Home Sweet Home

Sara und Frank sind ein glücklich verheiratetes Paar das sich plötzlich in einem Alptraum wieder findet: Ein psychopatischer Killer hat sich ins Haus geschlichen und sämtliche Fluchtmöglichkeiten verriegelt. Ein tödliches Katz und Maus Spiel beginnt.

Bei den HomeInvasion-Filmen handelt es sich um ein Untergenre das im Prinzip immer nach den gleichen Mustern abläuft: Ein Killer (gerne auch mal mehrere) dringt ins vertraute Heim ein und terrorisiert die dort wohnende Familie. Viele Regisseure versuchen Ihren Filmen dann noch ein kleines Alleinstellungsmerkmal mitzugeben um sie von der Konkurrenz abzuheben. Home Sweet Home geht da eher einen Schritt zurück und reduziert sich auf das nötigste:

1 Ehepaar mittleren alters
1 Haus
1 Killer

Kein SchnickSchnack, keine weltbewegenden Twists, keine wirklichen Überraschungen. Doch gerade dadurch mausert sich Home Sweet Home zum absoluten Genre-Geheimtip der eine unheimlich dichte und auswegslose Atmosphäre aufbaut. Der Film nimmt sich Zeit um das Setting aufzubauen, in den ersten 10 Minuten wird beispielsweise kein Wort gesprochen und man folgt nur dem „Eindringling“ durch das noch leere Haus. Da es letztendlich nur 2 Opfer gibt hält sich der Bodycount natürlich entsprechend in Grenzen, mehr Zeit bleibt aber dafür eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen. Bei denen handelt es sich übrigens nicht um die typische Bilderbuch-Familie oder nervige Twens sondern um recht bodenständige mitte Dreißiger. Garniert wird das Ganze noch mit 1-2 derberen Gewaltspitzen die durch ihren behutsamen Einsatz um so wirkungsvoller sind und der tollen Maske des Killers die mal so richtig creepy ist.

Was ein wenig negativ auffällt ist die etwas unnötige und absehbare Auflösung der Identität des Killers, viel effektiver wäre es gewesen wenn man diese für den Zuschauer im Unklaren gelassen hätte. Manch einer wird sich auch am etwas gesetzterem Tempo stören, doch gerade das macht den Film meiner Meinung so besonders. Wer endlich mal ein wenig Abwechslung vom hektischen Videoclip-Style heutiger Produktionen haben möchte ist bei Home Sweet Home genau richtig aufgehoben.

Punkte: 7 von 10

Advertisements

Veröffentlicht am 3. Juni 2014 in Film-Reviews und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: