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San Andreas

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Endlich mal wieder so ein richtig zünftiges Katastrophen-Filmchen, ein Genre das in den letzten Jahren (Jahrzehnten?!) leider ziemlich vernachlässigt wurde. Klar, Roland Emmerich hat immer mal wieder einen Versuch gestartet, so richtig überzeugen konnten mich die Filme des Regisseurs aber nicht.

Wirklich viel gibt es zu San Andreas ja nicht zu schreiben, das Gaanze ist eine 1 ½ stündige Zerstörungsorgie mit Effekten die dem Zuschauer die Kinnlade runterfallen lässt. Noch nie sah es so gut aus wenn Wolkenkratzer in sich zusammen fallen, riesige Erdrisse die Straßen aufreißen oder gewaltige Tsunamies die Stadt überschwemmen. Das da der Realismus das ein oder andere mal zugunsten des Unterhaltungsfaktors in den Hintergrund gedrängt wird nimmt man gerne im Kauf. Dafür kommt San Andreas auch verdammt kurzweilig und rasant rüber, Leerlauf gibt es so gut wie nie. Das liegt auch an den sympathischen Charakteren, allesamt natürlich Hollywood-Abziehbilder, aber alleine Dwayne „The Rock“ Johnson ist so charismatisch das jede Minute Screentime mit ihm einfach Spaß macht. Selbst bei der ziemlich dämliche Familienwiedervereinigungs-Backstory lässt sich da so gerade ein Auge zudrücken.

San Andreas ist einfach ganz große Popcorn-Unterhaltung die meiner Meinung gerade zu Unrecht etwas untergeht. Das einzige was mir gefehlt hat waren wirklich bedrohliche Momente wie sie Klassiker wie Erdebeben oder Flammendes Inferno zu bieten hatten. Man hatte einfach nie wirklich Angst um die Protagonisten, ein wenig mehr „Leiden“ hätte San Andreas schon gut getan. Auch die US-Flagge die sich in der Endsequenz langsam ausrollt hätte man sich sparen können, aber ohne Patriotismus kommt so ein Film heutzutage wohl nicht mehr aus. Ach ja, 3D ist auch mehr als überflüssig 😉

Punkte: 8 von 10

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