Honeymoon

Bea und Paul sind jung, frisch verheiratet und gerade in ihren Flitterwochen angekommen die sie in Beas altem Elternhaus verbringen. Doch die harmonische Idylle bekommt Risse als Paul seine Angebetete mitten in der Nacht splitterfasernackt im Wald vorfindet. Bea scheint sich nach diesem Ereignis immer mehr von ihrem Mann zurück zu ziehen, auch über die seltsamen Wundmale an ihren Oberschenkeln will sie nicht sprechen. Paul beginnt den Dingen auf den Grund zu gehen…

Mal ehrlich, wie spannend kann ein Film mit einem frisch vermählten Pärchen in einer einsamen Hütte im Wald heutzutage wohl noch sein? Verdammt spannend! Honeymoon beweist bravourös das vermeintlich ausgelutschte Szenarien mit der richtigen Inszinierung noch einiges zu bieten haben. Auch die beiden Hauptdarsteller die 95% des Films allein auf Ihren Schultern tragen liefern eine Topleistung ab. Rose Leslie (Game of Thrones) und Harry Treadaway (Cockneys VS Zombies) verkörpern interessante und sympathische Charaktere dessen Wohlergehen dem Zuschauer ausnahmsweise mal wirklich wichtig ist.

Auch im Storytelling erlaubt sich Honeymoon keine Schnitzer. Die Geschichte nimmt sich Zeit um seine Figuren zu etablieren nur um dann die Spannungsschraube immer weiter anzudrehen. Mit laufender Spielzeit steigt nicht nur die Paranoia von Paul sonder auch die des Zuschauers. Man rätselt gebannt mit, analysiert die Geschehnisse und versucht sich einen Reim aus all dem zu machen. Trotz des recht eingeschränkten Settings und im Endeffekt nur 2 Darstellern erweist sich Honeymoon als extrem mitreißend, endlich mal wieder ein Film der weiß wann er Schluss machen muss und seine Laufzeit nicht unnötig auf 100 Minuten aufbläht. Zum Finale hin nimmt der Streifen dann immer mehr an Drive auf und mutiert zum Schocker der regelrecht an den Nerven zieht! Die Auflösung des Ganzen hat mir persönlich dann zwar nur Mittelmäßig gefallen, bringt den Honeymoon aber zu einem runden Ende das auch nicht all zu viele Fragen offen lässt.

Punkte: 7 von 10

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Veröffentlicht am 28. Februar 2015 in Film-Reviews und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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