Battleship

Das musste ja so kommen! Jahrelang haben wir Botschaften ins All gefeuert und nun bekommen wir die Antwort in Form einer handfesten Invasion. Mehrere Alienschiffe stürzen ins Meer und errichten eine riesige, undurchdringbare Energiekuppel um sich herum! Blöd nur das zeitgleich dort auch eine Übung der Navy stattfindet und so einige Kriegsschiffe mit eingesperrt wurden. Ein (nur zunächst) ungleicher Kampf um das Überleben der Menschheit beginnt.

Autsch! Ein Film das auf dem Brettspiel „Schiffe versenken“ basiert! Nachdem vor einigen Monaten die Ankündigung und dann auch schon der erste Teaser zu Battleship im Netz rumschwirrten war ich ja alles andere als angetan. Als ich dann letztens im Kino den ersten richtigen Trailer sah, wirkte das alles schon gar nicht mehr so schlimm und da ich heute nichts zu tun hatte bin ich tatsächlich ins Kino gedackelt und habe mir den Film in der 15 Uhr Vorstellung angeschaut!

Gleich vorweg, Battleship ist bei weitem nicht so schlimm wie man jetzt vielleicht denken mag. Besonders die Charaktere heben sich ein wenig vom Michael Bay Patrioten-Einheitsbrei ab. Ja klar, hier lieben natürlich auch alle ihr Land, aber es weht nicht alle 10 Minuten in Zeitlupe eine Ami-Flagge durchs Bild. Hauptdarsteller Taylor Kitsch als Alex Hopper macht zwar ebenfalls die typische Metamorphose vom Draufgänger zum Helden durch, bleibt dabei aber halbwegs glaubwürdig. Auch das untypische Charaktere wir ein Soldat dem beide Beine amputiert wurden oder eine Gruppe alter Navy-Veteranen eine wichtige Rolle spielen lässt Battleship ein bisschen eigenständiger wirken. Gut das Liam Neeson nur verhältnismäßig wenig Screentime hatte, irgendwie will ich den in solchen Trashern nicht sehen. Ach ja, sogar Rihanna ist mehr oder weniger ansehbar und macht ihren Job als toughe Navy-Soldatin recht gut. Beyonce hätte ich aber lieber in knapper Uniform gesehen 😉 Alles in allem also durchweg nette Charaktere die einem wenigstens nicht auf die Nerven gehen (höre ich da jemanden Megan Fox schreien?).

Viel wichtiger ist aber natürlich die Aktion und hier stinkt Battleship leider ein wenig gegen den großen Konkurrenten Transformers ab. Die Raumschiffe sind schon ganz cool gemacht, aber leider handelt es sich bei den Außerirdischen um menschenähnliche Lebenwesen und das fand ich doch recht langweilig. Entweder will ich richtige Aliens/Monster sehen oder haushohe Maschienen-Dinger wie eben in Transformers. Da die meiste Aktion innerhalb der Energie-Glocke abgeht, ist das Kriegsgebiet auch noch recht beschränkt. Neben 2 kleineren Intermezzos in Städten, laufen die meisten Scharmüzel auf hoher See zwischen den Kriegsschiffen der Aliens und der der Menschen ab. Zu Anfang noch ganz nett, verlor das für mich schnell an Reiz. Allerdings wurde hier die Hommage an das Brettspiel recht nett eingebaut, als die Crew auf der Radarkarte erraten muss wo das gegnerische Schiff als nächstes auftaucht. Die Aliens waren im übrigen auch nicht abgrundtief Böse und reagieren im Endeffekt nur auf Angriffe, das hätte der olle Bay wohl auch nicht so umgesetzt. Unschuldige oder unbewaffnete werden auch mal verschont bzw. nur beseitigt wenn man sich den Außerirdischen in den Weg stellt. Gegner mit Ethik, wer hätte mit so etwas im modernen Kino noch gerechnet?

Ich tue mich schwer Battleship eine Empfehlung auszusprechen. Ich habe den Besuch im Kino zwar nicht bereut, trotzdem glaube ich dass der auch zu Hause auf BD reichen würde. Besonders die lange Laufzeit von über 2 Stunden tut Battleship einfach nicht gut und lässt ihn in der Mitte ein wenig zäh wirken!

Punkte 6 von 10

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Veröffentlicht am 12. April 2012 in Film-Reviews und mit , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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