See No Evil

Bei einem Resozialisierungsprogramm wird eine Gruppe Jugendlicher Straftäter zu Aufräumarbeiten in ein heruntergekommenes Hotel geschickt. Leider treibt ein brutaler Killer in dem riesigen Gebäude sein Unwesen der ein besonderes Faible für Augen hat.

Wenn die WWE, WWF oder wie diese Wrestling-Company auch immer heißen mag an einem Film beteiligt ist, bedeutet das meistens nichts Gutes! See No Evil, in dem Affengesicht Kane untergebracht wurde, ist da wohl eine der wenigen Ausnahmen. Der Slasher funktioniert ganz wunderbar, ist genrebedingt halbwegs spannend und bietet einige nette Splatter-FX. Größter Pluspunkt ist dabei ganz klar das heruntergekommene Hotel im Art Decor Stil das die jugendlichen Straftäter wieder auf Vordermann bringen sollen. Vermüllt, dreckig und arg verwinkelt bietet das Bauwerk viele schöne Verstecke für den hühnenhaften Killer. Kane verleiht dem kahlköpfigen Schlächter eine enorme Präsenz und man bekommt es schon mit der Angst wenn das Muskelmonster durch Wände bricht um Jagd auf seine Opfer zu machen. Diese sind natürlich allesamt recht unsympathisch und in den klassischen Rollen besetzt: Von der blonden Bitch bis zum schwarzen Türknacker ist alles dabei was nervt so dass man sich auf blutige Tode freuen kann. Allerdings muss man See No Evil zu gute halten das seine kriminellen Protagonisten nicht die bekannte Metamorphose zum Gutmenschen hinlegen und das ist ja auch schon mal etwas. Die Gore-FX sind gut gemacht und kommen nur zu einem kleinen Teil aus dem Rechner, das meiste sieht doch recht handgemacht aus. Vom abgeschlagenen Arm bis zur Augenentnahme per Wurstfinger wird auch einiges geboten. Keine Ahnung warum dauernd irgendwelche CGI-Fliegen durch das Bild schwirren, diese sehen recht billig aus und sollen wohl den Killer ankündigen. Na ja… Erwähnenswert ist auch noch der Tod von Kane (ups, Spoiler ;)) der recht spektakuläre und drastisch in Szene gesetzt wurde.

See No Evil ist sicher kein Meilenstein des Genres, setzt sich aber vom Grossteil seiner aktuellen Kollegen durch eine flotte Inszenierung ab! Bis auf einigen kleineren Längen am Ende kommt so gut wie keine Langeweile auf und der geneigte Slasher-Fan wird bestens unterhalten. Achtung: Leider gibt es keine deutschsprachige Uncut-VÖ von See No Evil, in UK und den USA ist die DVD aber schon für kleines Geld zu haben.

Punkte: 6 von 10

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Veröffentlicht am 13. Mai 2012 in Film-Reviews und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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