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Friday the 13th – Jason Goes To Hell und Jason X

Jason Goes To Hell

Nach wohl einem der coolsten Intros der Slasher-Geschichte verlässt der Film mal wieder die bekannten MaskenMörder-Pfade und verwandelt sich erstmal in ein waschechtes BodySnatcher-Movie. Jasons „Geist“ übernimmt immer wieder den Körper anderer Personen um an seine Ziele zu gelangen. Das stellt zwar den bisherigen Serien-Canon etwas auf den Kopf, das hat die Macher aber ja noch nie so wirklich interessiert. Erst im Finale greift der „echte“ Jason wieder in das Geschehen ein was in einem kurzen Cameo von Freddy Krüger gipfelt der die Mutmaßungen der Fans auf Jahre einheizen würde was einen gemeinsamen Film betrifft. Ansonsten bietet Jason Goes To Hell wohl einige der härten Gore-FX die das Franchise zu bieten hat (jedenfalls in der Unrated Fassung) und einen netten 90er-Jahre Vibe. Generell nimmt sich der Teil für mein Empfinden ein wenig zu ernst, die letzten Teile und besonders die beiden Nachfolger gefallen mir in dieser Beziehung um einiges besser.

Punkte: 6 von 10

Jason X

Da sich die Produzenten wohl noch nicht zu einem Killer-Clash mit Freddy durchringen konnten verschlägt es Jason nun erstmal in den Weltraum. Jason X ist nicht sonderlich gruselig und eher SiFi-Aktion als Horror, dafür aber ungemein kurzweilig. Langeweile kommt hier zu keiner Sekunden auf und auch der Boob-Faktor ist überraschend hoch. Außerdem gibt es neben einer kampfwütigen Androidin und einem Hologramm-CrystalLake auch einen mutierten Über-Jason zu bestaunen… Na wenn das nichts ist! Hirn über Bord und hoch die Tassen.

Punkte: 7 von 10

Friday the 13th – The New Blood und Jason Takes Manhattan

Friday the 13th – The New Blood

Wohoo, endlich in der Kane Hodder Ära angekommen. Kane Hodder ist mir von allen Jasons der Liebste, seine bullige Statur passt einfach perfekt zum unaufhaltsamen Maskenkiller. The New Blood würzt das Slasher-Einerlei mit weiteren Mysterie-Komponenten, unser Final-Girl ist nämlich telepathisch veranlagt, was ihr beim Endkampf natürlich ziemlich nützlich ist. Mittlerweile ist Jason auch richtig schön oft und ausgiebig zu sehen, leider geriet The New Blood überraschend blutleer. Bei den Kills wird meist früh weggeblendet und nur das Ergebnis ist zu sehen. Schade, da wäre deutlich mehr drin gewesen, denn seien wie mal ehrlich, Jason darf ruhig auch mal ein wenig rumsauen 😀 So richtig sympathisch ist das Final-Girl leider auch nicht, da habe ich mit Teens schon mehr mitgefiebert. Großes Highlight von The New Blood ist aber als Jason aus dem Wald gestapft kommt und plötzlich ein riesige elektrische Astsäge dabei hat… Keine Ahnung wo er die hergezaubert hat 😀 Na ja, der Killer von Welt ist halt immer gut vorbereitet. Auch das Finale ist so an den Haaren herbei gezogen das man nur ungläubig mit dem Kopf schütteln kann.

Punkte: 5 von 10

Friday the 13th – Jason Takes Manhattan

Man muss es den Machern ja lassen, sie versuchen wenigstens ein bißchen frischen Wind in die bekannten Slasher-Gefilde zu bringen. Dieses mal verschlägt es Jason auf ein „Kreuzfahrtboot“ und in die große Stadt, der Szenario-Wechsel rauß aus den Wäldern tut der Serie ziemlich gut. Das Boot an sich ist schon der Brüller, von außen sieht es aus wie ein ziemlich abgehalfteter Kahn der auch nicht all zu groß ist, der Film verkauft uns das Ding aber als riesen Dämpfer mit allem SchickiMicki wie Disco, Sauna usw. Aber egal, wer fragt in einem Friday Film schon nach Logik 😉 Die Szenen in New York sind echt klasse, ziemlich cool Jason auf dem Times Square spazieren gehen zu sehen. Überraschend ist allerdings das er nur Augen für das FinalGirl hat und alle anderen potentiellen Opfer links liegen lässt die ihm dort in der großen Stadt über den weg laufen. Na ja, ansonsten verhält es sich bei Jason Takes Manhattan wie bei The New Blood, Jason bekommt schön viel Screentime, der Film hätte aber gerne ein ganzes Stück blutiger ausfallen dürfen. Auch das Finale ist recht lahm, dafür geht es fast direkt von der ersten Minute an zur Sache ohne viel Vorgeplänkel.

