The Reef

Was als idyllischer Bootsausflug beginnt endet in einem Alptraum: Die Yacht von 5 Freunden läuft auf ein Riff auf und droht zu sinken. Der seeerfahrene Luke meint das sich etwa 10 Meilen nördlich Land befinden muss, also begibt man sich schwimmend auf’s offene Meer hinaus. Doch nicht nur die Kräfte schwinden schnell, auch ein Weißer Hai kommt der kleinen Gruppe immer näher.

Seit frühester Jugend bin ich ein großer Fan von Tierhorrorfilmen und Haie haben es mir besonders angetan. Natürlich ist Jaws unerreicht und wird allenfalls vom hoffentlich irgendwann mal in Angriff genommenden Meg vom Thron gestürzt. Doch The Reef macht seine Sache überraschend gut und bietet puren, halbwegs realistischen Terror.

Dieser Terror geht aber gar nicht mal nur vom Hai aus. Sind die ersten 20 Minuten noch dazu da die Charaktere einzuführen (sympathisch, aber doch klar in Opfer und Überlebende eingeteilt ;)), kentert das Boot recht schnell und das Zittern beginnt. Mal ehrlich, ich kann mir wenig schlimmeres vorstellen als irgendwo allein ohne Aussicht auf Hilfe im weiten Ozean zu treiben. Dieser Schrecken wird von The Reef auch ziemlich eindringlich eingefangen. Es dauert bis die Gruppe sich dazu überwindet ins Wasser zu steigen und einer Rettung entgegen zu schwimmen an die nur Luke so wirklich zu glauben scheint. Die schier unendlichen Weiten, nur Wasser bis zum Horizont und die Ungewissheit unter einem sind Schrecken die nur all zu Realistisch sind. War da gerade etwas? Habe ich etwas an meinem Bein gespürt? Schwimmen wir in die richtige Richtung? Man kann sich recht gut in die missliche Lage der 4 Schwimmer versetzen. Ist die Spannungsschraube auch so schon fast bis zum bersten angezogen wird mit dem Auftauchen des Weißen Hais sogar noch eins draufgesetzt. Selten habe ich in einem Film einen Hai so gut in Szenen gesetzt gesehen! Die Schauspieler scheinen mit dem Tier oft wirklich im Wasser zu sein, keine Ahnung wie man diese Szenen verwirklicht hat. Nur ab und an war der Computer hier am Werk, ansonsten hat man Größtensteils wohl echte Hai-Aufnahmen verwendet. Es ist wahnsinnig bedrückend wenn sich Luke seine Taucherbrille aufsetzt, untertaucht und sich irgendwo weit hinten im ewigen Blau die massive Gestalt des Hais nähert. Auch hier hat man eher auf Realismus gesetzt und den Hai mehr als Tier und nicht als Monster dargestellt. Gut, ob ein Hai wirklich eine Gruppe so lange verfolgen würde und sich nicht eher mit seiner Beute aus dem Staub macht mag ich nicht zu sagen, effektiv ist es aber.

Aber nicht nur die spannende Inszinierung, auch die guten Darsteller machen The Reef zu einer richtigen Überraschung. Endlich mal keine blöden Teens sondern im Leben stehende Erwachsenen die Ihre Situation auch mal rational überdenken können. Alles zusammen macht diese Mischung aus Open Water und Jaws zu einem echten Geheimtip, nicht nur für Genre-Fans.

Punkte: 7 von 10

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Veröffentlicht am 28. Oktober 2012 in Film-Reviews und mit , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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