The Thing

Der Südpol, unendliche weiße Weiten… Hier entdeckt ein norwegisches Forscherteam im ewigen Eis ein Raumschiff das vor vielen Jahren abgestürzt zu sein scheint. Nicht weit davon entfernt kann dann auch in einem massiven Eisblock das dazugehörige Alien geborgen werden, das man natürlich sofort zur Station bringt! Schon von Ruhm und Ehre träumend wähnt man sich in Sicherheit, doch es kommt wie es kommen muss und das Alien erwacht zum Leben. Kann das Monster nach kleineren Verlusten besiegt werden, wird schnell klar das es sich um einen Parasiten gehandelt hat, der von nun an in jedem stecken könnte. Der Kampf ums Überleben kann beginnen.

Bei The Thing von 2011 handelt es sich um ein Prequel, das die direkten Ereignisse vor den Geschehnissen des Carpenter Films schildert. Letztendlich ist der Aufbau nahezu identisch zu eben diesem, so dass man schon von einem direkten Remake sprechen kann. Alien wird gefunden, auf die Station gebracht, Alien bricht aus, wird angeblich getötet lebt dann aber doch in den Forschern weiter und keiner weiß wer wer ist. Klingt bekannt, oder!? Obwohl man als Kenner des Origninals ja schon fast weiß wie die Geschichte ausgeht, schafft es The Thing besonders in der Mitte des Films angenehme Paranoia-Atmosphäre aufzubauen. Schön auch das hier nicht die die typischen Hollywood-Schönlinge aufspielen sondern die Männer und Frauen auf der Forschungsstation mit Ecken und Kanten dargestellt werden. Highlight sind natürlich mal wieder die Creature-FX die vollends überzeugen können. Neben vielen handgemachten Effekten kommt auch einiges an CGI zur Anwendung, das aber niemals billig oder all zu unecht wirkt. Trotzdem sind die Effekte aus dem Original ein ganzes Stück charmanter und ein Highlight wie den sich in ein Maul verwandelnden Brustkorb sucht man vergebens.

Wer den Carpenter Film noch nicht kennen sollte wird über die komplette Laufzeit gut unterhalten! Die Handlung ist wirklich spannend und besonders wenn das rätseln losgeht in wem das Alien gerade steckt ist mitfiebern angesagt! Leider ist das alles nahezu identisch zum 80er The Thing, so dass sich „erfahrene“ Filmfans eigentlich nur an den Monster-FX erfreuen können. Schade, ein wenig mehr Mut zu neuen Ideen wäre wünschenswert gewesen. Warum sieht man das Ding z.B. nur so kurz in seiner ursprünglichen (ok, wird wohl auch nur ein anderes infiziertes Alien sein) Form und wird dann direkt abgefackelt. Hier hätte man sich in Sachen kreativem Design ordentlich austoben und vor dem Thriller-Part noch ein wenig Monster-Action bieten können.

Ein netter Happen für zwischendurch, leicht bekömmlich und schnell verdaut.

Punkte: 7 von 10

PS: Ja, ich weiß das der Carpenter Film nur ein Remake ist, trotzdem spreche ich in meinem Review von „dem Original“ da sich das Prequel direkt darauf bezieht. Also spart Euch Eure Klugscheißer-Kommentare 😉

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Veröffentlicht am 5. April 2012 in Film-Reviews und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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