Witching & Bitching



Verkleidet als Straßenkünstler starten Jose und seine Kumpanen einen Raubüberfall der endlich all Ihre Geldsorgen verschwinden lassen soll. Mit dabei ist auch sein kleiner Sohn, denn zufällig ist heute Papa-Wochenende und dass lässt Jose sich natürlich nicht entgehen. Auf der Flucht vor Polizei und Ex-Frau gelangt die Gruppe kurz vor der französichen Grenze in ein kleines Dörfchen voller kauziger Bewohner. Zu spät wird klar das es sich um Hexen handelt die schon feste Pläne mit Jose und seinem Sohn haben.

Zu meiner Schande muss ich gestehen das ich Mad Circus immer noch nicht gesehen habe, generell bin ich aber ein riesen Fan von Alex de la Iglesia! Überhaupt stellt der spanische Genrefilm für mich zur Zeit die Speerspitze der europäischen Filmindustrie dar, nachdem die Franzosen und Engländer in letzter Zeit doch etwas nachgelassen haben. Der erste Trailer versprach dann auch wieder einiges an Verrücktheiten und so stellte Witching & Bitching mein Vorfreude-Highlight der diesjährigen FFF-Nights dar.

Schön hier direkt berichten zu können das de la Iglesia mal wieder mehr als „geliefert“ hat! Witching & Bitching ist ein wahres Feuerwerk an Ideen und Überraschungen. Zu Recht hat der Film ganze 9 Goyas in seinem Heimatland abgestaubt. Kaum zu glauben wie viel Kreativität in den 108 Minuten stecken und wieder mal fragt man sich warum Deutschland nichts auf die Beine gestellt bekommt was auch nur Ansatzweise an das hier dargebotene heran kommt.

Die Dialoge sind pointiert, die Geschichte spannend und wendungsreich und die Charaktere durch die Bank sympathisch. Es macht einfach Spaß die kleine Gruppe von einem Unglück ins nächste stolpern zu sehen. Bis auf einen kleinen Durchhänger im letzten Drittel tritt Witching & Bitching durchgehend auf’s Gas, Zeit zum verschnaufen gibt es wenig. Überhaupt sieht man dem Film das gesteigerte Budget an: Viele und dazu gutaussehende Locations, einen der verrücktesten Raubüberfälle der Filmgeschichte und massig CGI-FX (die nicht immer überragend aber größenteils Charmant sind). Der Gore-Gehalt hält sich doch mehr oder weniger in Grenzen, nur eine namenlose Geisel die zufällig in die Geschehnisse involviert wird verliert im Laufe des Films als Running Gag immer mehr an Versehrtheit.

Die Hexenthematik macht einfach Spaß da diese recht klassische Figur in letzter Zeit doch sträflich vernachlässigt wurde. Rob Zombies The Lords of Salem hat letztes Jahr ja schon (mit meiner Meinung eher mäßigen Erfolg) versucht die Hexen auf die Leinwände zurück zu bringen, mit Witching & Bitching sollte den magiebegabten Damen aber nun der erneute Durchbruch gelingen.

Am 25.04 erscheint der Streifen dann auch hierzulande auf DVD/BD und ist hiermit jedem Filmfreund wärmstens ans Herz gelegt.

Punkte: 9 von 10

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Veröffentlicht am 13. April 2014 in Film-Reviews und mit , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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