Dragon Wasps

Als Insektenforscherin Gina erfährt das ihr Vater irgendwo im Dschungel spurlos verschwunden ist lässt sie natürlich alles stehen und liegen und begibt sich auf die Suche. Begleitet von einer guten Freundin und einer Gruppe Soldaten dringt sie immer tiefer in den Regenwald ein. Doch nicht nur einheimische Drogengangs machen ihnen das Leben schwer, plötzlich wird die Gruppe von überdimensionalen feuerspuckenden Wespen attackiert. Knapp kann man dem Angriff entkommen, doch die Spur des verschwunden Vaters führ direkt ins Nest der Monster.

Bei dem Titel Dragon Wasps und dem dazugehörigen Cover schraubt man als Genre-Fan wohl ganz automatisch seine Erwartungen nach unten. Zwar gibt zwischen all dem CGI-Trash auch immer wieder kleine Highlights (Mega Piranha) die besonders in geselliger Runde richtig Spaß machen, meistens sind es aber nur schnell herunter gedrehte billig Filmchen. Dragon Wasps konnte mich dann aber recht positiv überraschen, ist er doch kurzweilig und angenehm selbstironisch. Die Monster-Wespen kommen ziemlich früh ins Spiel, die Charaktere sind doof aber halbwegs sympathisch und für kontinuierliche Aktion ist auch gesorgt. Sogar das Dschungel-Setting kommt halbwegs authentisch rüber und sieht nicht aus wie im Laubwald nebenan gedreht.

Die Monster kommen natürlich komplett aus dem Computer und sehen nicht wirklich gut aus, was aber ja teilweise den Charme dieser billig Trasher ausmacht. Zwar erinnern die Viecher immer noch an einen Gegner aus einem aktuellen XBox-Spiel, wirken aber immer noch besser als die meisten Kreationen aus den TheAsylum-Produktionen. Die Aktion ist an sich auch ganz gut gelungen, es gibt einige Explosionen, Schießereien und sogar 1-2 Blut-FX die nicht aus dem Rechner stammen. In Sachen Gore hält sich Dragon Wasps eher zurück und bietet erst zum Schluss etwas deftigere Ausschlüpf-Szenen. Typische FSK16-Kost halt. Die Nebenstory mit der verfeindeten Gang ist zwar an sich überflüssig, schraubt aber immerhin den Bodycount etwas in die Höhe.

Wie in solchen Produktionen üblich muss natürlich noch ein zugkräftiger Name mit auf dem Cover stehen, diese „Ehre“ wird hier Corin Nemec zu Teil den die meisten wohl noch aus der TV-Serie Parker Lewis kennen. Nemec spielt den Army-Leader mit einem gewissen Augenzwinkern was die Figur recht sympathisch wirken lässt. Das muss man übrigens auch den restlichen Schauspielern zugestehen, die zwar alle nie die C-Liga verlassen werden aber immerhin nicht all zu sehr nerven.

Dragon Wasps ist an sich natürlich kein wirklich guter Film, da er sich aber selbst nicht sonderlich ernst nimmt und nur 80 Minuten geht kommt keine Langeweile auf. Trash-affine Zuschauer die CGI-Murks nicht abgeneigt sind werden mit Dragon Wasps wohl einen der unterhaltsamsten Genre-Vertreter vorfinden der bestimmt bald auch im Abendprogramm von Tele5 zu sehen sein wird. Spätestens dann sollte man aber mal reinschauen. Mit ein paar Kumpels und vielleicht dem ein oder anderen Bier sind Lacher jedenfalls garantiert.

Punkte: 5 von 10

Vielen Dank an Sunfilm Entertainment für das freundliche Bereitstellen der Rezensions-DVD.

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Veröffentlicht am 13. September 2013 in Film-Reviews und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Der ganze Subplot ums einreiben mit den Cocablättern war famos. Der Shootout in dem Rebellendorf ebenso und ich konnte mich nicht mehr halten als die Wespe die Kühe angezündet hatte.

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