Archiv für den Monat August 2012

Painless Trailer

Da kommt ja mal wieder was spannendes aus Spanien auf uns zu! Die Story um die Kinder denen das Schmerzempfinden weggenommen wurde hört sich jedenfalls schonmal richtig interessant an.

Father’s Day

Er ist wieder da, der Fuck-Man! Vergewaltiger und Schlächter unschuldiger Väter! Doch sein Nemesis Ahab hat zusammen mit seiner strippenden Schwester, einem Priester und einem Callboy die Verfolgung aufgenommen. Wird es Ihnen dieses mal gelingen den Fuck-Man endgültig zu besiegen?

Lange hat es gedauert bis endlich mal ein neuer Troma-Film auf die Menschheit losgelassen wurde, doch mit Father’s Day hat das Warten nun endlich ein Ende. Na ja, fast jedenfalls, denn Troma tritt hier nur als Publisher auf, hinter Father’s Day stecken die Jungs von Astron-6 die hiermit ihren Beitrage zum populären Neo-Grindhouse abliefern.

Das Troma hier nur beratend zur Seite stand merkt man leider an allen Ecken und Enden. Der Humor und die kranken Einfälle die die Filme der Kultschmiede so unvergleichlich machen fehlen bei Father’s Day einfach. Wo Toxie, Class of Nuke’em High und Terror Firmer noch ein wahres Feuerwerk an Geschmacklosigkeiten abfeuern, wirkt hier irgendwie alles bemüht und verkrampft. Sei es die Vergewaltigung normaler Familienväter, abgebissene Penisse oder blutige Shootouts, wirklich schocken kann das Ganze nicht. Immerhin sind die Splatter-FX selbstgemacht und größtenteils recht nett anzusehen. Leider kommt der Humor nur in den wenigsten Situationen wirklich witzig rüber, zu viel empfindet man einfach nur als doof und aufgesetzt. Es wird auch keine richtige Linie verfolgt; manche Gags sind schön düster, manche vulgär und manche einfach nur kindisch. Die Schauspieler kommen über Laien-Niveau nicht herauß, aber anders als in den Troma-Flicks war ich leicht genervt davon. Nichts auszusetzen gibt es allerdings am Look (Kratzer/Verschmutzungen im Bild) und am Score, die den Grindhouse-Flair der 80er gekonnt einfängen. Hier merkt man dann doch wieder das wirkliche Fans am Werk waren, deshalb tut es mir auch leid Father’s Day so „zerreißen“ zu müssen. Aber über lange Zeit war mir der Film einfach zu langweilig. Erst im letzten Drittel nahm Father’s Day für mich wirklich an fahrt auf und entschädigt ein wenig für die voran gegangenen 60 Minuten. Der Trip in die Hölle ist cool und sleazig in Szene gesetzt und Lloyd Kaufmann kann mal wieder in einem Gastauftritt brillieren.

Verdammt, ich wollte nicht das sich das alles so negativ anhört, Father’s Day ist ein Projekt in dem echt viel Herzblut steckt. Als Fan von Independent-Filmen kann man ihm ruhig mal eine Chance geben. Die US-Vö ist derzeit in einer 4 Disc Variante zu haben, bestehend aus Hauptfilm auf BluRay und DVD (jeweils CodeFree), DVD mit Bonus-Features und einer Soundtrack CD. Das ganze ist limitiert und nummeriert auf 5000 Stk, aber leider nur in einer Standardverpackung im Schuber.

Punkte: 4 von 10

Sightseers Trailer

Gab es vom Eröffnungsfilm des diesjähren FFF bis jetzt nur einen Szenenausschnitt zu sehen, kann man sich im aktuellen Trailer nun endlich einen umfangreicheren Eindruck von Sightseers verschaffen. Wer also noch am grübeln ist ob er sich eine Karte für die Vorstellung besorgen sollte und von den guten Reviews noch überzeugt wurde nimmt sich jetzt mal schnell die 2 Minuten.

