Archiv für den Monat Oktober 2014

#Horrorctober 2014: Wishmaster

Wishmaster ist irgendwie ein Film meiner Jugend, einer jener Streifen die ich auf einer kopierten VHS hatte und mir immer wieder angeschaut habe. Auch heute macht mir der Film immer noch Spaß, trotz des leicht nervigen 90er-Jahre Styles! Andrew Divoff als diabolischer Djinn hat sichtlich Freude an seiner Rolle und auch die zahlreichen Cameos diverser Horrorgrößen (Robert Englund, Kane Hodder, Tony Todd, Reggie Bannister) sind klasse. Absolutes Higlight sind aber immer noch die Effekte! Ok, von den 1-2 miesen CGI-FX auf PS1 Niveau mal abgesehen ist das hier gezeigte handgemacht, verdammt blutig und aller erste Sahne! Kein Wunder, saß doch Robert Kurtzmann, Mitglied der legendären KNB Group auf dem Regiestuhl. Wishmaster setzt sein einfaches Konzept kurzweilig und unterhaltsam um, kann sein das ich hier etwas zu sehr die Retrobrille auf habe aber der Film rockt eben.

Punkte: 7 von 10

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#Horrorctober 2014: Lifeforce

Whoooooot?! Warum hat mir niemand gesagt das Lifeforce so ein Knaller ist?! War ich am Anfang noch nicht ganz sicher ob ich das Ganze nun cheesy oder charmant finden soll entwickelt sich der Film mit laufender Spielzeit zum absoluten Genrehighlight. Die Jagd auf die Weltraumvampire ist extrem spannend und endet in einem aktionreichen Finale das einem unter anbetracht des Alters wirklich beeindruckt. Da kommt dann sogar richtiges Apokalypse-Feeling auf, dass die Charaktere dabei keine Sympathiepreise verdienen ist auch noch halbwegs verschmerzbar. Überhaupt schafft es Lifeforce auf ziemlich pfiffige Weise klassische Vampirmythologie und „moderne“ Science Fiction zu vermischen. Auf der IMDB mit 6,1 abgestraft gehört Lifeforce wohl nicht zu den großen Genreklassikern der 80er, für mich stellte er trotzdem eine mehr als lohnenswerte Neuentdeckung dar die bestimmt noch öfter im Player landen wird.

Punkte: 8 von 10

#Horrorctober 2014: The People Under The Stairs

Ein Film von Wes Craven der mir bis jetzt entgangen ist… Zu Recht, handelt sich bei The People Under The Stairs zwar nicht um einen komplett Reinfall, aber nicht mal das Mittelmaß wird erreicht. Handwerklich recht gut umgesetzt fehlt es dem Film einfach an Spannung, Gore oder Witz! Die Grundidee mit dem von Fallen gespickten Haus ist zwar ganz nett nur wird nicht wirklich etwas darauf gemacht. Zusätzlich sind sämtliche Charaktere schlimmste 90er Klischees mit Klamotten und Frisuren direkt aus der Hölle. Kann man drauf verzichten.

#Horrorctober 2014: Willow Creek

Jim und Kelly sind auf den Weg in die Wälder um Willow Creek um dort eine Dokumentation über den legendären Bigfoot zu drehen. Genau in diesen Wäldern sind vor vielen Jahren die vermeintlich echten Aufnahmen der Kreatur entstanden über die bis heute diskutiert wird. Die Warnungen der hiesigen Bewohner in den Wind schlagend begeben sie sich mit Ihrer Camping-Ausrüstung tief in die unberührte Natur. Doch schon in der ersten Nacht scheint etwas das Zelt zu umkreisen. Ob Bär, Bigfoot oder der typische Redneck-Hinterwäldler werden Jim und Kelly schneller heraußfinden als ihnen lieb ist.

Willow Creek
ist wohl ein FoundFootage-Vertreter in seiner reinsten Form. Viele Zuschauer werden nicht viel damit anfangen können und den Film als gähnend langweilig abstempeln. Und irgendwie könnte ich das auch nachvollziehen, passiert doch nicht wirklich all zu viel. Es dauert geschlagene 30 Minuten bis das Pärchen endlich mal im Wald ankommt, davor gibt es nur Interviews mit potentiellen Bigfoot-Gläubigern und die ein oder andere Probeaufnahme für die Dokumentation zu sehen. Nicht wirklich mitreißend, aber immerhin sind Jim und Kelly halbwegs sympathisch dargestellt so dass sie einem wenigstens nicht auf die Nerven gehen. Anschließend gibt es viel herumgerenne in den tiefen Wäldern, wobei die Landschaft wirklich toll ist.

