Cabin Fever 3 – Patient Zero

Nachdem in einer kleinen Kolonie ein tödliches (das Fleisch vom Körper fressendes) Virus ausgebrochen ist wird der einzigste Überlebende zu Forschungszwecken in eine Wissenschaftsstation auf einer abgelegenen Insel verfrachtet. Doch wie sollte es anders sein kommt es zu Katastrophe und die Krankheit bricht aufs neue aus. Zu blöd das Zeitgleich 4 Jugendliche einen Junggesellenabschied am Strand feiern wollen und natürlich nicht lange unbehelligt bleiben.

Cabin Fever wurde 2002 auf die hungernde Horrorgemeinde losgelassen und schlug (wobei der Film allenfalls nett ist) doch ziemlich ein. Nebenher begründete er auch den Grundstein von Eli Roths Karriere der, warum auch immer, mittlerweile ein recht hohes Ansehen im Genre genießt. Auf jeden auch nur halbwegs erfolgreichen Film folgt eine Fortsetzung, so auch 2009 mit Cabin Fever 2. Leider gehört Teil 2 mit zu den größten Gurken der Filmgeschichte für die sich Ti West zu Recht auch heute noch entschuldigt (ok ok, das Studio scheint ihm auch derbe dazwischen gefunkt zu haben). 2013 folgte nun der bis dato dritte Ableger Patient Zero, der im Vorfeld im Netz schon genüsslich zerrissen wurde.

Cabin Fever 3 stand also unter keinem wirklich guten Stern, um so überraschender das der Film mit einer ziemlich stylischen SlowMotion-Sequenz startet. Und der positive Eindruck bleibt auch nach dem Intro bestehen, keine Spur von dem erwarteten LowBudget-Look und dazu noch Sean Astin (Sam aus Herr der Ringe) als titelgebender Patient Zero. Nach dem fetzigen Anfang schaltet Cabin Fever 3 aber erstmal wieder einen Gang zurück und führt in aller Ruhe seine Charaktere ein. Die Handlung springt dabei immer wieder zwischen der unterirdischen Forschungsstation (in der es auch ab und an etwas Aktion gibt) und dem Junggesellen-Ausflug auf der (vermeintlich) verlassene Insel. Die Szenen mit den Teens sind leider etwa arg beliebig und die 3 Typen nebst Schnuckie-Anhang weder interessant noch sympathisch. Aber mal ehrlich, wie oft trifft man in einem Horror-B-Movie auf Charaktere die man wirklich mag. Nach 30 Minuten hat sich das erste Großmaul dann auch endlich infiziert und das langsame Zerfallen kann beginnen. Das passiert herrlich ekelig und blutig! Pusteln die aufplatzen, Haut die sich vom Körper schält und ein BlutEiter-Gemisch das im weiten Strahl erbrochen wird. Jep, Cabin Fever 3 ist als Film zum Abendessen eher ungeeignet. Highlight ist wohl ein Catfight bei dem sich die Mädels statt ihrer Kleider die Haut vom Leib reißen 😀

So wirklich spannend ist das alles zwar nicht, dafür aber recht unterhaltsam. Wird gerade mal nicht gesplattert, dann wird die Zeit mit teilweise strunzdoofen Dialogen überbrückt („Baby, I think you’re really sick!“ während die Herzallerliebste förmlich auseinanderfällt) oder neue Virus-Facts im Labor aufgedeckt. Überraschenderweise gibt es so gut wie keinen Sex, Bikini-Girls sind hier schon das höchste der Gefühle… Eher ungewöhnlich für solch eine Produktion. Das Ende bleibt dann natürlich erwartungsgemäß offen und arbeitet auf den bereits angekündigten 4 Teil hin.

Cabin Fever 3
ist bei weitem keine Genreoffenbarung, aber immerhin recht kurzweilge Horrorunterhaltung. Auf Grund der eher niedrigen Erwartungen also eine wahre Überraschungen und genau das richtigen für den nächsten B-Movie Abend. Cabin Fever 3 erscheint am 06.02 auf DVD, BD und 3D-BD.

Punkte: 6 von 10

Vielen Dank an Tiberius Film für die freundliche Bereitstellung der Rezensions-DVD!

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Veröffentlicht am 25. Januar 2014 in Film-Reviews und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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