Archiv für den Monat September 2012

Nail Gun Massacre

Nachdem eine junge Frau von einer Gruppe Einheimischer brutal missbraucht wurde beginnt eine mysteriösen Mordserie eine Kleinstadt in Arizona in Angst und Schrecken zu versetzen. Der komplett vermummte Killer scheint zu Anfang nur Jagd auf die Vergewaltiger zu machen, doch als die Opferzahlen immer weiter steigen wird klar das niemand vor der Nagel-Pistole sicher ist.

Alter Falter! Nail Gun Massacre liegt schon seit über einem Jahr ungesehen bei mir im Schrank, eigentlich hatte ich mir die DVD der CMV-TrashCollection nur wegen der schicken Minihartbox zugelegt. Keine Ahnung was mich letztens trieb die Scheibe dann doch endlich mal in den Player zu schieben. Egal, wichtig ist nur das ich regelrecht weggeblasen wurde!

So richtig viel zu erzählen gibt es über Nail Gun Massacre eigentlich nicht. Die Vergewaltigung die als Einleitung dient ist jedenfalls recht hart und passt nicht so wirklich zum fröhlich bescheuertem Mumpitz der die restlichen 80 Minuten geboten wird. Immerhin sind die Fronten damit direkt geklärt und man braucht kein Mitleid mit den von Nägeln durchsiebten Rednecks zu haben. Der Rächer im schwarzen Motorrad-Dress hüpft und schießt sich also munter durch die degenerierte Dorfbevölkerung, immer einen kessen Spruch auf den nicht zu sehenden Lippen. Der örtliche Blödbulle und sein Companion der Landarzt heften sich an die Versen des Killers, haben aber nicht wirklich einen Plan. Generell sind die Schauspieler in diesem Oldschool-Trasher natürlich unter aller Kanone, aber das macht es ja gerade so lustig. Die Gore-Effekte schwanken zwischen nett und stümperhaft, meistens bekommt man nur das Resultat, also die in den verschiedensten Körperteilen steckende Nägel zu sehen. Witzig ist auch das wenn der Killer schießt immer nur ein „Pff“ zu hören ist, aber nie ein fliegender Nagel oder wenigstens eine kleine Animation oder Explosion in der an Pistolenmündung gezeigt wird. Sei’s drum! Unbedingt zu empfehlen ist die grottige deutsche Synchro die so herrlich schlecht und hölzern ist das man aus dem Lachen gar nicht mehr rauß kommt. „So ein Arschloch, den ganzen Tag nur Polizeiauto fahren und hier die Leichen liegen lassen.“ und „Nichts besonderes hier, nur ein verlassener Leichenwagen!“ lassen vielleicht im groben darauf schließen was für Weisheiten einem hier um die Ohren gepfeffert werden. Bei einigen Szenenübergängen wird dazu noch lustige Country-Mucke eingespielt, ich wüsste zu gerne ob Nail Gun Massacre überhaupt jemals als ernsthafter Film gedacht war. Ein Twitter-Kollege betonte sogar noch die tiefe Meta-Ebene, von wegen „Vergewaltiger wird genagelt“! Und da soll mal einer sagen Trash-Filme könnten nicht auch tiefgründig sein 😉

Wer jetzt noch nicht hellhörig geworden ist sollte wohl auch lieber einen großen Bogen um den Streifen machen! Nail Gun Massacre ist eine wahre Exploitation-Perle die man sich am besten mit ein paar Gleichgesinnten und einem Kasten Bier zu Gemüte führt. Das Ganze ist weder spannend noch innovativ, bietet aber ein hohes Maß an Blut, blöden Spüchen und Brüsten. Langeweile sollte also keine aufkommen.

Punkte: 6 von 10

Resident Evil Retribution

Nachdem Alice den Kampf gegen die Umbrella-Schergen an Bord der Arcadia nicht gewinnen kann, findet sie sich nach scheinbar längerer Bewusslosigkeit in einem Forschungslabor wieder. Durch am Anfang noch unbekannte Hilfe gelingt ihr aber die Flucht aus der Zelle und so muss sich unsere Heldin mal wieder durch Unmengen Soldaten, Zombies und diversen weitere Monster ballern um den rettenden Ausgang zu erreichen.