Erst in den letzten 20 Minuten spitzt sich die Lage der beiden Hobbyfilmer immer mehr zu und es kommt dann auch richtig Gruselstimmung auf. Für mich jedenfalls, wer Blair Witch Project und Paranormal Activity schon lahm fand wird von Willow Creek wohl ähnlich enttäuscht werden denn viel zu sehen gibt es nicht. Seltsame Geräusche, Steine die ans Zelt geworfen werden und rascheln im Gebüsch… Das war es im Großen und Ganzen. Ich kann mich aber immer recht gut auf solche FoundFootage-Filme einlassen und fiebere dementsprechend mit. Das Ganze endet dann in einem ziemlich kuriosen Finale das leider die ein oder andere Frage offen lässt und uns zu schmissiger Rockmusik in den Abspann schickt.

Also, wer mit dem Genre etwas anfangen kann sollte ruhig mal einen Blick riskieren, wobei Willow Creek über weite Strecken ein wenig zu konventionell daherkommt. Von Bobcat Goldthwait (God Bless America) hätte ich etwas mehr erwartet.

Punkte: 6 von 10

#Horrorctober 2014: The ABCs of Death 2

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Wieder nehmen sich 26 Regisseure jeweils einen Buchstaben des Alphabets vor und interpretieren diesen im Zusammenhang mit den Thema Tod. Bis auf ein festgelegtes Budget und eine Maximallaufzeit haben sie dabei komplette kreative Freiheit, wovon sie leider nicht wirklich Gebrauch machen.

Oh man… Was soll ich sagen, The ABCs of Death 2 hat mich gerade richtig getroffen! Was für eine Enttäuschung! OK, die Erwartungen waren extrem hoch, der Vorgänger hat mir verdammt gut gefallen, aber das so etwas dabei herum kommt hätte ich nicht gedacht. The ABCs of Death 2 ist eine Sammlung kurzer Episoden von denen 60% Mittelmaß sind, 30% sogar richtig mies und gerade mal 10% (wenn überhaupt) gut oder wenigstens im Kopf bleiben. War Teil 1 noch ein Sammelsurium voller Wahnsinn, Spaß, Schrecken und verrückter Ideen scheint den Machern sämtliche Kreativität abhanden gekommen zu sein. Keine Ahnung, wahrscheinlich waren alle Regisseure „mit Pfiff“ einfach schon bei ABC 1 beteiligt und nun wurde die B-Ware hinterher geschoben. Schade schade schade! Was war das ein Spaß mitzuraten wofür der Buchstabe denn nun steht, im Nachfolger geht man immer den offensichtlichsten Weg. Ein Dachs zerfleischt eine Filmcrew -> „B is for Badger“, eine Oma zerfleischt Ihre auf einem Xylophon spielende Enkelin und klimpert anschließend auf Ihren Rippen rum -> „X is for Xylophon“. Gähn.

Ganz selten schimmert mal ein wenig Witz oder Ideenreichtum durch den Einheitsbrei. Ein Beitrag zeigt uns zum Beispiel das Geschehen per Splitscreen aus 3 verschiedenen Blickrichtungen. Auch wenn die Auflösung am Ende mal wieder recht lahm ist punktet der Film durch seine nette Machart. Genauso wie der Abschluss „Z“, der einige großartige FX bietet bei denen man sich fragt wie diese für das kleine Budget verwirklicht wurden. Meine Lieblinge mit weitem Abstand sind „M“ und „W“! In „W“ werden 2 Kids in das Universum ihrer lieblings Aktionfiguren-Serie gezogen. Das Ganze ist aufgemacht wie ein Hasbro-Werbevideo aus den 80ern und herrlich detailliert. „M“ ist der ausgeschriebene Wildcartgewinner dieses Teils und punktet durch seinen witzigen Stil und der knackigen Auflösung.

The ABCs of Death 2 ist leider ein lauwarmer und uninspirierter Aufguss eines an sich tollen Konzepts geworden. Ich kann nur davon abraten.

