ein guter Kandidat für das FantasyFilmFestival im Sommer!

Zuletzt gesehen… The Sniper

Wie so viele seiner AsiatischenKollegen strotzt auch The Sniper nur so vor Pathos, Ehr-Gelaber und dem Hang der Charaktere der Beste und Einzige zu sein. Na ja, das übliche halt. Doch im Großen und Ganzen ist The Sniper ein recht spannender Aktion-Thriller, den man ohne viel Nachdenken so weg schauen kann. Die ganz großen Highlights und Bombastmomente bleiben zwar aus, dafür kommt aber auch keine Langeweile auf. Auch das Thema Scharfschützen empfand ich als relativ frisch und sorgte für einige coole Szenen. Leider war der Showdown dann doch relativ unspektakulär, da hätte die Thematik doch einiges mehr hergegeben. So bleibt es doch bei einem relativ konventionellen Shootout in einer Lagerhalle. *GÄHN*

Punkte: 7 von 10

Splatterhouse

Splatterhouse hat unzählige Macken: Ein nervige Kamera die immer wieder neu justiert werden muss und immer gerade das anzeigt was unwichtig ist, frustige Jump’n’Run Einlagen mit schwammiger Steuerung, nervige Levels mit Zeitvorgabe, elendig lange Ladezeiten und in den letzten Levels immer länger werdende Arena-Kämpfe gegen riesige Monsterhorden.

Für den normalen Spieler sind das wahrscheinlich KO-Kriterien um das Spiel nach 1-2 Stunden in die Ecke zu pfeffern. Wenn man aber ein bisschen was für Horror-Filme übrig hat sieht man gerne über die oben genannten Mängel hin weg. Splatterhouse vereint die Essenz der guten alten 80er Jahre Splatterstreifen in sich, garniert das mit einer trashigen Story, netten Rendersequenzen und Galonen von Blut. Jep, der Name ist hier Programm, selten hat ein Spiel solch ein Massaker auf den Bildschirm gezaubert! Da werden Arme und Köpfe ausgerissen, nur um mit den abgetrennten Gliedmaßen den nächsten Gegner zu verprügeln, Knochen splittern und Organe werden Anal aus dem Körper entfernt. Der gute Geschmack bleibt oftmals auf der Strecke, mir gefällt das! Dabei wirkt das ganze jederzeit comichaft überzogen, halt wie Tanz der Teufel, Re-Animator und Co. damals im Fernsehen! Der Soundtrack besteht größtenteils aus verschiedenen Heavy Metal Tracks, dir mir nicht ganz so gut gefallen haben. Nur in den 2D-Jump’n’Run Einlagen wird man 16 Bit-Gedudel verwöhnt die viel atmosphärischer ist. Und wo wir gerade bei Atmosphäre sind, die Levels bieten viel Abwechslung, vom verlassenen Herrenhaus über einen verkommenen Freizeitpark bis hin zum apokalyptischen New York! Very Nice! Wenn dann noch die Maske mit fetzigen Sprüchen im besten The Darkness-Style unsere böse Seite herauß kitzelt fühlt man sich im 7 Splatter-Himmel. Was für GTA Tauben und für Assassins Creed die Fahnen sind, sind in Splatterhouse Bildteile unserer entführten Freundin Jenny. Zusammengesetzt zeigen diesen teilweise laszive Nacktbildchen, die zwar ein wenig aufgesetzt wirken, aber mehr motivieren als irgendwelche ollen Fähnchen 😉 Zu guter Letzt gibt es als Zusatz noch die 3 Originalteile und 8 Kampfarenen in denen man sich messen kann.

Alles in allem ist Splatterhouse ein Spiel das man wohl nur hassen oder lieben kann. Ich für meinen Teil werde es wohl noch öfter in die Konsole schmeißen!

3DS – Gekauft!

Was soll’s, gestern wurde der 3DS bei Amazon gelistet und ich habe direkt zugeschlagen. Der Preis von 250€ ist zwar relativ happig für einen Handheld, war aber abzusehen. Trotzdem wird mir irgendwie ganz anders wenn ich mir überlege das ich für die Kohle auch schon eine neue Xbox360 oder PS3 bekommen würde! Leider blieb uns Nintendo noch den richtigen Knaller-Launch Titel schuldig, so richtig weiß ich noch nicht was ich mir zum start holen soll. Wenn ich da an den DS-Release mit dem Mario 64 Remake zurück denke ist das schon schwach.

Jetzt muss ich nur noch irgendwie die restlichen 2 Monate bis zum 25.03 totschlagen…

3DS – Ich freu mich drauf!

