Father’s Day

Er ist wieder da, der Fuck-Man! Vergewaltiger und Schlächter unschuldiger Väter! Doch sein Nemesis Ahab hat zusammen mit seiner strippenden Schwester, einem Priester und einem Callboy die Verfolgung aufgenommen. Wird es Ihnen dieses mal gelingen den Fuck-Man endgültig zu besiegen?

Lange hat es gedauert bis endlich mal ein neuer Troma-Film auf die Menschheit losgelassen wurde, doch mit Father’s Day hat das Warten nun endlich ein Ende. Na ja, fast jedenfalls, denn Troma tritt hier nur als Publisher auf, hinter Father’s Day stecken die Jungs von Astron-6 die hiermit ihren Beitrage zum populären Neo-Grindhouse abliefern.

Das Troma hier nur beratend zur Seite stand merkt man leider an allen Ecken und Enden. Der Humor und die kranken Einfälle die die Filme der Kultschmiede so unvergleichlich machen fehlen bei Father’s Day einfach. Wo Toxie, Class of Nuke’em High und Terror Firmer noch ein wahres Feuerwerk an Geschmacklosigkeiten abfeuern, wirkt hier irgendwie alles bemüht und verkrampft. Sei es die Vergewaltigung normaler Familienväter, abgebissene Penisse oder blutige Shootouts, wirklich schocken kann das Ganze nicht. Immerhin sind die Splatter-FX selbstgemacht und größtenteils recht nett anzusehen. Leider kommt der Humor nur in den wenigsten Situationen wirklich witzig rüber, zu viel empfindet man einfach nur als doof und aufgesetzt. Es wird auch keine richtige Linie verfolgt; manche Gags sind schön düster, manche vulgär und manche einfach nur kindisch. Die Schauspieler kommen über Laien-Niveau nicht herauß, aber anders als in den Troma-Flicks war ich leicht genervt davon. Nichts auszusetzen gibt es allerdings am Look (Kratzer/Verschmutzungen im Bild) und am Score, die den Grindhouse-Flair der 80er gekonnt einfängen. Hier merkt man dann doch wieder das wirkliche Fans am Werk waren, deshalb tut es mir auch leid Father’s Day so „zerreißen“ zu müssen. Aber über lange Zeit war mir der Film einfach zu langweilig. Erst im letzten Drittel nahm Father’s Day für mich wirklich an fahrt auf und entschädigt ein wenig für die voran gegangenen 60 Minuten. Der Trip in die Hölle ist cool und sleazig in Szene gesetzt und Lloyd Kaufmann kann mal wieder in einem Gastauftritt brillieren.

Verdammt, ich wollte nicht das sich das alles so negativ anhört, Father’s Day ist ein Projekt in dem echt viel Herzblut steckt. Als Fan von Independent-Filmen kann man ihm ruhig mal eine Chance geben. Die US-Vö ist derzeit in einer 4 Disc Variante zu haben, bestehend aus Hauptfilm auf BluRay und DVD (jeweils CodeFree), DVD mit Bonus-Features und einer Soundtrack CD. Das ganze ist limitiert und nummeriert auf 5000 Stk, aber leider nur in einer Standardverpackung im Schuber.

Punkte: 4 von 10

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Veröffentlicht am 31. August 2012 in Film-Reviews und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Oh, schön das noch jemand anders den Film kennt. Ich habe „Haute Tension“ (Original Titel) vor 2 Monaten gesehen (thai-DVD) und war total begeistert. Der Film fangt sehr spannend an und und einige sehr brutale Szenen zu bieten (in der Uncut-Fassung! Vorsicht, deutsche Leih-DVD ist cut!!!). Die französische Produktion bietet die perfekte Mischung aus amerikanischer Hochglanzoptik und leichten europäischen Einflüssen. Die Schauspieler sind wirklich überzeugend und das wichtigste für einen Slasherfilm: Er reisst total mit. Das Niveau an Spannung habe ich in anderen Filmen lange nicht gesehen. Viele Kritiker zerreißen den Film aber wegen des Endes (mehr sei an dieser stelle nicht verraten). Es gibt halt ein paar Logiklöcher, aber das gehört zum Genre dazu und geht eigentlich voll in Ordnung. Ich gehe sogar soweit, dass „Haute Tension“ der beste Slasherfilm ist, den ich je gesehen habe (Ich zähle „Scream“ mal nicht mit, weil der für mich eher eine Parodie ist). Wobei ich Slasherfilme wie Halloween (alle Teile) und die Jason-Filme meine. Also absolute Empfelung: 8,5/10 Die Thai-DVD (leider ohne franz. O-Ton) kommt mit sehr guter (einfacher) englischer Synchro, in Top-Qualität. Wer Interesse hat, sollte direkt in Thailand bei ethaicd.com bestellen. Da gibt es die DVD umgerechnet für ca. lustige 7,50 EUR und es fallen keine weiteren Versandkosten an. Dort gibt es übrigens für den glaichen Preis die Uncut-VCD von „Ong-Bak“ (allerdings nur auf Thailändisch, ist aber bei dem Film völlig Wurscht). Einziges Manko: Kreditkarte ist Pflicht.

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