Der Sonntag auf dem Fantasyfilm Fest

So schnell kann es gehen, 3 Tage sind rum und ich sitze schon wieder zu Hause. Schade, jetzt heißt es wieder 1 Jahr warten bis es wieder losgeht. 14 Filme an 3 Tagen war schon recht stressig, dafür war die Ausbeute aber auch mehr als positiv! Leider gab es am Sonntag (der mit 5 Filmen noch mal richtig reingehauen hat) noch von 2 weniger schöne Sachen zu berichten. Zum einen konnten die Shorties „Bear“ und „Believe the Dance“ nicht gezeigt werden da diese nicht im richtigen Format vorlagen. Schade, später wurde bekannt gegeben das man die am letzten Tag des Festivals nachholen würde. Immerhin, nur habe ich da leider nicht viel von. Zum anderen wurden die Streifen Chained, God Bless America und Detention von großen Kino 1 ins kleinere Kino 8 verlegt. Angeblich auch hier aus technischen Schwierigkeiten. Allerdings machte schnell die Runde dass das Cinemaxx die Umlegung verlangt hat da zu wenig Karten verkauft wurden und man im großen Saal dann lieber irgendeinen dicken Blockbuster zeigen wollte. Falls dem wirklich so ist hätte das FFF-Team das auch so bekannt geben sollen. Ist ja an sich nicht schlimm, allerdings bleibt so schon ein etwas fader Beigeschmack. Dementsprechend voll war es dann auch im Saal 8 so dass einige Besucher auf den Treppen Platz nehmen mussten. Nun ja, hier also meine schnelle Zusammenfassung vom Sonntag:

Get Shorty: Das Kurzfilmprogramm gehört für mich zum festen Bestandteil des FFF und hat mir schon einige Perlen wie Brutalo Relax beschert. Dieses Jahr wurde ich leider wirklich enttäuscht, besonders Danny Boy, The Little Mermaid und (ganz besonders) The Black Lake waren für mich absolut nichtssagend und gähnend langweilig. The Trap und Abiogenesis gehörten wenn überhaupt auch nur zum Mittelmaß. Tune for Two, The Furred Man und Sugar boten immerhin einige gute Gags und kurzweilige Unterhaltung. Highlight (wenn man es denn so nennen kann) war ganz klar der argentinische Luminaris der mit einem wunderbaren Style und Score die Zuschauer in seinen Bann ziehen konnte. Als Ersatz für die beiden entfallenen Shorties wurde noch der Animationsfilm Do you have your Ticket gezeigt, der aber leider auch nicht wirklich begeistern konnte.

Excision: Wow, was eine geniale Vorstellung! Excision ist ein absolut durchgedrehtes Stück Film, eine bizarre Mischung aus ComingOfAge-Drama und tiefschwarzer Komödie, garniert mit surrealen Splatter-Sequenzen. Annalyne McCord brilliert hier schon in Ihren jungen Jahren als seltsame Außenseiterin Paulin und liefert eine oscarwürdige Performance ab. Ein Film voller frischer Ideen und Szenen der den Zuschauer über die kompletten 81 Minuten in den Kinosessel drückt und mit einem Magenschwinger am Ende zurück lässt der mich wirklich sprachlos machte. Mein absolutes Highlight des Festivals! Einfach nur großartiges und intelligentes Genrekino. 10/10

Chained: Chained beginnt ganz stark und ist über große Teile wirklich unangenehm anzuschauen. Wie in einem Sog wird man immer tiefer in eine düstere und brutale Welt gezogen. Leider lässt Chained im letzten Drittel ganz stark nach! Laut Frau Lynch ist das Ende so wie es jetzt ist auf drängen der Produzenten entstanden, sie plane aber einen Director’s Cut. Gut so, mir wirkte das Finale in dieser Form viel zu holprig und an den Haaren herbei gezogen. Was ich extrem spannend fand, war das die Regisseurin es geschafft hat bei mir Sympathien für den Killer Bob zu erzeugen. Teilweise wirkt die Beziehung zwischen Ihm und seinem „Ziehsohn“ Rabbit nahezu liebevoll! Klasse. Ganz stark ist auch das Spiel von Vincent D’Onofrio und Eamon Farren auf dessen Schultern fast der komplette Film liegt. 7/10

Anschließend stellte sich Jennifer Lynch noch einem ausführlichen Q&A und verteilte in der Lobby Autogramme. Frau Lynch ist eine extrem sympathische Powerfrau die sich viel Zeit für das Publikum und Ihre Fans genommen hat. Toll sie mal getroffen zu haben.

God Bless America: Ich habe schon lange nicht mehr so gelacht, auch hatte es bei keinem Film mehr Szenenapplaus und Jubel gegeben. God Bless America macht kurzen Prozess mit der Smartphone/DSDS/BILD/RTL2-Gesellschaft und zieht das durch was sich die meisten von uns schon oft gewünscht habe: Eine Knarre nehmen und den ganzen Idioten eine Kugel in den Kopf jagen! Trotz der vielen Gags steckt einfach so viel wahres in diesem Film, unserer Gesellschaft verblödet und wir schauen noch dabei zu. Ruck zuck wuchsen mir die beiden Killer ans Herz, am liebsten hätte ich mich direkt mit ins Auto gesetzt und sie begleitet. Klar, manchmal verliert sich der Film ein wenig in seinen Monologen und Phrasen, die Gagdichte ist aber so extrem hoch das dies gar nicht weiter ins Gewicht fällt. Dazu sind die Shootouts noch extrem blutig und wenn schon in der Einleitung ein Baby per Shotgun getötet wird weiß man ungefähr in welche Richtung der Film geht. 10/10

Detention: Für den habe ich mich ja spontan noch entschieden. Detention ist ein einziger Referenz-Overkill im kontinuierlicher Videoclips-Ästhetik! Schnell, überzogen, bunt und schrill. Ich muss zugeben das ich schon nach 10 Minuten den Faden verloren hatte und der Handlung (wenn man sie denn so nennen kann) nur noch bedingt folgen konnte. Vielleicht lag es daran das es schon Film Nr. 5 an diesem Tag war, aber Detention war wirklich ziemlich stressig zu schauen. Dabei gibt es viele witzige Ideen und Gags, in Sachen Gore hält sich das ganze aber dezent zurück. Ich hoffe auf der bald erscheinenden BluRay ist ein Audiokommentar dabei, ich frage mich wirklich was sich die Macher bei vielen der Szenen gedacht haben 😉 7/10

Der Samstag auf dem Fantasyfilm Fest

Nach eine recht unbefriedigendem Start mit Flying Swords of Dragon Tiger Gate hatte der Samstag aber noch einige filmische Leckerbissen für mich parat. Man sollte vielleicht noch dazu sagen das ich bei Storage 24 und Inbred einfach auf das Genre stehe, aber immer der Reihe nach…

Flying Swords of Dragon Tiger Gate: Gähn was für ein Enttäuschung! Vom Trailer her sah der ja ganz spannend aus, letztendlich müsste ich aber mal wie feststellen das diese chinesischen Mittelalter-Dynastie Filme einfach nicht mein Ding sind! Viel zu viele Charaktere wurden da auf mich abgefeuert, bei den verschiedenen Konstellationen blickte ich schon nach 20 Minuten nicht mehr durch. Die Kämpfe waren komplett von CGI beeinflusst und wirkten auf Dauer unspektakulär. Ich muss zugeben das ich zwischendurch immer mal wieder eingepennt bin, was natürlich dem Verständnis der Story nicht sonderlich zuträglich war 😉 Trotz prominenter Namen wie Tsui Hark (Regie) und Jet Li für mich ein ziemlicher Rohrkrepierer. 3/10

Storage 24: Wollte ich eigentlich erst gar nicht schauen, habe mich auf Grund diverser Empfehlungen im Netz aber dann doch noch umentschieden. Zum Glück! Storage 24 ist mal wieder ein richtig schönes Monster-Movie, mit netten handgemachten FX und einer verdammt coolen Kreatur. Letztendlich wird natürlich auch hier das kleine Genre-1mal1 abgenudelt, etwas wirklich Innovatives bekommt man nicht zu sehen. War mir aber herzlich egal, als Fan solcher Streifen wurde ich bestens bedient. In Hamburg war auch der Regisseur Johannes Roberts anwesend, der nach der Vorstellung Rede und Antwort stand. Sehr sympathisch der Mann und scheinbar ein wirklicher Fan, ich bin gespannt was man in Zukunft von ihm sehen wird. 7/10

Killer Joe: Mit großen Erwartungen bin ich ins Kino gegangen die nicht enttäuscht wurden. Ganz starker, intensiver und intelligenter Film, mit großartigen Schauspielern und einem tollen Score! Immer mal wieder gibt es Szenen zum schmunzeln, mit laufender Spielzeit wird das unangenehme Gefühlt im Magen aber immer größer! Killer Joe kommt glaube ich auch regulär bei uns ins Kino, wer es also nicht zum Fantasyfilm Fest schafft sollte sich den trotzdem unbedingt vormerken. Einen Extrapunkt gibt es für den (meiner Meinung) wirklich tollen Schluss. 9/10

Inbred: Seit dem ersten Trailer vor einigen Monaten hype ich dem ja entgegen! Da hat mein Spürsinn mich auch mal wieder nicht getäuscht, Inbred hat riesig Spaß gemacht. Das ganze könnte man wohl ganz gut als die dreckig britische Version von 2001 Maniacs bezeichnen. Sehr blutig, sehr kreativ und teilweise auch richtig witzig. Die Rednecks wurden richtig schön ekelig gemacht, da hat man sich mit den Masken wirklich viel Mühe gegeben. Gesplattert wird natürlich auch wie Sau, aber immer mit einem Augenzwinkern. Ich weiß nicht ob der nur bei mir so gut ankam, das Publikum hielt sich mit Szenenapplaus seltsamerweise nahezu komplett zurück. Egal, Backwood- oder Horrorfans generell sollten sich Inbred nicht entgehen lassen. Und jetzt her mit der verdammten BluRay! 8/10

Der Freitag auf dem Fantasyfilm Fest

War ja klar, egal wie früh man auch los fährt, letztendlich wird es immer knapp. So haben mir mal wieder mehrere Staus einen Strich durch die Rechnung gemacht so dass ich erst um 14:20 in Hamburg ankam. Also schnell eingecheckt, ein bißchen Wasser ins Gesicht gespritzt und auf zum Kino gehetzt. Hier meine gestrige Ausbeute:

A.C.A.B.: Klar, ein Film mit dem Titel musste natürlich mit auf meine Liste. Letztendlich weiß ich allerdings nicht so recht wie ich den bewerten soll. Generell wurden mir die Riot-Cops zu sehr glorifiziert. Demonstranten und potentielle Hools zusammenknüppeln?! Klar, kein Problem, die armen Polizisten haben es ja so schwer und stehen immer unter enormen Druck. Jeder Charakter hat seine eigene kleine Backstory und natürlich private Probleme. Das einzige was Ihnen Kraft zu geben scheint ist die Kameradschaft innerhalb der Truppe. Viel zu selten wurde meiner Meinung das ambivalente Verhalten der Polizisten kritisch hinterfragt. Dazu könnte man A.C.A.B. rassistische Tendenzen unterstellen da von den verschiedensten Charakteren immer wieder Immigranten für die Probleme Italiens verantwortlich gemacht werden. Ansonsten bietet der Film aber einige spannende Side-Plots und intensive Riot-Sequenzen. Quasi ein Hooligan-Film mal aus der anderen Sichtweise. 4/10

The Possession: Von dem habe ich nicht viel erwartet und quasi nur mit auf die Liste gepackt damit ich mein Tagespensum an Filmen voll bekomme. The Possession startet dabei noch recht kurzweilig was vor allem an den sympathischen Charakteren/Schauspielern liegt. Zu schnell driftet das ganze aber in die typische „Kind ist von einem Dämonen besessen“-Schiene ab und kann dem ganzen nichts neues oder spannendes hinzufügen. Die besten Szenen kennt man leider schon aus dem Trailer und The Possession bietet wirklich gar keine Überraschungen. Dazu kommt ein recht aufdringlicher Score der einem die Suspense geradezu ins Gesicht schmettert. 4/10

Piranha3DD: Nach dem tollen ersten Teil und dem witzigen Trailer war ich ja schon ziemlich gehyped auf den Streifen! Und hey, ich wurde nicht enttäuscht 😉 Piranha3DD bietet einfach alles was man sich auf dem Fantasyfilm Fest wünscht: Viel nackte Haut, viel Blut, viel Gore und dämliche Teens. Teilweise wurde der erste Teil in Sachen vulgäre Jokes sogar noch getoppt, die Zoten prasseln geradezu im Minutentakt auf den Zuschauer nieder. Beim Gore-Gehalt kann man leider nicht mit dem Vorgänger mithalten, der hatte deutlich mehr zu bieten und besonders dass finale Massaker enttäuscht. Wer aber ohne Ende rockt ist David Hasselhoff der sich sich hier wunderbar selber auf die Schippe nimmt! The Hoff hat überraschend viel Screentime und die besten Gags auf seiner Seite! Immer wieder gab es Szenenapplaus für Ihn und als er zur Baywatch-Titelmusik durch das Chaos sprintet brach das Kino in kollektives Jubeln aus. Ein guter Partyfilm, ideal für das Fantasyfilm Fest! 7/10

