Archiv für den Monat September 2013

Sammler-Edition für V/H/S 2

VHS

Sorry, ich kann einfach nicht an mich halten und muss mal hier meine Vorfreude über die am 07.11 erscheinenden Collector’s Edition von V/H/S 2 kundtun (hier mein Review). Neben dem Mediabook mit DVD und BD gibt es ein Poster, eine VHS-Kassette, ein Limitierungszertifikat und das alles in einem Schuber in Lederoptik. Das Ganze ist auf 999 Stk limitiert und kostet wahrscheinlich 40-50€. Klar, braucht man nicht wirklich, aber irgendwie stehe ich auf diese SchnickSchnack-Editions 😉 Wer es kostengünstiger möchte greift einfach zum reinen Mediabook das wahrscheinlich „nur“ 30€ kosten wird (Limitiert auf 3000 Stk). Neben der XBox One also ein weiterer Grund sich auf den November zu freuen!

Dragon Wasps

Als Insektenforscherin Gina erfährt das ihr Vater irgendwo im Dschungel spurlos verschwunden ist lässt sie natürlich alles stehen und liegen und begibt sich auf die Suche. Begleitet von einer guten Freundin und einer Gruppe Soldaten dringt sie immer tiefer in den Regenwald ein. Doch nicht nur einheimische Drogengangs machen ihnen das Leben schwer, plötzlich wird die Gruppe von überdimensionalen feuerspuckenden Wespen attackiert. Knapp kann man dem Angriff entkommen, doch die Spur des verschwunden Vaters führ direkt ins Nest der Monster.

Bei dem Titel Dragon Wasps und dem dazugehörigen Cover schraubt man als Genre-Fan wohl ganz automatisch seine Erwartungen nach unten. Zwar gibt zwischen all dem CGI-Trash auch immer wieder kleine Highlights (Mega Piranha) die besonders in geselliger Runde richtig Spaß machen, meistens sind es aber nur schnell herunter gedrehte billig Filmchen. Dragon Wasps konnte mich dann aber recht positiv überraschen, ist er doch kurzweilig und angenehm selbstironisch. Die Monster-Wespen kommen ziemlich früh ins Spiel, die Charaktere sind doof aber halbwegs sympathisch und für kontinuierliche Aktion ist auch gesorgt. Sogar das Dschungel-Setting kommt halbwegs authentisch rüber und sieht nicht aus wie im Laubwald nebenan gedreht.

Die Monster kommen natürlich komplett aus dem Computer und sehen nicht wirklich gut aus, was aber ja teilweise den Charme dieser billig Trasher ausmacht. Zwar erinnern die Viecher immer noch an einen Gegner aus einem aktuellen XBox-Spiel, wirken aber immer noch besser als die meisten Kreationen aus den TheAsylum-Produktionen. Die Aktion ist an sich auch ganz gut gelungen, es gibt einige Explosionen, Schießereien und sogar 1-2 Blut-FX die nicht aus dem Rechner stammen. In Sachen Gore hält sich Dragon Wasps eher zurück und bietet erst zum Schluss etwas deftigere Ausschlüpf-Szenen. Typische FSK16-Kost halt. Die Nebenstory mit der verfeindeten Gang ist zwar an sich überflüssig, schraubt aber immerhin den Bodycount etwas in die Höhe.

Wie in solchen Produktionen üblich muss natürlich noch ein zugkräftiger Name mit auf dem Cover stehen, diese „Ehre“ wird hier Corin Nemec zu Teil den die meisten wohl noch aus der TV-Serie Parker Lewis kennen. Nemec spielt den Army-Leader mit einem gewissen Augenzwinkern was die Figur recht sympathisch wirken lässt. Das muss man übrigens auch den restlichen Schauspielern zugestehen, die zwar alle nie die C-Liga verlassen werden aber immerhin nicht all zu sehr nerven.

Dragon Wasps ist an sich natürlich kein wirklich guter Film, da er sich aber selbst nicht sonderlich ernst nimmt und nur 80 Minuten geht kommt keine Langeweile auf. Trash-affine Zuschauer die CGI-Murks nicht abgeneigt sind werden mit Dragon Wasps wohl einen der unterhaltsamsten Genre-Vertreter vorfinden der bestimmt bald auch im Abendprogramm von Tele5 zu sehen sein wird. Spätestens dann sollte man aber mal reinschauen. Mit ein paar Kumpels und vielleicht dem ein oder anderen Bier sind Lacher jedenfalls garantiert.

Punkte: 5 von 10

Vielen Dank an Sunfilm Entertainment für das freundliche Bereitstellen der Rezensions-DVD.

White House Down

White-House-Down-Poster-Wallpaper-HD

Johns großer Traum ist es eine Anstellung beim Secret Service zu bekommen. Zum Vorstellungsgespräch ins Weiße Haus nimmt er seine kleine Tochter mit um sie zu beeindrucken, doch leider verläuft das Interview nicht besonders gut. Als die beiden anschließend noch an einer Führung teilnehmen wird das Weiße Haus von vermeintlichen Terroristen gestürmt. John kann entkommen und den Präsidenten befreien, doch die Killer sind den beiden schon auf den Fersen.

Ich gebe es ja gerne zu, ab und an begebe ich mich ins Kino um mich vom stupiden Stumpfsinn der aktuellen Bay oder Emmerich Filme berieseln zu lassen. Schablonen-Charaktere, halb zerissene amerikanische Flaggen im Wind und Zeitlupen-Sequenzen… Ja, ab und an macht das einfach Spaß. Trotzdem gehe ich mit gedämpften Erwartungen ins Kino, doch selbst diese konnte White House Down noch unterbieten.

