Archiv für den Monat März 2011

Mary&Max

Die kleine Mary lebt in Australien. Sie ist ein einsames Kind, ihre Mutter ist Alkoholikerin, der Vater interessiert sich mehr fürs Ausstopfen von Tieren als für die Tochter. Max ist ein einsamer, dicker Mann in seinen Vierzigern. Er lebt in New York, mag keine Menschen und leidet unter Panikattacken. Sie beginnt, ihm Briefe zu schreiben. Er antwortet, und die beiden werden über den Austausch von Briefen und Schokolade zu (Brief-)Freunden fürs Leben.

Ab und an stolpert man über Filme die einen einfach nur umhauen! Mary&Max ist einer jener zufälligen Glücksgriffe die man ganz unvoreingenommen in den Player schmeißt und von denen man absolut geplättet zurückgelassen wird. Angefangen bei den tollen Knetanimationen mit vielen kleinen und liebevollen Details bis hin zum umwerfenden Score macht Mary&Max einfach alles richtig. Größtes Highlight ist aber die wunderbare Geschichte zweier einsamen Individuen und deren Streben nach Freundschaft. Wo viele andere Filme dieser Art sich in kindlichem Humor und Kitsch suhlen blüht Mary&Max erst zu wahrer Größe auf. Mal witzig, mal tieftraurig wird die Geschichte der beiden erzählt ohne dabei in irgendwelche Klischees abzudriften. Sogar das schwierige Thema Geistige Behinderung wird extrem feinfühlig und mit einem angemessenen Augenzwinkern behandelt. Hut ab dafür!

Leider ist Mary&Max einer dieser Filme die an den meisten Menschen wohl vorbeigehen wird, wenn diese sich nur die DVD und das Backcover anschauen. Für Kinder zu düster und ernsthaft, für Erwachsene nicht richtig greifbar wird der Film wohl in vielen Kaufhäusern irgendwann in der Ramschkiste landen. Ein Schicksal das ihm wirklich nicht zu gönnen ist! Mary&Max hat mich bewegt wie kein anderer Film seit Jahren. Ein wahrlich wunderbares Meisterwerk!

Punkte: 10 von 10

Advertisements

Rotze zockt… Bejeweled Blitz

Eigentlich bin ich ja nicht so Fan von Puzzle- und Match3-Spielen, bis auf Puzzle Quest konnten mich das alles nicht so recht überzeugen. Nachdem ich aber die Demo von Bejeweled Blitz angezockt hatte musste ich mir direkt die Vollversion auf XBL runterladen. Was Bejeweled Blitz von anderen Genre-Kollegen unterscheidet ist das jede Runde nur 1 Minute geht in der dann ein möglichst hoher Highscore erzielt werden muss. So steht man direkt enorm unter Druck uns scannt den Bildschirm nach Kombinationsmöglichkeiten ab. Das Gameplay gestaltet sich angenehm hektisch, allerdings frage ich mich ob man überhaupt koordiniert vorgehen kann oder soll. Scheinbar spielt der Glücksfaktor auch eine relativ hohe Rolle. Mal hat man direkt viele verschiedene Möglichkeiten für Combos, mal muss man verzweifelt danach suchen. Wenn letzteres eintrifft kann man das Level auch schon direkt neu starten! Ich bin gespannt auf wie viele Punkte ich noch so kommen werde. Mein Highscore beträgt z.Zt. irgendwas um 190.000, da hatte ich aber auch einen ziemlichen Run 😉 Normalerweise ende ich so bei 30.000 – 60.000… Es gibt aber auch einen Erfolg für 500.000 Punkte, da ist es mir aber wirklich ein Rätsel wie man die innerhalb von einer Minute erreichen soll.

Piranha 3D

Nach einem an der Oberfläche kaum bemerkten Erdbeben wird ein malerischer See in Arizona zur Todesfalle. Schwärme von aggressiven prähistorischen Piranhas werden über eine Erdspalte freigesetzt, entdecken bei vereinzelten Tauchern und Anglern, wie schmackhaft der Mensch sein kann, und schlagen dann in einer blutigen Massenattacke zu, als Tausende junger Leute im Spring-Break-Fieber im und am Wasser Party machen. Viel Arbeit für Sheriff Julie Forester, die auch um das Leben ihrer drei Kinder kämpfen muss.

Der Ausdruck „Guilty Pleasure“ ist im Zusammenhang mit Piranha 3D ziemlich oft gefallen und das trifft den Nagel auch auf dem Kopf. Die Story ist altbacken und an den Haaren herbei gezogen, die Gewalt selbstzweckhaft und jede zweite Szene springen einem irgendwelche Titten und Ärsche ins Gesicht. Ja, eigentlich müsste man sich schämen bei Piranha 3D so einen Mordsspaß zu haben, tue ich aber nicht 🙂 Der Film trifft einfach den Nerv der Fans, mit seinen billig animierten Fischen und den extrem blutigen und witzigen Ideen. Bei dem Bademassaker im zweiten Drittel blieb sogar mir als erfahrenem Gorehound die Spucke weg. Irre für eine große Produktion was da für Effekte auf den Zuschauer abgefeuert werden. Leider lässt Piranha 3D nach diesem absoluten Splatter-Overkill gehörig nach und die letzten 15 Minuten erreichen nicht mal mehr Ansatzweise das eingeschlagene Tempo. Viel zu unspektakulär kommt das Ende daher und ärgerlich unlogisch (eigentlich bei so einem Film scheißegal, aber irgendwie stört’s dann doch ein wenig) ist es zu dem. Die letzte Einstellung ist dann natürlich auch das obligatorische Open-End und kleine Hommage an die 80er Jahre Horror-Flicks 😀 Überraschenderweise funktioniert der Film auch Zuhause ohne 3D-Effekte erstaunlich gut und es gibt nur wenige Szenen in der das „in die Kamera halten“ nervt. Natürlich ist aber der Jahrmarkstfaktor in einem entsprechenden Kino nochmal um einiges größer!

Punkte: 8 von 10