Wenn man sich as Freund der Resident Evil Serie in manchen Internet Ecken outet begibt man sich auf ziemlich dünnes Eis! Man „habe keine Ahnung“ und sei eh ein „CGI verwöhnter Vollidiot“. Na ja, hier also noch mal offiziell: Ja, ich finde die Reihe unterhaltsam. Teil 1 ist zwar nur mittelmaß, Apocalypse megaschrott aber spätestens mit Extinction und Afterlife ist man bei ziemlich kurzweiligen HighBudget-Trash angekommen der mir doch recht viel Spaß gemacht hat. Natürlich lies ich es mir auch nicht nehmen mir mit Retribution erneut die volle Dröhnung Slow Motion zu geben.

Um es vorweg zu nehmen, wenn man es genau betrachtet ist Retribution eigentlich eine ziemliche Unverschämtheit von Film. Es wird sogar noch weniger Story als in den ohnehin schon mageren Vorgängern geboten, das bisschen was an Geschichte beigesteuert wird ist mehr als an den Haaren herbei gezogen. Man befindet sich erneut in einem unterirdischen Megakomplex der aus mehreren Testgeländen besteht welche New York, Hong Kong, Moskau und Co. repräsentieren. Durch diese Testsequenzen muss sich Alice kämpfen um zurück an die Oberfläche zu gelangen. Dadurch das man es in jedem dieser Szenarien mit einem anderen Gegnertyp zu tun bekommt wirkt Retribution mehr denn je wie ein handelsübliches Videospiel: Welt betreten, kleine Wiedersacher killen, Obermotz plätten, weiter in den nächsten Level. Auch wenn die Story auf der Strecke bleibt bekommt man dafür einiges an EyeCandy geboten. Die Kämpfe sind wirklich toll insziniert, allerdings sollten man schon einen Hang zu CGI-FX und exzessivem SlowMotion-Einsatz haben. Eigentlich auch nicht unbedingt mein Ding, hier aber größtenteils richtig cool in Szene gesetzt, selbst der 3D Effekt wusste zu gefallen. Vom Gore-Faktor hält sich auch der neuste Resident Evil Teil in Grenzen, die FSK16-Freigabe geht absolut in Ordnung. Die Monster sind schön schleimig und böse gemacht, richtig fies brutal wird es aber eigentlich nie.

Die Action ist im Endeffekt eigentlich auch das einzigst positive was man Resident Evil Retribution zusprechen kann. Eine Story ist wie eingangs erwähnt so gut wie gar nicht vorhanden und die Schauspieler stolpern hölzern wie eh und je von einer Szene zur nächsten. Die Armen Akteure könnten einem fast Leid tun, so schrecklich sind teilweise die pseudocoolen OneLiner die ihnen da von den Drehbuchautoren in den Mund gelegt wurden. Na ja, wenigsten sorgte das für den ein oder anderen unfreiwillig komischen Moment. Schon fast nicht mehr komisch sondern nahezu ärgerlich dagegen war die deutsche Synchro! Das so etwas emotionsloses auf solch eine teure Produktion gepappt wurde ist unverzeihlich und nicht nachzuvollziehen. Und wo wir gerade bei nicht nachzuvollziehen sind, was sollte eigentlich diese taube (??) Göre?! Jeder kommunizierte mit ihr in Gebärdensprache wobei sie scheinbar alles gut verstehen konnte und auch flüssig sprach. Ups, habe ich da wirklich Erklärungen oder Konsequenzen in der ResidentEvil-Welt gesucht, sorry, kommt nicht wieder vor. Für das erneute (gleich mehrfache) Auftauchen von Michelle Rodriguez gehört Retribution eigentlich eh mit sofortiger Wirkung auf den Index gesetzt. Hm, was, die hat doch bereits im ersten Teil berechtigterweise das Zeitliche gesegnet?! Stimmt, aber im neusten Ableger konfrontiert man den wohl alles schluckenden Zuschauer mit den Klonen mehr oder weniger beliebter (Film-)Serienhelden. Das Umbrella die ein oder andere Verwendung für menschliche Versuchskaninchen hat ist ja allseits bekannt, warum aber gerade bekannte Widersacher der Organisation für die Duplikate herhalten mussten leuchtete mir nicht wirklich ein. Verbuchen wir es unter Fanservice (pfff!).

Ja, das hörte sich jetzt alles nicht wirklich verlockend an, trotzdem hatte ich im Kino meinen Spaß. Resident Evil Retribution ist einfach nur schlecht und dumm, überspielt das aber halbwegs gekonnt mit der Aneinanderreihung von sexy Actionsequenzen. Man sollte mittlerweile wissen was einen erwartet wenn man sich einen Resident Evil Film anschaut, also hört auf zu nölen und bleibt einfach zu Hause wenn’s Euch nicht gefällt 😉

Punkte: 6 von 10

The Collection Trailer

Ich bin ja riesen Fan von The Collector und seit einige Tagen macht nun auch der erste Trailer zur Fortsetzung The Collection im Internet die Runde. Beim schauen kam mir direkt der Vergleich zur SAW Franchise in den Kopf, wird hier doch ebenfall der Schritt von einem kleinen Kammerspiel zu einem komplett mit Fallen bestückten Haus gegangen! Bigger, badder and bloodier scheint auch bei The Collection das Motto zu sein. Der Trailer sieht nicht schlecht aus, nur habe ich ein wenig die Befürchtung das dass Ganze dann doch zu weit ins Überzogene abdriftet. Denn mal ehrlich, die Fallen in Teil 1 waren teilweise schon ein wenig übertrieben, die hier angeteaserte Szene in der Disko lässt aber selbst Jigsaws größte Erfindungen Alt aussehen.

Die Morde von Snowtown

Der junge Jamie lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter und seinen Geschwistern irgendwo in einem der ärmeren Vororte im australischen Nirgendwo. Als seine Mutter mal wieder in die Spielhalle abhaut werden die Brüder vom pädophilem Nachbarn belästigt und nackt fotografiert. Einige Tage später tritt John in das Leben der Familie und vertreibt den Nachbar aus der Stadt. John nistet sich in der Familie ein und hetzt am Stammtisch gegen Kinderschänder, Schwule und Drogensüchtige. Doch es bleibt nicht bei den Hassreden und so beginnen er und einige Freunde gezielt Morde an jenen Minderheiten zu begehen. Jamie wird dabei immer mehr in die Geschehnisse involviert, unfähig sich der Dominanz Johns zu entziehen.

Es gibt Filme da fragt man sich im nachhinein warum man sich diese eigentlich angeschaut hat. Nicht witzig, nicht brutal, nicht wirklich actionlastig, ja nichtmal wirklich spannend. Filme die eigentlich nur ein schlechtes Gefühl in der Magengegend hinterlassen, die runter ziehen. Die Morde von Snowtown ist einer jener Filme.

Schon die ersten Szenen zeigen wo es lang geht, eine Familie der unteren sozialen Schicht, das Haus und die Umgebung verkommen, die 4 Kinder introvertiert und vernachlässigt. Alles ist grau und trist und das wird sich die nächsten knapp 2 Stunden auch nicht ändern. Und obwohl am Anfang noch nicht wirklich viel passiert ist da schon dieses flaue Gefühlt im Magen. Als John dann in die Familie eintritt wirkt das zuerst sogar richtig erleichternd, ist er doch der einzige der ein wenig Interesse und Enthusiasmus zeigt. Sämtliche Schauspieler meistern Ihre schweren Rollen mit absoluter Bravour, besonders Lucas Pittaway und Daniel Henshel die Snowtown fast komplett auf Ihren Schultern tragen verleihen Ihren Charakteren ein enorme Tiefe und Intensität. Mit welcher Leichtigkeit John von einer Greultat zur nächsten schreitet ist beängstigend! Genauso beunruhigend ist der WhiteTrash der sich scheinbar täglich zum trinken und hetzen in der heimischen Küche trifft. Wenn man teilweise mitbekommt was für Hasstriaden an einigen Kneipenstammtischen von sich gegeben werden scheint man von ähnlichen Verhältnissen auch bei uns nicht all zu weit entfernt zu sein.

