Territories

Fünf Teenager kehren nach einer Hochzeit aus Kanada mit dem Auto in die Vereinigten Staaten zurück. Inmitten eines riesigen Waldgebietes werden sie plötzlich auf der Straße von einer US-Grenzpatrouille angehalten. Die zwei Polizisten wirken skeptisch und suchen solange bis sie im Gepäck eines der Jungen ein Päckchen Marihuana finden. Sofort ziehen sie ihre Waffen und zwingen die Jugendlichen, sich in einer Reihe aufzustellen und Fragen wie bei einem Terroristen-Verhör zu beantworten. Als Tom einen Asthma-Anfall bekommt und die Polizisten nicht erlauben, seine Medizin aus dem Auto zu holen, eskaliert die Situation komplett. Erst jetzt wird den fünf Freunden klar, dass sie in eine Situation geraten sind, aus der sie vielleicht nicht mehr lebend herauskommen.
 
Um mal eins klarzustellen, bei Slashern, Backwoodhorror und dem ganzen anderen Kram bin ich wirklich tolerant! Auch wenn man die im Endeffekt immer gleiche Geschichte zum X-ten mal serviert bekommt, sitze ich immer noch mit einem Lächeln vor der Glotze (na ja, meistens jedenfalls). Territories hat mich aber mal wieder richtig geärgert, so viel Mist haben die Macher in den Film reingepackt! Dabei fängt eigentlich alles ganz gut an, die ersten 20 Minuten sind sogar recht spannend und beklemmend! In die Fänge der Staatsgewalt zu geraten und der Willkür der Beamten ausgesetzt zu sein ist nunmal leider gar nicht so abwegig! Schnell wird aber klar das es sich bei den beiden Polizisten nicht um offizielle Staatsdiener handelt, sondern doch nur um ein paar Hinterwäldler die aus irgendeinem Grund Leute verschleppen und einen auf Guantanamo machen. Die beiden Maniacs sind dabei so blöde dargestellt das man sich so gar nicht vorstellen kann das sie clever genug sind um so ein Hinterm-Haus-Foltercamp aufzuziehen. Im Mittelteil werden unsere 4 Gefangen also immer wieder verhört und gefoltert, wobei man dankenswerter Weise auf all zu blutiges Treiben verzichtet. Was man Territories zu Gute halten muss ist das die Opfer mit der Zeit wirklich schlechter aussehen und man ihnen die Verzweiflung wirklich abnimmt. Die Krone setzt dem ganzen dann aber der total vermasselte Schluss auf! In den letzten 25 Minuten wird noch ein Detektiv eingeführt der nach den vermissten Jugendlichen sucht! Im besten Hippie-Zottel Look (und natürlich Herion süchtig) stolpert dieser irgendwann über Mini-Guantanamo, aber Genre-Kenner denken es sich schon, ein Happy End wird es trotzdem nicht geben. Die Geschichte um den Detektiv wirkt extrem deplatziert und aufgesetzt, keine Ahnung was die Macher sich dabei gedacht haben! Leider macht das aus dem sowieso schon unterdurchschnittlichen Territories einen richtig schlechten Film!

Punkte: 3 von 10

Advertisements

Veröffentlicht am 28. Oktober 2011 in Film-Reviews und mit , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: