I Spit On Your Grave 2

Katie möchte im Big Apple endlich einen Fuss als Model auf den Boden bekommen. Hierfür nimmt sie an einem kostenlosen Fotoshooting teil, welches allerdings unter recht dubiosen Umständen stattfindet. Katie ist das alles nicht wirklich geheuer und bricht das Shooting ab als sie dazu aufgefordert wird doch mal „ein wenig mehr Haut“ zu zeigen. Doch ihr wahres Martyrium beginnt erst als einer der Männer abends vor ihrer Tür steht.

Ich bin nicht der größte Fan des „Rape&Revenge“-Genres, kann dem einem oder anderen Beitrag aber durchaus etwas abgewinnen. Ganz vorne für mich dabei sind zwei Remakes, I Spit On Your Grave und The Last House On The Left die durch ihre halbwegs spannende Inszinierung und Kompromisslosigkeit punkten.

I Spit On Your Grave 2 hat leider nichts davon und ist allenfalls stumpfe und plakative Gewaltpornographie! Die Geschichte an sich ist so dämlich und uninteressant erzählt das man sich als Zuschauer des öfteren fragt was die Drehbuchautoren sich dabei gedacht haben. Schon allein das Katie mal eben von New York nach Bulgarien verschleppt wird ist so an den Haaren herbei gezogen das es ein wahres Ärgernis ist. Auch wie sicher sie sich später in der Stadt bewegt ohne ein Wort bulgarisch zu sprechen oder Geld in der Tasche zu haben ist nicht wirklich nachzuvollziehen. Leider leiert Spit2 auch ansonsten nur das typische Genre-1×1 runter:

– Mädchen gerät an die falschen Typen
– Mädchen wird vergewaltigt
– Mädchen entkommt und gerät über Umwegen doch wieder in Gefangenschaft
– Mädchen wird gefoltert
– Mädchen wird für Tod gehalten, steht aber doch wieder auf
– Mädchen nimmt blutige Rache

Alles schon mal gesehen bzw. gehört, oder?! Ok, Rape&Revenge-Filme lebten noch nie von den durchdachten Stories sondern von den (im wahrsten Sinne des Wortes) Magenschwingern, was den Gewaltgrad angeht schießt Spit2 aber weit über das Ziel hinauß. Die Vergewaltigungs-Szenen (ja, es gibt leider mehr als eine!) waren für mich kaum ertragbar, ganz zu schweigen von den anschließenden Folterungen. Man muss Jemma Dallender für ihr intensives Schauspiel in diesen Szenen loben, mir war es dann aber doch eine ganze Spur zu heftig. Leider sind das die einzigen Momente in denen sie überzeugt, besonders im finalen Rachefeldzug bleibt sie erschreckend blass. Bei diesem vermeintlichen Befreiungsschlag für die bisherigen 60 Minuten wird natürlich noch mal ganz tief in die Gewalt-Kiste gegriffen, das ertränken eines Schänders in einer zugeschissenen Disco-Toilette ist da bei weitem noch die harmloseste Tötungsart. Das große Gemetzel ließ mich als Zuschauer aber überraschend kalt, man verfolgt das Ganze nahezu gelangweilt. Vielleicht ist man nach der ersten Stunden schon viel zu abgestumpft, vielleicht ist das große Finale aber auch einfach dumm und prügelt dem Zuschauer die Moral mit dem Holzhammer ein… Ich tendiere eher zu letzterem.

I Spit On Your Grave 2
kann ich niemandem wirklich empfehlen! Wer einen harten Rape&Revenge Reißer sehen will sollte lieber zum Vorgänger greifen. Der bietet zwar auch harten Tobak, wirkt aber nicht so aufgesetzt und stumpf wie sein Nachfolger.

Punkte: 2 von 10

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Veröffentlicht am 22. April 2014 in Film-Reviews und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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