Überraschenderweise wird recht wenig Augenmerk auf die eigentlichen Morde gelegt, vieles passiert im Off oder wird gar nicht gezeigt. Allerdings gibt es eine Sequenz die mit zu den verstörendsten Szenen gehört die ich in letzter Zeit auf dem Bildschirm bewundern „musste“. Generell folgt Snowtown mit einer ungewohnten Gleichgültigkeit seiner Geschichte, nur selten gibt es einen wirklichen Spannungsaufbau und so fühlt man sich als Zuschauer eher als passiver Beobachter. Selbst der sich kurz anbahnende Showdown verpufft letztendlich im nichts. Das ist aber beileibe nicht negativ zu verstehen, Snowtown ist eines jener Werke auf die man sich einlassen muss und dann geradezu mitgerissen wird.

Doch der Film macht es einem nicht wirklich leicht, viele Namen, Personen und Beziehungen prasseln auf den Zuschauer ein. Oft konnte ich einzelne Charaktere nicht wirklich identifizieren oder zuordnen. Die Reaktionen einiger Personen auf die Morde wirken teilweise seltsam, nicht eindeutig ob Lethargie, Angst oder Nichtwissen vorherrscht. Dazu kommt das komplette fehlen eines Sympathieträgers an den man sich halten kann.

Die Morde von Snowtown ist ein wahrer Magenschwinger dessen dunklem Sog man sich nur schwer entziehen kann. Auch wenn der Abspann über den Bildschirm läuft fällt das Aufatmen schwer, das Wissen das der Film auf wahren Begebenheiten basiert lässt einem in Gedanken immer wieder ins düstere Australien zurückkehren. Bravo!

Punkte: 8 von 10

Vielen Dank an Pierrot Le Fou für das freundliche bereitstellen der Rezensions-DVD!

The Lords of Salem Poster

Keine Ahnung was Rob Zombie uns auf diesem seltsamen Poster zeigen möchte, meine Aufmerksamkeit hat er jedenfalls. Ich gebe es ja zu, ich bin Fanboy, aber auf Lords of Salem bin ich wirklich gespannt, schon allein da ich den Film so gar nicht einordnen kann. Immerhin, der Streifen ist fertig gestellt und feiert seine Premiere auf dem Filmfest in Toronto. Danach wird es dann auch hoffentlich einen ersten richtigen Trailer geben. Ich hoffe das Ding vom Poster werden wir dann auch zu sehen bekommen 😉

Piranha 3DD / Piranha 2

Knapp ein Jahr ist es her seit dem blutrünstigen Piranhas am Lake Victoria Tod und Verderben über die feiernden Teenager gebracht haben. Danach ist es ruhig geworden, was niemand ahnt ist das sich die Fische über unterirdische Seen auch in andern Gewässern ausgebreitet haben. Auch in dem See der an den Wasserpark Big Wet angrenzt. Dummerweise hat Parkbetreiber Chet illegale Abflüsse zum Gewässer legen lassen und die hungrigen Fische fahren total auf das chlorhaltige Abwasser ab. Bei der großen Einweihungsparty mit David Hasselhoff, Stripperinnen und jeder Menge Bier kommt es zu einem erneuten Blutbad.

Das C-Moviestar Gary Busey nun für den VIP-Kill herhalten muss, wo im ersten Teil noch Richard Dreyfuss und Eli Roth ihr Leben ließen, ist bezeichnend für den kompletten Film. Alles ist ein bißchen kleiner und billiger als in Ajas Crowdpleaser, das soll aber nicht heißen das Piranha 3DD schlecht ist. Ganz im Gegenteil, hier wird Guilty Pleasure auf höchstem (oder eher niedrigstem) Niveau geboten.

Piranha 3DD langweilt zu keiner Minute und das ist das wichtigste bei so einem Trasher! Wenn die bissigen Fische mal gerade nicht in Action sind, werden entweder Tits&Asses in die Kamera gehalten oder unterirdische Dialoge zum Besten gegeben. Die Charaktere bieten durch die Bank konsequentes Overacting und bedienen jegliches Klischee: Vom gutherzigen Finalgirl, über den korrupten Cop bis hin zum geldgeilen Attraktionsbesitzer ist alles dabei. Sehr schön ist auch wieder Christopher Lloyd in seiner Paraderolle als schusseliger Wissenschaftler! Ansonsten nerven die Figuren nicht all zu sehr, man hat ja eh die Gewissheit das die meisten eher früher als später einen blutigen Tod finden werden.

Wo wir beim Thema Blut sind, davon gibt es natürlich auch gleich Literweise zu sehen. Abgetrennte Gliedmaßen, ein abgebissener Penis, Piranhas die sich in Hintern, Brüsten und Gesichtern verbeißen, an OverTheTop-Splatter wird nicht gegeizt. Trotzdem hatte der Vorgänger da ein wenig mehr auf dem Kasten und besonders das Finale fällt doch etwas enttäuschend und schnell abgehandelt aus. Aber mal ehrlich, die Piranhas dringen in einen Wasserpark ein, die strunzdoofen Leute hätten nur aus dem Pool steigen müssen! Ein Wunder das es überhaupt so viele Opfer gibt 😉 Wer die Möglichkeit hat sollte sich den Film im Kino und in 3D anschauen, falls möglich natürlich auf dem Fantasyfilm Fest. Durch die auf den Zuschauer zufliegenden Fische und Körperteile wird der Trashappeal noch einmal vergrößert. Zudem bietet Piranha 3DD mit „Josh cut off his penis because something came out of my vagina!“ eine der großartigsten Lines der näheren Filmgeschichte.

Bis dato also alles im grünen Bereich, was Piranha 3DD aber erst zum richtigen Partykracher macht ist der Auftritt von David Hasselhoff als er selbst. David ist als genervter Stargast bei der Eröffnung des Wasserparks dabei und entdeckt dabei seine wahre Berufung zum Life Guard… Oder auch nicht 😉 The Hoff spielt sich dabei so herrlich selbstironisch das man aus dem Lachen kaum raußkommt, auf dem Fantasyfilm Fest wurde nahezu jede Szene mit ihm frenetisch bejubelt. Sehr sympathisch der Mann, ich sollte Anaconda 3 wohl doch mal eine Chance geben.

Im Netz stolpert man immer wieder über Zerrisse von Piranha3DD, na ja, ein wirklich guter Film ist es ja auch nicht geworden. Trash-affine Zuschauer die am besten noch eine paar Gleichgesinnte und einen Kasten Bier dabei haben werden aber definitiv ihren Spaß dabei haben. Ich finde es übrigens schade, das Piranha 3DD bei uns in Deutschland als Piranha 2 vermarktet wird, dabei ist der Originaltitel doch viel passender. Da war einigen wohl die Verwechslungsgefahr zu groß.

Punkte: 7/10

Vielen Dank an Sunfilm für das freundliche bereitstellen der Rezensions-DVD!