Stitches: Hier kannte ich eigentlich nur einen Screenshot von, wahrscheinlich deshalb hat sich Stitches zu meiner Überraschung des Tages gemausert. Der Film macht einfach Spaß, bietet viele schwarzhumorige Ideen und massenweise handgemachte Splattereffekte. Zombie-Clowns sind eh cool! Wer auf Slasher und überdrehten Splatter steht sollte sich Stitches auf keinen Fall entgehen lassen. Das Publikum im Saal schien jedenfalls durchweg begeistert gewesen zu sein. 7/10

The Punisher – Garth Ennis Collection 9

Yay, ein neuer Punisher Comic! Yay, und dann auch auch noch der neuste Band der Garth Ennis Collection! Wenn das mal kein Grund zum feiern ist. Der Punisher ist der mit Abstand coolste Held im Marvel Universum, wenn die Geschichten dann auch noch von Garth Ennis geschrieben wurden ist Gewalt, Nihilismus und eine gehörige Prise schwarzer Humor schon vorprogrammiert. Na ja, meistens jedenfalls, denn Band 9 konnte mich nicht so restlos überzeugen wie seine Vorgänger.

Die erste Geschichte „Der Witwenmacher“ dreht sich wie der Name schon erahnen lässt um die hinterbliebenen Frauen der Punisher „Opfer“. Diese haben sich nun zusammen getan um Frank ein für alle mal den gar aus zu machen. An sich spannend erzählt und schön gezeichnet fehlt es mir bei „Der Witwenmacher“ am nötigen Drive. Der Focus liegt mir zu sehr auf den Frauen und ihren Planungen, Frank steht hier eher im Hintergrund. Dafür gibt es eine sehr coole Sequenz in der jemand anderes die Rolle des Punishers übernimmt und das Ende ist richtig schön düster. Besonders der Humor kommt aber leider in dieser Geschichte viel zu kurz.

In „Die lange, kalte Nacht“ meldet sich der für Tod gehaltene Barracuda zurück um Rache am Punisher zu nehmen. Barracuda empfinde ist als recht nervigen Charakter, schon allein deswegen hat diese Story es schwer bei mir. Zusätzlich ist seine kurz eingespielte Background-Story mehr als klischeehaft, keine Ahnung was Ennis getrieben hat etwas so einfallsloses zu Papier zu bringen. Die Zeichnungen konnten mir ebenfalls nicht zusagen, ich mag ja eher den realistisch düsteren Stil. Das aufeinander treffen von Frank und Barracuda ist zwar recht wuchtig in Szene gesetzt, konnte „Die lange, kalte Nacht“ dann aber auch nicht mehr wirklich retten.

Versteht mich nicht falsch, an sich sind beides noch mehr oder weniger gute Comic-Geschichten, vom Gespann Ennis/Punisher erwarte ich aber einfach mehr.

163 Horror-Filme in 2 1/2 Minuten

Wow, das YouTube-Video wurde gerade auf http://www.bloody-disgusting.com gefeatured! Sehr cool zusammen geschnitten und eine schöne Mischung aus Klassikern und neuen Kram. Weiß zu gefallen 😀

Mein FFF-Plan

So, 4 Tage noch, dann geht es wieder auf nach Hamburg auf das Fantasyfilm Fest. Zeit sich Gedanken über die diesjährige Filmauswahl zu machen und da ich leider nur 3 Tage dort sein werde fällt natürlich schon mal einiges flach. Unter anderem leider auch VHS, der direkt am Mittwoch nach dem Eröffnungsfilm gezeigt wird. Schade, auf den hatte ich mich ja mit am meisten gefreut, aber im Oktober steht ja auch schon der deutsche DVD/BD-Release an. Hier dann also meine Filme die es dieses Jahr werden sollen. Natürlich kann es noch zu spontanen Umentscheidungen kommen, man wird sehen.

