Sucker Punch

Ich mag die Filme von Zack Snyder, wirklich! Angefangen beim rasanten Dawn of the Dead Remake bis hin zu seinen beiden Comic Verfilmungen 300 und Watchmen wurde ich immer hirnlos aber bestens unterhalten! Der Trailer zu Sucker Punch versprach all das was die Filme des Regisseurs bis jetzt ausmachten: Wuchtige Aktion, monumentale Bilder vor CGI-Hintergründen und massig Zeitlupensequenzen! Sucker Punch beinhaltet auch all jenes, doch man wird das Gefühl nicht los das irgendetwas fehlt. Style over Substance, nur eben ganz ohne Substance! Die Story ist einfach nur wirr und an den Haaren herbei gezogen. Unsere Hauptdarstellerin Babydoll (übrigens tragen alle Charaktere solche bescheuerten Namen) wird von Ihrem Stiefvater in ein Sanatorium eingeliefert damit er an das Erbe der verstorbenen Mutter kommt. Da Daddy ja nicht doof ist besticht er einen der Pfleger um eine Lobotomie vornehmen zu lassen. 5 Tage hat Babydoll nun noch Zeit um Ihrem Schicksal zu entrinnen. Sie flüchtet sich in eine Fantasiewelt, in der das Sanatorium ein Bordell ist und in dem sie 5 Gegenstände für Ihre Flucht sammeln muss. Während Sie die Wärter und Bösewichte durch ihren scheinbar Hypnotischen Tanz ablenkt, versuchen ihre neuen Freundinnen die Gegenstände zu stibitzen. Die Tanzeinlagen bekommt man dabei nie zu sehen, stattdessen wechselt Sucher Punch hier in die Aktion-Szenen, in denen die Girls gegen Nazi-Soldaten, Roboter und Orks antreten. Wenn die Mädels z.B. ein Feuerzeug stehlen wollen, kämpf man stellvertretend gegen einen feuerspuckenden Drachen usw. Diese Aktion-Sequenzen sind wirklich toll insziniert und leider das einzigst sehenswerte an Sucker Punch! Wenn die Mädels in Zeitlupe ganze Legionen von Gegnern plätten sitzt man ab und an schon mit offenem Mund im Kinosessel. Den Rest des Films kann man dafür leider vergessen! Die erste Traumebene ist meiner Meinung vollkommen unnötig und wohl nur dafür da die Mädchen andauernd in sexy knappen Fummeln durchs Bild rennen zu lassen. Das ist generell so eine Sache die mich bei Sucker Punch gestört hat, selbst in den Kampfsequenzen wird verdammt viel Haut gezeigt, was manchmal irgendwie arg sexistisch wirkte! Dazu kommt das gar nicht so recht nachzuvollziehen ist, wie die ganze Planerei und Klauerei denn überhaupt in der realen Welt von statten gegangen sein soll. Das ganze gipfelt dann in einem total bescheuertem Ende, das ich mir auch im Nachhinein nicht so recht erklären kann. Mit Emely Browning als Babydoll wurde leider eine recht blasse Hauptdarstellerin gecastet die mit ihrem andauernd leidenen Blick eher nervt als Sympathien erweckt. Spannend hingegen ist zu Raten welches Videospiel Synder in den letzten Wochen gespielt hat! Die Kriegssequenz erinnert z.B. extrem an Killzone, das Mittelalter-Setting an Dragon Age und das Zukunftszenario an Final Fantasy 13.

Alles in allem ist Sucker Punch ein leider nur durchschnittlicher Film geworden, der zwar massig Eye Candy zu bieten hat, aber sogar mich der auch gar nicht so viel mehr erwartet hat unbefriedigt zurück lässt.

Punkte: 5 von 10

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Veröffentlicht am 10. April 2011 in Film-Reviews und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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