Nail Gun Massacre

Nachdem eine junge Frau von einer Gruppe Einheimischer brutal missbraucht wurde beginnt eine mysteriösen Mordserie eine Kleinstadt in Arizona in Angst und Schrecken zu versetzen. Der komplett vermummte Killer scheint zu Anfang nur Jagd auf die Vergewaltiger zu machen, doch als die Opferzahlen immer weiter steigen wird klar das niemand vor der Nagel-Pistole sicher ist.

Alter Falter! Nail Gun Massacre liegt schon seit über einem Jahr ungesehen bei mir im Schrank, eigentlich hatte ich mir die DVD der CMV-TrashCollection nur wegen der schicken Minihartbox zugelegt. Keine Ahnung was mich letztens trieb die Scheibe dann doch endlich mal in den Player zu schieben. Egal, wichtig ist nur das ich regelrecht weggeblasen wurde!

So richtig viel zu erzählen gibt es über Nail Gun Massacre eigentlich nicht. Die Vergewaltigung die als Einleitung dient ist jedenfalls recht hart und passt nicht so wirklich zum fröhlich bescheuertem Mumpitz der die restlichen 80 Minuten geboten wird. Immerhin sind die Fronten damit direkt geklärt und man braucht kein Mitleid mit den von Nägeln durchsiebten Rednecks zu haben. Der Rächer im schwarzen Motorrad-Dress hüpft und schießt sich also munter durch die degenerierte Dorfbevölkerung, immer einen kessen Spruch auf den nicht zu sehenden Lippen. Der örtliche Blödbulle und sein Companion der Landarzt heften sich an die Versen des Killers, haben aber nicht wirklich einen Plan. Generell sind die Schauspieler in diesem Oldschool-Trasher natürlich unter aller Kanone, aber das macht es ja gerade so lustig. Die Gore-Effekte schwanken zwischen nett und stümperhaft, meistens bekommt man nur das Resultat, also die in den verschiedensten Körperteilen steckende Nägel zu sehen. Witzig ist auch das wenn der Killer schießt immer nur ein „Pff“ zu hören ist, aber nie ein fliegender Nagel oder wenigstens eine kleine Animation oder Explosion in der an Pistolenmündung gezeigt wird. Sei’s drum! Unbedingt zu empfehlen ist die grottige deutsche Synchro die so herrlich schlecht und hölzern ist das man aus dem Lachen gar nicht mehr rauß kommt. „So ein Arschloch, den ganzen Tag nur Polizeiauto fahren und hier die Leichen liegen lassen.“ und „Nichts besonderes hier, nur ein verlassener Leichenwagen!“ lassen vielleicht im groben darauf schließen was für Weisheiten einem hier um die Ohren gepfeffert werden. Bei einigen Szenenübergängen wird dazu noch lustige Country-Mucke eingespielt, ich wüsste zu gerne ob Nail Gun Massacre überhaupt jemals als ernsthafter Film gedacht war. Ein Twitter-Kollege betonte sogar noch die tiefe Meta-Ebene, von wegen „Vergewaltiger wird genagelt“! Und da soll mal einer sagen Trash-Filme könnten nicht auch tiefgründig sein 😉

Wer jetzt noch nicht hellhörig geworden ist sollte wohl auch lieber einen großen Bogen um den Streifen machen! Nail Gun Massacre ist eine wahre Exploitation-Perle die man sich am besten mit ein paar Gleichgesinnten und einem Kasten Bier zu Gemüte führt. Das Ganze ist weder spannend noch innovativ, bietet aber ein hohes Maß an Blut, blöden Spüchen und Brüsten. Langeweile sollte also keine aufkommen.

Punkte: 6 von 10

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Veröffentlicht am 29. September 2012 in Film-Reviews und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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