Bait 3D

Wer kennt das nicht, man befindet sich gerade in einem Kaufhaus an der Küste Australiens als ein gewaltiger Tsunami die komplette Szenerie überflutet. Doch es wird noch schlimmer, wie es der Zufall will werden 2 Weiße Haie in den Supermarkt gespült die natürlich auf Grund der neuen (und ziemlich unwirtlichen) Umgebung nicht komplett durchdrehen sondern sich lieber die restlichen Überlebenden von den Regalen schnappen. Die Jagd ist eröffnet.

„Haie im Kaufhaus“, was sich zuerst nach dem nächsten UltraBillig-Trasher aus dem Hause The Asylum anhört ist letztendlich doch ein recht ansehnliches gute Laune B-Movie geworden. Das hier kein Arthouse-Kino zum mitdenken geboten wird sollte bei dem Titel wohl jedem klar sein. Die Hirnaktivitäten sollte man aber dann auch wirklich auf Sparflamme runterschrauben, in Bait 3D jagt ein Logikloch das andere. Warum die Haie sich lieber die lebende Menschen angeln anstatt an den zahlreichen (frischen) Leichen im Wasser zu knabbern wissen wohl nur die Drehbuchschreiber. Aber sei es drum, gesättigte Fische zwischen den Regalen wären ja auch eher langweilig. Und so müssen unsere Knallchargen von Charakteren sich halt etwas einfallen lassen. Die Figuren sind natürlich alles andere als tiefgründig, bringen aber wenigstens etwas Sympathie mit so dass sie einem nicht all zu sehr auf die Nerven gehen. Es macht sogar Spaß dem Stumpf-Pärchen dabei zuzusehen wie sie sich trotz akuter Gefahr weiter anzicken. Die Nebenstory um den schiefgelaufenen Überfall und dem damit verbundenen (vorhersehbaren) Storytwist hätten zwar nicht wirklich sein gemusst, rechtfertigt aber wenigstens dass sich zusätzlich noch 2 Gangster (einer mit, einer ohne Herz) und ein Polizist mit im Supermarkt befinden.

Die wahren Stars sind aber natürlich die zwei riesigen Weißen Haie die sich zwischen den Regalen und dem überfluteten Parkareal herumtreiben. Wie es sich für einen ordentlichen Haiaktioner gehört bekommen die beiden angenehm viel Screentime. Die FX sind dabei recht gut gemacht, wobei besonders die animatronischen Modelle herauß stechen. Die CGI-Varianten, die natürlich besonders bei den 3D-Szenen zum Einsatz kommen, sehen zwar ganz klar nach Computer aus, im Genre hat man aber schon weitaus schlimmeres gesehen. Den ein oder anderen Gore-Effekt gibt es natürlich auch zu bestaunen, meißtens abgebissene Gliedmaßen oder Leichen von der Tsunami-Katastrophe. Wirklich Schlimmes ist aber nicht dabei, außerdem werden nur die Arschlöcher oder unwichtige Personen von den Haien geholt.

Wie bereits erwähnt ist Bait 3D ein überauß unterhaltsamer Tierhorrorfilm der sich selber nicht all zu Ernst nimmt und einfach Spaß machen möchte. Schade das der Streifen es bei uns nicht ebenfalls in die Kinos geschafft hat. Wer Deep Blue Sea mochte wird auch mit Bait 3D sein Freude haben, Hai-Fans greifen eh zu!

Punkte: 7 von 10

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Veröffentlicht am 12. August 2013 in Film-Reviews und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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