Archiv für den Monat Juni 2011

Never Dead E3 Trailer – Abgedrehter Japano-Game-Trash

Ja ja, ich weiß. ich hinke mal wieder derbe hinterher, aber ich bin nunmal erst heute auf den extrem geilen E3 Trailer von Never Dead entdeckt. Generell habe ich gerade wieder den totalen Jeeper auf Japano Games… Shadow of the Damned ist gerade auf den Weg zu mir und in absehbarer Zeit stehen schon Asura’s Wrath und Cathrine vor der Tür. Vielleicht fange ich bis dahin nochmal mit Dead Rising 2 an das ich irgendwann frustriert in die Ecke gepfeffert habe. We’ll see…

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Salvage – Die Epedemie

Zwischen Beth und ihrer Tochter herrscht seit geraumer Zeit dicke Luft, weshalb es nur der Tropfen ist, der das Fass zum überlaufen bringt, als Jodi die Mutter mit dem Nachbarn im Lotterbett überrascht. Nach heftigem Streit flüchtet Jodi zur Freundin, und als Beth ihr nacheilen will, bricht aus heiterem Himmel die Hölle los: Schwer bewaffnete und schrecklich nervöse Soldaten stürmen das Dorf, zwingen die Bewohner, in ihren Häusern zu bleiben, und schießen nieder, wer Widerstand leistet. Etwas Schreckliches muss geschehen sein, doch Beth sorgt sich mehr um ihre Tochter.

 Mal hat man Glück mit Blindkäufen, mal hat man Pech! Ganz oft sind diese ganzen B-Movies die man allein wegen der Cover oder der halbwegs interessanten Geschichte kauft aber auch nur purer Durchschnitt. Ganz genauso ist es bei Salvage. Salvage ist nicht wirklich schlecht, braucht aber viel zu lange um richtig in Fahrt zu kommen. Es geht zwar relativ schnell los, doch leider zieht einem der Film in der ersten Stunde nicht mit! Zu oft hat man die gleichen Abläufe schon gesehen um hier noch mitfiebern zu können. Man weiß zwar nicht war da überhaupt vor sich geht, man will es aber auch gar nicht so richtig wissen. Erst in den letzten 20 Minuten legt die Story einen Zahn zu und es kommt ein wenig Grusel und Spannung auf! Besonders die eigentliche Bedrohung hat mir gut gefallen und war recht creepy. Die Schauspieler gehen gerade noch i.O., da hat man in ähnlichen Werken schon schlechteres gesehen, aber vielleicht hätte man noch den ein oder anderen Splatter-Effekt mit in den Film packen sollen um auch uns Gore-Hounds etwas zu bieten. Eine Kaufemfehlung kann ich für Salvage nicht aussprechen, die Leihgebühr in der Videothek ist er allerdings schon wert (wenn denn gerade nichts besseres da ist ;)).

 Punkte: 6 von 10

Rob Zombie dreht Waschmittel-Werbespot

Jep, Rob Zombie ist ein Allroundtalent, egal ob Comics, Filme oder Musik. Was der Mann anfasst gefällt mir meistens verdammt gut! Jetzt hat Zombie für die Waschmittelmarke Woolite einen Werbespot gedreht und auch dieser trägt ganz klar seine Handschrift. Ich würde mir wünschen noch ein paar andere Genre-Regisseure würden mal so ein Projekt wagen… Wie wäre es z.B. wenn Takeshi Miike einen Spot für Barbie drehen würde 😉

Rob Zombie Live am 14.06 in Hamburg!

Landei Rotze allein in Hamburg! Da meine Freundin leider kein Frei bekam und meine Kumpels keinen Bock hatten machte ich mich am 14 halt alleine auf nach Hamburg um mich von den Livequalitäten Rob Zombies zu überzeugen. Nach 2 ½ Stunden mehr oder weniger anstrengender Autofahrt (mit dem GameOne Podcast kann man verdammt gut die Zeit totschlagen!), kam ich dann endlich an meinem Hotel an. Schnell eingecheckt, dann musste ich auch schon weiter zum Saturn wo Zombie ein Autogramm Stunde abhielt.