Punkte: 7 von 10

Friday the 13th – A New Beginning und Jason Lives

Friday the 13th – A New Beginning

Film Nummer 2 um Tommy, der die Geschehnisse im vorherigen Teil wohl nicht ganz so gut verkraftet hat und nun als Jugendlicher in eine Psychatrische Einrichtung eingewiesen wird. Natürlich beginnen auch hier die Teens wie die Fliegen wegzusterben und wie sollte es auch anders sein fällt der Verdacht sofort auf Tommy. A New Beginning ist mit Teil 2 meiner Meinung der schlechteste Teil des Franchises. Man wollte einfach mal etwas Neues probieren und versetzt den Film mit Thriller- und Whodunnit-Elementen. Hockeymasken-Aktion gibt es in Teil 5 leider nur ganz am Ende. Die Morde passieren meist aus dem Off so dass der Zuschauer mitraten kann ob Tommy hier am Werk ist oder Jason doch dem Grab entstiegen ist. Leider trifft weder das eine noch das andere zu, hinter der Maske steckt ein Rettungsfahrer dem die Sicherungen durchgebrannt sind und einen auf Copycat-Killer macht. Was ein Quatsch! Das Tommy hier als unsympathischer und ziemlich schweigsamer Emo-Teen dargestellt wird macht das Ganze nicht besser. Beim nächsten Friday-Marathon wird A New Beginning definitiv übersprungen.

Punkte: 3 von 10

Friday the 13th – Jason Lives

Jetzt geht’s los! In Jason Lives mutiert Mr. Voorhees endgültig zum unbesiegbaren Zombie-Monster. Das sieht nicht nur cool aus, endlich kann auch noch der letzte Rest von Realitätsanspruch über Bord geworfen werden. Jason reißt mittlerweile ohne Probleme Arme aus oder drückt Gesichter durch Autowände… Doof aber unterhaltsam. Was Jason Lives neben den kreativen Kills aber zu einem meiner Lieblingen der Reihe macht ist das der Film sich zu keiner Zeit ernst nimmt und das auch offen und selbstironisch zeigt. Eingefleischten Slasher-Fans könnte das auf die Nerven gehen, ich fand das aber ganz erfrischend.

Punkte: 7 von 10

Friday the 13th – Teil 2, 3 und The Final Chapter

Weiter geht’s mit meinem kleinen Friday the 13th Marathon. So richtig toll sind die Teile 2-4 ja nicht, aber da muss man wohl durch.

Friday the 13th Part 2

Konsequente Weiterführung des ersten Teils. Alles beginnt mit einem kleinen Recap des Vorgängers und einer anschließenden Slasher-Sequenz die so gar nicht in den Seriencanon passt: Warum zur Hölle sollte Jason in die Stadt kommen?! Na egal, immerhin gibt es ein kurzes Wiedersehen mit Alice die dann aber relativ schnell das zeitliche segnet. Größte Neuerung ist das nun auch endlich Jason himself in Aktion tritt. Noch hat er seine ikonische Hockeymaske zwar noch nicht gefunden und muss sich mit einem ollen Sack zufrieden geben, generell kommt aber schon mehr Slasher-Feeling auf. Die Jagdsequenzen sind halbwegs rasant insziniert und nur der Showdown zieht sich etwas arg in die Länge. Einer der schlechtesten Teile der Reihe.

Punkte: 4 von 10

Friday the 13th Part 3

So langsam nimmt die Serie fahrt auf, Teil 3 ist ziemlich kurzweilig geraten und weißt nur noch wenig Längen auf. Die Charaktere sind halbwegs sympathisch ohne all zu viel zu nerven. Größtes Highlight ist natürlich das Jason endlich seine Maske bekommt. Damals lief der Film in 3D im Kino was zu einigen unfreiwillig komischen InYourFace-Effekten führt, zum schreien was da alles direkt in die Kamera gehalten wird. Im Finale gibt es dann noch eine schöne Hommage an den ersten Teil, alles in allem eine Runde Sache.

