Archiv der Kategorie: Zuletzt gesehen…

Im Kino gesehen: Mad Max und Jurassic World

Jo jo jo Internetcrowd, was geht ab? Ich habe mich hier ja schon länger nicht mehr blicken lassen, es fehlt gerade einfach an Zeit und Muße etwas in die Tasten zu hämmern. Hier aber mal ein kurzer Abriss meiner letzten beiden Kinobesuche:

Mad Max

Wow, was ein Aktionkracher! Mad Max gibt von der ersten Minute an richtig Gas und hält konsequent die Geschwindigkeit… Was hier auf der Leinwand präsentiert wird lässt einem das ein oder andere mal den Atem stocken, das geht zwar zu lasten der Story die manchmal ein wenig holprig wirkt aber who cares. Tom Hardy füllt die Rolle des Aktionhelden mit seiner Präsenz toll aus auch wenn er im gesamten Film nur gefühlte 20 Sätze von sich gibt und sich den Rest der Zeit eher grunzend artikuliert. Die eigentliche Hauptrolle spielt eh die wie immer wunderbare Charlize Theron als Männerärsche tretende Amazone die mit ihren Widersachern mal eben den Boden aufwischt. Mein einziger Kritikpunkt an dieser famosen Achterbahnfahrt ist das man über den Bösewicht leider viel zu wenig erfährt. Der Typ hätte einfach Potential für eine interessante Hintergrundgeschichte gehabt die aber leider komplett vernachlässigt wird. Ich kann verstehen wenn man Mad Max nichts abgewinnen kann, außer Krachbumm hat der Film nun mal nicht viel zu bieten. Dieses präsentiert er aber in einer schon lange nicht mehr da gewesenen Perfektion die an die guten alten 80er Jahre erinnert. Definitiv ein Highlight dieses Kinojahres.

Punkte: 9 von 10

Jurassic World

Jurassic Park
hatte mich damals schwer beeindruckt! Da der Kinobetreiber mich alleine nicht in den Film lassen wollte ist mein Daddy mit mir reingegangen und hat so wohl den Grundstein zur Liebe zu Film und Monstern gelegt. Absolut geflasht kam ich aus dem Saal und konnte wochenlang nur an die Raptoren und den T-Rex denken. Auch Lost World konnte ich so einiges abgewinnen, Teil 3 ist immerhin noch kurzweilige Trash-Unterhaltung, dementsprechend gefreut habe ich mich auf Jurassic World und darauf die Riesenechsen endlich mal wieder auf der großen Leinwand zu sehen.

So richtig begeistert war ich von Jurassic World dann leider nicht! Klar die Dinos sehen super aus und sind auch schön oft vor der Kamera, es gab aber einfach zu viele Komponenten die mich genervt haben. Angefangen bei den beiden Hauptdarstellern die beide ziemlich blass bleiben. Bryce Dallas Howard sieht immerhin noch halbwegs niedlich aus, Chris Pratt lässt aber leider sämtlichen Charme den er in Guardians of the Galaxy versprüht hat missen. Weiter geht’s mit den ultranervigen Kids denen wir über lange Zeit immer wieder folgen müssen. Der Jüngere der beiden Brüder ist ein nöliger Klugscheisser, der Ältere ein pseudocooler Teenager mitten in der Pubertät. Solche Kackbratzen bringt echt nur Hollywood auf die Leinwand. Und statt sich auf den ultracoolen T-Rex zu konzentrieren, schmeißen die Macher einen durch genmanipulation erschaffenden Franken-Dino mit vielseitigen Superfähigkeiten ins Rennen gegen unsere strahlenden Helden. Fand ich doof, normale Dinos sind cool genug (sagt Chris Pratt in ähnlicher Form auch im Film ;-)). Ohne spoilern zu wollen übertreibt es das Finale dann noch einmal maßlos so dass ich nicht genau wusste ob ich lachen oder mit dem Kopf schütteln sollte.

Na ja, versteht mich nicht falsch, Jurassic World macht schon irgendwie Spaß, es kam aber einfach nicht mehr der Zauber von damals auf. Zu bunt, hell und überzogen wirkte das Ganze, ich weiß gerade gar nicht ob es in dem Film auch nur einen Tropfen Blut zu sehen gab. Wenn man die Erwartungen etwas zurückschraubt macht man mit einem Kinobesuch aber nicht all zu viel falsch, typisches Blockbuster-Kino eben.

Punkte: 5 von 10

Zuletzt gesehen…

Black Christmas 7/10

Netter Slasher der besonders durch seine kurzweilige Inszinierung zu gefallen weiß. Durch die beengte Location und dem kurzen Handlungszeitraum (1 Nacht) kommt keine Langeweile auf und man wird als Zuschauer stetig bei der Stange gehalten. Dazu kommen noch einige nette Mordszenen und fertig ist der Slasher-Spaß. Einziger Wermutstropfen ist das die Macher das Ende zu lange hinauszögern… Die letzten 10 Minuten hätte man sich gut und gerne schenken können.

Anamorph 2/10

Oh man, das wohl Mieseste was ich in Sachen Thriller jemals gesehen habe. Komplett entschleunigt, unzusammenhängend und über große Teile einfach langweilig. Man findet weder zu den Charakteren noch zu der Story einen Zugang, die Protagonisten sind sogar äußerst nervig mit ihrer dauernden Depri-Stimmung und den unlogischen Handlungen. Das Ende setzt dem ganzen dann die Krone auf und hat mich komplett unzufrieden zurück gelassen. Keine Ahnung was Willem Dafoe dazu bewogen hat in diesem Schund die Hauptrolle zu übernehmen.

V/H/S 10/10

Immer noch der mit Abstand beste FoundFootage-Film und einer meiner absoluten Lieblingsstreifen!

Stoker 4/10

Teilweise ganz unterhaltsam, allerdings ging mir schnell das lethargische Verhalten der Charaktere auf die Nerven… Irgendwann hat man einfach genug davon in nölig-traurige Gesichter zu blicken. So richtig spannend ist das Dargebotene dann leider auch nicht und mit der Auflösung macht man es sich zu einfach. Wird bestimmt schnell bei mir in Vergessenheit geraten.

Times Crimes 5/10

Für ein Debüt gut gemacht, allerdings folgt der Film doch ziemlich strikt den Konventionen des Zeitreisefilms. Hat man irgendwie alles schon mal gesehen.

Moonrise Kingdom 9/10

Skurril, abgedreht, traurig, warmherzig, toll! Wie schon bei The Grand Budapest Hotel gelingt es Wes Anderson eine an sich nur mäßig spannende Geschichte so genial zu verpacken das man als Zuschauer geradezu verzaubert ist. Highlight sind die beiden Teeny-Darsteller die wohl eines der interessantesten und schönsten Liebespaare der Filmgeschichte darstellen. Aber auch die anderen Schauspieler, darunter Stars wie Edward Norton, Bruce Willis und viele mehr liefern eine tolle Performance abseits ihrer typischen Rollen ab. Moonrise Kingdom beweist mal wieder wozu das Medium Film im Stande ist.

Zuletzt gesehen: Edge of Tomorrow

Obwohl ich Filme mit Tom Cruise eigentlich nicht sonderlich mag (mal ab von Scientology finde ich ihn einfach unsympathisch) wurde ich von Edge of Tomorrow super unterhalten. Clou des Films ist der TäglichGrüßtDasMurmeltiert-Kniff der den von Cruise verkörperten Bill Cage den gleichen Tag immer wieder erleben lässt. Es liegt nun an ihm diesen Tag so perfekt zu planen das es der Menschheit gelingt die außerirdischen Invasoren zu schlagen. Das ist nicht nur äußert spannend insziniert sondern bietet ich viel Humor. Emily Blunts Charakter fackelt nicht lange und jagt z.B. Cruise eine Kugel in den Kopf weil der sich beim Training das Bein bricht um den Tag zu reseten. Zwischendurch gibt es immer mal wieder opulente Schlachtszenen die wohl nicht rein zufällig an die Landung in der Normandie erinnern. Das eher technische Design der Aliens sagt mir dabei leider nicht ganz so zu, ich stehe halt mehr auf richtige Monster und Co. Edge of Tomrrow gipfelt in einem actionreichen Showdown, der dann leider recht Hollywood-Typisch endet. Hier hatten die Macher die Chance ein wenig mehr Mut zu zeigen, machen dann aber in den letzten Minuten leider einen Rückzieher. Das tut dem positiven Gesamteindruck aber keinerlei Abbruch, Edge of Tomorrow ist kurzweilige Blockbuster-Unterhaltung die zu keiner Sekunden langweilt.

