The Baytown Outlaws

Als eines Tages die heißblütige Celeste an der Tür der WhiteTrash-Killer Lincoln, McQueen und Brick Oodie klopft ahnen die 3 Brüder noch nicht welches Chaos auf sie zukommt. Celeste bittet das durchgeknallte Trio einen Jungen aus aus der Gewalt ihres Ex-Mannes und Drogenbosses Carlos zu retten. „Nichts leichter als das!“ denkt man sich und macht sich ziemlich planlos auf den Weg. Der Coup gelingt, doch leider vergessen die Oodies Carlos den finalen Kopfschuss zu verpassen und so haben sie schon nach wenigen Stunden eine Meute blutrünstiger Killer am Schlapp hängen.

Nicht nur das The Baytown Outlaws einen recht vielversprechenden Trailer aufweisen kann (was ja im Endeffekt nicht viel zu sagen hat), nein, ihm gebührte dieses Jahr sogar die Ehre der Abschlussfilm des Fantasyfilm Fests zu sein. Alle die ihn dort verpasst haben mussten aber Gott sei Dank nicht all zu lange warten, denn seit Anfang Dezember liegt der Film ungeschnitten auf DVD und BD in den hiesigen Kaufhäusern aus.

Eigentlich schreit ja alles nach einem neuen Kultfilm. Drei abgefuckte Rednecks kidnappen ein behindertes Kind und werden dabei von allerlei bekloppten Gangs verfolgt. Vielleicht ist dieses greifen nach dem erstrebenswerten Kultstatus was The Baytown Outlaws letztendlich das Genick bricht. Ok, vielleicht ist der Genickbruch-Vergleich jetzt doch ein wenig überzogen, der erhoffte Hit ist es aber nicht geworden. The Baytown Outlaws schmeißt einfach zu viel in einen Topf ohne wirklich mal etwas auszuführen oder vernünftig zu Ende zu bringen. Angefangen bei den Oodie-Brüdern die einen coolen Spruch nach dem anderen raußhauen und ab und an das Herz am rechten Fleck haben, letztendlich aber ziemlich kompromisslose Killer sind. Weiter geht es mit den verschiedenen Gangs die sich an die Fersen der Truppe heften… Sexy Assassinen-Girls, MadMax-Verschnitte und Killer-Indianer hören sich auf dem Papier vielleicht cool an, sind im Film aber viel zu wenig ausgearbeitet. Sie treten auf, prügeln sich mit den Oodies und werden von diesen platt gemacht. Warum hat man diese nicht als wirkliche Bedrohung oder Gegenspieler etabliert? Besonders in dieser Beziehung wäre bei The Baytown Outlaws wirklich potential gewesen. Auch die Idee mit dem behinderten Rob den die Jungs einer schmachtenden aber blass bleibenden Eva Longoria zurück bringen wollen ist zwar halbwegs neu, die gefühlsduseligen Szenen in denen die WhiteTrash-Brüder ihre weiche Seite dem Kind gegenüber zeigen wirken aber ein wenig aufgesetzt. Nur Billy Bob Thornton als schmieriger Drogendealer weiß mit gekonntem Overacting komplett zu gefallen, bekommt dafür aber leider zu wenig Screentime.

Auf der Haben-Seite kann The Baytown Outlaws aber einen ziemlich rockigen Soundtack aufweisen (Free Bird kommt generell immer gut) und besonders die stickige Südstaaten Atmosphäre weiß zu gefallen. Ich mag ja Filme die in dieser schwülen und nahezu klebrigen Gegend spielen. Auch die Action kommt nicht zu kurz, es wird geballert und gekloppt das sich die Balken biegen. Das ab und an ein wenig CGI-Blut spritzt nervt zwar ein wenig ist aber zu verschmerzen. Wirklich schlecht ist der Film nicht, auch wenn der vorherige Absatz vielleicht etwas arg negativ rüber kommt. The Baytown Outlaws langweilt nicht und weiß über seine komplette Laufzeit angenehm zu unterhalten, leider fehlen diese gewissen Aha-Momente die dann einen wirklich guten Film ausmachen. Vom FFF hatte ich eigentlich nur positive Kritiken gelesen, in einem vollem Kino mit Gleichgesinnten wirkt er garantiert auch besser, zu Hause reicht es leider nur zu einem netten B-Movie mit verschenktem Potential.

Punkte: 6 von 10

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Veröffentlicht am 21. Dezember 2012 in Film-Reviews und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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