Tausende Zocker haben wohl der Pressekonferenz am 19.01 entgegen gefiebert in der Nintendo Details zum Europa Release des 3DS bekannt geben wollte. Gestern war es dann endlich so weit, doch leider war die Veranstaltung eher peinlich als alles andere. Die Redner wirkten steif und übertrumpften sich gegenseitig mit unlustigen Scherzen! Richtig neue Infos gab es auch nicht und die fixen Launch-Titel blieb Nintendo uns auch schuldig. Klar, die gezeigten Gameplay-Videos zu den diversen Titeln sahen echt spitze aus, allerdings scheint der Remakeanteil alter N64 Spiele verhältnismäßig hoch! Egal, Ocarina of Time endlich in 3D Spielen zu können kann ich kaum erwarten! Ob ich Street Pass nutzen werde wage ich allerdings zu bezweifeln. Warum sollte ich auch dauernd meinen 3DS mit mir herum schleppen, aus dem Alter bin ich rauß! Aber für Schüler die sich auf dem Schulhof zu Hunderten mit Ihren Konsolen zusammenrotten wird das bestimmt eine Offenbarung sein 😉 Warum Big N nicht den Preis für den 3DS bekannt gab ist mir immer noch ein Rätsel! „Das liegt in der Hand der Händler!“, hieß es nur! Quatsch, in Amerika und Japan konnte man doch auch Infos dazu geben. Ich tippe mal auf 250€ (da liegt dann übrigens auch meine Schmerzgrenze!). Immerhin wurde mit dem 25.03 der Release Termin bekannt gegeben, sogar noch ganze 2 Tage vor dem USA Start!

Trotz alle dem freue ich mich tierisch auf den 3DS! Nintendo hat es mal wieder geschafft frischen Wind in die Gaming-Szene zu bringen. Neben den großen eigenen Franchises (Zelda, Mario & Co.) setze ich ganz besonders große Hoffnungen auf das überarbeitete Download Portal! Kleine Entwickler werden mit der neuen Technik bestimmt großartige Indi-Games erschaffen die zum kleinen Preis runtergeladen werden können.

Der 25.03 ist jedenfalls ganz dick in meinem Terminplaner angestrichen!

Rampage

Globale Erwärmung, Welthunger, Überbevölkerung und maßloser Konsum: Bill Williamson hat die Schnauze voll. Er ist genervt von seinem aussichtslosen Job, seinen unerträglichen Mitmenschen und der Welt im Allgemeinen. Doch er hat einen unglaublichen Plan, der ein besonders blutiges Zeichen setzen und ihm ein besseres Leben liefern soll. Mit einer selbst konstruierten Kevlar-Rüstung und bis an die Zähne bewaffnet, startet er eine Tötungsorgie und nimmt scheinbar grundlos eine gesamte Kleinstadt auseinander…

Ok, Uwe Boll hat bis jetzt keine wirklichen Hits abgeliefert, aber man muss zugeben das seine Filme doch immer einen gewissen trashigen Unterhaltungswert geboten haben (Seed hat mich sogar richtig geschockt!). Mit Rampage liefert Boll nun wohl sein bis dato bestes Werk ab! Die Thematik des Amokläufers bietet an sich viele Gelegenheiten den Film mit Klischees voll zu packen, doch Boll schafft es tatsächlich das Thema halbwegs frisch zu behandeln und es dabei sogar ernst zu nehmen. Am Ende gelingt es ihm sogar Rampage in eine komplett andere Richtung zu lenken und den Zuschauer zu überraschen! Großes Lob geht hier auch an den die Schauspieler die durch weg glaubhaft und realistisch agieren! Wenn das Massaker dann nach knapp 40 Minuten beginnt ist es natürlich derbe mit welcher Gleichgültigkeit die Menschen hier über den Haufen geschossen werden (Boll schafft es sogar hier noch ein wenig Gesellschaftskritik unterzubringen), so richtig schockiert war ich aber nicht. Dafür war der Amokläufer irgendwie zu cool und wer von uns hat sich nicht schon mal gewünscht mit seinen ganzen nervigen Mitmenschen endlich mal abzurechnen. Alles in allem ist Rampage also ein wirklich guter Film geworden, der bei uns leider nur geschnitten Veröffentlicht wurde. Deswegen greift am besten zur NL-BR die sogar deutschen Ton mit dabei hat.

Punkte: 7 von 10

Brotherhood – Bis dass der Tod uns scheidet

Bizarre Aufnahme-Rituale sind zwar typisch für College-Verbindungen, aber dass es ein Raubüberfall auf eine Tankstelle sein würde, hatten Adam und die anderen Neulinge nicht erwartet. Plötzlich läuft diese Mutprobe völlig aus dem Ruder, Schüsse fallen und Adams Kumpel Kevin wird schwer verletzt. Was tun, wenn man weder eine Ambulanz noch die Polizei rufen will? Die Jung-Akademiker wollen schließlich nicht im Knast landen! Aber eine saubere Lösung gibt es nicht und mit jedem panischen Schritt, den die College-Brüder tun, reiten sie sich tiefer rein. Die Partynacht, mit der die neuen Mitglieder gefeiert werden sollten, wird nicht nur für Adam und Kevin zum puren Alptraum …