Freitag

15:00 A.C.A.B.

Na, bei dem Titel ist der Film eigentlich Pflicht 😉 Der Trailer sieht recht actiongeladen und düster aus, beide Seiten (Hools/Demonstranten und Polizei) scheinen dabei beleuchtet zu werden. A.C.A.B. ist aber noch nicht fix gesetzt, mal schauen wann ich in Hamburg ankomme und ob die 15 Uhr Vorstellung nicht direkt zu knapp wird.

17:00 The Pact oder Brake oder lieber einfach Pause

Hm, schwierig! So richtig begeistern tut mich bis jetzt keiner der beiden Filme. Entweder ein Buried-RipOff oder ein Geisterfilm. Zusätzlich wird danach direkt der thematisch sehr ähnliche The Possession gezeigt, der vom Trailer her interessanter als The Pact aussah. Wahrscheinlich lasse ich diesen Slot sausen und gehe einfach was essen.

19:00 The Possession

Tja, mal wieder Geisterhorror und der Trailer war auch nur „nett“. Der parallel laufende Doomsday Book sieht mir aber zu abgedreht aus und ich muss ja irgendwie auf mein Tagespensum kommen. Wer weiß, vielleicht werde ich ja positiv überrascht.

21:15 Piranha3DD

Keine Frage, die Killerfische sind für mich ein absolutes muss auf dem Fantasyfilm Fest. Auch wenn sich im Netz schon die negativen Reviews häufen hoffe ich auf eine dicke Trash-Party. Wenn der Film funktioniert, dann hier mit dem FFF-Publikum.

23:15 Stitches

Nach den Killerfischen kommt noch der Killerclown. Es gibt mir ja ein wenig zu denken das immer noch kein Trailer zu Stitches verfügbar ist, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Samstag

13:00 Blind Alley

Hm, die Inhaltsangabe hört sich ganz nett an und irgendwo habe ich Netz mal ein sehr cooles Poster zu dem Film gesehen. Blind Alley ist noch ein ziemlicher Wackelkandidat, mal schauen was die Berliner zu dem Film sagen wo er schon 2 Tage früher läuft. Außerdem bietet Hamburg ja auch noch außerhalb des Kinos einige Sehenswürdigkeiten…

14:30 Flying Swords of Dragon Gate

Sieht herrlich oldschool aus und die 3D-Effekte könnten auch rocken. Bleibt nur zu hoffen das es nicht zu viel Ming-Dynastie-Gelaber gibt.

17:00 Essenszeit

Ich habe weder Lust auf Zomies (13 Eerie) noch auf den 25 HomeInvasion-Film (Replicas), also Zeit sich für den restlichen Abend zu stärken.

19:00 The Suicide Shop

Düster, morbide, mit einem gehörigen Schuss Humor. Ist auch noch nicht fix gesetzt, sieht aber interessant aus.

21:30 Killer Joe

Killer Joe wurde im Vorfeld mit guten Reviews geradezu überhäuft, der Trailer sieht klasse auf, da kann eigentlich nicht viel schief gehen.

23:45 Inbred

Seitdem ich vor einigen Monaten den ersten Trailer zu Inbred gesehen hatte bin ich gehyped. Der Film sieht einfach klasse aus, mit einer angenehmen Mischung aus Humor und Terror. Freue mich tierisch das der passend läuft!

Samstag

14:45 Get Shorty

Die Kurzfilme sind für mich jedes Jahr ein fester Bestandteil des Fantasyfilm Fests! Der optimale Start in meinen letzten Festivaltag.

17:00 Excision

Der Trailer sieht recht krass aus, dieses Drama scheint wirklich tolle Bilder zu bieten. Parallel läuft zwar auch The Dinosaur Project, es muss aber auch mal was ernsthaftes sein.

19:00 Chained

Chained wird hoffentlich ein richtig schöner Schlag in den Magen. Schön auch das Miss Lynch zu Gast sein wird und nach dem Film ein Q&A abhält. Für mich eines der Highlights dieses Jahr.

