Kidnapped

Jaime und Marta, seit vielen Jahren glücklich verheiratet, ziehen mit ihrer pubertierenden, 16-jährigen Tochter Isa in ein neues luxuriöses Haus um. Es sollte ein perfekter Abend werden: Nachdem die Möbelpacker fort sind wird der Umzug mit Champagner gefeiert. Doch der Schein trügt: Eine brutale Bande dringt in die Villa ein und nimmt sie als Geiseln. Für die verängstigte Familie beginnt eine Nacht unfassbaren Terrors…

 Ach ja, in Sachen House-Invasion Filmen hat man in der letzten Zeit ja so einiges gesehen, trotzdem konnte Kidnapped einige wirklich gute Kritiken einfahren! Dazu kommt der Film noch aus Spanien, und da ich den Europäischen-Genrefilm doch sehr schätze waren meine Erwartungen doch relativ hoch! Und tatsächlich, die erste halbe Stunde ist recht spannend und glaubwürdig insziniert. Man nimmt den Schauspielern ihre Rollen ab, besonders der Vater hat mir gut gefallen. In seinem Gesicht kann man wirklich den inneren Kampf erkennen, den Zwiespalt sich den Forderungen der Geiselnehmer zu unterwerfen oder doch lieber einen Angriffsversuch zu starten. Nach der eigentlichen Einführung flacht Kidnapped aber leider stark ab! Leider sind die Bösewichte doch arg klischeebeladen! Da gibt des den kalkulierenden und emotionslosen Planer, den Einen mit dem Herz an der richtigen Stelle und natürlich den Maniac der austillt! Ich stelle mir immer wieder die Frage warum es in jeder Gang einen Choleriker geben muss der sich nicht zügeln kann. Dementsprechend weiß man leider auch schon oft im Vorfeld was wann wie passieren wird und es fehlen wirkliche Überraschungsmomente! Beinahe hat man das Gefühl der Regisseur hätte eine Standartsituation nach der anderen abgearbeitet. Die Gewalt-Szenen sind dabei immer im Rahmen ohne wirklich plakativ zu wirken, allerdings geht einem das Gewimmere der Opfer irgendwann gehörig auf die Nerven. Größter Pluspunkt von Kidnapped ist das die Charaktere und Handlungen immer relativ nachvollziehbar sind und nicht ins Comichafte wie z.B. bei dem Last House on the Left Remake ausufern! Das und die schön kompromisslose Schlussszene retten den Film vor dem Totalausfall, können Kidnapped aber trotzdem nicht mal über das Mittelmaß hinaus befördern.

 Punkte: 4 von 10

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Veröffentlicht am 15. Dezember 2011 in Film-Reviews und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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