A Nightmare on Elm Street – Remake

Nancy, Kris, Quentin, Jesse und Dean wohnen in der Elm Street. Nachts träumen sie alle denselben Traum von einem Mann in einem zerfetzten, rot-grün gestreiften Pullover, einem zerbeulten Filzhut, unter dem sich ein entstelltes Gesicht verbirgt, und einem Arbeitshandschuh mit Messern statt der Finger. Und alle hören sie dieselbe gruselige Stimme … Einen nach dem anderen hetzt er durch das Gefängnis ihrer Träume, wo allein er die Regeln bestimmt. Ein Entrinnen gibt es nur, wenn man aufwacht. Doch als einer der Teenager auf brutale Weise umkommt, wird ihnen schnell klar, dass ihre Albträume Realität sind – schützen können sie sich nur, indem sie wach bleiben. Die vier Überlebenden sind aufeinander angewiesen – gemeinsam versuchen sie herauszubekommen, wie sie in dieses grausige Märchen hineingeraten sind und warum der fürchterliche Mann sie verfolgt. Trotz des Schlafentzugs müssen sie sich auf die alles entscheidenden Fragen konzentrieren: Warum wir? Warum gerade jetzt? Und was verschweigen unsere Eltern? Eine seit vielen Jahren verdrängte Schuld wird jetzt beglichen, und um sich selbst zu retten, müssen sie sich in den abartigsten Albtraum überhaupt hineinversetzen … Freddy Krueger.

 

Mit den ganzen Hollywood-Remakes von bekannten Horror-Serien ist das so eine Sache, die einen lieben, die anderen hassen sie. Ich stehe den Neuverfilmungen recht offen gegenüber, gab es doch einige positive Überraschungen wie z.B. Dawn of the Dead und The Texas Chainsaw Massacre. Das Freddy Krüger über kurz oder lang auch nochmal die große Leinwand unsicher machen darf war nur eine Frage der Zeit. Leider reiht sich A Nighmare on Elm Street leider in die Reihe der missratenen Remakes wie Halloween und Freitag der 13 ein. Man wollte hier ein wieder Back to the Roots gehen, weg vom witzelnden Anithelden Freddy Krüger hin zum wirklichen Bösewicht der durch seinen Kinderschänder Background nun noch abscheulicher sein soll (klar, ein „normaler“ Kindermörder haut ja auch heute keinen mehr aus dem Kinosessel). Erster großer Fehler der Macher war Robert Englund nicht mehr als Freddy Krüger zu besetzen! Bei Michael Meyers, Jason, Leatherface und Co. ist es Wumpe wenn die Schauspieler wechseln da Ihr Gesicht sowieso hinter einer Maske verborgen ist, der Charakter Freddy Krüger ist aber ganz klar geprägt von Robert Englund und unausweichlich mit ihm verbunden. Jackie Earle Haley hat nun die undankbare Aufgabe in diese viel zu großen und letztendlich nicht zu füllenden Fußstapfen zu vertreten. Ich hoffe das ich ihn als coolen Rorschach und nicht als Krüger für Arme im Gedächtnis behalten werde. Dazu ist das neue Make Up echt Mist. Es soll wohl realistischer und eher nach Brandnarben aussehen, leider ließ es überhaupt keine Emotionen oder Regungen mehr auf dem Gesicht erkennen. Die restlichen Schauspieler sind auch nicht der Rede wert und das typische Teeny-Kanonenfutter. Der Film an sich kommt einfach zu uninsperiert und bieder daher. Teilweise versucht man (schlecht) beim Original zu klauen (ok, es ist nun mal ein Remake), die eigenen neuen Ideen sind langweilig und bringen den Film nicht weiter. Gähn! Würde jetzt wenigstens der Goregehalt stimmen gäbe es wenigstens dafür Punkte, aber bis auf einen halbwegs gelungenen End-Scare muss man auch darauf verzichten. Ich glaube es ist nichtmal eine Brust zu sehen wenn ich mich richtig erinnere („Hallo, es ist immer noch ein Slasher!“). Bleibt also nur zu hoffen dass wir von weiteren Nightmare-Remakes verschont bleiben. Denn selbst wenn man die Blutrote-Freddy-Fanbrille absetzt, ist das Remake letztendlich ein schlechter Horrorfilm.

 

Punkte: 3 von 10



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Veröffentlicht am 28. November 2010 in Film-Reviews und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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