The Shrine

Immer wieder verschwinden Touristen in einem kleinen Kaff auf dem polnischen Land, was 3 Amerikanische Journalisten zum Anlass nehmen nach Europa zu reisen und der Sache auf den Grund zu gehen. Die Zeit scheint in diesem kleinen Dorf stehen geblieben zu sein und als die Reporter sich einer seltsamen Nebelwand nähern werden sie von den Bewohnern aus dem Dorf gejagt. Scheinbar jedenfalls, denn die Neugier treibt sie zurück in den seltsamen Nebel. Was die jungen Leute darin vorfinden ist nur der Auftakt zu einer Reihe grauenvoller Ereignisse…

Orteuropäisches Hinterland, neugierige Amis, eine seltsame Kirche inklusive Kultisten mit komischen Hüten und „etwas im Nebel“! Was sich nach billiger Standart B-Movie Ware anhört ist tatsächlich einer der unterhaltsamsten „richtigen“ Horrorfilme der letzten Monate! Endlich mal keine irren Killer und ewig langer Gore-Galore, The Shrine bietet schönen oldschooligen 80er Jahre Horror an dem es (fast) nichts zu mäkeln gibt. Ein bisschen Exorzist hier, ein wenig Geister-/Dämonenspuk dort, garniert mit ganz viel Evil Dead. Ok, all zu innovativ ist The Shrine nun nicht, dafür wirklich spaßig und kurzweilig. Dabei wird ein Großteil der ersten Hälfte verwendet um Spannung und Atmosphäre aufzubauen! Als die Hauptdarstellerin allein durch den dichten Nebel stolpert ist das schon recht gruselig, was sie dann darin findet und wie es insziniert ist ist dann aber echt extrem creepy und dass ohne groß auf Effekte oder Aktion zu setzen. Das die Dorfbewohner wie vor 40 Jahren rumlaufen ist wohl irgendwelchen kruden Ami-Vorurteilen zu verdanken, tut der Atmosphäre aber keinen Abbruch. Dadurch dass die polnischen Dialoge der Bewohner nicht synchronisiert oder untertitelt wurden kommt man sich ähnlich befremdlich und allein gelassen wie die 3 Hauptdarsteller vor. Ein Gefühl der Hilflosigkeit und Isolation macht sich breit, während die 3 gefangen genommen werden und die Kultisten über das weitere vorgehen diskutieren bzw. entscheiden. Nach der gemächlichen (aber nie langweiligen) ersten Hälfte zieht die Aktionschraube merklich an und die wirklich tollen Dämonenmasken kommen zum Einsatz! Löblichweise wurde hier fast komplett auf CGI-Gemurkse verzichtet und so werden hier einige der fiesesten Monster-Kreationen der letzten Monate gezeigt! Zwar oft nur kurz, dafür aber umso wirkungsvoller. Zum Ende hin bekommt man dann sogar noch einiges an Blut zu sehen, garniert mit einem recht netten Storytwist, so das der geneigte Genre-Fan rundum zufrieden in den Abspann entlassen wird.

The Shrine kann ich wirklich jedem empfehlen der mal wieder Lust auf einen netten kleinen Horrorfilm hat. Durch die kurze Laufzeit von knackigen 81 Minuten und dem völligen verzicht auf Humor wird man straight durch die Geschichte geführt ohne das Langeweile aufkommt.

Punkte: 7 von 10

Vielen Dank an I-On New Media für die freundliche Bereitstellung der DVD!

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Veröffentlicht am 26. Februar 2012 in Film-Reviews und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

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