Punkte: 7 von 10

#Horrorctober 2014: Proxy

Wirklich viel wusste ich nicht über Proxy, allerdings lief mir der Name im Netz immer wieder im positiven Zusammenhang über den Weg. Genau so sollte man den Film auch erleben, vollkommen unvorbereitet, dann entwickelt Proxy einen Sog der die 110 Minuten wie im Flug vergehen lässt. Die Story schlägt einige Haken, nichts ist wie es scheint und irgendwann macht sogar der etwas abgedroschene Hitchkock-Vergleich auf dem Cover Sinn. Jeder Charakter hat ein dunkles Geheimnis und die ein oder andere Leiche im Keller, dadurch fehlt es zwar an Sympathieträgern, das geht aber zu Gunsten einer wirklich unangenehmen und teilweise nahezu verstörenden Atmosphäre. Die wenigen aber dafür extrem drastischen Gewaltspitzen tun ihr übriges dazu! Ein so düsterer Thriller ist mir in den letzten Jahren nicht unter die Augen gekommen und ich werde den Teufel tun und hier weiter auf die Geschichte eingehen. Deshalb belasse ich es mit einem Uneingeschränkten Anschaubefehl (ok, Schwangere sollte vielleicht doch die Finger von Proxy lassen).

Punkte: 8 von 10

#Horrorctober 2014: Wishmaster

Wishmaster ist irgendwie ein Film meiner Jugend, einer jener Streifen die ich auf einer kopierten VHS hatte und mir immer wieder angeschaut habe. Auch heute macht mir der Film immer noch Spaß, trotz des leicht nervigen 90er-Jahre Styles! Andrew Divoff als diabolischer Djinn hat sichtlich Freude an seiner Rolle und auch die zahlreichen Cameos diverser Horrorgrößen (Robert Englund, Kane Hodder, Tony Todd, Reggie Bannister) sind klasse. Absolutes Higlight sind aber immer noch die Effekte! Ok, von den 1-2 miesen CGI-FX auf PS1 Niveau mal abgesehen ist das hier gezeigte handgemacht, verdammt blutig und aller erste Sahne! Kein Wunder, saß doch Robert Kurtzmann, Mitglied der legendären KNB Group auf dem Regiestuhl. Wishmaster setzt sein einfaches Konzept kurzweilig und unterhaltsam um, kann sein das ich hier etwas zu sehr die Retrobrille auf habe aber der Film rockt eben.

Punkte: 7 von 10

#Horrorctober 2014: Lifeforce

Whoooooot?! Warum hat mir niemand gesagt das Lifeforce so ein Knaller ist?! War ich am Anfang noch nicht ganz sicher ob ich das Ganze nun cheesy oder charmant finden soll entwickelt sich der Film mit laufender Spielzeit zum absoluten Genrehighlight. Die Jagd auf die Weltraumvampire ist extrem spannend und endet in einem aktionreichen Finale das einem unter anbetracht des Alters wirklich beeindruckt. Da kommt dann sogar richtiges Apokalypse-Feeling auf, dass die Charaktere dabei keine Sympathiepreise verdienen ist auch noch halbwegs verschmerzbar. Überhaupt schafft es Lifeforce auf ziemlich pfiffige Weise klassische Vampirmythologie und „moderne“ Science Fiction zu vermischen. Auf der IMDB mit 6,1 abgestraft gehört Lifeforce wohl nicht zu den großen Genreklassikern der 80er, für mich stellte er trotzdem eine mehr als lohnenswerte Neuentdeckung dar die bestimmt noch öfter im Player landen wird.

Punkte: 8 von 10

#Horrorctober 2014: The People Under The Stairs

Ein Film von Wes Craven der mir bis jetzt entgangen ist… Zu Recht, handelt sich bei The People Under The Stairs zwar nicht um einen komplett Reinfall, aber nicht mal das Mittelmaß wird erreicht. Handwerklich recht gut umgesetzt fehlt es dem Film einfach an Spannung, Gore oder Witz! Die Grundidee mit dem von Fallen gespickten Haus ist zwar ganz nett nur wird nicht wirklich etwas darauf gemacht. Zusätzlich sind sämtliche Charaktere schlimmste 90er Klischees mit Klamotten und Frisuren direkt aus der Hölle. Kann man drauf verzichten.