21:15 God Bless America

Auch hier war ich nach dem Trailer direkt angefixt. Ich hatte schon kurz mit dem Gedanken gespielt mir die US-DVD zu bestellen, hatte es aber mit Blick auf das FFF dann doch lieber gelassen. Schön den Film jetzt in angenehmer Festival-Atmosphäre sehen zu können.

23:30 Detention (??)

Sehen würde ich Detention schon gerne, da es sich aber hier um Film Nr 5 an diesem Tag handeln würde und ich danach noch 2 ½ nach Hause fahren muss, glaube ich das ich den eher nicht mitnehmen werde. Mal schauen wie fit ich noch bin.

Adam Chaplin

Adam Chaplin scheint halbwegs glücklich zu sein, jedenfalls hat er eine schnuckelige Freundin mit der er durch die Weltgeschichte turtelt. Eben diese hat aber leider Geldschulden bei dem Gangsterboss Denny der gar nicht so gut auf ihren Zahlungsverzug zu sprechen ist. Kurzerhand wird das arme Mädchen bei lebendigem Leib verbrannt. Das kann Alan natürlich nicht auf sich sitzen lassen und so geht er einen Pakt mit einem Dämonen ein der ihm übermenschliche Kräfte verleiht. Der Rachefeldzug beginnt.

Eigentlich bin ich nicht der größte Fan von diesen LowBudget-Produktionen, mit dem ganzen Ittenbach- und Schnaas-Kram kann ich z.B. so gar nichts anfangen. Als ich aber vor einigen Wochen den Trailer von Alan Chaplin durch Zufall auf YouTube gesehen hatte verschlug es mir allerdings die Sprache. Wenn das Ganze auch nur ansatzweise so megagory wie der Trailer verspricht werden würde musste ich dem Film wenigstens mal eine Chance geben. Und ja, liebe Freunde des schlechten Geschmackes, der Trailer verspricht nicht zu viel!

Der Film startet auch direkt durch ohne ein langwieriges Vorgeplänkel, man ist direkt in der Aktion bzw. in den ersten Minuten wird so viel Blut vergossen das selbst Ittenbach neidisch werden würde. Die Blutfontänen die aus abgerissenen Stümpfen spritzen machen dabei japanischen Produktionen wie Tokyo Gore Police alle Ehre. Alan Chaplin metzelt sich mit bloßen Händen seinen Weg durch die Massen an Gegnern. Mit einem einzigen Schlag werden hier ganze Gesichter weggeschmettert, Gliedmassen ausgerissen bzw. durchgebrochen oder einfach der komplette Körper auf eine Eisenstange gespießt. Teilweise wird das Gemetzel immer wieder von kleinen Story-Rückblenden unterbrochen, die aber nicht all zu sehr langweilen. Die Schauspieler sind natürlich größtenteils ganz klare Laien, machen Ihren Job aber verhältnissmäßig gut, wenn man sie denn mal mit denen aus anderen LowBudget-Produktionen vergleicht.

Die Effekte sind wirklich aller erste Sahne! Größtenteils handgemacht mit CGI-Unterstützung sitzt man selbst als Fan mit jahrelanger Genreerfahrung teilweise einfach nur sprachlos vor dem Bildschirm! Klasse! Was mir auch besonders gut gefallen hat waren die Masken. Der Dämon und der entstellte Oberbösewicht Denny sind wirklich spitze und richtig schön ekelig gemacht. Die Bilder sind größtenteils sehr düster, selbst bei Tageslicht wurden die Szenen mit einem Blaufilter überdeckt. Alan Chaplin verzichtet komplett auf Humor (auch wenn einige Gewaltexzesse unfreiwillig komisch daher kommen) was eine willkommene Abwechslung zur oftmals auf blödelig gemachten Konkurrenz ist. Warum die Protagonisten teilweise mit der Zeit immer zombieähnlicher werden hat sich mir allerdings nicht wirklich erschlossen.

Wie gesagt, ich bin nicht der größte LowBudget-Fan, fühlte mich aber durchweg gut von Alan Chaplin unterhalten. Das ganze kommt rüber wie eine krude Mischung aus Premutos, Cradle of Fear und aneinander gereihten MortalKombat-FinishHim Moves. Wenn Euch der Trailer zusagt solltet Ihr definitiv mal einen Blick riskieren.

Punkte: 7 von 10