Zuletzt gesehen…

11-11-11 6/10

Nachdem 11-11-11 im Netz ja ziemlich zerrissen wurde hatte ich mit dem schlimmsten gerechnet und wurde dann doch positiv überrascht. Der Film ist beileibe kein Meisterwerk, aber ein kurzweiliger kleiner Grusler der mit einigen netten Einstellungen aufwarten kann. Ich mag ja wenn der Horror sich im Hintergrund abspielt, eine Dämonenfratze die im hinteren Teil des Zimmers plötzlich durch das Fenster schielt empfinde ich als viel gruseliger als diese InYourFace-Erschrecker. Das Ende kommt zwar ein wenig holprig, trotzdem siedelt sich 11-11-11 bei mir noch knapp über dem Durchschnitt an.

Godzilla 4/10

Ja ja, das Remake ist ein Schlag ins Gesicht des Originals! Computer Effekte gehören in die Hölle! Usw. Usw. Ihr habt ja recht, wenn man aber mal ausblendet das es sich hier um ein Godzilla Remake handelt unterhält der Film doch einigermaßen auf typischem Emmerich KrachBumm-Niveau! Die CGI-FX sind leider ziemlich schlecht gealtert und auch der penetrante Humor ging mir mit der Zeit ziemlich auf die Nerven! Für einen Sonntagnachmittags-Snack für zwischendurch langt es aber gerade noch.

The Punisher 6/10

An sich eine gute Comicvefilmung, auch die ein oder andere Anspielung an die Ennis Geschichten hat mir gut gefallen. Generell war mir der Punisher hier aber zu zahm und zurückhaltend. Punisher: War Zone war da meiner Meinung noch ein ganzes Stück näher an der Vorlage.

Sector 7 5/10

An sich leider ein typisches Monstermovie mit mäßigen, overactenden Schauspielern. Das Ungetüm ist dabei trotz CGI recht ansehnlich designed und erinnert an die dicken Mutationen der Resident Evil Spiele/Filme. Zum Ende hin nimmt Sector 7 nochmal etwas mehr an Fahrt auf und bietet einen ordentlichen Showdown. Leider fehlt es dem Film an Blut und Splatter-FX, davon gibt es so gut wie gar nichts zu sehen.

Prometheus 7/10

Umwerfende Bilder, sinnvolles 3D, ein wuchtiger Score und Michael Fassbender in Hochform! Ganz klar, Prometheus ist ein verdammt guter Film, warum er aber diesen Hype ausgelöst hat wird mit nicht ganz klar. Ok, ich bin auch nicht der allergrößte Sci-Fi Fan und so richtig tief drin in der Alien-Mythologie bin ich auch nicht. Vielleicht ist das auch der Grund warum mir der Link zum Säure-Monster nicht ganz klar wurde bzw. ich ihn letztendlich ein wenig aufgesetzt fand. Auch die dauernd aufgeworfenen philosophischen Fragen werden leider bewusst offen gelassen. Trotzdem ist Prometheus ein unglaublich spannender Film geworden, den man auf Grund seiner Bildgewalt unbedingt im Kino sehen sollte.

A Chinese Ghost Story 10/10

Verdammt ich liebe diesen Film einfach! Als junger Bengel habe ich irgendwann mal Nachts auf ARD oder ZDF Teil 1 und 2 durch Zufall hintereinander gesehen und war total geflasht. Auch heute noch hat A Chinese Ghost Story für mich nichts von seiner Magie verloren. Die Bilder, die Musik, der Humor, die Action und selbst die etwas angestaubten FX funktionieren einfach immer noch perfekt. Wohl einer meiner ewigen AllTime-Favourites!

A Chinse Ghost Story 2 9/10

Alles was ich im zum ersten Teil geschrieben habe trifft auch hier zu! Einen kleinen Punkt Abzug gibt es für die Story die mir beim Vorgänger einfach besser gefällt (schon allein wegen der romantischen Komponenten ;)):