Punkte: 6 von 10

Friday the 13th – The Final Chapter

Lach, wie gedacht war dieses Kapitel der Reihe dann doch nicht so final wie angekündigt 😀 So richtig viel Neues gibt es im vierten Teil auch nicht zu sehen. Jason ist mittlerweile schön bullig und zur unaufhaltsamen Killermaschine mutiert die wir alle so lieben. Die Teens sind allesamt Arschgeigen, es fällt also leicht Jason beim killen anzufeuern. Nur ein sehr junger Corey Fieldmann als Tommy sticht herauß der den Killer letztendlich auch mit einem Trick zur Strecke bringt. Ein typischer Freitag der 13 Film, stumpf aber spaßig.

Punkte: 6 von 10

Friday the 13th – Teil 1

Ahhhh… Friday the 13th… Neben A Nightmare on Elm Street die für mich wohl wichtigste und prägendste Horrorfilmreihe! Wenig ist im Genrefilm so ikonisch wie Jasons Hockeymaske oder sein langsam-behäbiger Gang nur um seine Opfer dann letztendlich doch noch zu erwischen. Das die Reihe dabei immer absurdere Ausmaße annahm nur um dann im spektakulären Clash mit Freddy Krüger zu enden macht sie für mich sogar noch sympathischer. Da können die doch etwas biederen Halloween-Filme einfach nicht mithalten. Nach langem warten ist bei mir nun die US-BluRay Collection angekommen, der ideale Zeitpunkt also sich noch mal durch alle 12 Filme zu glotzen. Zu jedem Teil wird es die nächsten Tage (oder Wochen?!) ein paar Sätze geben, wirkliche Neuerungen und Innovationen muss man bei der Reihe ja eh mit der Lupe suchen 😀 Besonders freue ich mich schon auf die KaneHodder-Filme, (7-10) die ich in besonders guter Erinnerung habe. Nun denn, lasst das schlachten beginnen!

Friday the 13th

Neben Halloween DER Grundstein des Slashergenres! Hier wurden die Genreregeln aufgestellt die auch 30 Jahre später noch gelten. Egal ob Sex, Alkohol, Drogen oder einfach nur gute Laune, für die Teenager wird die Zeit im Film nie wieder wirklich unbeschwert sein. Seien wir ehlich, Friday the 13th wirkt aus heutiger Sicht etwas angestaubt, auch wenn einige Slasher-Sequenzen doch überraschend spannend aufgebaut wurden. Der Killer wird hier noch durch die subjektive Kamereinstellung dargestellt und am Ende erst wird enthüllt wer denn nun hinter den Morden steckt. Heutzutage sorgt Mrs. Voorhees zwar nur noch für ein wohlwollendes Schmunzeln, damals muss die Überraschung beim Kinopublikum aber groß gewesen sein. Dazu kommen einige für damals überraschend deftige Gore-Sequenzen und fertig war der Blockbuster der die Leute damals scharenweise in die Kinos lockte (in den USA jedenfalls). Wie gesagt, aus heutiger Sicht ist Friday the 13th wohl eher aus Genrehistorischer-Sicht interessant, aber hier liegen nun mal die Anfänge eines Franchises das sich bis heute in der Popkultur etabliert hat.

Punkte: 5 von 10

Home Sweet Home

Sara und Frank sind ein glücklich verheiratetes Paar das sich plötzlich in einem Alptraum wieder findet: Ein psychopatischer Killer hat sich ins Haus geschlichen und sämtliche Fluchtmöglichkeiten verriegelt. Ein tödliches Katz und Maus Spiel beginnt.

Bei den HomeInvasion-Filmen handelt es sich um ein Untergenre das im Prinzip immer nach den gleichen Mustern abläuft: Ein Killer (gerne auch mal mehrere) dringt ins vertraute Heim ein und terrorisiert die dort wohnende Familie. Viele Regisseure versuchen Ihren Filmen dann noch ein kleines Alleinstellungsmerkmal mitzugeben um sie von der Konkurrenz abzuheben. Home Sweet Home geht da eher einen Schritt zurück und reduziert sich auf das nötigste:

