The Bay



Bei den Feierlichkeiten zum 4 Juli tritt in einer kleinen amerikanischen Stadt eine seltsame Epidemie auf. Die Menschen bekommen einen schweren Ausschlag und sterben innerhalb weniger Stunden. Ein Parasit aus dem Meer scheint die Stadt heimzusuchen und die Befallenen von innen aufzufressen.

Ah wie fein, mal wieder ein FoundFootage-Film! Wer meinen kleinen Blog ein wenig verfolgt wird vielleicht wissen das ich diesem derzeit stark boomenden Untergenre doch sehr zugetan bin. Der erste Trailer von The Bay konnte mein Interesse jedoch nicht wirklich wecken, die Ankündigung das der Film auf den FantasyfilmFest-Nights laufen würde lies mich dann aber doch noch mal schnell den ITunes-Download starten.

The Bay begleitet nicht wie die üblichen Genre-Kollegen eine bestimmte Gruppe die die Geschehnisse dokumentieren sondern ist eher wie eine Reportage aufgebaut. Soll heißen es gibt die verschiedensten Informationsquellen (Privataufnahmen, Aufzeichnungen von Überwachungskameras, Telefongesrpäche, SMS, Skype-Sitzungen usw.) aus denen sich der Film zusammensetzt. Gehostet wird das Ganze von einer jungen Reporterin die die Aufnahmen durch VoiceOvers immer wieder kommentiert und auch das ein oder andere mal selber vor der Kamera sitzt. Zusätzlich werden unterschiedliche Aufnahmen dramaturgisch passend zusammen geschnitten und teilweise mit Musik unterlegt. An sich also schon mal ein Bruch mit dem „klassischen“ FoundFootage-Film, dennoch eine willkommene Abwechslung. The Bay kommt einem trotzdem immer wieder vor wie eine SpiegelTV-Reportage, manche werden damit sicherlich so ihre Probleme haben.

Auch in Sachen Spannung dümpelt The Bay eher auf Sparflamme dahin. Es dauert zu lange bis es denn endlich mal losgeht, am Anfang bekommt man nur typisch amerikanische Bilder zu den Feiern zum Unabhängigkeitstag geboten. Außerdem macht der Film mit dem Holzhammer klar wie sehr die Menschen in der kleinen Stadt doch mit dem Wasser verbunden sind, hier hätte man ein wenig subtiler vorgehen können. Leider fehlt es auch an wirklichen Sympathieträgern, die Charaktere die man öfter sieht sind einem relativ egal, der Rest ist eh in der nächsten Szene schon tot.

In Sachen Splatter-FX hält man sich eher zurück, die Pusteln und Eiterbeulen sind aber schon ziemlich ekelig. Später bekommt man dann noch ein paar dicke Käfer zu sehen die aus der Haut heraus brechen, das bleibt aber alles im FSK16 Rahmen. Beginnt The Bay noch recht behäbig, wird die Atmosphäre mit laufender Spielzeit doch deutlich bedrohlicher. Menschen brechen in Panik aus und Leichen pflastern die Straßen. Es passiert aber nichts was man nicht schon X-mal irgendwo anders schon gesehen hätte… Menschen flüchten und werden letztendlich doch infiziert, die Autoritäten sind ratlos und den aufopferungsvollen Arzt trifft es am Ende natürlich auch noch. Generell orientiert man sich stark an typischen Tierhorror-Konventionen, inklusive Bürgermeister der Dreck am Stecken hat und Chemikalien die ins Meer geleitet wurden.

Selbst als FoundFootage-Fan kommt The Bay bei mir nicht über das Mittelmaß hinaus. Wirklich spannend wird es nie und der Look ist teilweise schon recht billig. Pluspunkte gibt es für das letzte Drittel das angenehm düster ausfällt. Wer keine Dauerkarte für die Nights hat dem würde ich den Besuch nicht unbedingt empfehlen, zu Hause im Heimkino reicht The Bay vollkommen aus.

Punkte: 5/10

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Veröffentlicht am 24. Februar 2013 in Film-Reviews und mit , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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