Punkte: 3 von 10

#Horrorctober 2014: Static

Nein, wirklich innovativ ist Static eher nicht, im Endeffekt handelt es sich auch hier nur um einen mehr oder weniger handelsüblichen HomeInvasion Film. Die „Opfer“ folgen den typischen Verhaltensmustern wie verstecken, flüchten, zurückschlagen usw… Trotzdem ist Static weitaus spannender als ähnlich geartete Filme! Von Anfang an fiebert und rätselt man mit was denn nun hinter den vermummten Angreifern steckt und über die angenehm kurze Laufzeit von 80 Minuten wird man immer wieder mit Informationshäppchen gefüttert. Das die Auflösung wohl nicht jedem schmecken wird ist verschmerzbar, hier ist eher der Weg das Ziel. Gorehounds werden bei Static übrigens nicht wirklich bedient, blutig wird es hier so gut wie nie. Das hat der Film bei der dichten Atmosphäre aber auch gar nicht nötig. Die Schauspieler liefern eine solide Leistung ab, als kleines EyeCandy ist Schmollmund Sara Paxton dabei die es sich wohl langsam im Genre gemütlich gemacht hat. Nur Sarah Shahi fand ich als depressive Ex-Mutter etwas nervig, das war aber eher rollenbedingt. Also, wer mal wieder Bock auf einen spannenden Psychothiller / HomeInvasion-Flick hat sollte Static eine Chance geben (ist übrigens auch auf Netflix-DE verfügbar).

Punkte: 7 von 10

#Horrorctober 2014: Woodoo

Woodoo rotierte schon so einige male in meinem Player, doch bei dieser Sichtung hat es endlich „Klick“ gemacht! Bei dieser von Fulci runtergekurbelten Zombieschmonzette im Fahrwasser von Dawn of the Dead passt einfach alles: Eine wunderschöne Location, eine herrlich dichte Atmosphäre, richtig fiese FX und schön vergammelte Zombies. Das die Charaktere nicht gerade vor Tiefe strotzen ist da ziemlich Schnuppe wenn die Knallchargen sich verschwitzt und blutend durch das sonnige Ferienidyll kämpfen. Überhaupt sind die vielen Tagaufnahmen eine angenehme Abwechslung von der größtenteils bei Nacht spielenden Genre-Konkurrenz. Dazu gesellen sich extrem ikonische Momente wie die „Splitter trifft Auge“-Szene, die Endsequenz auf der Brooklyn-Bridge oder der Unterwasserkampf zwischen einem Hai und einem Zombie der bis heute wohl Einzigartig ist. Und langsam sind die Zombies… Also so richtig langsam! Hier kommt der Tod schlurfend und doch unaufhaltsam. Na ja ok, würden die Akteure sich nicht so selten dämlich anstellen wäre es wohl kein Problem den Untoten aus dem Weg zu gehen. Witzig auch das die einzigste Reaktion der Frauen auf eine Bedrohung erstarren, Augen und Mund aufreißen und auf männliche Hilfe warten ist. Ja ja, Ende der 70er waren die Rollen noch klar verteilt!

Kleiner Tip am Rande: Die BD-Vö von Arrow Films ist uneingeschränkt zu empfehlen: Super Bild, massig Extras und ein dickes Booklett zum kleine Preis.

Punkte: 8 von 10

#Horrorctober 2014: Millennium Bug

Oh man, der komplette Film wirkt über weite Strecken wirklich extrem billig. Angefangen bei den Kulissen die größtenteils aus Plastik zu bestehen scheinen, über die Schauspieler mit ihrem schrecklichen Overacting bis hin zu dem überflüssigen Wrong Turn Einschlag kommt das alles doch sehr dilletantisch rüber. Trotzdem macht Millennium Bug besonders in der 2 Hälfte irgendwie Spaß was an dem monströsem Riesenkäfer liegt der alles niedermäht. Das Vieh ist nett gemacht und vor allem echt, also kein CGI-Gekröse auf das der Film dankenswerterweise komplett verzichtet. Wenn das Riesenvieh durch den Wald stapft und ganze Häuser überrennt schlägt das Trashherz direkt höher. Kein Knaller, kein Kult und bestimmt bald schon wieder vergessen.

Punkte: 4 von 10