Ich hätte es mir ja denken können, ein Film über Burschenschaften muss ja eigentlich schlecht sein. Das so ein Desaster dabei heraus kommt konnte ich aber nicht ahnen. In den ersten 20 Minuten denkt man sich noch „Hä, wie doof ist das denn?!“, die Story und Charaktere sind so schrecklich blöde das man nur mit dem Kopf schütteln kann. In den nächsten 20 Minuten kamen mir dann Gedanken wie „Hey, das ganze ist so bescheuert, das haben die Macher nicht ernst gemeint, das ist bestimmt alles absichtlich witzig!“. Den Rest des Films sitzt man dann aber wieder kopfschüttelnd vor der Glotze und wundert sich mit welcher Naivität doch immer noch Filme gemacht werden können. An sich ist die Idee ja gar nicht mal so schlecht, einfach alles schief laufen zu lassen was schief laufen kann. Wenn die Charaktere sich aber nichtmal ansatzweise realistisch verhalten und einfach ein bekloppte Entscheidung nach der anderen treffen wirkt das einfach nur aufgesetzt. Die Schauspieler schreien sich fast die gesamte Laufzeit über hysterisch an, was mir schon nach 10 Minuten tierisch auf die Nerven ging. Die Krone setzt dem ganzen dann noch das unspektakuläre Ende und die schreckliche deutsche Synchro auf! Finger weg von diesem Schrott, meine BluRay wird die nächsten Tag dann auch auf Ebay wandern, so etwas will ich nicht in meiner Sammlung haben.

Punkte: 3 von 10

Mach’s gut Jack! Ein Lobgesang auf 24

Nun ist es also vorbei, die letzte Folge der letzten Staffel 24 ist gestern Nacht über meinen Bildschirm geflimmert! Was hat mich diese Serie beeindruckt! 24 hat es geschafft biedere TV Unterhaltung hinter sich zu lassen und mit den ganz großen Hollywood Filmen gleichzuziehen. Nie zuvor sah man in einer Serie solch eine Dramatik, Aktion, Spannung oder Drastik! Und das soll nun alles vorbei sein?! Hoffentlich nicht, denn 24 hat das Medium Serie revolutioniert, ohne Jack Bauer wären neue Formate wie Dexter und Co. wohl gar nicht möglich gewesen. Trotzdem wird es wohl noch einige Zeit dauern bis es etwas Vergleichbares geben wird. Das Echtzeitspektakel war in seiner Art einfach Einzigartig und schenkte mir viele unvergessene Momente, wie z.B. das Ende von Staffel 1, die Atombombe in Staffel 6 oder die Exikution des damaligen CTU-Leiters auf drängen der Terroristen. Das tolle im 24 Universum war einfach das man sich keiner Figur sicher sein konnte (ok, bis auf Jack natürlich), jeder könnte sich jederzeit als Verräter entpuppen oder einen schnellen Tod sterben. Die Cliffhänger am Ende ließen mich ich noch eine Folge starten, so dass ich mich oftmals erschreckte als ich auf die Uhr schaute und feststellte das es schon wieder 2 Uhr nachts war. Gut das ich immer auf die DVD Veröffentlichung gewartet hatte, eine Woche Pause zwischen den einzelnen Teilen hätte ich auch nicht ausgehalten. Dabei müsste mir 24 an sich eigentlich total zu Wieder sein, mit seinem Pathos, Hurra-Patriotismus und der Billigung von Folter! Na ja, für Jack Bauer habe ich mit meiner eigentlich recht linken Einstellung gerne mal eine Auge zugedrückt. Auch über die teilweise extrem überzogenen Vorkommnisse und Jacks fast gottgleichen Konstitution wollen wir hier nicht weiter reden… Leider endet Serie mit der doch recht lahmen und unspektakulären 8 Staffel ein wenig undankbar und kitschig! Hier hätte ich mir noch mal einen richtigen Knaller als Finale gewünscht, ein Bonbon für die Fans und vielleicht auch mal ein richtiges Ende für Jack. So bleibt wenigstens die Hoffnung dass es doch irgendwann noch einmal weiter gehen wird und 24 gebührend zu Grabe getragen wird.

Was bleibt ist ein großes Loch in Sachen Serien-Unterhaltung! Werden zukünftig wieder nur noch richtige Spielfilme in meinen BluRay-Player rotieren?! Mit Dexter und Lie to Me gibt es zwar großartigen Ersatz die auf Ihre eigene Art auch allerfeinste Unterhaltung bieten (besonders Dexter ist absolut genial), leider verspüre ich hier aber nicht diesen Sog den 24 ausgemacht hat. Leider ist der Wiedersehwert von Bauers Abenteuern auch nicht sonderlich groß da die Serie einfach von den zahlreichen Wendungen gelebt hat.

R.I.P. 24! Ich hoffe man sieht sich noch mal wieder!