Archiv für den Monat Mai 2012

God Bless America Trailer

Unfreundliche Menschen auf den Straßen, reiner Stumpfsinn der sich in geballter Form im TV entlädt! Wollten wir dann nicht alle schon einmal zur Waffe greifen und mit den ganzen Idioten einfach kurzen Prozess machen?! God Bless America greift diesen Gedanken auf und macht einen scheinbar extrem schwarzhumorigen Film daraus! Ich muss zugeben das mir schon lange kein Trailer mehr so Lust auf einen Film gemacht hat (ja ja, The Dark Knight Rising mal ausgenommen ;)). Ich hoffe auf das FantasyFilmFest im Sommer oder einen baldigen Release!

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Ein Zombie hing am Glockenseil

Das Grauen kennt keine Grenzen: In dem kleinen beschaulichen Ort Dunwich erhängt sich der Pfarrer am Seil seiner Kirchenglocke. Dieses grauenvolle Ereignis legt einen furchtbaren Fluch über die kleine Stadt. Aus den Gräber erheben sich die Toten und greifen die Einwohner an. Ein Reporter bekommt Wind von der Sache und macht sich zusammen mit einem Medium auf nach Dunwich um dem Schrecken ein Ende zu setzen.

Fulcis Italozombies erfreuen sich zwar bei Genre-Fans größter Beliebtheit, sind aber im Mainstream nicht ansatzweise so anerkannt wie die Romero-Pendants. Zu Unrecht, bietet Ein Zombie hing am Glockenseil doch nahezu perfekte Horroratmosphäre. Die Straßen von Dunwich sind vernebelt und düster, dazu pfeift der Wind durch die Gassen und rüttelt an Bäumen und Türen. Als Untoter kann man sich wohl keinen passenderen Ort zum Wiederauferstehen wünschen. Natürlich muss auch der tolle Synthiesoundtrack erwähnt werden, der jede Szene passend einfängt. Die Zombies sind Fulci typisch arg verwest und schleimig, gerne auch mal mit ein paar dekorativen Maden verziert. Auch hier waren die Italiener meiner Meinung den blauen Romero-Zombies einen Schritt voraus. Leider kommt gerade der aufgehängte Pfarrer ein wenig lächerlich rüber wie er an seinem Strick dauernd vor irgendwelchen Leuten baumelt um sie zu erschrecken. Was soll’s, Schwamm drüber, dafür erwarten den geneigten Gore-Hound einige wirklich schöne Splatter-FX. Besonders die Szene in der eine junge Frau ihre Gedärme auskotzt wird vielen wohl noch länger in Erinnerung bleiben. Aber natürlich gibt es auch etwas zu mäkeln, so gibt es keinen wirklichen „Helden“ mit dem man mitfiebern kann. Die Protagonisten bleiben im besten Falle blass, schwanken teilweise sogar ins unsympathische rüber. Außerdem finde ich die Nebenstory um den Außenseiter Bob und besonders seine Todesszene mehr als überflüssig. Da wollte jemand den Film wohl auf seine knapp 90 Minuten dehnen ;). Das merkt man leider besonders in der Mitte des Films wo Glockenseil leider die ein oder andere Länge aufweist. Wer am Ball bleibt wird aber noch mal mit einem klasse Finale belohnt, das nur durch die etwas komische letzte Szene ein wenig geschmählert wird. Bei den Zombies handelt es sich übrigens um die magische Sorte, soll heißen sie können einfach verschwinden und wieder auftauchen wie sie wollen und werden von einer übernatürlichen Macht gelenkt. Wie ich finde eine willkommene Abwechslung von der heutzutage nur noch viel zu selten Gebrauch gemacht wird.

Ein Zombie hing am Glockenseil ist mein persönlicher Lieblingsfilm von Fulci der auch heute noch Spaß macht, wenn man denn ein gewisses Retrofaibles hat.

Punkte: 7 von 10

Zerfleischt

Kannibalismus, Mord, Vergewaltigung – wenn die Zivilisation endet, wird die Erde zur blutbesudelten Hölle. Und der Mensch wird weniger Mensch sein.

