Hit, autsch und rauß! Ein Kriegsdiensverweigerer ballert sich durch!

Nach diversen Anläufen war es letztes Wochenende endlich so weit, mit 3 Kumpels ging es in die Paintball Halle! Eigentlich hatten wir gehofft das mehr sich dazu aufraffen könnten, aber wie es immer so ist sagen die meisten in der letzten Sekunde ab! Egal, sollte es eben ein paar knackige 2V2 Matches geben 😉

Im Eingangsbereich dann der erste kleine Schock: Alles sieht ein wenig heruntergekommen aus, der Typ hinter dem Tresen macht den Eindruck als ob er gerade aus einer RTL2-Soap entsprungen sei und in einer Ecke daddelt ein ca 9 jähriger Junge fröhlich Modern Warfare 3! „Ich bin der größte Killer!“ brüllt das Kind den Fernseher an und das ist leider kein Witz! Nachdem jeder 40€ für Knarre, 1000 Schuss, Helm und Halsschutz geblecht hat geht es in die unbeheizten Umkleidekabinen! Ein paar Spinde in der Ecke, 2 Bänke und ein leicht siffiger Boden, so stelle ich es mir auch bei der Bundeswehr vor. Pfiffig wie ich bin habe ich extra die doppelten Lagen Klamotten mitgebracht (2 Hosen / 2 Pullies), dazu noch Lederhandschuhe in der Hoffnung die Wucht der Paintballs wenigstens ein wenig abmildern zu können! Ja ja, Lusche, ich weiß, aber sicher ist sicher! Nach einer kurzen Einweisung ging es dann das erste mal auf’s Feld das mit diversen Luftkissen-Deckungen gespickt war! Ich muss ja sagen das wir in voller Kampfmontur schon irgendwie cool aussahen, aber dieser (für uns) nicht ganz ernst zu nehmender Prollfaktor macht halt auch auch einen großen Reiz des Spiels aus.

Nach den ersten Probeschüssen auf die Hindernisse wird mir schon ein wenig mulmig, da sitzt ganz schön Power hinter, aber Schwäche zeigen ist nicht! Wir teilen uns in 2 Teams, stellen uns auf den entgegengesetzten Seiten der Halle auf, 3-2-1 Los! Ich stürme nach Links, will die erste Deckung erreichen und lege mich mit meinen DocMartens erstmal schön auf die Fresse weil der Boden komplett rutschig von der Paintball-Farbe ist! Gut das es den anderen nicht anders geht und später wird man den Boden für spektakuläre Rutsch/Schieß-Aktionen im besten John Woo Style nutzen können. Ich krieche also hinter die erste Deckung, rappel mich auf, luge vorsichtig hinter dem Kissen hervor und bekomme ganz klassisch direkt einen Ball mitten vor’s Visier! Orangene Farbe nimmt mein halbes Sichtfeld ein, „HIT“, runter vom Feld!

So geht es munter weiter, ein Match dauert zwischen 2-6 Minuten und nach 3-4 Runden geht man vom Feld um die andere Teams drauf zu lassen! Die vielen Pausen braucht man aber auch, Paintball ist anstrengend wie Sau! Von Match zu Match traut man sich mehr, man kauert nicht mehr nur hinter der ersten Deckung, nein man hechtet über das Spielfeld oder versucht sich von hinten anzuschleichen während sein Teamkamerad das Feuer auf sich zieht! Und ja, wenn man einen Ball abbekommt tut es weh, besonders wenn man am Rücken oder in die Seite getroffen wird merkt man das doch ziemlich deutlich 😀 So ist man aber die gesamte Zeit mit Adreanalin vollgepumpt und angespannt, wäre doch sonst auch eher langweilig! Ab und an haben wir auch mal gegen andere Teams 4V4 gespielt was nochmal deutlich spaßiger war! Eine Runde haben haben wir zu 8 gegen 3 Profis gespielt! Wie zu erwarten hatten wir keine Chance und die Pros gingen ohne einen Hit zu kassieren als Sieger vom Feld!

Nach 4 Stunden reichte es dann und total erschöpft machten wir uns auf den Weg nach Hause (der Junge hatte mittlerweile von MW3 zu Bad Company 2 gewechselt)! Die Hits der Balls hatten deutliche Spuren hinterlassen und entwickelten sich zu ersten blauen Flecken, viel schlimmer sollte aber der Muskelkater in den Oberschenkeln sein der mich die nächsten 4 Tage quälen würde! Trotz alle dem hat Paintball wirklich tierisch Spaß gemacht und wir sind schon am überlegen wann wir uns das nächste mal treffen! Ok, diesen ganzen martialischen Klimbim muss man schon mit einem Lächeln betrachten, aber dann ist Paintball eine super Gelegenheit sich mal richtig auszupowern!

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Veröffentlicht am 22. Januar 2012 in Diverses und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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