Lone Wolf – The Samurai Avenger

Vor acht Jahren tötete der sadistische Outlaw Flesher die Frau und das Kind jenes rechtschaffenen Mannes, den er zuvor mit der Aussicht auf das Leben seiner Lieben gezwungen hatte, sich selbst zu blenden. Nun ist aus dem für tot zurück gelassenen Witwer der schwarzgewandete Schwertkampfexperte Bilnd Wolf geworden, und dem steht rechtzeitig zu Fleshers Haftentlassung der Sinn nach persönlicher Abrechnung. Zuvor aber muss er erst die sieben gedungenen Superkiller töten, die ihm den Weg zu Flesher versperren

Tarantino und Rodriguez haben mit Ihrem Grindhouse Projekt eine Welle an ähnlich gearteten Schundfilm-Replikas losgetreten, zu denen sich auch Lone Wolf – Samurai Avenger zählen darf. Die Story (eine typische Rachegeschichte) wird hier zur Nebensache. Was zählt ist ein extrem cooler Score, extrem blutige Kämpfe und überdrehte Ideen! Besonders die Gegenspieler des Blinden Rächers bleiben einem länger im Gedächniss, wären da z.B. ein Sniper, eine hochschwangere Hexe (inkl. einem der derbsten Kaiserschnitte der Filmgeschichte), eine Oben-Ohne Kämpferin die hypnotisieren kann und natürlich dürfen auch Zombies nicht fehlen. Dazu gibt es immer wieder kleine Rückblenden die den Hintergrund der Gegner und Helden erklären. Neben geradezu psychodelischen Sequenzen gibt es natürlich auch den typischen Grindhouse-Look mit schlechter Bildqualität und Verunreinigungen, der hauptsächlich in den Gore-Sequenzen verwendet wurde (angeblich hat man diese nachträglich in den Film eingebaut ;)). Eigentlich gibt es an Lone Wolf nichts zu mäkeln, wenn man denn auf diese Art Film steht. Natürlich hatte man kein so hohes Budget wie Tarantino und Rodriguez zur Verfügung, was den Film aber nur authentischer macht. Man merkt ganz einfach wie viel Herzblut die Macher in diese Projekt gesteckt haben und wie viel Spaß alle beim Dreh hatten. Für jeden Fan alter Eastern- und Grindhouseschinken also eine definitive Empfehlung! Allerdings nur in der Uncut Version, die im stylischen (aber auch teurem) Mediabook erschienen ist. Der Soundtrack und ein 24-seitiges Booklet runden das Gesamtpaket dafür ab, so das der Filmfan eigentlich gerne dazu geneigt sein sollte 10€ mehr auf den Tresen zu legen!

Punkte: 8 von 10

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Veröffentlicht am 2. Juni 2011 in Film-Reviews und mit , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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