Rob Zombie Double-Feature

Morgen ist es endlich soweit, nach mehr als 10 Jahren rockt Rob Zombie endlich wieder über deutschen Boden, und ich bin in Hamburg dabei. Was liegt also näher als sich schon mal filmisch mit seinen beiden Erstlingswerken House of a 1000 Corpses und The Devil’s Rejects darauf einzustimmen?!

Los ging es mit House of a 1000 Corpses der einer Achterbahnfahrt gleicht. Es geht direkt los, man hat keine Zeit zum verschnaufen und viel zu schnell ist alles vorbei! HO1000C ist mehr oder weniger in 3 Teile gesplittet. Beginnt das ganze noch recht cheesy und witzig mit Captn. Spaulding und seiner Murder Ride Tour, wechselt das ganze nach 35 Minuten in einen waschechten Torture Film nur in dann in einem totalen Over the top Horrorfilm zu gipfeln der einen Scheiß auf Realismus gibt. Diese Unausgeglichenheit mag dem einen oder anderen negativ auffallen, ich finde es super wie Zombie einfach alles durcheinander mix was das Horrorgenre hergibt. Man merkt einfach das Zombie ein Fan ist, denn genau das hat mit HO100C und auch mit The Devil’s Rejects geschaffen: Einen Film für sich und uns, einen Film für Fans! Bunt, schrill, blutig und over the top! Aber immer noch im Rahmen ohne dabei wirklich die Grenzen des guten Geschmackes zu übertreten. HO1000C soll Spaß machen und verdammt noch mal ja, das tut er!

Nach dem großen Erfolg von House war es nur eine Frage der Zeit bis ein Nachfolger erscheinen würde. Zombie knüpft konsequent an die Ereignisse des Erstlings an und unsere „Helden“ befinden sich auf der Flucht vor dem Gesetz! Waren es in HO1000C noch die netten Teens mit denen man mitgefiebert hatte, stehen nun mehr denn je die Maniacs Otis, Baby und Spaulding im Mittelpunkt des Films. Zombie schafft es wie kein Zweiter den Zuschauer in ein Dilemma zwischen Sympathie und Abneigung für die Killer zu bringen. Natürlich verüben die 3 auf Ihrer Odysse ein Massaker nach dem anderen, aber irgendwie kann man ihnen nicht so recht böse sein. Immer wieder werden witzige Szenen eingebaut, nur damit einem 30 Sekunden das Lachen mit einem bitteren Nachgeschmack im Halse stecken bleibt! Am Ende verschwimmen dann gänzlich die Grenzen zwischen Gut und Böse und es scheint nur noch die Dunkle Seite zu geben. Großartig ist auch der authentische 70er Jahre Look des Films, hier wird einem einfach reines Exploitation-Feeling vom feinsten geboten. Das Zombie es geschafft hat, alten Genre Stars wie Bill Moseley, Sid Haig, Ken Foree und  William Forsythe zu neuem Ruhm zu verhelfen, dafür kann man ihm gar nicht genug danken. Und wenn es jemals jemanden gelungen ist, den perfekten Soundtrack für einen Film zusammen zu stellen, dann Zombie bei TDR.

Ihr merkt schon, die beiden Filme gehören zu meinen absoluten Lieblingen. The Devil’s Rejects war damas mein erster Film den ich auf dem FFF erleben durfte und ein Kinoerlebnis das bis heute ungeschlagen ist. Leider hat Rob Zombie durch das schreckliche Halloween Remake einige Sympathiepunkte bei mir verloren, die er aber locker mit Halloween 2 und El Superbeasto wieder wett gemacht hat. Bleibt zu hoffen das Lords of Salem ein ähnlich unkommerzielles Werk wie House of a 1000 Corpses und The Devil’s Rejects wird, ich bin jedenfalls schon extrem gespannt auf den ersten Trailer!

House of 1000 Corpses: 8/10

The Devil’s Rejects: 9/10

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Veröffentlicht am 13. Juni 2011 in Film-Reviews und mit , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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