1 Ehepaar mittleren alters
1 Haus
1 Killer

Kein SchnickSchnack, keine weltbewegenden Twists, keine wirklichen Überraschungen. Doch gerade dadurch mausert sich Home Sweet Home zum absoluten Genre-Geheimtip der eine unheimlich dichte und auswegslose Atmosphäre aufbaut. Der Film nimmt sich Zeit um das Setting aufzubauen, in den ersten 10 Minuten wird beispielsweise kein Wort gesprochen und man folgt nur dem „Eindringling“ durch das noch leere Haus. Da es letztendlich nur 2 Opfer gibt hält sich der Bodycount natürlich entsprechend in Grenzen, mehr Zeit bleibt aber dafür eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen. Bei denen handelt es sich übrigens nicht um die typische Bilderbuch-Familie oder nervige Twens sondern um recht bodenständige mitte Dreißiger. Garniert wird das Ganze noch mit 1-2 derberen Gewaltspitzen die durch ihren behutsamen Einsatz um so wirkungsvoller sind und der tollen Maske des Killers die mal so richtig creepy ist.

Was ein wenig negativ auffällt ist die etwas unnötige und absehbare Auflösung der Identität des Killers, viel effektiver wäre es gewesen wenn man diese für den Zuschauer im Unklaren gelassen hätte. Manch einer wird sich auch am etwas gesetzterem Tempo stören, doch gerade das macht den Film meiner Meinung so besonders. Wer endlich mal ein wenig Abwechslung vom hektischen Videoclip-Style heutiger Produktionen haben möchte ist bei Home Sweet Home genau richtig aufgehoben.

Punkte: 7 von 10

Fantasyfilm Fest Nights 2014: Wolf Creek 2

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Mick Taylor zieht mit seinem Truck wieder durch das Outback um eben jenes vom Abschaum der Menschheit zu säubern. Dieser Abschaum kann alles und jeder sein, so wie es dem mehr als leicht durchgeknallten Mick gerade passt: Farmer, Tramper, Touristen und sogar Polizisten stehen auf seiner Abschussliste. Einmal in seinem Visier scheint es kein Entkommen mehr zu geben.

Wolf Creek hatte mir damals auf Grund seiner tollen Landschaftsaufnahmen und dem sympathischen Bösewicht recht gut gefallen und obwohl beide Faktoren auch im zweiten Teil zu finden sind verließ ich doch etwas enttäuscht das Kino. Aber fangen wir vorne an, beginnt der Film doch mit einer ultrabrutalen Einleitungssequenz die direkt die Weichen für die nächsten 90 Minuten stellt. Wolf Creek 2 legt noch mal eine ordentliche Gore-Schüppe drauf so dass man selbst als erfahrener Genre-Fan teilweise große Augen macht. Aber nur Gewalt macht nun mal noch lange keinen guten Film und an den restlichen Zutaten hapert es leider. Sei es das ultranervige deutsche Pärchen (mit teilweise unverständlichem Akzent), viel zu vielen viel zu langweiligen Verfolgungsjagdten oder dem generellen Hang zu Übertreibungen. „Von allem ein wenig mehr“ scheint das Motto des Films gewesen zu sein, leider driftet er dadurch zunehmend in eine arg überzogene und unrealistische Richtung ab. Ich will hier nicht spoilern aber beim Finale kam ich aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr herauß. Was man Wolf Creek 2 zu gute halten muss ist mal wieder das famose Spiel von John Jarrat als Aussi-Maniac Mick Taylor der sich immer einen trockenen Spruch auf den Lippen durch sämtliche Altersschichten metzelt. Außerdem bietet der Film einige sehr coole Szenen in denen auf pfiffige Weise mit der Musik gespielt wird so dass zwischen all dem Terror auch der ein oder andere (kurze) Funken Humor aufblitzt. Leider ist der Rest aber viel zu bekannte Slasherkost die weder wirklich spannend noch überraschend ist. Schade.

Punkte: 5 von 10

You’re Next

Next

Die wohlhabende Familie Davison trifft sich auf ihrem ausladenden Anwesen um endlich mal wieder zusammen zu feiern. Für Erin die Ihren Freund Crispian Davison begleitet ist es die erste Begegnung mit der teilweise etwas exzentrischen Sippe, doch größtenteils wird sie herzlich aufgenommen. Die Stimmung scheint etwas angespannt zu sein, allerdings sind die kleineren Streitereien unter Brüdern schnell vergessen, als der Schwager in Spe mit einem Pfeil im Kopf zu Boden sinkt. Ein Gruppe mit Tiermasken vermummter Killer belagert das Haus und es scheint keinen Ausweg zu geben. Doch gut das mit Erin jemand in der Gruppe ist die sich nicht im hysterischen Schreien verliert und zum Gegenschlag ausholt.

