Adam Chaplin

Adam Chaplin scheint halbwegs glücklich zu sein, jedenfalls hat er eine schnuckelige Freundin mit der er durch die Weltgeschichte turtelt. Eben diese hat aber leider Geldschulden bei dem Gangsterboss Denny der gar nicht so gut auf ihren Zahlungsverzug zu sprechen ist. Kurzerhand wird das arme Mädchen bei lebendigem Leib verbrannt. Das kann Alan natürlich nicht auf sich sitzen lassen und so geht er einen Pakt mit einem Dämonen ein der ihm übermenschliche Kräfte verleiht. Der Rachefeldzug beginnt.

Eigentlich bin ich nicht der größte Fan von diesen LowBudget-Produktionen, mit dem ganzen Ittenbach- und Schnaas-Kram kann ich z.B. so gar nichts anfangen. Als ich aber vor einigen Wochen den Trailer von Alan Chaplin durch Zufall auf YouTube gesehen hatte verschlug es mir allerdings die Sprache. Wenn das Ganze auch nur ansatzweise so megagory wie der Trailer verspricht werden würde musste ich dem Film wenigstens mal eine Chance geben. Und ja, liebe Freunde des schlechten Geschmackes, der Trailer verspricht nicht zu viel!

Der Film startet auch direkt durch ohne ein langwieriges Vorgeplänkel, man ist direkt in der Aktion bzw. in den ersten Minuten wird so viel Blut vergossen das selbst Ittenbach neidisch werden würde. Die Blutfontänen die aus abgerissenen Stümpfen spritzen machen dabei japanischen Produktionen wie Tokyo Gore Police alle Ehre. Alan Chaplin metzelt sich mit bloßen Händen seinen Weg durch die Massen an Gegnern. Mit einem einzigen Schlag werden hier ganze Gesichter weggeschmettert, Gliedmassen ausgerissen bzw. durchgebrochen oder einfach der komplette Körper auf eine Eisenstange gespießt. Teilweise wird das Gemetzel immer wieder von kleinen Story-Rückblenden unterbrochen, die aber nicht all zu sehr langweilen. Die Schauspieler sind natürlich größtenteils ganz klare Laien, machen Ihren Job aber verhältnissmäßig gut, wenn man sie denn mal mit denen aus anderen LowBudget-Produktionen vergleicht.

Die Effekte sind wirklich aller erste Sahne! Größtenteils handgemacht mit CGI-Unterstützung sitzt man selbst als Fan mit jahrelanger Genreerfahrung teilweise einfach nur sprachlos vor dem Bildschirm! Klasse! Was mir auch besonders gut gefallen hat waren die Masken. Der Dämon und der entstellte Oberbösewicht Denny sind wirklich spitze und richtig schön ekelig gemacht. Die Bilder sind größtenteils sehr düster, selbst bei Tageslicht wurden die Szenen mit einem Blaufilter überdeckt. Alan Chaplin verzichtet komplett auf Humor (auch wenn einige Gewaltexzesse unfreiwillig komisch daher kommen) was eine willkommene Abwechslung zur oftmals auf blödelig gemachten Konkurrenz ist. Warum die Protagonisten teilweise mit der Zeit immer zombieähnlicher werden hat sich mir allerdings nicht wirklich erschlossen.

Wie gesagt, ich bin nicht der größte LowBudget-Fan, fühlte mich aber durchweg gut von Alan Chaplin unterhalten. Das ganze kommt rüber wie eine krude Mischung aus Premutos, Cradle of Fear und aneinander gereihten MortalKombat-FinishHim Moves. Wenn Euch der Trailer zusagt solltet Ihr definitiv mal einen Blick riskieren.

Punkte: 7 von 10

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Veröffentlicht am 19. August 2012 in Film-Reviews und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

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