Teufelszeug

Völlig verkatert schaut Ig Perrish morgens in den Spiegel: Ihm wachsen Teufelshörner aus der Stirn! Was hat er in der Nacht zuvor getrieben? Dabei hat er schon sein Fegefeuer durchlebt, weil ihm niemand glaubt, dass er nichts mit der grausamen Ermordung seiner Freundin zu tun hat. Als Ig sich auf die Suche nach dem wahren Übeltäter macht, ist auf einmal die Hölle los …

Wie schon in seinem letzten Roman „Blind“ schafft es Joe Hill wieder einen herrlich sympathischen Antihelden zu erschaffen. Den netten Looser muss man einfach gern haben und dementsprechend leidet man auch mit wenn sein Leben immer mehr aus den Fugen gerät. Wobei „mitleiden“ vielleicht doch ein wenig übertrieben ist. Die Stellen in der seine Mitmenschen Ig ihre dunkelsten Geheimnisse verraten triefen nur so vor schwarzem Humor und sind unheimlich kurzweilig zu lesen. Leider wird der Lesefluss immer wieder von Rückblenden der Protagonisten unterbrochen! Diese sind zwar wichtig für die Geschichte, lesen sich teilweise aber eher wie ein Jugendroman als Horror/Fantasy! Manch einer mag das als Abwechslung schätzen, ich empfand es eher als zäh und teilweise schon fast langweilig! Dazu finde ich die den Unterschied zwischen Ig früher (ging in die Kirche und nahm an freiwilligen Wohltätigkeitsarbeiten teil) und dem von heute (melanlolisch, No-Future-Attidude) irgendwie zu krass. Ok, seine große Liebe wurde ermordet und ihm die Schuld in die Schuhe geschoben, aber vielleicht hätte Hill ihn nicht als ganz so krassen Nice-Guy in seiner Jugend beschreiben sollen. Für die  Auflösung gibt’s dann auch noch mal Punkteabzug, aber nur weil ich es nicht verstanden habe. Wenn es von Euch jemand kapert hat bitte ne kurze Info an mich (also nicht wer letztendlich der Mörder war, sondern warum Ig seine Hörner bekommen hat ;-)).

Letztendlich ist „Teufelszeug“ ein verdammt kurzweiliger Horror/Fantasy-Roman, den man gut weglesen kann und viele skurrile Situationen bietet. „Blind“ hatte mir trotzdem noch ein Stückchen besser gefallen, obwohl dieser mit ganz ähnlichen Problemen zu kämpfen hatte.

Punkte: 7 von 10

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Veröffentlicht am 4. Februar 2011 in Comics/Bücher und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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