Kill List

!!! Achtung !!!

Eigentlich MUSS man sich Kill List möglichst unvorbereitet anschauen, dann erst entfaltet der Film seine volle Wirkung! Ich habe zwar versucht das Review möglichst Spoilerfrei zu schreiben, trotzdem solltet Ihr wirklich nur weiter lesen wenn ihr den Film schon gesehen habt oder denn unbedingt ein Review lesen müsst!

 !!! Achtung !!!

 Jay ist Ex-Soldat und Auftragskiller! Nach einem schiefgelaufenen Job in Kiev ist Jay am Boden zerstört und nicht fähig irgendeiner Arbeit nachzugehen! In Depressionen versunken steht auch sein Familienleben immer mehr auf der Kippe und steht kurz vor dem scheitern! Als sein bester Freund und Partner Gal ihm einen lukrativen Job anbietet nimmt er an, ohne auch nur zu ahnen welche Folgen das haben wird… 

Kill List hatte es damals geschafft mich auf dem FantasyFilmFest nach seinem Abspann völlig perplex und geflasht im Kinosessel zurück zu lassen! Dieses Kunststück ist ihm nun sogar noch ein zweites mal zuhause im Heimkino gelungen! Kill List ist einfach anders; frisch und fernab jeglicher Genre-Konventionen! Man wiegt sich als Zuschauer in Sicherheit, nur um nach und nach immer weiter mit dem Hauptdarsteller in einen Strudel der Dunkelheit gezogen zu werden. Was Kill List aber auch so besonders macht sind die realistischen Charaktere die einfach „echt“ wirken. Unsere beiden Killer sind keine pseudo-coolen Typen mit lockeren Sprüchen auf den Lippen, sondern einfache Männer die halt den Job machen den sie am besten können. Wo Gal noch der größte Sympathieträger ist, ist Jay von einer Zerrissenheit geplagt die Neil Maskell in einer Big Budget Produktion wohl die ein oder andere Auszeichnung eingebracht hätte. Mal liebender Familien-Vater, mal berechnender Killer, mal ausrastender Psycho, es fällt schwer den Charakter wirklich einzuordnen! Die Gewaltszenen sind kurz aber einprägsam und tun wirklich weh! Es ist eher die nihilistische Grundthematik die dem Film wohl in Deutschland Probleme machen wird! Mit jeder Filmminute wird die Stimmung düsterer und am Ende weiß man genauso wenig wie Jay was denn hier gerade abgeht! Aber das ist ja das schöne! Nicht alle Fragen werden am Ende beantwortet um selbst den größten Honk zufrieden in die Nacht zu entlassen! Nein, Kill List bleibt auch nach dem Ende mystisch und im Kopf hängen und auch noch Tage später denkt man über einzelne Szenen und das Ende nach! Und mal ehrlich, welcher Genre Film in der letzten Vergangenheit kann das schon von sich behaupten!

Aber ich gebe es zu, Kill List spaltet die Gemüter und ich kann auch irgendwie verstehen das es viele Leute gibt die den Film nicht mögen. Wenn man will kann man ihm eine gewisse Beliebigkeit vorwerfen, so als hätte der Regisseur alles hinein geworfen was ihm gerade eingefallen ist. Wie gesagt, wenn man das will, man kann sich aber auch auf den Film einlassen und sich mit in die Dunkelheit ziehen lassen.

 Punkte: 9 von 10

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Veröffentlicht am 31. Dezember 2011 in Film-Reviews und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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