Cigarette Burns 8/10

Für mich DAS große Highlight der ersten Masters of Horror Staffel. Nachdem es nach Ghost of Mars ruhig um Carpenter geworden ist kommt er mit Cigarette Burns mit einem wahren Knaller zurück. In seinen 60 Minuten bietet der Film nahezu perfekte Horror-Unterhaltung; düster, spannend und brutal. Ok, die Story erinnert zwar stark an „Die Mächte des Wahnsinn“, bietet aber noch genug eigene Ideen um nicht als RipOff zerrissen zu werden. Spannend ist auch das Cigarette Burns in der FilmFreak Szene spielt und indirekt auch der Nerd in uns angesprochen wird. Würden wir „La Fin Absolue de Monde“ sehen wollen? Wahrscheinlich schon 😉

The Woman 8/10

Nachdem mich damals Offspring ja mehr als enttäuscht hatte war ich äußerst skeptisch ob denn diese Ketchum Verfilmung funktionieren könnte. Doch mit Lucky McGee wurde ein routinierter Regisseur gefunden und so konnte mich The Woman damals auf den Fantasyfilm Fest begeistern und hat auch in seiner Heimkino-Auswertung nichts von seiner Kraft verloren. Die krude Mischung auf Familiendrama, hartem Terror und Satiere auf den American Way of Life macht einfach spaß, was vor allem an den durchweg tollen Schauspielern und dem klasse Score liegt. Nur das Ende mag ein wenig überzogen daherkommen, was aber das positive Gesamtbild nicht wirkliche trüben kann.

Fist of Fury 6/10

Huijuijui, aus heutiger Sicht ist der Streifen echt unfreiwillig komisch! Sei es Lee’s dauerndes Overacting, die deutsche Synchro, die hölzerne Lovestory oder die Anschlussfehler. Trotzdem, mit ein paar Bier und Kumpels ist Fist of Fury ein kurzweiliger Spaß für zwischendurch.

Fright Night Remake 5/10

Das das Remake niemals an den Charme des Originals herankommen würde war mir eh klar. Wenn man aber halbwegs unvoreingenommen an Fright Night heran geht wird einem kurzweilige Popcon-Unterhaltung geboten, die sich auch ruhig die nicht Horror erprobte Freundin mit anschauen könnte. 1-2 gute Gags, symphatische Charaktere und ein wie immer cooler Collin Farrel lassen die 100 Minuten recht schnell vorrüber gehen. Für einen Horrorfilm wird aber definitiv zu wenige Blut und Gore geboten.

Double Impact 7/10

Ordentliche Fights und überraschend brutale Ballereien. Dazu Van Damme in einer Doppelrolle und fertig ist der kurzweilige Actioner für zwischendurch.

The Expendables 6/10

Stallone hat zu viel Screentime und es gibt zu viele CGI-FX! Dafür kracht es an allen Ecken und Enden und Eric Roberts gibt einen schön schmierigen Bösewicht. The Expendables will letztendlich zu viel und Stallone bringt keine durchgehende Struktur in seinen Film. Trotzdem unterhaltsam.

The Expendables 2

Barney Ross und seine Crew werden vom CIA-Agenten Church beauftragt einen Computer aus einem abgestürzten Flugzeug zu bergen. Natürlich läuft das alles nicht so glatt wie erhofft! Nicht nur das der Terrorist Jean Vilain Ihnen die heiße Ware abnimmt, nein, auch ein Mitglied der Expendables verliert bei dem Überfall sein Leben. Barney, Christmas und Co. schwören Rache und ziehen erneut in den Krieg.

Trotz all der (teilweise berechtigten) Kritik die damals auf The Expendabels niedergeprasselt ist hatte mich der Film gut unterhalten. Ja, Stallone kann nicht schauspielern und hatte zu viel Screentime, es gab schlechte CGI-Effekte und die Story war auch nicht das gelbe vom Ei. Letztendlich machte mir The Expendabels aber trotzdem Spaß, auch bei der aktuellen Zweitsichtung (ich hatte 6/10 gegeben). Und nun kommt also Teil 2 der dem ganzen noch mal eins drauf setzen will.