#Horrorctober 2014: Static

Nein, wirklich innovativ ist Static eher nicht, im Endeffekt handelt es sich auch hier nur um einen mehr oder weniger handelsüblichen HomeInvasion Film. Die „Opfer“ folgen den typischen Verhaltensmustern wie verstecken, flüchten, zurückschlagen usw… Trotzdem ist Static weitaus spannender als ähnlich geartete Filme! Von Anfang an fiebert und rätselt man mit was denn nun hinter den vermummten Angreifern steckt und über die angenehm kurze Laufzeit von 80 Minuten wird man immer wieder mit Informationshäppchen gefüttert. Das die Auflösung wohl nicht jedem schmecken wird ist verschmerzbar, hier ist eher der Weg das Ziel. Gorehounds werden bei Static übrigens nicht wirklich bedient, blutig wird es hier so gut wie nie. Das hat der Film bei der dichten Atmosphäre aber auch gar nicht nötig. Die Schauspieler liefern eine solide Leistung ab, als kleines EyeCandy ist Schmollmund Sara Paxton dabei die es sich wohl langsam im Genre gemütlich gemacht hat. Nur Sarah Shahi fand ich als depressive Ex-Mutter etwas nervig, das war aber eher rollenbedingt. Also, wer mal wieder Bock auf einen spannenden Psychothiller / HomeInvasion-Flick hat sollte Static eine Chance geben (ist übrigens auch auf Netflix-DE verfügbar).

Punkte: 7 von 10

#Horrorctober 2014: Woodoo

Woodoo rotierte schon so einige male in meinem Player, doch bei dieser Sichtung hat es endlich „Klick“ gemacht! Bei dieser von Fulci runtergekurbelten Zombieschmonzette im Fahrwasser von Dawn of the Dead passt einfach alles: Eine wunderschöne Location, eine herrlich dichte Atmosphäre, richtig fiese FX und schön vergammelte Zombies. Das die Charaktere nicht gerade vor Tiefe strotzen ist da ziemlich Schnuppe wenn die Knallchargen sich verschwitzt und blutend durch das sonnige Ferienidyll kämpfen. Überhaupt sind die vielen Tagaufnahmen eine angenehme Abwechslung von der größtenteils bei Nacht spielenden Genre-Konkurrenz. Dazu gesellen sich extrem ikonische Momente wie die „Splitter trifft Auge“-Szene, die Endsequenz auf der Brooklyn-Bridge oder der Unterwasserkampf zwischen einem Hai und einem Zombie der bis heute wohl Einzigartig ist. Und langsam sind die Zombies… Also so richtig langsam! Hier kommt der Tod schlurfend und doch unaufhaltsam. Na ja ok, würden die Akteure sich nicht so selten dämlich anstellen wäre es wohl kein Problem den Untoten aus dem Weg zu gehen. Witzig auch das die einzigste Reaktion der Frauen auf eine Bedrohung erstarren, Augen und Mund aufreißen und auf männliche Hilfe warten ist. Ja ja, Ende der 70er waren die Rollen noch klar verteilt!

Kleiner Tip am Rande: Die BD-Vö von Arrow Films ist uneingeschränkt zu empfehlen: Super Bild, massig Extras und ein dickes Booklett zum kleine Preis.

Punkte: 8 von 10

#Horrorctober 2014: Millennium Bug

Oh man, der komplette Film wirkt über weite Strecken wirklich extrem billig. Angefangen bei den Kulissen die größtenteils aus Plastik zu bestehen scheinen, über die Schauspieler mit ihrem schrecklichen Overacting bis hin zu dem überflüssigen Wrong Turn Einschlag kommt das alles doch sehr dilletantisch rüber. Trotzdem macht Millennium Bug besonders in der 2 Hälfte irgendwie Spaß was an dem monströsem Riesenkäfer liegt der alles niedermäht. Das Vieh ist nett gemacht und vor allem echt, also kein CGI-Gekröse auf das der Film dankenswerterweise komplett verzichtet. Wenn das Riesenvieh durch den Wald stapft und ganze Häuser überrennt schlägt das Trashherz direkt höher. Kein Knaller, kein Kult und bestimmt bald schon wieder vergessen.

Punkte: 4 von 10