Dort angekommen reihte ich mich in die nicht kleine Warteschlange ein und wartete brav bis die Stargäste dann endlich auftauchten. Auf Grund der Massen konnte man leider keinen Small Talk mit Zombie halten und eigentlich war man auf 1 Autogramm beschränkt (ich konnte trotzdem 2 ergattern ;)) Das ist auf dem Weekend of Horrors irgendwie angenehmer, dafür war die ganze Aktion umsonst. Danach zurück ins Hotel, frisch machen, was essen und auf zur Reeperbahn in die Große Freiheit 36. Eigentlich bin ich nicht so der Metal Fan, es gibt zwar einige Songs von Zombie die ich richtig geil finde, vieles gefällt mir aber auch nicht so richtig. Was mich eher zur Show gezogen hat war die fantastische Live Show die er bieten soll. Auf YouTube bekommt man ja schon einen guten Eindruck was da abgeht: Feuer, GoGo-Tänzerinnen, Roboter die über die Bühne stratzen und Leinwände die Clips aus Horrorfilmen zeigen. Dementsprechend ernüchtert war ich als ich in der Großen Freiheit ankam und merkte das es ein relativ kleiner Laden ist, dessen Bühne für eine fette Liveperformance eher nicht ausgelegt ist. Egal, mal schauen was da kommt! Die Vorband spielte bereits (Namen habe ich vergessen) und heizte der Menge mit nettem Horror Punkt schon ganz gut ein. Ich konnte mich nicht so ganz entscheiden ob ich die Stimme der Sängerin eher schrebellig oder passend fand, alles in allem war die Gruppe aber ganz OK!

Um kurz nach 9 betrat Zombie dann endlich die Bühne und rockte auch direkt los. Ok, keine Feuershow, keine Clips und keine Roboter, war aber auch gar nicht nötig. Zombie rast von einer Ecke der Bühne in die andere, tanzt, wirbelt umher und heizt der Menge richtig ein! Der Sound ist klasse und die Songs kommen Live noch mal ein ganzes Stück härter rüber! Super, hier wurden mir endlich mal wieder so richtig die Ohren durchgepustet! Das ganze war halt kein riesen Festivalgig, sondern kam eher wie ein kleines Clubkonzert rüber. Zu meiner Überraschung war Zombie auch recht sympathisch und hatte sichtlich Spaß! Alles Hits, von What?!, Demon Speeding, Numb, Superbeast, Living Dead Girl bis hin zu natürlich Dragula wurden der Crowd entgegengeschmettert und von dieser ordentlich abgefeiert! Was mir nicht so gefallen hat, war das die Band 2 mal von der Bühne verschwunden ist und sich dann relativ lange bitten lies bis dann endlich die Zugaben gespielt wurden. Keine Ahnung, vielleicht haben die Jungs einfach ein wenig länger zum wechseln der Kostüme gebraucht. Nach 1 ½ Stunden war der Spuk dann auch leider schon vorbei! Alles in allem muss ich sagen das ich total geflasht von dem Konzert war und bin! Ich hoffe Zombie lässt sich nicht wieder 15 Jahre Zeit um uns mal wieder zu beehren, ich bin nächstes mal definitiv wieder dabei!

 

 

Rob Zombie Double-Feature

Morgen ist es endlich soweit, nach mehr als 10 Jahren rockt Rob Zombie endlich wieder über deutschen Boden, und ich bin in Hamburg dabei. Was liegt also näher als sich schon mal filmisch mit seinen beiden Erstlingswerken House of a 1000 Corpses und The Devil’s Rejects darauf einzustimmen?!

Los ging es mit House of a 1000 Corpses der einer Achterbahnfahrt gleicht. Es geht direkt los, man hat keine Zeit zum verschnaufen und viel zu schnell ist alles vorbei! HO1000C ist mehr oder weniger in 3 Teile gesplittet. Beginnt das ganze noch recht cheesy und witzig mit Captn. Spaulding und seiner Murder Ride Tour, wechselt das ganze nach 35 Minuten in einen waschechten Torture Film nur in dann in einem totalen Over the top Horrorfilm zu gipfeln der einen Scheiß auf Realismus gibt. Diese Unausgeglichenheit mag dem einen oder anderen negativ auffallen, ich finde es super wie Zombie einfach alles durcheinander mix was das Horrorgenre hergibt. Man merkt einfach das Zombie ein Fan ist, denn genau das hat mit HO100C und auch mit The Devil’s Rejects geschaffen: Einen Film für sich und uns, einen Film für Fans! Bunt, schrill, blutig und over the top! Aber immer noch im Rahmen ohne dabei wirklich die Grenzen des guten Geschmackes zu übertreten. HO1000C soll Spaß machen und verdammt noch mal ja, das tut er!

Nach dem großen Erfolg von House war es nur eine Frage der Zeit bis ein Nachfolger erscheinen würde. Zombie knüpft konsequent an die Ereignisse des Erstlings an und unsere „Helden“ befinden sich auf der Flucht vor dem Gesetz! Waren es in HO1000C noch die netten Teens mit denen man mitgefiebert hatte, stehen nun mehr denn je die Maniacs Otis, Baby und Spaulding im Mittelpunkt des Films. Zombie schafft es wie kein Zweiter den Zuschauer in ein Dilemma zwischen Sympathie und Abneigung für die Killer zu bringen. Natürlich verüben die 3 auf Ihrer Odysse ein Massaker nach dem anderen, aber irgendwie kann man ihnen nicht so recht böse sein. Immer wieder werden witzige Szenen eingebaut, nur damit einem 30 Sekunden das Lachen mit einem bitteren Nachgeschmack im Halse stecken bleibt! Am Ende verschwimmen dann gänzlich die Grenzen zwischen Gut und Böse und es scheint nur noch die Dunkle Seite zu geben. Großartig ist auch der authentische 70er Jahre Look des Films, hier wird einem einfach reines Exploitation-Feeling vom feinsten geboten. Das Zombie es geschafft hat, alten Genre Stars wie Bill Moseley, Sid Haig, Ken Foree und  William Forsythe zu neuem Ruhm zu verhelfen, dafür kann man ihm gar nicht genug danken. Und wenn es jemals jemanden gelungen ist, den perfekten Soundtrack für einen Film zusammen zu stellen, dann Zombie bei TDR.

Ihr merkt schon, die beiden Filme gehören zu meinen absoluten Lieblingen. The Devil’s Rejects war damas mein erster Film den ich auf dem FFF erleben durfte und ein Kinoerlebnis das bis heute ungeschlagen ist. Leider hat Rob Zombie durch das schreckliche Halloween Remake einige Sympathiepunkte bei mir verloren, die er aber locker mit Halloween 2 und El Superbeasto wieder wett gemacht hat. Bleibt zu hoffen das Lords of Salem ein ähnlich unkommerzielles Werk wie House of a 1000 Corpses und The Devil’s Rejects wird, ich bin jedenfalls schon extrem gespannt auf den ersten Trailer!

House of 1000 Corpses: 8/10

The Devil’s Rejects: 9/10

Rob Zombie Invades Germany

Yeah, und ich bin dabei!

See ya’ll in Hamburg!

Rise of Nightmares für Kinect

Tja, und da sag mal wieder eine Kinect wäre nur was für die Casual-Gamer. Die Grafik ist zwar nicht die beste, scheint aber ganz nett für ne schnelle Runde zwischendurch. Wer auf House of the Dead steht wird hier bestimmt auch gut unterhalten.

E3 – Microsoft enttäuscht erneut

Man habe ich mich die letzten Tage wieder aufgehyped! Nachdem Microsoft letztes Jahr fast ausschließlich auf Kinect-Kram gesetzt und den Core Gamer arg vernachlässigt hatte musste man dieses mal eigentlich eine Wiedergutmachung leisten. Na ja, das war wohl leider eher nichts. Begonnen hat die Microsoft PK wieder mit Livegameplay des wirklich toll aussehenden Modern Warfare 3! Die Serie wird zwar von vielen gedisst, ich fahre auf diese Bombast Aktion aber total ab und kann es kaum erwarten die Disc im November endlich in die XBox zu schieben. Zweites Highlight war natürlich Cliffy B. mit seiner wirklich spektakulären Gears of War 3 Demo in der einem riesigen Kraken-Fisch-Vieh ordentlich eingeheizt wurde. Das Spiel wird rocken, definitiv. Als Sidekick hatte Cliffy sich seinen Kumpel ICE-T dazugeholt, der zockend mit seiner fetten Sonnenbrille aber eher unfreiwillig komisch daher kam. Ach ja, Bodycount wird reaktiviert und steuert einen Song zum Spiel bei… Wer’s braucht…

Neben einem kurzen Forza 4 Trailer standen natürlich diverse neue Kinect Games im starkem Focus der PK. Kinect Star Wars, Kinect Sports Season 2, und Fable The Long Journey haben zwar schon mehr oder weniger richtige Spieler angesprochen, konnten mich aber nicht vollends überzeugen. Ganz im Gegensatz zu Rome, von dem es zwar nur einen Trailer zu sehen gab, was aber von der generellen Spielmechanik schon ganz gut funktionieren könnte. Man wird sehen, Rome werde ich aber definitiv im Auge behalten! Zusätzlich wurde noch Kinect FunLabs vorgestellt, in dem Entwicker die Chance haben ihre kleinen oder großen Ideen bzgl. Kinect dem Spieler zugänglich zu machen. Hier könnten bestimmt viele tolle und interessante Sachen erscheinen, wenn MS den Designern freie Hand lässt. Das beste: Fun Labs ist kostenlos und bereits auf XBL downloadbar (ruht schon auf meiner Festplatte, werde es morgen mal antesten). OH, Mass Effekt 3 wird man auch über die Stimmerkennung von Kinect spielen können! Warum einfach einen Knopf drücken wenn man auch mit seinem Fernseher sprechen kann 😉

Dann gab es noch den zusätzlichen Entertainment Kram wie einen exklusive UFC Deal und XBox TV. Das hat mich persönlich aber nicht so interessiert, ich will mit der Konsole zocken und kein Fernsehen schauen. Und sind wir mal ehrlich, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit das wir Deutsche / Europäer da überhaupt etwas von mitbekommen (siehe ESPN und NetFlix).

Am Ende lies MS dann noch die „Bombe“ platzen und kündigte Halo 4 an (wurde leider schon eine halbe Stunde vor der PK im Netz geleaket). Da ich mit der Halo Serie aber so gar nichts anfangen kann hat mich das dann auch nicht mehr vom Hocker gerissen.

Schade, wie gesagt hatte ich mir von der XBox PK mehr erhofft, ein neuer großer Exklusiv Titel der nichts mit Kinect zu tun hat wäre z.B. schön gewesen. Nun ruht meine Hoffnung auf Nintendo und der neuen Konsole. Und natürlich auf hoffentlich vielen neuen und vor allem spannenden 3DS Ankündigungen.

Lone Wolf – The Samurai Avenger

Vor acht Jahren tötete der sadistische Outlaw Flesher die Frau und das Kind jenes rechtschaffenen Mannes, den er zuvor mit der Aussicht auf das Leben seiner Lieben gezwungen hatte, sich selbst zu blenden. Nun ist aus dem für tot zurück gelassenen Witwer der schwarzgewandete Schwertkampfexperte Bilnd Wolf geworden, und dem steht rechtzeitig zu Fleshers Haftentlassung der Sinn nach persönlicher Abrechnung. Zuvor aber muss er erst die sieben gedungenen Superkiller töten, die ihm den Weg zu Flesher versperren

Tarantino und Rodriguez haben mit Ihrem Grindhouse Projekt eine Welle an ähnlich gearteten Schundfilm-Replikas losgetreten, zu denen sich auch Lone Wolf – Samurai Avenger zählen darf. Die Story (eine typische Rachegeschichte) wird hier zur Nebensache. Was zählt ist ein extrem cooler Score, extrem blutige Kämpfe und überdrehte Ideen! Besonders die Gegenspieler des Blinden Rächers bleiben einem länger im Gedächniss, wären da z.B. ein Sniper, eine hochschwangere Hexe (inkl. einem der derbsten Kaiserschnitte der Filmgeschichte), eine Oben-Ohne Kämpferin die hypnotisieren kann und natürlich dürfen auch Zombies nicht fehlen. Dazu gibt es immer wieder kleine Rückblenden die den Hintergrund der Gegner und Helden erklären. Neben geradezu psychodelischen Sequenzen gibt es natürlich auch den typischen Grindhouse-Look mit schlechter Bildqualität und Verunreinigungen, der hauptsächlich in den Gore-Sequenzen verwendet wurde (angeblich hat man diese nachträglich in den Film eingebaut ;)). Eigentlich gibt es an Lone Wolf nichts zu mäkeln, wenn man denn auf diese Art Film steht. Natürlich hatte man kein so hohes Budget wie Tarantino und Rodriguez zur Verfügung, was den Film aber nur authentischer macht. Man merkt ganz einfach wie viel Herzblut die Macher in diese Projekt gesteckt haben und wie viel Spaß alle beim Dreh hatten. Für jeden Fan alter Eastern- und Grindhouseschinken also eine definitive Empfehlung! Allerdings nur in der Uncut Version, die im stylischen (aber auch teurem) Mediabook erschienen ist. Der Soundtrack und ein 24-seitiges Booklet runden das Gesamtpaket dafür ab, so das der Filmfan eigentlich gerne dazu geneigt sein sollte 10€ mehr auf den Tresen zu legen!

Punkte: 8 von 10