Lange hat es gedauert bis Lionsgate You’re Next endlich auch auf das normale Kinopublikum losgelassen hat. Doch das warten hat sich gelohnt, handelt sich hier zwar nicht um die Revolution im Slasher-Genre, letztendlich aber um eine liebevolle Verneigung vor den immer gleichen Abläufen und Motiven.

Nachdem im Intro der erste saftige Kill präsentiert wird schaltet You’re Next erst einmal einen Gang zurück und führt in den nächsten 30 Minuten die Familie Davison samt Anhängen ein. Diese könnten direkt aus der TommyHilfiger-Werbung entsprungen sein und offensichtlich schlummert hinter den aufgesetzten Lächeln ordentlich Konfliktpotential. Die gutmütige Erin wirkt fast wie ein Fremdkörper und gibt damit die perfekte Identifikationsfigur für den Zuschauer ab. Das täuscht allerdings nicht darüber hinweg dass die restlichen Figuren relativ blaß bleiben und es dem Kinopublikum egal ist wer hier wann drauf geht. Ist aber auch schnuppe da sich der Film ab der Hälfte eh fast komplett auf Erin fokussiert. Im letzten Drittel wird einem dann noch der obligatorische Twist aufgetischt, der jedoch auch nicht wirklich zu überraschen vermag.

Die mit Tiermasken vermummten Angreifer wirken zu Anfang noch bedrohlich und fast ein wenig mystisch, sobald Erin aber zur Einzelkämpferin mutiert wird man sich ihrer Menschlichkeit nur all zu bewusst. Im Gegensatz zu den Gegenspielern in anderen Produktionen stecken die Killer Schläge und Stiche nicht so einfach weg, sondern werden dadurch entsprechend beeinträchtigt. Schön dass hier mal nicht die unkaputtbaren Kampfmaschinen a la Jason und Co. zu werke gehen. You’re Next bleibt trotzdem spannend und beklemmend da die Angreifer gut ausgerüstet und organisiert sind. Die FSK18-Freigabe ist dabei absolut gerechtfertigt, Äxte und Armbrustbolzen werden in Köpfe gerammt und die ein oder andere Kehle aufgeschlitzt. Das geschieht schön blutig ohne jedoch übertrieben selbstzweckhaft zu wirken.

Bis jetzt haben wir also eine unterhaltsame Mischung aus HomeInvasion-Movie und Slasher, was You’re Next aber so besonders macht ist diese feine Prise Humor! Dankenswerterweise kommt die Komik hier nicht mit dem Holzhammer und unter der Gürtellinie sonder recht subtil. Das allzumenschliche Verhalten der Killer wenn sie ausgeknockt werden; das immer gleiche Lied das wegen gedrückter Repeat-Taste im Nachbarhaus spielt; Erins pfiffige aber doch realistischen Fallen; der ein oder andere Schmunzler ist wohl garantiert.

You’re Next ist einer dieser Filme die seinem Hype absolut gerecht werden. Vielleicht kein unbedingtes Muss im Kino, aber spätestens bei einem Disc-Release sollte jeder Genre-Fan (und vielleicht auch die die es nicht sind) einen Blick riskieren.

Punkte: 8 von 10

Hatchet 3 Trailer

Victor Crowley wird auch ein drittes mal die Leinwand mit literweise Blut überschütten. Ob das gut oder schlecht ist wird sich aber noch heraus stellen. War der erste noch eine ordentliche Partygranate, langweilte Teil 2 trotz herrlich kruder (handgemachter) Gore-FX doch fast über die komplette Laufzeit. Aber vielleicht besteht ja Hoffnung! Die Deadline konnte Hatchet 3 wohl bereits auf dem AFM sichten und meinte das Fans des ersten Teils wieder versöhnt werden könnten. Hoffentlich, der Trailer rockt jedenfalls. Da 1 und 2 ebenfalls auf dem Fantasyfilm Fest liefen stehen die Chancen wohl gut auch diesen Sommer dort wieder 90 blutigen Minuten zu erleben.

You’re Next Trailer

Yay, da ist er endlich, der erste offizielle Trailer zu You’re Next. You’re Next lief bereits auf diversen Festivals und wurde dort größtenteils frenetisch bejubelt. Sieht in dem Trailer doch eigentlich alles nach einem normalen Slasher- / HomeInvasion-Movie aus soll der Film mit einigen unterwarteten Twists punkten die selbst alte Genre-Hasen überraschen. Ich hoffe mal auf das Fantasyfilm Fest im Sommer!