Wo soll ich anfangen… Das die Handlung total an den Haaren herbei gezogen ist ist klar oder, da erwartet man eh nicht all zu viel. Trotzdem ist es doch immer wieder verwunderlich wie eine gut ausgebildete Söldnertruppe das Elitepersonal des Weißen Hauses ohne Probleme ausschaltet, dann aber von einem Ex-Soldaten (der schon länger nicht mehr im Kampf war) ziemlich derbe auf die Fresse bekommt. Schwamm drüber, das hat McClane ja auch geschafft, bei den damaligen Aktionhelden kam das aber irgendwie natürlicher rüber. Auch das White House Down wirklich so gar keine Überraschungen bietet ist zu verschmerzen, schließlich punkten andere ähnlichen Produktionen ja auch nicht mit Innovation. Das man aber wirklich das komplette Aktionfilm 1×1 von vorne bis hinten aufsagen muss ist dann doch etwas ärgerlich. Hier ist wirklich alles dabei, von der zerrütteten Vater-Tocher Beziehung (ob die sich am Ende wohl wieder in den Armen liegen?), über den crazy Hacker der bei klassischer Musik arbeitet, hin zum obligatorischen „Ihr habt noch 10 Minuten bis alles in die Luft fliegt“-Ende bis zum „wahren“ Bösewicht dessen Identität man aber schon nach 20 Minuten zumindest erahnt. Ein ganz klein wenig Variation wäre also schon schön gewesen.

Dafür haut die Aktion einiges rauß. Wenn die Kuppel des Weißen Hauses effektvoll explodiert und Black Hawks durch Washingtons Straßen düsen rockt das schon! Ab und an kamen mir die Explosionen etwas künstlich vor, generell ist die Aktion aber erwartungsgemäß auf einem recht hohem Niveau. Doch zu einer richtigen Popcorn-Granate gehören auch Sympathieträger und hier versagt White House Down auf ganzer Linie! Das Gespann Tatum/Foxx funktioniert einfach nicht. Tatum (den ich hier zum ersten mal in einem Film gesehen habe) hat einfach kein Charisma, ist langweilig und bekommt miese Gags in den Mund gelegt. Die schlechten Sprüche hat auch Foxx als Präsident drauf, so dass man ihm sein Amt einfach nicht abnimmt. Die Bösewichter sind allesammt eindimensional und auch hier fehlt ein wirklich spannender Gegenspieler.

White House Down bietet zwar solide Aktion, strotzt aber ansonsten nur so vor langweiliger Handlung und dämlichen Szenen. Ob diese Szenen absichtlich humoristisch gehalten oder einfach nur unfreiwillig komisch sind sei mal dahin gestellt. Wenn zum Ende hin ein kleines Mädchen mit der Fahne schwingend (gut das sie das vorher in einem Talentwettbewerb geübt hat) die Bombardierung stoppt weiß man nicht ob man nun Tränen lachen oder sich doch lieber gepflegt in die Popcorntüte übergeben soll.

Ich schaue jetzt lieber nocheinmal Independence Day!

Punkte: 4 von 10

Zombie Hunter



Neue Droge… verwandelt Menschen in Zombies… Apokalypse… Ende der Menschheit… Wenige Überlebende… Einöde… Einsamer Outlaw triftt auf andere Gruppe… Zusammenschluss… blablub… Zombies greifen an… rettendes Flugzeug in der Nähe aber von Feinden umringt… Ach, ihr kennt das ja!

Ja ja ja, nach den letzten Jahren des allgegenwärtigen Zombie-Revivals hängen einem die Untoten schon zum Hals rauß. Trotzdem sollte es keinen Besuch des Fantasyfilm Festes ohne Gammelfleich-Einlage geben. Von Zombie Hunter kann allerdings nur abgeraten werden.

Schon die ersten Bilder in einer abgefuckten Junkie-Bude machen klar, hier hat man es mit Low Budget Kost zu tun. Das zieht sich auch komplett durch alle Setpieces, Darsteller und Effekte. Immer wieder eingebaute Bildstörungen und -verfärbungen versuchen Zombie Hunter zwar in die Grindhouse-Ecke zu drängen unterstreichen aber nahezu die billige Machart. Das Danny Trejo sich eigentlich für keinen Scheiß zu Schade ist weiß man ja, was ihn aber dazu bewog hier mitzuspielen wird hoffentlich auf ewig sein Geheimniss bleiben. Das restliche Cast-Ensemble setzt sich aus unsympathischen Knallchargen zusammen deren Können nicht weiter der Rede Wert ist! Na ja, ist ja eigentlich auch egal, schließlich handelt es sich hier um einen Trash-Film und da wurde noch nie viel Augenmerk auf schauspielerisches Können gelegt. Leider bietet Zombie Hunter auch sonst nicht wirklich viel was unterhalten könnte. Die Zombies sind zwar ganz gut gemacht und das CGI-Blut fließt in Strömen, der Funke will aber nie wirklich überspringen. Zusätzlich gibt gibt es 1-2 nette Ideen (CGI Monster die an den Hunter aus Resident Evil erinnern) die sich auf dem Papier gut anhören aber einfach nicht vernünftig umgesetzt wurden. Das schlimmste sind aber die zähen, selten dämlichen Dialoge die den Film zu einer echten Qual machen. Wird mal nicht gequatsch nervt einen Hauptprotagonist Hunter mit pseudocoolen VoiceOvers, die zwar bewusst überzogen geschrieben wurden, aber weder lustig noch passend sind.

Das einzigste was von Zombie Hunter als halbwegs positiv in Erinnerung bleibt ist der rockige Soundtrack! Ansonsten handelt es sich um einen weiteren überflüssigen Beitrag zum Zombie-Genre der bald in Vergessenheit geraten sein wird.

Punkte: 3 von 10