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#Horrorctober – Ein kleiner Zwischenstands-Bericht

Halloween

Oh oh… Der Monat neigt sich langsam dem Ende zu und ich hinke mit meinen 12 Filmen doch ein wenig hinterher… Das könnte eine knappe Kiste werden, hier aber schonmal ein kleiner Zwischenstand zu den bisher gesehenen Filmen:

Prerservation

Was den Backwood-Slasher Bereich angeht hat man in den letzten Jahren ja schon so einiges an Quark vorgesetzt bekommen… Unzählige Teens wurden von sämtlichen Inkarnationen des modernen Hinterwäldlers vergewaltig, gejagt und letztendlich möglichst blutig um die Ecke gebracht. Zu Preservation hatte ich eigentlich nur gegriffen weil er in der schönen MediaBook-Reihe von Pierrot Le Fou erschienen ist. Gott sei Dank möchte ich sagen den Preservation ist ein richtig schön dreckiger Menschenjagd-Streifen geworden. Was den Film ausmacht ist seine Bodenständigkeit! Kein SchnickSchnack, keine überzogenen Storytwists oder Gore Exzesse… Preservation kommt auf den Punkt und das ist auch gut so! Die 3 Gejagten sind recht sympathische und halbwegs glaubwürdige Charaktere und endlich mal nicht die notgeilen Teens denen man den Tod geradezu an den Hals wünscht. Die Killer bleiben lange Zeit im Hintergrund nur um dann um so rigoroser zuzuschlagen. Gut gefallen hat mich auch das ein Großteil des Filmes bei Tageslicht spielt und nicht wie sonst so oft bei tiefer Nacht. Wirklich viel Neues hat Preservation also nicht zu bieten (bis auf einen kleinen Twist), das Ganze ist aber so gut umgesetzt das die knackigen 80 Minuten wie im Flug vergehen.

Punkte: 7/10

The Town that dreaded Sundown

Angeblich ist Vorwissen ganz nützlich wenn man sich noch das Remake anschauen will, andernfalls hätte ich mir diesen TrueCrimeSlasher von 1976 wohl nicht mehr angetan. Der Film ist ein wenig wie eine Doku inkl. Kommentator aufgemacht, wirkt dabei aber so angestaubt das wohl auch vor 40 Jahren kein Zuschauer im Kinosessel gezittert hat. Wir folgen einer Polizeieinheit die Jagd auf den Phantomkiller macht, sich dabei aber so dilettantisch anstellt das man nur hoffen kann dass es in der Wirklichkeit damals besser gelaufen ist. Garniert mit ein paar seltsamen Humoreinlagen fällt es einfach schwer mit den Detectives mitzufiebern. Das gilt leider auch für den Killer, der durch sein dämliches Schnauben unfreiwillig komisch wirkt. Die Slasher-Einlagen wirken willkürlich eingespielt, eine Charakterisierung der Opfer findet nicht statt so dass man auch nicht mitleidet. Alles in Allem ist The Town that dreaded Sundown ein ziemlich angestaubtes Filmchen ohne Spannung und Charme das heutzutage niemanden mehr hinterm Ofen hervor lockt. Hoffentlich hat sich das Anschauen wenigstens für das Remake gelohnt.

Punkte: 3/10

The Town that dreaded Sundown Remake

Das „Remake“ (oder wie auch immer man es nennen möchte) hatte im Vorfeld ja viele gute Kritiken einheimsen können. Was man dem Film lassen muss ist die interessante Meta-Ebene, in seinem Universum gibt es einerseits den Originalfilm wie auch die Morde auf denen das Original ja basiert. Die kleine Stadt Texakana wird erneut von einem Killer heimgesucht und die Protagonisten vermuten den Täter unter der ehemaligen Mitwirkenden der Filmcrew. Ok, der Film spielt wirklich ganz nett mit der Grundidee, ansonsten handelt es sich hier aber um einen recht mittelmäßigen Slasher der leider auch nicht wirklich spannend ist. Der Look ist zwar ganz schön und auch das Texas-Feeling hat mir gefallen, ansonsten herrschte aber die meiste Zeit Langeweile. Die Morde sind nur mäßig blutig, die Whodunnit-Story uninteressant und der Killer wenig spektakulär… Muss man nicht sehen.

Punkte: 5/10

The Hills Run Red

The Hills Run Red ist eine verdammt kurzweiliger Backwood-Slasher der konsequent auf’s Gaspedal drückt und dazu sogar noch die ein oder andere Überraschung bietet. Auch visuell hat der Film einiges zu bietet, wechselt das Gezeigte doch immer wieder zwischen der „Wirklichkeit“ und einem „Film im Film“ im besten Grindhouse-Look. Auch der Look des Killer weiß zu überzeugen und bis 1-2 CGI-Ausrutscher sind die Gore-FX schön handgemacht. Generell verstehe ich nicht so ganz warum The Hills Run Red so ein Nischendasein fristet, sticht her doch mehr als positiv aus dem Genreeinerlei herauß.

Punkte: 8 von 10

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