Eine kleine Zusammenfassung der FF-Nights 2012

So schnell kann es gehen, zack sind die FF-Nights auch schon wieder vorbei. Zeit ein kleines Resumee zu ziehen:

The Prodigies: Da hatte ich mir nicht viel von versprochen und letztendlich konnte mich The Prodigies auch nicht wirklich begeistern. Es gibt zwar den ein oder anderen netten 3D-Effekt und auch einige Sequenzen sehen klasse aus, ansonsten hat der Film aber nicht viel zu bieten. Die Story ist lahm und besonders die Animationen der Menschen wirken extrem hölzern. Die emotionslose Mimik machte ein mitfiebern wirklich schwer. 4/10

Livid: Siehe Review

We need to talk about Kevin: Mein absolutes Highlight der Nights. Großartige Schauspieler und eine mehr als bedrückende Geschichte. “Kevin” ist perfekt in der KinoKrontovers-Reihe aufgehoben die ihm wohl auch einen kleinen Kinostart hier in Deutschland spendieren werden. Ich muss zugeben dass mir Kevin doch ein wenig zu extrem und manipulativ dargestellt wurde, auch den Hass der Bevölkerung gegen die Mutter konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Trotzdem ist dies ein Streifen der mitreißt und regelrecht wehtut, ohne auch nur den kleinsten Hoffnungsschimmer zu bieten! Ansehen! 8/10

Chronicle: Ja, ein Blockbuster, ich fand ihn trotzdem richtig gut. Die 3 Jungs die plötzlich Superkräfte erlangen sind sympathisch und es macht Spaß ihnen dabei zuzusehen wie sie mit Ihren Fähigkeiten am Anfang nur Blödsinn anstellen. Wer hat denn noch nicht davon geträumt zu fliegen und über den Wolken Football zu spielen (oder etwas in der Art jedenfalls). Die FoundFootage-Ästhetik kommt gut rüber und besonders im Finale gibt es einige wirklich kreative Kamera-Spielereien. 7/10

Juan of the Dead: Mein letzter Film vom Samstag. Nach 8 Stunden Kino war ich nur noch bedingt aufnahmefähig, wahrscheinlich habe ich viele Gags und FX gar nicht mitbekommen. Das Kuba-Setting war jedenfalls angenehm frisch und auch die AntiZombie-Crew recht nett, ansonsten konnte Juan of the Dead auf dem FunZombe-Sektor nicht all zu viel neues bieten. 6/10

Rosewood Lane: Meine Güte, der Film war so doof das er schon fast wieder witzig war! Hier werden wirklich sämtliche Klischees bedient, leider ohne jegliches Augenzwinkern. Der Killer/Geist/Dämon war einfach nur lächerlich, sorry, aber wer hat denn vor so einem Milchbubi Angst?! So viel es mir schon schwer nicht immer laut loszulachen, wenn das Rad seines BMX-Bikes unter bedrohlicher Musik ins Bild fuhr! Die Auflösung ist dann genauso bescheuert wie der Rest des Films, fast eine Unverschämtheit so etwas dem FFF-Publikum vorzusetzen. Ach ja, Rose McGowan hat ja wohl das ultimative Dauer-Duck-Face. Mädel lass mal ein wenig Luft aus den Lippen. 3/10

Love: Habe ich übersprungen da mir Trailer und Inhaltsangabe so gar nicht zugesagt haben. Scheinbar habe ich auch nicht zu viel verpasst, die Meinungen die ich so aufgeschnappt habe waren doch eher verhalten.

Sleep Tight: Die Überraschung der Nights! Wirklich fies und garniert mit einer ganzen Menge tiefschwarzem Humor folgt man hier dem Bösewicht, der sich einige Gemeinheiten ausdenkt um sein Opfer zu quälen! Das will sich zu Anfang aber gar nicht so wirklich ärgern lassen, was den verrückten Concierge zu wahrer Höchstform auflaufen lässt. Nach Sleep Tight schaut vor dem schlafen gehen unters Bett um sich zu vergewissern das dort niemand liegt. Angeblich will Senator den auch bei uns noch in die Kinos bringen, lasst Euch diese kleine Perle nicht entgehen. 7/10

Theatre Bizzare: Wie bei jeder Sammlung gibt es auch hier Höhen und Tiefen. Alles in allem werden Horrorfans aber recht gut und vor allem drastisch bedient. Die Regisseure hatten freie Hand und konnten sich richtig austoben. Theatre Bizarre kommt recht undergroundig rüber und hat mit glossy Produktionen wie z.B. Trick or Treat nicht viel gemein. Mir hat das jedenfalls gut gefallen, besonders weil jede Episode sehr eigenständig und originell war. 7/10

REC³: Siehe Review

Zusätzlich waren noch Jaume Balaguero (Regisseur Sleept Tight), Richard Stanley und Buddy Giovinazzo (beide Theatre Bizzare) zu Gast in Hamburg, alle 3 sehr sympathisch und redefreudig. Nach den wirklich interessanten Q&As konnte man die 3 noch in der Lobby zum Quatschen und Autogramme holen treffen. Besonders Richard und Stanley haben sich für jeden extrem viel Zeit genommen und hatten sichtlich Spaß! Und wann hat man denn sonst schon mal die Chance die Macher von Combat Shock und Dust Devil zum gemütlichen Plausch zu treffen!

Trotz anfänglicher Skepsis hatten mich die Nights 2012 doch gut unterhalten! Allerdings empfand ich die Stimmung als nicht ganz so gut wie in den letzten Jahren, so fehlte es z.B. fast gänzlich an Szenen-Applaus. Mal schauen ob ich im Sommer dabei sein werde, ist bei mir ja auch immer eine Frage des Geldes (Anfahrt/Hotel/Verpflegung)!

Deswegen liebes Rosebud Team: Da das FFF in Hannover ja scheinbar nicht so gut angenommen wurde, versucht es doch mal in Bielefeld, der Party-Hochburg in OWL! Dann würde ich mir sogar eine Dauerkarte zulegen 😉

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Veröffentlicht am 27. März 2012 in Diverses und mit , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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