Grave Encounters

Lance Preston und seine Crew sind die Macher der Geisterjäger-Reality-Show Grave Encounters in der sie paranormalen Vorkommnissen auf die Sput gehen (und falls nötig gerne auch mal ein wenig nachhelfen). Für die aktuelle Folge lassen sie sich in der verlassenen Collingwood-Psychiatrie einsperren. Bewaffnet mit Kameras und anderen HighTech-SchnickSchnack hofft man hier endlich den Beweis für Geistererscheinungen finden zu können. Als sich die unerklärlichen Phänomene häufen bekommt es das Team mit der Angst zu tun, leider ist eine Flucht mittlerweile unmöglich.

FoundFootage-Filme sind gerade der große Trend im Horrorbuiseness. Von vielen verschmäht gebe ich gerne zu das ich großer Fan dieses kleinen Subgenres bin. Durch den pseudo-realen Touch werde ich noch mehr in die Geschichte hinein gezogen. Besonders prominent ist hier natürlich Paranormal Activity 1-3 (Teil 4 startet schon bald in den hiesigen Kinos), lange viel es mir schon nicht mehr so schwer einen Film in einem dunklen Zimmer durchzustehen. Leider überschwemmen gerade auch recht viele minderwertige FF-Filme den Markt, sind die Produktionskosten doch verhälnismäßig niedrig. Grave Encounters war recht erfolgreich in den USA und auch der Trailer sah vielversprechend aus, dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen.

Zu viel über Grave Encounters zu erzählen würden einen großen Reiz des Films zerstören. Denkt man zu Anfang noch man hätte es mit einem typischen Geister-Film a la Paranormal Activity zu tun, wird schnell klar das die Uhren in der verlassenen Psychiatrie ein wenig anders ticken. Grave Encounters ist vom Speed her eine angenehme Mischung aus Paranormal Activiy und [REC]. Wo [REC] nahezu kontinuierlich auf die Tube drückt und Paranormal Activity einen großen Reiz aus seinen nahezu lethargischen immer gleichen Bildern zieht, wird dem Zuschauer hier ein schöner Wechsel zwischen Suspense- und Action-Sequenzen geboten. Die Darsteller agieren halbwegs plausibel und liefern eine gute Leistung ab. Ein großes Problem des FoundFootage-Films ist die oftmals an den Haaren herbeigezogenen Begründung warum alles auf Kamera dokumentiert wird. Auch hier überzeugt Grave Encounters, will das Team zu Anfang doch einfach einen Fernsehbeitrag drehen und verwendet am Ende die Kameras als letzte verbleibende Lichtquelle.

Einige Effekte kommen zwar recht deutlich aus dem Computer, doch fallen diese nicht wirklich negativ auf da die Sequenzen recht schnell vorüber und dazu natürlich (genrebedingt) arg verwackelt sind. Besonders in der ersten Hälfte kommt eine angenehm gruselige Atmosphäre auf, die verlassene Anstalt stellt wirklich eine tolle Location dar. Das Grusel-Feeling geht im letzten Drittel auf Grund des erhöhten Actionaufkommens leider ein wenig flöten, ebenfalls ist auch das Ende für Genre-Kenner eher absehbar. Trotzdem macht Grace Encounters richtig Spaß und bietet eine gehörige Dosis Schocks und Überraschungen. Zwischendurch fühlt man sich immer wieder an das Video-Spiel Silent Hill erinnert, sei es durch die ähnliche Umgebung oder auch durch die seltsamen Vorkommnisse. Schade nur das einer der coolsten Momente schon dick auf dem Cover der DVD gespoilert wird.

FoundFootag-Verächter werden wohl auch durch Grave Encounters nicht umgestimmt, wer sich allerdings ein wenig auf den Film einlassen kann wird mit spannenden 90 Minuten belohnt.

Punkte: 7 von 10

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Veröffentlicht am 3. Oktober 2012 in Film-Reviews und mit , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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