Oh ha, seit längerer Zeit mal wieder ein Bücher-Review im Blog! Zerfleischt passt an sich auch ganz gut hier rein, schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen das sich so sehr am Splatter-Genre anbiedert! Hier liegt aber auch schon der Hund begraben, denn was als Film (oft) noch ziemlich gut funktioniert wird in literarischer Form schnell ermüdend und langweilig! Zerfleischt verliert sich geradezu in seinen ultrabrutalen Beschreibungen, kaum eine Seite in der nicht eine Grausamkeit auf den Leser abgefeuert wird. Menschen werden zerhackt, gefressen, verbrannt, Kinder werden an Bäumen aufgeknüpft, Genitalien brutal entrissen… Hört sich krass an, wird aber durch die Masse einfach schnell langweilig! Zudem wiederholt Autor Tim Curran sich andauernd in seinen Beschreibungen. Ja, die Menschen werden in eine vorsteinzeitliche Form zurückversetzt, ich weiß nicht wie oft ich das Wort Ur-Trieb gelesen habe oder wie jemand mit Urin und Kot sein Revier markiert. Es fehlt dazu noch an wirklichen Protagonisten, mit denen man mitfiebern kann. Es gibt zwar einen Mann und ein junges Mädchen die nicht durchdrehen, viel zu oft schwankt die Handlung aber zu den Wilden und ihren Rudeln ab um eine wirkliche Beziehung aufbauen zu können. Schade, denn teilweise kommt schöne Endzeit (oder eher Vorzeit) Atmosphäre auf, wenn die Clans sich in den Straßen der ehemals zivilisierten Kleinstadt bekriegen. Leider wurde auch darauf verzichtet eine Erklärung für die Vorgänge zu liefern, so dass ich alles in allem doch ein wenig unzufrieden zurückgelassen wurde.

See No Evil

Bei einem Resozialisierungsprogramm wird eine Gruppe Jugendlicher Straftäter zu Aufräumarbeiten in ein heruntergekommenes Hotel geschickt. Leider treibt ein brutaler Killer in dem riesigen Gebäude sein Unwesen der ein besonderes Faible für Augen hat.

Wenn die WWE, WWF oder wie diese Wrestling-Company auch immer heißen mag an einem Film beteiligt ist, bedeutet das meistens nichts Gutes! See No Evil, in dem Affengesicht Kane untergebracht wurde, ist da wohl eine der wenigen Ausnahmen. Der Slasher funktioniert ganz wunderbar, ist genrebedingt halbwegs spannend und bietet einige nette Splatter-FX. Größter Pluspunkt ist dabei ganz klar das heruntergekommene Hotel im Art Decor Stil das die jugendlichen Straftäter wieder auf Vordermann bringen sollen. Vermüllt, dreckig und arg verwinkelt bietet das Bauwerk viele schöne Verstecke für den hühnenhaften Killer. Kane verleiht dem kahlköpfigen Schlächter eine enorme Präsenz und man bekommt es schon mit der Angst wenn das Muskelmonster durch Wände bricht um Jagd auf seine Opfer zu machen. Diese sind natürlich allesamt recht unsympathisch und in den klassischen Rollen besetzt: Von der blonden Bitch bis zum schwarzen Türknacker ist alles dabei was nervt so dass man sich auf blutige Tode freuen kann. Allerdings muss man See No Evil zu gute halten das seine kriminellen Protagonisten nicht die bekannte Metamorphose zum Gutmenschen hinlegen und das ist ja auch schon mal etwas. Die Gore-FX sind gut gemacht und kommen nur zu einem kleinen Teil aus dem Rechner, das meiste sieht doch recht handgemacht aus. Vom abgeschlagenen Arm bis zur Augenentnahme per Wurstfinger wird auch einiges geboten. Keine Ahnung warum dauernd irgendwelche CGI-Fliegen durch das Bild schwirren, diese sehen recht billig aus und sollen wohl den Killer ankündigen. Na ja… Erwähnenswert ist auch noch der Tod von Kane (ups, Spoiler ;)) der recht spektakuläre und drastisch in Szene gesetzt wurde.

See No Evil ist sicher kein Meilenstein des Genres, setzt sich aber vom Grossteil seiner aktuellen Kollegen durch eine flotte Inszenierung ab! Bis auf einigen kleineren Längen am Ende kommt so gut wie keine Langeweile auf und der geneigte Slasher-Fan wird bestens unterhalten. Achtung: Leider gibt es keine deutschsprachige Uncut-VÖ von See No Evil, in UK und den USA ist die DVD aber schon für kleines Geld zu haben.

Punkte: 6 von 10

Neuer The Dark Knight Rises Trailer

Argh, das Warten wird nicht einfacher! Sieht super aus, ich glaube ich freue mich dieses Jahr auf keinen Film mehr.