Um es gleich vorweg zu nehmen, ja, The Expendables 2 macht so gut wie alles besser als sein Vorgänger. Es ist gut das Stallone den Posten als Regisseur abgegeben hat, einerseits wirkt der ganze Film um einiges flüssiger, zum anderen steht Stallones Figur nicht mehr so im Mittelpunkt. Ok, Statham und er sind noch ganz klar die Hauptdarsteller, die restlichen Muskelmänner bekommen nun aber mehr verdiente Screentime. Besonders Dolph Lundgren hat ein paar überraschend gute Szenen. Selbst die Story ist halbwegs spannend zu verfolgen! Wirkliche Überraschungen gibt es zwar nicht, die Setpieces werden aber gekonnt abgearbeitet. Ich mag mich jetzt vielleicht ein wenig weit aus dem Fenster lehnen, aber ich fand sogar den Humor in The Expendables 2 oftmals recht witzig. Das ganze reicht von doofen OneLinern („Ruhe in Blut!“), über das typische BuddyProll-Gelaber bis hin zu richtig selbstironischen Gags auf Kosten der alternden Haudegen. Letzteres ist manchmal vielleicht ein wenig arg plakativ eingesetzt, wirkt aber immer sympathisch. Generell nimmt sich der Film zu keiner Sekunde wirklich ernst und ist immer mit einem Augenzwinkern zu sehen.

Neben der bekannten Crew stoßen noch Chuck Norris (kurz aber cool) und Jean-Claude Van Damme dazu. Dieser darf den Bösewicht mimen und das tut er mit herrlichem Overacting und sichtlichem Spaß. Ihm den Namen Jean Vilain zu verpassen war dann aber doch ein wenig zu viel des Guten! Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis sind in Teil 2 deutlich länger zu sehen und greifen dieses mal auch selber mit in die Action ein. Es war schon irgendwie cool Willis, Stallone, Arnie und Norris gleichzeitig zusammen in einer Szene zu sehen. Keine Ahnung warum Jet Li nur so einen kurzen Auftritt hat, nach der Einführungssequenz taucht er leider nicht mehr auf.

Kommen wir aber nun zu den wirklich wichtigen Sachen: Den Action-Szenen! Hier kann The Expendables 2 wieder ganz groß auftrumpfen. Egal ob ShootOuts oder krachige Nahkampfkloppereien, die Szenen rocken! Leider gibt es auch wieder ein wenig CGI-Blut und wenn mit den großen Kalibern Menschenleiber in 2 Hälften geschossen werden kommt das ebenfalls aus dem Rechner. Ansonsten wurde der Computer-Einsatz im Vergleich zum Vorgänger arg zurück gefahren was sehr löblich ist. Neben John Rambo ist The Expendabels 2 wohl mit der menschenverachtendste Mainstreamfilm seit den glorreichen 80ern. Schon nach den ersten Minuten steigt die Anzahl der Toten in schwindelerregende Höhen, natürlich immer durch einen flotten Spruch kommentiert. Überzogen, brutal, absolut unrealistisch und meiner Meinung sehr unterhaltsam. Die FSK18-Freigabe ist mehr als berechtigt und es wundert mich schon ein wenig das es der Film Uncut in die Kinos geschafft hat. Jason Statham hat dazu noch ein paar richtig toll choreographierte MarterialArts-Einlagen die angenehm ruhig gefilmt wurden. In Sachen Fights hat Statham es echt immer noch drauf!

The Exendables 2 ist wohl das geworden was der Vorgänger sein wollte: Eine völlig überzogene Verbeugung vor dem Actionkino der 80er. Kurzweilig, blutig und mit vielen Explosionen geht einem als Genrefan hier wirklich das Herz auf. In meiner Bewertung schwanke ich zwischen 7 und 8 Punkten. 8 fühlt sich irgendwie zu hoch an, besonders wenn man bedenkt das ich The Dark Knight Rises auch nur 7 gegeben hatte. Unter anbetracht dessen das es sich hierbei „nur“ um einen Actionfilm handelt hat The Expendables 2 aber nahezu alles richtig gemacht.

Deshalb: 8 von 10 Punkten